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Fantastische Queerwesen

und wie sie sich finden

Paul Bokowski, Ella Anschein, Textstreet Boys, Sebastian Kokesch, Maria Victoria Odoevskaya

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Beschreibung

Poetry Slam goes queer 41 Bühnentexte jeglicher Couleur von 36 überwiegend jungen, queeren Slampoet*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen die Lesenden mit auf eine unterhaltsame, abwechslungsreiche und höchst informative Entdeckungsreise durch LGBTIQ-Lebensrealitäten und ein rundum diverses Universum. Ein typischer Poetry Slam im deutschsprachigen Raum ist witzig, ernst, lyrisch, politisch, privat – vor allem aber bunt. Und so mischen auch immer mehr queere Menschen im Zentrum des Geschehens mit. Erstmals werden nun die Texte der erfolgreichsten, aufstrebendsten und stolzesten queeren Slampoet*innen in einer Anthologie versammelt. Wofür stehen sie ein? Wie versuchen sie zu lieben? Was wurde schon erkämpft? Und was bringt die Zukunft? Fragen, denen sich Menschen jenseits genormter Heterosexualität und klassischer binärer Geschlechtsdefinition tagtäglich stellen. Ihre Texte handeln nicht selten vom Finden: Wie sie sich selbst finden, wie sie andere finden, wie sie einander finden. Wer Vielfalt sucht, wird sie in diesem Buch finden.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Herausgeber Stef, Sven Hensel
Seitenzahl 176
Altersempfehlung 16 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-947106-30-1
Verlag Satyr Verlag
Maße (L/B/H) 19,5/12,3/1,7 cm
Gewicht 177 g
Verkaufsrang 43085

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Vielschichtiger Mutmacher für alle queeren Menschen, dessen einzelne Beiträge qualitativ stark schwanken.
von Der Medienblogger am 27.05.2020

"No matter gay, straight, or bi, lesbian, transgendered life, I'm on the right track baby: I was born to survive!" Mit diesen ergreifenden Worten singt die US-amerikanische Sängerin Lady Gaga eine Ode an die Selbstliebe und die bunt gemischte menschliche Diversität. Im alltäglichen Leben gibt es dennoch oft die Momente, in den... "No matter gay, straight, or bi, lesbian, transgendered life, I'm on the right track baby: I was born to survive!" Mit diesen ergreifenden Worten singt die US-amerikanische Sängerin Lady Gaga eine Ode an die Selbstliebe und die bunt gemischte menschliche Diversität. Im alltäglichen Leben gibt es dennoch oft die Momente, in denen es nicht einfach ist, zu sich selbst zu stehen, wenn man nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht, und auf Dauer ermüdend, stets um die Akzeptanz von Mitmenschen zu kämpfen. Woher soll man diese Kraft nehmen, warum möchte einen niemand so haben, wie man ist, wer bin ich selbst überhaupt? Über all diese dringlichen Fragen nach Toleranz, Identität und der Suche nach dem richtigen Partner zerbrechen sich 36 junge Poetry Slammer*innen in der bunt durchmischten Anthologie "Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden" den Kopf. Der Titel ist ziemlich klug gewählt; er verbindet die sofortige Assoziation zu Harry Potter mit dem unbedingten Wunsch nach gesellschaftlichem Anklang und gleichgesinnten Gesprächspartnern, den sicherlich jedes LGBTIQ*-Mitglied bereits verspürt hat. Auch das Cover ist sehr ansprechend gestaltet; es zog auch in meinem Bekanntenkreis viele neugierige Blicke auf sich. Soweit hat das Buch alles richtig gemacht. Es geht um die aufgestandenen nach jeder Prügelei, weil sie zu bunt waren für die Schwarz-Weiß-Fotografie unserer Gesellschaft. In Gesamtheit liegt hier ein vielschichtiger und abwechslungsreicher Mutmacher für all die queeren, bunten Menschen dort draußen vor, die sich unsicher, unverstanden und einsam fühlen. Die Texte kreieren ein Gefühl der Gemeinschaft, die man während des Lesens verspürt. Man fühlt sich weniger allein, sogar als etwas besonderes, wenn man sich mit den mutigen Schreiber*innen dieser Sammlung identifizieren kann und mit ihren plakativen Aussagen im Einklang steht. Dabei versammelt das vorliegende Werk einige sehr starke Poetry Slams, die mich persönlich wirklich berühren und die Hoffnung auf eine etwaige tolerante Gesellschaft schüren konnten. Einige subjektiven Eindrücke schockieren, lassen dich fassungslos zurück über die Ignoranz der breiten Masse. Die Kapitel "Händchen halten, Fäuste ballen" und "In unserer Haut" sind dabei mit Abstand die stärksten und konnten einen positiven Eindruck in mir hinterlassen. Die sprachliche Qualität der einzelnen Texte schwankt während dieser knapp hundertachtzig Seiten gewaltig; so auch der Unterhaltungswert und der damit verbundene Spaßfaktor des Buchs. Bei all den starken Poetry Slams, die "Fantastische Queerwesen" zweifelsohne beinhaltet, gibt es aber auch nicht wenige, die langweilig und nichtssagend sind, ja, insgesamt sehr austauschbar wirken. Oftmals ist dort der Bezug zur Grundthematik nicht klar erkennbar oder die wahre Botschaft bleibt hinter einer verschlüsselten Ausdrucksweise verborgen. Somit fühlte ich mich leider auch häufig nicht gut unterhalten, da diese beiden Arten der Geschichten in etwa die Waage halten. All den bunten, queeren Menschen dort draußen möchte ich das Buch dennoch weiterempfehlen. Nur halt unter der Prämisse, die Erwartungshaltung etwas zurückzuschreiben, da die Sammlung nicht jederzeit ihr hohes Niveau beibehalten kann. Es ist schwer zu begreifen, dass sich pluralisiert eine Chance für eine Gesellschaft ergibt, die in die Zukunft sieht, wenn man selbst noch nicht blickt, dass die Schublade, die man um sich selbst herum zimmert, den Sprung ins eigene Leben verhindert. Meine persönlichen Favoriten habe ich auf einem kleinen Zettel notiert. Die Namen der betreffenden Texte seien hier noch kurz genannt: "Sie sind hier falsch"; "Ich hab da so 'nen Freund"; "Kotzen im Strahl"; "Zigaretten nach dem Sex"; "Ein, zwei Dinge noch"; "Händchen halten"; "Kein Bock"; "TDB"; "Wutbürgerhobby"; "Swimming"; "Gaylord 3000"; "Das Kleid"; "Was ist dir heilig?"; "Wir sind Dichter_innen". "Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden" ist ein vielschichtiger Mutmacher für alle queeren Menschen, dessen einzelne Beiträge qualitativ stark schwanken. Daher vergebe ich insgesamt drei von fünf möglichen Sternen.


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