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Ein dänischer Winter

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gebundene Ausgabe
Karen Blixen im winterlichen Kopenhagen und ein Hausmädchen mit großen Träumen.

Dezember, 1929: Karen Blixen verbringt die Weihnachtstage auf dem Hof ihrer Familie am Øresund. Die Frau, die einmal Schriftstellerin werden wollte, quälen
existenzielle Sorgen: Ihre Farm in Afrika steht vor dem Ruin, die Beziehung zu ihrem Geliebten Deyns Finch-Hatton steckt in der Krise.

Am dunkelsten Tag des Jahres steht auch Minna Kasparsson vor dem Nichts. Das achtzehnjährige Mädchen aus der Arbeiterklasse hat ihre Stelle als Schreibkraft verloren, und zu allem Überfluss erfährt sie, dass sich der Mann ihres Herzens mit einer anderen verlobt hat. Heimlich hatte Minna gehofft, Lehrerin werden zu können, nun muss sie bei Karen Blixens Familie eine Stelle als Hausmädchen annehmen.

Auf Rungstedlund kommt es zur Begegnung der beiden Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Eine Begegnung, deren Kraft, ihrer beider Zukunft verändern wird...
Portrait
Sanne Jellings wurde in Süddeutschland geboren und hat während des Studiums ihre Liebe zu Isak Dinesen alias Karen Blixen-Finecke entdeckt. Mit Anfang zwanzig besuchte sie erstmals deren Geburtshaus  Rungstedlund am Oresund. Seitdem ist der alte Hof mit dem großen Park für sie ein ganz besonderer Ort. Sanne Jellings arbeitet als Lektorin und Übersetzerin und lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 15.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-463-00005-3
Verlag Rowohlt Kindler
Maße (L/B/H) 22,1/13,2/1,7 cm
Gewicht 265 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 49042
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Etwas schwermütige Lektüre für den Winter
von Lia48 am 16.12.2019

INHALT: Dezember 1929: Minna ist 18 Jahre alt, als ihr der Job als Schreibkraft gekündigt wird. Dabei hat die Familie sowieso schon kaum genug um über die Runden zu kommen. Da scheint sich auch noch Carl, der Mann ihrer Träume, für eine andere Frau entschieden zu haben. Vielleicht ist es da ganz gut, dass sie nun von zu Haus... INHALT: Dezember 1929: Minna ist 18 Jahre alt, als ihr der Job als Schreibkraft gekündigt wird. Dabei hat die Familie sowieso schon kaum genug um über die Runden zu kommen. Da scheint sich auch noch Carl, der Mann ihrer Träume, für eine andere Frau entschieden zu haben. Vielleicht ist es da ganz gut, dass sie nun von zu Hause weg geht, um eine Stelle als Dienstmädchen bei Karen Blixens Familie anzunehmen... Karen Blixen plagen derzeit existenzielle Sorgen. Es steht sehr schlecht um ihre Kaffeepflanzen-Farm in Afrika. Zudem steckt sie mitten in einer Beziehungskrise. Als ihre Mutter auch noch krank wird, reist sie zu ihr nach Dänemark. Zwei sehr unterschiedliche Frauen, die sich im tiefen Winter in Dänemark begegnen und einander Kraft, Mut und Zuversicht spenden. MEINUNG: In dieser schmalen Lektüre treffen zwei sehr unterschiedliche Frauen aufeinander. Die jüngere Minna stammt aus einer Arbeiterfamilie, die kaum genug zu Essen hat. Wie gerne wäre sie Lehrerin geworden! Doch der Traum scheint unerreichbar zu sein. Als sie bei den Brixens eine Anstellung als Dienstmädchen bekommt, lernt sie die Baronin kennen und ist sehr angetan von ihrem scheinbar sehr spannenden Leben. Doch Karen hat ihre eigenen Sorgen und hat Angst, alles zu verlieren. Ich habe die Geschichte der beiden Protagonisten gerne verfolgt. Vor allem zu Minna, die sich im Leben ziemlich durchschlagen muss, konnte ich schnell eine Bindung aufbauen. Karens Innenwelt dagegen blieb mir teilweise etwas fremd. Die Lektüre eignet sich trotz des nicht zu einfachen Schreibstils gut für zwischendurch in den Wintermonaten. Auch wenn sie einen etwas schwermütigen Eindruck hinterlässt, verfliegen die Seiten des dünnen Büchleins recht schnell. Die Autorin schreibt bildlich, so dass die Winter-Kälte für den Leser regelrecht spürbar wird. Im Gegensatz dazu, umrahmt Karen Blixens Leben in Afrika die Handlung. Davon hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren, doch der Schwerpunkt der Geschichte liegt nun mal auf der Begegnung der beiden Frauen. Neben dem emanzipierten Frauenbild, geht es auch darum, dass man seine Träume nicht aufgeben, sondern immer an ihnen festhalten sollte. FAZIT: Insgesamt eine lesenswerte Lektüre für die Winterzeit. Sie ist etwas schwermütig und doch regt sie zum Nachdenken an. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

Eine emanzipatorisch-”cleane” Novelle
von Zauberberggast aus München am 18.11.2019

Das afrikanische Leben der dänischen Farmerin und Schriftstellerin Karen Blixen (1885-1962) und ihre Liebesaffäre mit dem Großwildjäger Denys Finch Hatton sind durch den Film "Jenseits von Afrika" vielen bekannt. Jetzt ist mit "Ein dänischer Winter" ein Prosastück in einer an den Jugendstil erinnernden, sehr hübschen Hardcoverau... Das afrikanische Leben der dänischen Farmerin und Schriftstellerin Karen Blixen (1885-1962) und ihre Liebesaffäre mit dem Großwildjäger Denys Finch Hatton sind durch den Film "Jenseits von Afrika" vielen bekannt. Jetzt ist mit "Ein dänischer Winter" ein Prosastück in einer an den Jugendstil erinnernden, sehr hübschen Hardcoverausgabe, erschienen, das sich mit einem Aufenthalt Blixens in ihrer Heimat Dänemark im Winter 1929 beschäftigt. Die Großbürgerstochter und angeheiratete Adelige Karen Blixen trifft auf die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Minna, die eigentlich Lehrerin werden möchte, sich aber aufgrund der Armut ihrer Familie als Hausangestellte bei den Dinesens (Karen Blixens Herkunftsfamilie) verdingen muss. Die 44-jährige geschiedene Baronin Karen Blixen macht dem jungen Mädchen, das ihr sympathisch ist, ein Angebot, das ihr Leben verändern könnte. Wird sie annehmen? Die Autorin Sanne Jellings lässt zwei Frauenfiguren aufeinandertreffen, die an einem Scheideweg stehen. Blixen steht in der Mitte des Lebens, eine Schriftstellerin ist sie noch nicht, aber eine Geschichtenerzählerin. Sie hat finanzielle und gesundheitliche Probleme und weiß nicht, ob sie ihre geliebte Farm in Afrika halten kann. Auch mit Denys, dem Mann ihres Lebens, ist es zunehmend kompliziert. Liebt er die Freiheit mehr als sie? Minna hingegen kennt die Liebe nur aus der Distanz und muss am Anfang des Buches eine amouröse Enttäuschung verarbeiten. Die sozialen Verhältnisse ihrer Familie determinieren ihre Möglichkeiten. Sie steht am Beginn ihres Erwachsenenlebens, das vor ihr liegt wie die afrikanische Weite, die Blixen so sehr liebt. Für welchen Weg wird sich Minna entscheiden? Welches Frauenbild will sie leben? Auf nur 157 Seiten bleibt Jellings nicht der Raum, ihre Charaktere bis ins letzte Detail auszudifferenzieren. Ich finde das aber auch gar nicht nötig, denn die Kürze des Romans lässt uns auch an eine andere literarische Gattung denken: die Novelle! Die hat ja bekanntlich eine "sich ereignete unerhörte Begebenheit", wie es Goethe formuliert hat, zum Gegenstand. Auch hier ist die knapp gehaltene Erzählung stringent und auf einen Höhepunkt zulaufend. Die beiden Protagonistinnen sind sehr individuell gezeichnet. Sie und ihr Schicksal wecken das Interesse des Lesers. Dass es ein feministisches Buch ist, ist evident, denn es geht schlicht um die Frage, was ein Leben als Frau lebenswert macht und wie frau es am besten gestalten kann. Unterschiedliche Wege werden anhand der Protagonistinnen, aber auch durch die Mütterfiguren der beiden, aufgezeigt. Darf man sich frei entscheiden für einen Weg, obwohl der Status und die wirtschaftliche Situation einen scheinbar determinieren? Die Kernaussage der Novelle ist: man darf und kann und soll sich für einen eigenen Weg entscheiden - gerade weil und obwohl man eine Frau ist. “Ein dänischer Winter” ist ein “ruhiges” Buch, das eher die inneren Kämpfe der beiden Frauen zum Thema hat. Zudem strahlt das Setting, der Hof der Dinesens “Rungstedlund”, sehr viel “Weiß”, Helligkeit und typisch dänische “Hyggeligkeit” aus. Alles ist irgendwie clean und gleichzeitig gemütlich. Inhalt und Form (weißes Cover mit floralen Jugendstilranken) passen hier perfekt zusammen. Ich fand diese Novelle sehr lehrreich und interessant. Man bekommt einen Einblick in das dänische Leben der Karen Blixen und die historischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Ich mochte auch die emanzipatorisch-feministische Komponente der Geschichte. Alles in allem ein sehr gutes Buch!

Ein ausdrucksstarkes Bild über die Lebensvorstellungen der Karen Blixen
von sommerlese am 21.10.2019

Sanne Jellings erzählt in ihrer Novelle "Ein dänischer Winter" aus dem Rowohlt Kindler Verlag eine Geschichte über die dänische Schriftstellerin Karen Blixen und ihre Angestellte. Karen Blixen verbringt 1929 die Weihnachtsfeiertage bei ihrer vermögenden Familie im dänischen Rungstedlund. Karen quälen Existenzängste um ihre Fa... Sanne Jellings erzählt in ihrer Novelle "Ein dänischer Winter" aus dem Rowohlt Kindler Verlag eine Geschichte über die dänische Schriftstellerin Karen Blixen und ihre Angestellte. Karen Blixen verbringt 1929 die Weihnachtsfeiertage bei ihrer vermögenden Familie im dänischen Rungstedlund. Karen quälen Existenzängste um ihre Farm in Afrika und sie ist sich nicht sicher, ob sie die Farm weiter führen will. Die achtzehnjährige Minna Kasparsson hat gerade ihre Stellung als Schreibkraft verloren und braucht dringend einen neuen Job, mit dem sie ihre Mutter und Schwester finanziell unterstützen kann. Sie packt die Gelegenheit beim Schopfe und wird Hausmädchen bei den Blixens, dabei träumt sie eigentlich davon, Lehrerin zu werden. Karen Blixen berührt die Geschichte der jungen Frau. Sie ermutigt sie, für ihre Träume zu kämpfen – und schöpft dabei selbst neuen Lebenswillen… "Die Armut ist die größte Freiheit. Auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht. Ich sage Ihnen, wirklich schlimm ist es, ein moderates Auskommen zu haben, ein Bürger zu sein. So ein Leben nimmt einem die Luft zum Atmen." Zitat Seite 72 Der Name Karen Blixen ist durch den Hollywood-Film «Jenseits von Afrika» sicherlich einigen ein Begriff. Diese Novelle zeigt Einblicke in das dänische Leben der Schriftstellerin und zeichnet eine fiktive Geschichte im winterlichen Kopenhagen der 1920er Jahre. Mir hat diese fiktive Geschichte sehr gut gefallen und besonders Karens Überzeugungen und die gesellschaftliche Rolle der Frau wurden anschaulich und zeitgemäß dargestellt. Als sich Karen und Minna treffen, prallen unterschiedliche Welten aufeinander, doch obwohl beide Frauen unterschiedliche Grundlagen haben, finden sich bei ihnen auch Parallelen im Lebensweg, denn beide halten an ihren Träumen von der Freiheit fest, ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können und nicht von einem Mann abhängig zu sein. Karen bestärkt Minna in ihrer eigenen Vorstellung darin, sich nicht nur durch einen Mann einen Lebensbezug zu verwirklichen. Diese feinfühlige Erzählung zeigt das Leben von Dienstboten und ihren Herren auf, aber auch die Hoffnungen, Möglichkeiten und Sorgen von zwei Frauen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Damit sorgt die Geschichte für ein anschauliches Stimmungsbild der damaligen Vorstellung von aristokratischem Denken und der Rolle als Frau. Karen und Minna wollen mehr vom Leben als einen Mann und Kinder. Während Minna jeden Job annehmen muss, um ihre Mutter und Schwester finanziell zu unterstützen und eigentlich nur davon träumt, Lehrerin zu sein, ist Karen nur sich selbst verpflichtet und hat ihre Existenz in Afrika voll im Blick. Die Weltwirtschaftskrise bringt ihre Farm in existenzielle Nöte und obwohl Karen zwar lose Bindungen liebt, wünscht sie sich im Grunde schon einen Partner, der sie unterstützen könnte. Als ich das Zitat gelesen habe, erschien mir Karen Blixen mit ihrem aristokratischen Denken jedoch ziemlich an ihre Rolle angepasst und kam mir recht unsympathisch vor. Sie lebt ein Leben mit Dienstboten und gleichzeitig macht sie Minna Hoffnungen auf ein selbstbestimmtes Leben. Karen erkennt die Nöte der armen Bevölkerung nicht, sie ist vollkommen von sich überzeugt in ihrer Position als koloniale Farmbesitzerin. Ihr Emanzipations-Denken ist es, in die Fußstapfen der Männer zu treten und nicht, die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich abzubauen. Mir hat der bildhaft beschreibende Schreibstil sehr gut gefallen, es entstand eine wunderbar nachvollziehbare Atmosphäre, die die Charakterzüge beider Frauen und ihre Stellung deutlich aufzeigt. Das Gedankengut der Zeit macht nachdenklich und lässt uns unsere heutige Freiheit noch viel dankbarer ansehen. Feinfühlig und wunderschön geschriebene Novelle, die uns einen Einblick in das Leben Karen Blixens verschafft und die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten aufzeigt.