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Alles ist möglich

Lauf auf den Everest

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Der beste Moment ist jetzt

Zweimal in einer Woche auf den Mount Everest – ohne zusätzlichen Sauerstoff. Kilian Jornet hat scheinbar spielend das Unmögliche geschafft. Ein Rekord, der ihn weit über die Grenzen des Bergsteigens hinaus bekannt gemacht hat.

Seit seiner Geburt in einer Berghütte auf 2000 Meter Höhe sind die Berge Jornets Abenteuerspielplatz: Mit fünf Jahren hat er seinen ersten 4000er bestiegen und mit zehn die Pyrenäen überquert. Mit zahlreichen Erfolgen bei den berüchtigtsten Ultrabergläufen tastet er sich an die Grenzen des (Un-)Möglichen heran und hat sich dabei physisch und psychisch seit Jahren auf Erfolg und Niederlage vorbereitet.

Die doppelte Besteigung des Mount Everest im Jahr 2017, die der Extremsportler in diesem Buch beschreibt, ist der Höhepunkt seines »Summits of my life«-Projektes, für das Jornet einige der höchsten Berge der Welt in Rekordzeit bestiegen hat.

»Alles ist möglich« ermutigt uns, unsere Träume wahr werden zu lassen, mit Leidenschaft und Freude zu laufen und die Berge über alles zu genießen.
Portrait
Der Katalane Kilian Jornet, gerade einmal 31 Jahre alt, ist mehrfacher Weltmeister im Trailrunning und Skibergsteigen. Er hält nicht nur die Bestzeit bei einigen der schwierigsten Ultramarathons, sondern schaffte es auch in Rekordzeit auf Matterhorn, Montblanc und Denali – und auch wieder hinunter. Er ist Autor des Buches »Lauf oder stirb«.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 248
Erscheinungsdatum 19.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7112-0015-0
Verlag Bergwelten
Maße (L/B/H) 21,8/15,2/2,3 cm
Gewicht 441 g
Originaltitel Nada es imposible
Abbildungen mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Auflage 1
Übersetzer Carsten Regling, Matthias Strobel
Verkaufsrang 52125
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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das Buch lässt mich mit sehr ambivalenten Gefühlen zurück
von annlu am 15.10.2019

Killian Journet geht an seine Grenzen. In einer Woche besteigt er zweimal den Mount Everest und das ohne zusätzlichen Sauerstoff und bricht damit einen Rekord, der ihn an das Unmögliche glauben lässt. Seine Biografie zeigt die Schritte hin zu seinem großen Erfolg, das harte Training, wirft aber auch einen kritischen Blick auf de... Killian Journet geht an seine Grenzen. In einer Woche besteigt er zweimal den Mount Everest und das ohne zusätzlichen Sauerstoff und bricht damit einen Rekord, der ihn an das Unmögliche glauben lässt. Seine Biografie zeigt die Schritte hin zu seinem großen Erfolg, das harte Training, wirft aber auch einen kritischen Blick auf den Extremsport. Was sind die Grenzen des Möglichen? Und müssen wir diese unbedingt sprengen? Das Buch wirft viele Fragen auf. Nicht immer waren sie nur konstruktiv und die Antworten, die sich Journet für sich selbst gibt, fanden nicht immer meine Zustimmung. So lernt der Leser Killian Journet bald schon als einen Sportler kennen, der sein Leben dem Training verschrieben hat. Hier wurde ich das erste Mal von vielen Lesemomenten damit konfrontiert, dass ich die Aussagen einerseits sehr interessant fand, dass dann aber wieder Aspekte auftraten, die für mich sehr negativ belastet waren. Im konkreten Beispiel fand ich die Ausführungen zu den Entscheidungen, denen sich ein Profisportler schon früh stellen muss, sehr reflektiert. Dann kamen die Beschreibungen, wie der Autor mit seinem Körper experimentiert um dessen Grenzen kennenzulernen – unter anderem dadurch, dass er tagelang intensiv trainiert aber nichts isst. Und schon kam dieses ambivalente Gefühl auf, das mich durch das Buch begleitet hat. Für Journet ist das Training und seine eigene Sicht auf seinen Körper und dessen Erfolge wichtig. Selten habe ich so sehr nachvollziehen können, mit wieviel Arbeit und mit welchem Verzicht der Profisport einher kommt. Trotz der Tatsache, dass der Autor für seinen Sport lebt, spricht er einige Aspekte kritisch an. So erwähnt er psychische Belastungen und Krankheiten unter Profisportlern ebenso wie Essstörungen und Doping. Er betrachtet den Wettbewerb mit der Zeit und den Druck immer „besser“ zu werden, als vorangegangene Sportlergenerationen, in Bezug auf das hohe Risiko, das neue Rekorde zwangsläufig mit sich bringen, da die Grenzen des Gesetzten nur unter diesen gebrochen werden können. Im Gegensatz zu seinen kritischen Äußerungen stellt er sich selbst aber als ungeduldige Person dar, die lieber Risiken eingeht, als eine langwierige Vorbereitung in Kauf zu nehmen. Besonders in den beschriebenen Situationen, in denen sich das Risiko auch auf andere ausweitet hat der Autor wieder Minuspunkte bei mir gesammelt. Das dritte Kapitel widmet sich einigen der vielen Wettbewerbe und Rennen an denen Journet teilgenommen hat. Zwar wird auch ihr Verlauf beschrieben, mehr noch werden die ausgewählten Momente zum Anlass genommen über den Sieg, das Verhältnis des Sportlers zu seinen Unterstützern und Konkurrenten aber auch zu den Zuschauern zu beleuchten. Auch hier werden Aspekte angesprochen, die nicht immer nur positiv gesehen werden können. So wird die Veränderung im Lauf- und Bergsport erwähnt ebenso wie Ethik im Sport aber auch das Privileg westlicher Sportler, die sich manche Überlegungen leisten können, die anderen verwehrt sind, die das verdiente Geld aus dem Sport brauchen. Das vierte Kapitel ist den Gefährten gewidmet. Wie bei den vorangegangenen Wettbewerben nimmt er hier exemplarisch einige Begegnungen heraus. Die Touren (Bergsteigen und Skibergsteigen) die er hier beschreibt, sind hier Anlass sich auf sich selbst und die Begleiter einzulassen. Manche von ihnen haben ähnliche Ansichten wie der Autor, andere sind das komplette Gegenteil und sie verbindet nur ihre Liebe zu den Bergen. Fast wie nebenbei wird der Unfalltod eines Begleiters erwähnt. Umso eindrücklicher zeigt er die Gefahren und das Risiko, das die extremen Touren bergen. Immer wieder gibt es einen eingeschobenen Abschnitt, der sich allein dem Mount Everest widmet. Besuche in den vier Jahreszeiten zeigen ein jeweils anderes Bild des Berges, neue Erfahrungen und Szenen, die der Autor mit dem höchsten Berg der Welt verbindet. Gefahren bieten sie ebenso wie Erfolge und Momente des Glücks, aber auch Nachdenklichkeit und Erkenntnisse, die sich abseits des Themas Berge bewegen. Fazit: Die sportliche Leistung will ich Killian Journet nicht absprechen – aber ihm selbst gegenüber war ich sehr zwiegespalten. Einerseits sprach seine Kritik mich an und zeigte einen reflektierenden Sportler, andererseits stellt er für sich selbst andere Regeln auf, in denen er sich an die Grenzen des (körperlich) Möglichen schickt, was ich nicht gutheißen konnte.

Hochinteressante Eindrücke und Stoff zum Nachdenken
von Igelmanu66 aus Mülheim am 23.09.2019

»[Doch] in diesem Moment verspürte ich das unwiderstehliche Verlangen, Berge zu besteigen, um zu leben, auch wenn ich damit mein Leben riskierte. Ich kann nichts dagegen tun – dieser Drang hat einen mächtigeren Einfluss auf meine Entscheidungen als alle Vernunft oder Liebe.« Kilian Jornet, 31 Jahre, Skibergläufer, Absolvent z... »[Doch] in diesem Moment verspürte ich das unwiderstehliche Verlangen, Berge zu besteigen, um zu leben, auch wenn ich damit mein Leben riskierte. Ich kann nichts dagegen tun – dieser Drang hat einen mächtigeren Einfluss auf meine Entscheidungen als alle Vernunft oder Liebe.« Kilian Jornet, 31 Jahre, Skibergläufer, Absolvent zahlreicher Ultra-Trails, Sammler jeder Menge Titel und Rekorde, kurz gesagt ein Hochleistungs- und Extremsportler – bevor ich dieses Buch in die Hände bekam, hatte ich noch nie von ihm gehört. Und ehrlich gesagt hatte ich schon Schwierigkeiten mit der Sportart Skiberglauf. Was genau soll das sein? Ich stürzte mich auf meine Bildungslücke. Und kam schon nach wenigen Seiten aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich habe ja schon einige Bücher über Bergsteiger gelesen. Also über „normale“ Bergsteiger. Die haben mir bereits reichlich Respekt abgenötigt, gehöre ich doch zu den Menschen, die zwar gerne in den Bergen unterwegs sind, aber nie einen Wanderweg verlassen würden. Und nun lese ich von einem Menschen wie Kilian Jornet, der auf Berge hinaufrennt. Gipfel erklimmt, wieder runter rennt – und alles immer möglichst schnell. Ein Mensch, für den das Training zur Lebensform geworden ist, der täglich viele Stunden auf Bergen läuft und kein Problem damit hat, einen Wettkampf nach dem anderen zu absolvieren. Ist schließlich auch Training. Und der innerhalb weniger Tage zweimal auf den Mount Everest läuft. Natürlich ohne zusätzlichen Sauerstoff. Wie bitte kann ein Mensch das schaffen? Das Buch gibt mir einige Antworten. Jornet erzählt über sich und ist dabei durchaus selbstkritisch. Seine hohe Verbundenheit mit den Bergen zeigte sich seit früher Kindheit. Und ebenfalls früh merkte er, wie wichtig das Ausloten seiner körperlichen Grenzen für ihn ist. In diesem Zusammenhang berichtet er von bizarren Experimenten. Da wollte er zum Beispiel mal austesten, wie lange er leistungsfähig bleibt, ohne die kleinste Kleinigkeit zu essen. Nach fünf Tagen mit normalem Trainingsprogramm ist er dann beim Laufen zusammengebrochen. Experiment erfolgreich abgeschlossen. Bei den vielen Berichten von Touren, die er im Buch schildert, kommen weitere solcher in meinen Augen höchst grenzwertigen Aktionen heraus. Da läuft er zum Beispiel eine über 56 Stunden dauernde Monstertour, irgendwann natürlich völlig übermüdet und nur mit gelegentlichen halbstündigen Schlafpausen. Beim Lesen erfährt man dann, dass er sich außerdem nur drei Wochen zuvor bei einem Sturz das Wadenbein gebrochen hat und selber zugibt, dass dieser Lauf sicher nicht das Beste für sein Bein ist. Höchst widersprüchlich betont er, dass jeder für seinen Körper verantwortlich sei und sagt, dass er auf dem Berg „nicht den Tod sucht, sondern das Leben“. Wenn er da mal nicht eines Tages eine böse Überraschung erlebt. An anderer Stelle erklärt er, dass Bergsteigen für ihn keine Heldentat und der Einsatz des Lebens mehr Dummheit als Mut, schlicht eine „egoistische Handlung, gefährlich und teuer“ sei. Dem ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Die Selbstkritik geht noch weiter. Jornet gesteht, dass er große Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen hat. Er erkennt klar, wie sehr seine Lebensgefährtin unter seinen gefährlichen Aktionen leiden muss, aber die Frage nach der Priorität „Sport oder Privatleben?“ hat er schon längst für sich beantwortet. Jornets Schilderungen sind durchaus fesselnd, da man (siehe Buchtitel) immer wieder staunt, was so alles möglich ist. Dazu kommen herrliche Natur- und Landschaftsbeschreibungen – er liebt halt die Berge mehr als alles andere. Sehr interessant fand ich auch die kritischen Worte über die allgemeinen Entwicklungen im Bergsport. Schon oft las ich in diesem Zusammenhang von Massentourismus, sah Bilder von Basislagern, die Zeltstädten gleichen. Der Schaden, den die Natur dadurch nimmt, ist groß. Zumal die vielen Touristen oft enorme Müllberge hinterlassen. Und so mancher dieser Bergfreunde hat im Grunde gar nicht die benötigte körperliche Fitness für die Gipfeltour, sondern geht große Risiken ein. Bergretter können davon ein Lied singen. Ob sich solche Menschen nicht womöglich durch einen Buchtitel wie „Alles ist möglich“ noch bestätigt fühlen? Was mir noch nicht bekannt war, ist der hohe Erfolgsdruck, der auf Bergsportlern lastet. Jornet erzählt vom Druck der Sponsoren, die nach immer neuen Rekorden und Höchstleistungen verlangen und damit schon so manchen Sportler dazu gebracht haben, hohe Risiken einzugehen. Es reicht wohl nicht mehr aus, einen Berg „nur“ zu besteigen, man muss sich offenbar immer etwas Neues, Spektakuläres, einfallen lassen. Ein bedauerlicher Trend. Fazit: Hochinteressante Eindrücke in eine recht fremde Welt. Beeindruckende Fotos und Berichte, aber auch vieles, was nachdenklich macht. Ich hoffe, dass bei aller Faszination sich Sportler, die das Buch lesen, mehr von den kritischen Tönen als vom (in meinen Augen sehr unglücklichen) Buchtitel und den geschilderten Höchstleistungen beeindrucken lassen. Letztere sind ohne Raubbau an der eigenen Gesundheit kaum möglich. Und ich wünsche Herrn Jornet, dass er ruhiger und besonnener wird, damit er seine geliebten Berge noch lange genießen kann.