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Anna Karenina

Band 2

Der Roman »Anna Karenina« entstand in den Jahren 1873 bis 1878 in der Epoche des russischen Realismus und gilt als eines von Tolstois bedeutendsten Werken. Das Buch wurde 1877/78 veröffentlicht und handelt von Ehe und Moral in der adligen russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Das achtteilige Romanepos verwebt die Geschichten dreier adliger Familien: des Fürsten Stepan Oblonski und seiner Frau Darja Oblonskaja, genannt Dolly, ihrer jüngeren Schwester Jekatarina Schtscherbazkaja, genannt Kitty, und des Gutsbesitzers Ljewin, sowie vor allem Anna Kareninas, der Schwester des Fürsten, die mit dem Staatsbeamten Alexej Karenin verheiratet ist. Annas Liebesaffäre mit dem Grafen Alexej Wronskij führt schließlich zum Bruch der Ehe und ihrem Selbstmord. Die scheiternde Beziehung der Karenins auf der einen und die Entwicklung der Ehe Kittys mit Ljewin auf der anderen Seite bilden die Handlungsschwerpunkte. Die Oblonski-Geschichte ergänzt und kontrastiert die beiden Haupthandlungen. Über die Frage, ob es sich bei Anna Karenina um einen typisch Tolstoischen Doppelroman oder um ein dreisträngiges Werk handelt, gibt es in der Literaturwissenschaft unterschiedliche Ansichten. [Wikipedia]
Portrait
1828-1910
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 452
Erscheinungsdatum 07.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96662-002-4
Verlag Boer, K
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/4 cm
Gewicht 752 g
Auflage Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe Leipzig 1915, erschienen in zwei Bänden im Insel Verlag.
Übersetzer Hermann Röhl
Buch (gebundene Ausgabe)
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36,00
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Buchhändler-Empfehlungen

Warum nicht mal ein Klassiker?

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

"Anna Karenina" gehört zu den bekanntesten Frauengestalten und klassischen Romanen der Weltliteratur. Zu Recht. In der neuen Übersetzung von Rosemarie Tietze ist es ein wahres Lesefest, aus dem ich wirklich nicht mehr herauskommen wollte. Breit gefächert beschreibt Tolstoi die hohen moralischen Ansprüche der damaligen Gesellschaft, die doch ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Fangen Sie einfach an und lassen Sie sich von der Sprache und der Handlung verführen - lesen Sie mal einen Klassiker!

Das Buch der Bücher

Jan-Hendrik Kopf, Thalia-Buchhandlung Bremen

Was bringt einen dazu, ein Buch mit mehr als 1200 Seiten zu lesen? Zum Beispiel dieser erste Satz: „Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.“ Selten haben 14 Worte das tiefere Verständnis für des Menschen Leid so präzise und allumfassend eingefangen. Noch weniger Worte bedarf es indes, um die Brillanz dieses Buches zu umschreiben: „Anna Karenina“ ist ein Meisterwerk, ein Jahrhundertbuch. Es ist DER große Gesellschaftsroman der Weltliteratur und beinhaltet auf konzentrierte Weise all das Wesentliche und Unwesentliche, das Tolstoi zu einem der großen Meister der Literaturgeschichte macht. Die Handlung um die titelgebende Heldin Anna Arkadjewna Karenina an dieser Stelle umreißen zu wollen, stellt ein in besonderem Maße unmögliches Vorhaben dar, weswegen ich mich auf folgende Informationen beschränken möchte: Tolstoi entspannt auf meisterliche Weise verschiedenste Handlungsstränge um ein gutes Dutzend Hauptpersonen, die alle für sich genommen bereits genügend Stoff für ein ganzes Buch hergeben würden, in ihrer Gesamtkomposition und Verflechtung aber etwas noch Größeres ergeben. „Anna Karenina“ ist dabei nicht nur ein Gesellschaftsroman, ein fulminantes, von Meisterhand komponiertes Sittengemälde des 19. Jahrhunderts zu Zeiten des russischen Zarentums, das sowohl das dekadent-artifizielle Leben des aristokratischen Hochadels als auch das von Entbehrungen gekennzeichnete Dasein der Bauern und der Landbevölkerung beleuchtet. Es ist mehr. Viel mehr. Der Text ist von geradezu berauschender philosophischer und psychologischer Tiefe, ein Spiegel der Weltanschauungen und Religion, deren Reflexionen den Roman zu einem allumfassenden Werk über die menschliche Seele werden lassen. Letzten Endes ist „Anna Karenina“ aber vor allem auch eines: Eine Brandschrift für die Humanität. Besonderes Lob soll abschließend noch die vorliegende Ausgabe des Hanser Verlages in der Übersetzung von Rosemarie Tietze genießen. Hier werden zum ersten Mal die sprachliche Opulenz und Finesse Tolstois erfassbar, die dem Text eine ganz eigene, unerreichte Authentizität verleihen. Müsste ich mich bis auf eines von allen meinen Büchern trennen, ich würde dieses hier behalten.

Kundenbewertungen

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ein lesenswerter Klassiker
von einer Kundin/einem Kunden aus Kierling am 26.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein wirklich schönes Buch! So viele Einsichten in das Leben der Menschen zu dieser Zeit, besonderes der russischen Kultur. Viele Probleme von heute sind auf die Gesellschaft von damals zurückzuführen und auf manchen Gebieten haben sich doch die Ansichten geändert und für alle verbessert. Teils philosophisch, teils religiös, tei... Ein wirklich schönes Buch! So viele Einsichten in das Leben der Menschen zu dieser Zeit, besonderes der russischen Kultur. Viele Probleme von heute sind auf die Gesellschaft von damals zurückzuführen und auf manchen Gebieten haben sich doch die Ansichten geändert und für alle verbessert. Teils philosophisch, teils religiös, teils gesellschaftskritisch - ein guter Spiegel der damaligen Zeit.

Berührender Roman und schönes E -Book
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 21.05.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieses Buch über Anna Karenina kann ich inhaltlich voll weiterempfehlen. Die Bearbeitung und Nutzbarkeit des E-Books sind ebenfalls sehr gut. Ein Kauf mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis.

Eine mitreißende Geschichte
von Franziska Schulz am 18.04.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Vor einem Jahr habe ich eine unglaubliche Lust verspürt, mich an dem berühmten Klassiker “Anna Karenina” von Leo Tolstoi zu wagen. Nachdem ich die Neuverfilmung gesehen hatte, war mir klar: Das Buch muss ich lesen! Wenige Zeit später hat mir meine Mama das Buch geschenkt, ich habe es stolz und voller Vorfreude ins Regal verfrach... Vor einem Jahr habe ich eine unglaubliche Lust verspürt, mich an dem berühmten Klassiker “Anna Karenina” von Leo Tolstoi zu wagen. Nachdem ich die Neuverfilmung gesehen hatte, war mir klar: Das Buch muss ich lesen! Wenige Zeit später hat mir meine Mama das Buch geschenkt, ich habe es stolz und voller Vorfreude ins Regal verfrachtet und – dabei blieb es dann auch erst einmal. Mit dem Start des neuen Jahres verspürte ich allerdings einen großen Motivationsschub, mich an diesen Wälzer zu wagen. Innerhalb von zehn Tagen verschlang ich “Anna Karenina”, dessen 1200 Seiten sich in acht Teile untergliedern. Da ich vorher einige Rezension gelesen hatte, war ich nicht überrascht, wie wenig Anna Karenina eigentlich in diesem Buch steckt, das “Anna Karenina” heißt. In diesem Werk existieren drei Hauptstränge: die Geschichte von Anna, ihre Ehe mit Karenin und Affäre mit Graf Wronskji, die Geschichte Stiwas, seine finanzielle und familiäre Lage, sowie die Geschichte von Lewin und Kitty. Dieser erste Satz dieser umfassenden Geschichte, habe ich zu Beginn des Buch zu verstehen geglaubt, doch erst jetzt, nach dem Beenden, voll und ganz nachvollziehen und aus einem anderen Blickwinkel verstehen können. Es gibt Anna, eine feine Dame der Oberschicht von St. Petersburg, verheiratet mit Karenin, Mutter eines Sohnes, die sich verliebt in Graf Wronskji. Stiwa, der Bruder von Anna, wohnt in Moskau zusammen mit seiner Frau Dolly und seinen Kindern, der eine Neigung für bedeutungslosen Affären hat. Und Lewin, eine Freund der Familie von Dolly, wohnhaft auf dem Land, der sich unglücklich in die Kitty, die Schwester von Dolly, verliebt hat. Während ich die Handlungen um Anna sehr genossen habe und die Seiten nur so geflogen sind, haben sich die Kapitel um Lewin gezogen – vor allem, wenn diese Kapitel nicht mit Kittys Anwesenheit gefüllt waren. Seine Gedankengänge haben sich meist über Seiten erstreckt, die dann noch abschweifen und er in Selbstmitleid versinkt. Im Gegensatz dazu waren die restlichen Kapitel weniger anstrengend. Die Geschichte von Lewin und Kitty nimmt einen ebenso großen Anteil des Buches ein – wenn nicht sogar ein wenig mehr – als die von Anna, Karenin und Wronskji. Stiwas Part schlüpft gelegentlich, recht leicht, dazwischen, oder ist verwoben mit Annas oder Lewins Schicksal. Besonders glänzen konnten die Verbindungen der Charaktere untereinander. Sie geben sich Ratschläge, Halt, und schufen ein Gleichgewicht untereinander. Ich habe die komplexe Handlung sehr genossen, die langsame Entwicklung der Charaktere und deren Verhalten. Nach und nach hat sich das Gesamtbild verschoben und sich zu etwas Neuem entwickelt. Die Entwicklung der jeweiligen Personen an sich war dabei sehr grandios: allein schon Anna, die von der liebreizenden, strahlenden Frau, zu einer verzweifelten, eifersüchtigen Ehebrecherin wird. Die Sprache an sich war – entgegen meiner Befürchtungen – gut verständlich. Ich mochte die aufkeimenden Gefühle, die verbotene Affäre, die pure Verzweiflung und Eifersucht, die gegen Ende stetig ansteigt und Leben verschlingt. Ein wahres Monster offenbart sich. Ich mochte die zarte, beinahe schüchterne Liebe, das Aufgeben und Hoffen sowie die Komplexität des Themas Verzeihen, Vergeben und Ignorieren. Am Ende habe ich mich gefragt, wo nur all die Seiten geblieben sind. Und ich muss sagen, die Fülle hat perfekt gepasst. Ein wenig mehr Anna, ein wenig weniger Lewin und es wäre in meinen Augen perfekt. Dennoch: Alles in allem hat Tolstoi ein Meisterwerk geschaffen, das mich ganz und gar begeistern konnte. Und ein wenig werden mir die Charaktere fehlen.