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Metropol

MP3 Format, Lesung. Ungekürzte Ausgabe

Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte ist der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen. Im Spätsommer bricht sie mit ihrem Mann Wilhelm und der jungen Britin Jill auf zu einer mehrwöchigen Reise durch die neue Heimat Sowjetunion. Alle drei sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, wo Kommunisten aller Länder beschäftigt sind. Umso schwerer wiegt, dass unter den »Volksfeinden«, denen gerade in Moskau der Prozess gemacht wird, einer ist, den Lotte besser kennt, als ihr lieb sein kann.
Acht Jahre nach dem internationalen Erfolg von "In Zeiten des abnehmenden Lichts" kehrt Eugen Ruge zurück zur Geschichte seiner Familie. "Metropol" folgt drei Menschen auf dem schmalen Grat zwischen Überzeugung und Wissen, Loyalität und Gehorsam, Verdächtigung und Verrat.
Portrait

Eugen Ruge, 1954 in Sosswa am Ural geboren, studierte Mathematik in Ostberlin und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Seit 1989 wirkt er als Autor für Theater, Funk und Film und machte sich mit seinen Tschechow-Übersetzungen einen Namen. Sein Familienroman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" erhielt den Deutschen Buchpreis 2011.

Ulrich Noethen gehört zu den vielseitigsten und beliebtesten Schauspielern Deutschlands. Sein warmes, dunkles Timbre lässt eine intime und eindrückliche Stimmung entstehen. Für seine Lesung von Friedrich Anis Roman "Nackter Mann, der brennt" erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis 2017.

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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Ulrich Noethen
Anzahl 3
Erscheinungsdatum 23.10.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783839817414
Verlag Argon
Auflage 3. Auflage, Ungekürzte Ausgabe
Spieldauer 747 Minuten
Verkaufsrang 2549
Hörbuch (MP3-CD)
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23,99
bisher 29,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Ich sehe was, was du nicht siehst...

Kerstin Wichmann, Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

...und das ist deine Kaderakte, Charlotte. So beginnt der Roman von Eugen Ruge, der vom Stalinismus und den deutschen Kommunisten in den 30erJahren erzählt, einem Thema, das bisher literarisch vernachlässigt wurde. Das Buch führt heutige Leser sehr anschaulich und aufwühlend hinein in die abgründige Mentalität jener Epoche voller gläubiger Revolutionäre. Eine klare Empfehlung!

Ein Lehrstück wie Diktaturen funktionieren

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Stark autobiographischer Roman Ruges über seine Großeltern - junge politische Idealisten, die sich 1936 dem kommunistischen Geheimdienst anschließen und aus Nazi-Deutschland in die Sowjetunion fliehen. Doch auch dort erfasst sie die Angst vor Deportation und Ermordung durch die Großen Säuberungen unter Stalin. Ruge veranschaulicht eindringlich das Machtinstrument aller totaltitären Regime, nämlich das Säen von Misstrauen unter Funktionsträgern. Mit starken sprachlichen Bildern.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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Tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 24.11.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Nach "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat Eugen Ruge mit "Metropol" ein weiteres Mosaiksteinchen für das Verständnis der teils brutalen und mit unseren heutigen Maßstäben nicht nachvollziehbaren Zeiten der 30er Jahre in der UdSSR vorgelegt. Da die russischen Archive jetzt geöffnet sind, hat Eugen Ruge anhand der Akaderakte sei... Nach "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat Eugen Ruge mit "Metropol" ein weiteres Mosaiksteinchen für das Verständnis der teils brutalen und mit unseren heutigen Maßstäben nicht nachvollziehbaren Zeiten der 30er Jahre in der UdSSR vorgelegt. Da die russischen Archive jetzt geöffnet sind, hat Eugen Ruge anhand der Akaderakte seiner Großmutter ihr Schicksal und das von Freunden und Bekannten im Moskau der 30er Jahre nachgezeichnet. Erschütternd und bewegend zugleich, ein bisschen auch Geschichtsbuch. Unbedingt lesenswert.

Realität mit Fiktion geschickt verknüpft
von Girdin aus Erkelenz am 06.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Vor acht Jahren hat Eugen Ruge den fiktiven Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ veröffentlicht, in dem er einen Teil der Geschichte seiner Familie verarbeitet hat. Mit dem Buch „Metropol“ hat er erneut einen Roman mit autobiografischem Hintergrund geschrieben, der mich als Leserin mit in das Jahr 1936 nach Moskau nahm. I... Vor acht Jahren hat Eugen Ruge den fiktiven Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ veröffentlicht, in dem er einen Teil der Geschichte seiner Familie verarbeitet hat. Mit dem Buch „Metropol“ hat er erneut einen Roman mit autobiografischem Hintergrund geschrieben, der mich als Leserin mit in das Jahr 1936 nach Moskau nahm. Im Mittelpunkt steht die Großmutter des Autors, in der Geschichte mit ihrem gewählten Decknamen Lotte Germaine zu finden. Lotte und ihr Ehemann Wilhelm aus Deutschland sind überzeugte Kommunisten und in die Sowjetunion eingewandert. Dort arbeiten sie für den Nachrichtendienst der 3. Kommunistischen Internationale, kurz „Komintern“. Lotte ist stolz auf ihre Fremdsprachenkenntnisse und der Möglichkeit als Frau mit zwei inzwischen erwachsenen Kindern berufstätig zu sein. Während beide sich auf einer mehrwöchigen Urlaubsreise nach Jalta befinden, liest Lotte in einer Zeitung von dem gerade in Moskau stattfindenden Prozess gegen mehrere Volksfeinde. Einige der im Artikel genannten Personen sind ihr bekannt, mit einem von ihnen hatte das Ehepaar näheren Kontakt. Für die Kommunisten der damaligen Zeit gestaltete es sich schwierig, zwischen Freund und Feind, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und sich danach entsprechend abzugrenzen und zu positionieren. Für Wilhelm und Lotte ist schnell klar, dass sie ihre Bekanntschaft zu dem Prozessangeklagten der Parteileitung melden müssen, denn ein Verschweigen könnte darauf hindeuten, dass sie selbst etwas zu verheimlichen haben und vielleicht den Angeklagten bei seinen Verbrechen unterstützten. Nur kurz nach Einreichen eines entsprechenden Berichts über die Bekanntschaft zum Angeklagten müssen beide ihre bisherige Wohnung räumen, ins angesehene Hotel Metropol ziehen und auf weitere Anweisungen warten. Für das Ehepaar beginnt eine Zeit der Hoffnung auf eine neue Zukunft, die aber gleichzeitig verbunden ist mit Ungewissheit, Skepsis und zunehmender Vorsicht im Kontakt mit Jedem, dem sie begegnen. Misstrauen macht sich nicht nur von ihrer Seite aus breit, sondern sie spüren auch die Zurückhaltung der Personen zu ihnen. Eugen Ruge schafft mit der Verknüpfung der realen geschichtlichen Ereignisse, realer Figuren und fiktiven Ausschmückungen, unter der Vorstellung wie es gewesen sein könnte, ein Zeitdokument, das mir als Leser einen Einblick in den sowjetischen Alltag Mitte der 1930er Jahre gewährte. Er vermittelte mir die steigende Unsicherheit der Sowjetbürger im Umgang miteinander. Während die Haupthandlung auf Lotte und Wilhelm fokussiert, versetzt der Autor sich in einigen Kapiteln in die tragende Rolle des an den Moskauer Prozessen beteiligten vorsitzenden Richters. Auch hier gelingt ihm eine glaubwürdige Darstellung, die mir zeigte, wie weit Menschen in ihrem Streben nach Macht und Anerkennung bei gleichzeitiger Gehorsamkeit zur obersten Führung und eisernem Festhalten an einer Ideologie zu gehen bereit sind. Außerdem widmet Eugen Ruge noch einer weiteren Mitarbeiterin der Komintern einige Kapitel. Aus ihrem Schicksal wird deutlich, welchen weiteren glücklichen Verlauf das Leben der Großmutter des Autors im Vergleich genommen hat. Der Autor versteht es, kleine Details zur Untermalung besonderer Situationen zu nutzen, die die Intensität des Erzählten verstärken. Manchmal lässt er in Lottes zunehmenden Gedankenkreisel voller Sorgen nahezu lakonisch Bemerkungen einfließen, die den Roman, dessen Unterton durchgehend bedrückend ist, stellenweise ein wenig aufheitern. Mit „Metropol“ ist Eugen Ruge erneut ein faszinierender Blick auf ein Stück Zeitgeschichte gelungen, das er authentisch in Romanform unter Einarbeitung eines Teils der eigenen familiären Erlebnisse seiner Großmutter verarbeitet hat. Gerne empfehle ich den Roman weiter.

Genosse Stalin lässt dich abholen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Auf der Flucht vor den Nazis emigrieren in der 1930er Jahren viele deutsche Kommunisten in die Sowjetunion, um am Aufbau des Sozialismus mitzuwirken. Auch Charlotte, die Großmutter des Autors, war nach Moskau gekommen und arbeitete als loyale Mitarbeiterin des Geheimdienstes Komintern. Während der stalinistischen Säuberungen wi... Auf der Flucht vor den Nazis emigrieren in der 1930er Jahren viele deutsche Kommunisten in die Sowjetunion, um am Aufbau des Sozialismus mitzuwirken. Auch Charlotte, die Großmutter des Autors, war nach Moskau gekommen und arbeitete als loyale Mitarbeiterin des Geheimdienstes Komintern. Während der stalinistischen Säuberungen wird sie entlassen und eineinhalb Jahre im Hotel Metropol einquartiert, einem Prunkbau, der von den Bolschewiken in ein Regierungsgebäude umfunktioniert wurde. Zusammen mit ihrem Mann und zahlreichen anderen, vor allem ausländischen Kommunisten, wartet sie Tag für Tag, was mit ihr geschehen wird. Währenddessen werden in den Nächten nach und nach Genossen von den Schergen des Geheimdienstes NKDW verhaftet und verschwinden für immer im Furor des stalinistischen Terrors. Eine beklemmende Atmosphäre macht sich breit. In einer von Luxus umgebenen Vorhölle harrt man in quälender Ungewissheit und lähmender Angst der Dinge. Beim täglichen, kargen Frühstück wird festgestellt, wer wieder fehlt. Die Anzahl der „Gäste“ nimmt stetig ab, ehe nur mehr Charlotte und ihr Mann Wilhelm aus dem Kreis der Komintern übrig bleiben. Warum sie vom sicheren Tod verschont bleiben, wird nicht beantwortet. Metropol ist ein beklemmender dokumentarischer Roman nicht nur über den stalinistischen Terror in seiner paranoiden Absurdität und gnadenloser Brutalität, verdichtet auf kleinem Raum im Gefängnis eines morbiden Luxushotels. Das Buch zeigt auch, wie hartnäckig der Glaube an eine Ideologie sich verfestigen kann. Die gefangenen Protagonisten, selbst lange Zeit überzeugte Stalinisten, zweifeln zwar angesichts ihrer aussichtslosen Situation bisweilen an der Rechtmäßigkeit der Maßnahmen, die ihnen widerfahren, der Glaube an die kommunistische Ideologie scheint jedoch nie ganz zu verschwinden.