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Libellenaugen

chinesischer Roman

Literatur aus und über China Band 3

Wenxuan Cao

(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

A Mei ist anders als die anderen. Mit ihren großen Augen, der hohen Nase und den hellbraunen Haaren fällt sie im Shanghai der 1960er Jahre überall auf. Kein Wunder: A Meis Großmutter Océane ist Französin. Ihr hat es A Mei auch zu verdanken, dass sie so wunderbar Klavier spielen kann. Doch plötzlich ändern sich die Zeiten und A Mei wünscht sich mit einem Mal nichts sehnlicher, als dem Durchschnitt zu entsprechen und ohne ihr besonderes Aussehen, ohne ihre besonderen Begabungen unbemerkt in der Masse untertauchen zu können. Aufzufallen wird mit einem Mal gefährlich. Wie sehr, muss die kleine A Mei schon bald schmerzlich erfahren...
Ein schonungsloser Blick hinter die Mauern, hinter denen zahllose Menschen, die man zu "Unkraut" stempelte, im Zuge der aufwallenden Kulturrevolution sogar innerhalb ihrer eigenen vier Wände der Willkür und Gewalt entfesselter junger Menschen hilflos ausgeliefert waren.
Eine Geschichte, die auch uns durchaus etwas angeht: Überall auf der Welt werden immer noch Menschen instrumentalisiert, um andere zu drangsalieren. Cao greift demnach ein – leider unvermindert – aktuelles Thema auf, das sich beliebig übertragen lässt und das uns stets daran erinnern sollte, sich die Meinung anderer niemals unreflektiert anzueignen!

Cao Wenxuan hat über 50 Romane und Erzählungen verfasst und zählt zu den herausragendsten Schriftstellern der chinesischen Gegenwartsliteratur. Seine Bücher werden an Schulen als Pflichtlektüre eingesetzt, viele von ihnen gelten bereits als Klassiker. Cao ist ein wahrer Meister der Erzählkunst. Seine bildgewaltige Sprache entschleunigt und fesselt zugleich. Er hat zahlreiche Preise gewonnen, darunter den British Pen Award und im Jahr 2016 als erster chinesischer Autor, den renommierten Hans-Christian-Andersen-Preis.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 300
Erscheinungsdatum 10.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-943314-43-4
Verlag Drachenhaus Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/15,4/2,8 cm
Gewicht 629 g
Originaltitel 蜻蜓眼
Auflage 1
Übersetzer Nora Frisch

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Savoir vivre a la chinoise

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Shanghai in den 30er Jahren. Eine junge Französin heiratet in eine chinesische Familie ein. Für mich eine ungewohnte Figurenkonstellation für einen chinesischen Roman. Bewegend und über mehrere Genrationen erzählt. Eine romantisierte, fast schon utopische Form einer chinesischen Großfamilie, die in diesem "blauen Haus" wohnt, so ganz ohne Culture-Clash. Cao spricht für ein modernes China, dass sich trotz einer Öffnung seiner Traditionen durchaus bewusst bleiben kann. Dieser Roman haut Sie um, weil er so anders ist. Einziges Manko: Der seltsame Versuch die Handlung zu entpolitisieren und idealisieren.

Kundenbewertungen

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Eine Geschichte der besonderen Art
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 03.10.2020

A Mei fällt schon auf den ersten Blick auf. A Mei lebt im Shanghai der 60er Jahre und hat eine Besonderheit. Ihre Oma ist Französin. Und das sieht man A Mei sofort an. A Mei ist auch ein besonderes Kind und hat eine sehr innige Beziehung zu ihrer Oma. Auch das Klavierspielen macht A Mei sehr viel Spaß, sehr zur Freude ihrer Oma.... A Mei fällt schon auf den ersten Blick auf. A Mei lebt im Shanghai der 60er Jahre und hat eine Besonderheit. Ihre Oma ist Französin. Und das sieht man A Mei sofort an. A Mei ist auch ein besonderes Kind und hat eine sehr innige Beziehung zu ihrer Oma. Auch das Klavierspielen macht A Mei sehr viel Spaß, sehr zur Freude ihrer Oma. Aber die Zeiten in Shanghai ändern sich. Früher wurde A Mei immer mit einem besonderen Blick der Zuwendung anderer bedacht. Doch das schlägt um. In den geänderten Zeiten sieht man auf einmal den Feind in A Mei und vor allem auch in ihrer über alles geliebten Oma Océane. A Mei wünscht sich auf einmal nichts anderes als so zu sein wie all anderen. Sie möchte nicht mehr auffallen. Und auch wenn A Mei schon bald ihre geliebtes Shanghai und ihre Oma verlassen muss, hören die Schikanen nicht auf. Und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Natürlich möchte ich es mir nicht nehmen lassen ein paar eigene Worte zu dieser sehr außergewöhnlichen Geschichte zu hinterlassen. Die Geschichte ist sehr lebendig und sehr bildhaft geschrieben. Man hat an manchen Stellen das Gefühl selbst Gast im blauen Haus zu sein. A Mei ist ein reizendes junges Mädchen, welches man einfach liebhaben muss. Besonders hat es mir aber ihre Oma angetan. Eine sehr außergewöhnliche Zeit in sehr außergewöhnlichen Zeiten. Hier bekommt der Leser einen starken Eindruck, wie es zu dieser Zeit in Shanghai gewesen sein muss. Vom Überfall im eigenen Haus bis hin zu den Schikanen in der Schule. Und trotz der vergangenen Zeit, in der das Buch spielt, ist das Thema leider immer noch aktuell. Und dieses Buch hat eine wertvolle Aufgabe. Es regt zum Nachdenken an. Erst den eigenen Verstand einschalten und sich eine eigene Meinung zu machen, statt die Meinung vieler anderer einfach zu übernehmen. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben!

A Mei nd ihre Großmutter Océane
von Claudia R. aus Berlin am 07.11.2019

Klappentext: A Mei ist anders als die anderen. Mit ihren großen Augen, der hohen Nase und den hellbraunen Haaren fällt sie im Shanghai der 1960er Jahre überall auf. Kein Wunder: A Meis Großmutter Océane ist Französin. Ihr hat es A Mei auch zu verdanken, dass sie so wunderbar Klavier spielen kann. Doch plötzlich ändern sich di... Klappentext: A Mei ist anders als die anderen. Mit ihren großen Augen, der hohen Nase und den hellbraunen Haaren fällt sie im Shanghai der 1960er Jahre überall auf. Kein Wunder: A Meis Großmutter Océane ist Französin. Ihr hat es A Mei auch zu verdanken, dass sie so wunderbar Klavier spielen kann. Doch plötzlich ändern sich die Zeiten und A Mei wünscht sich mit einem Mal nichts sehnlicher, als dem Durchschnitt zu entsprechen und ohne ihr besonderes Aussehen, ohne ihre besonderen Begabungen unbemerkt in der Masse untertauchen zu können. Aufzufallen wird mit einem Mal gefährlich. Wie sehr, muss die kleine A Mei schon bald schmerzlich erfahren... Cover: Man sieht das Gesicht eines jungen chinesischen Mädchens mit dem Fokus auf ein Auge. Mittig ist der Titel und es weckt auf jeden Fall die Neugier. Es ist in weiß und rosa-rot gehalten. Meinung: Der Schreibstil ist wunderschön, sehr flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Man kommt sehr gut voran und durch die detaillierten und bildlichen Beschreibungen kann man sich alles sehr gut vorstellen. Das Buch ist sehr gut gegliedert. Es ist in Kapitel unterteilt und diese sind wiederum in kleinere Abschnitte, die durchnummeriert sind abgegrenzt. Die Gliederung ist sehr schön und gut gelungen und ermöglicht so ein angenehmes Lesen. Das Buch handelt vordergründig um die kleine A Mei und ihre Großmutter. Die beiden haben ein sehr inniges und liebevolles Verhältnis. Auch erfährt man, wie dieses entstanden ist und auch über die Hintergründe von A Mei und ihrer Großmutter Océane wird sehr viel geschrieben. So wird das Kennenlernen und das Geschehen, wie A Meis Großmutter von Frankreich nach China kam sehr gut erzählt. Der Autor schafft es einen mit seinen Erzählungen zu fesseln. Es ist sehr liebevoll und emotional geschrieben. Auch über Frankreich und China erfährt man sehr viel. So bekommt man auch die Veränderungen in China sehr gut mit. Während es A Meis Familie zu Beginn noch sehr gut geht, bekommt man durch die Veränderungen mit, dass auch ihnen, als eigentlich wohlhabende Familie, viele Veränderungen und Nöte plagen. Auch die kleine A Mei bekommt dies mit und ist sehr feinfühlig in dieser Sache. Sie spürt sehr gut die Veränderungen und nimmt diese sehr gut wahr, ohne das es ausgesprochen werden muss. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Großmutter ist ein ganz besonderes und das merkt man immer wieder. Während sie zu Beginn ein eigentlich eher unbeschwerliches Leben hatten, wurde dies nach und nach etwas, durch die Verhältnisse in China, geprägt und so muss sich auch die Familie um A Mei mit Geldproblemen und Gefahren des Alltags beschäftigen. Der Autor beschreibt dies sehr gut, so dass man die Unterschiede sehr gut miterlebt, ohne dass er dabei wertet oder das System schlecht darstellt. Ganz im Gegenteil er weist lediglich indirekt auf die Veränderungen hin. Das Buch lässt sich sehr angenehm lesen und mir hat die Geschichte um A Mei und ihre Großmutter sehr gut gefallen. Die Beschreibungen und Erzählungen sind einfach wunderschön. Die Charaktere sind sehr toll getroffen und kommen sehr authentisch und sympathisch rüber. Ein inniges und liebesvolles Verhältnis was wunderschön beschrieben wird und einen emotional mitnimmt und in das Geschehen mit einbezieht. Dabei erfährt man gleichzeitig mehr über ihre Lebensumstände in China und die Veränderungen, die man im Laufe eines Lebens so durchmacht. Sehr interessant fand ich auch im Anhang die Erläuterung einiger chinesischer Begriffe und Namen. Ein wunderschönes und interessantes Buch, was ich sehr empfehlen kann. Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über A Mei und ihre Großmutter, die ein inniges und liebevolles Verhältnis haben, sowie die Veränderungen in China.


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