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Rendezvous mit dem Fettnäpfchen

Kurzgeschichten die das Leben schreibt!

Katy Buchholz

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Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Den meisten Menschen gelingt es, mit Leichtigkeit durch die Welt zu gehen. Und dann gibt es mich - der Tollpatsch, der kein einziges Malheur auslässt.
"Rendezvous mit dem Fettnäpfchen" ist eine Art Tagebuch. Es beinhaltet einen kleinen Querschnitt meines Lebens mit einigen privaten Fotos.
Diese Kurzgeschichten sind für jeden geeignet, der vorhat, seinem Alltagsstress für ein paar Minuten zu entfliehen. Deshalb sind sie nicht nur für zu Hause die ideale Lektüre, sondern ebenso für unterwegs.

Die Schriftstellerin Katy Buchholz wurde 1968 in Ueckermünde geboren. Im Alter von zwei Jahren zog sie mit ihrer Familie in die Universitätsstadt Greifswald, wo sie die gesamte Kindheit verbrachte.
Sie entdeckte spät das Schreiben für sich. Merkte aber schnell, dass dies eine Möglichkeit war, der Zwangsjacke ‚Schüchternheit‘ ein Stück weit zu entfliehen. So entstanden die ersten Gedichte und Kurzgeschichten sowie Krimi / Thriller und Sachbücher / Ratgeber.
Seit 2014 engagiert sich Katy Buchholz für die Aufklärung der Krankheit "Endometriose". Als Betroffene ist es ihr ein großes Anliegen, Gleichgesinnten und deren Angehörigen zu helfen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 148
Erscheinungsdatum 08.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7407-5348-1
Verlag Twentysix
Maße (L/B/H) 19,5/12,8/1,7 cm
Gewicht 169 g
Abbildungen mit 2 Farbabbildungen
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Übersicht
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mit den richtigen Erwartungen rangegangen, sicher auch fünf Sterne wert
von Elke Seifried aus Gundelfingen am 30.07.2019

Nicht nur mich ärgert heute immer wieder einmal, dass ich Tagebuch Geschenke immer sträflich missachtet habe, nie damit begonnen habe, meine Erlebnisse zu notieren, sicher wäre es jetzt amüsant, von der einen oder anderen Situation in meiner Jugend und vor allem von meinen Gedanken dabei in dem Alter zu lesen. Die Autorin hat si... Nicht nur mich ärgert heute immer wieder einmal, dass ich Tagebuch Geschenke immer sträflich missachtet habe, nie damit begonnen habe, meine Erlebnisse zu notieren, sicher wäre es jetzt amüsant, von der einen oder anderen Situation in meiner Jugend und vor allem von meinen Gedanken dabei in dem Alter zu lesen. Die Autorin hat sich im Gegensatz zu mir doch irgendwann aufgerafft und mit diesem Büchlein eine Art Tagebuch verfasst. In ihrer Anthologie, die einen extrem tiefen Einblick in ihre Seele und ihr Leben erlaubt, verteilen sich auf knapp 145 Seiten nach einem Vorwort zwanzig Kurzgeschichten. Sie eignen sich prima, wenn man kurz einfach mal fünf Minuten Auszeit baucht oder überbrücken will, man kann sich aber sicher auch mit dem Büchlein einen entspannten Leseabend auf dem Sofa machen. So gut wie alle Episoden sind durch ein persönliches Foto ergänzt, was mir sehr gut gefallen, mich auch öfters schmunzeln hat lassen. Ganz besonders eines in Bergwerksmontur, habe ich ein solches von mir auch und sehe ähnlich aus, ich dem vier Nummern zu großen Anzug. „Rendezvous mit dem Fettnäpfchen“ trifft es in meinen Augen nicht so ganz, „Kurzgeschichten die das Leben schreibt“ aber zu hundert Prozent. Ich muss ehrlich sein, bei dem Schlagwort Fettnäpfchen, habe ich mir eine Sammlung an witziger Kurzgeschichten erwartet, die mich laut schallend lachend lässt, weil hier ein ganz besonderer Tollpatsch unterwegs ist. Wirklich peinliche Situationen, Missgeschicke, über die man herzhaft lachen kann, sind das hier meiner Ansicht nach nicht wirklich zu finden. Die Autorin stolpert gern. Aber wenn sie sich dabei verletzt, ihr Bein im Teeniealter im Schwimmbad z.B. heftig blutet, sie kaum noch auf die Beine kommt, wenn sie aus dem Bus heraus direkt mit der Nase auf dem Bürgersteig landet oder wenn sie sich so gut wie nicht mehr rühren kann, wenn sie den guten Rutsch an Silvester wörtlich nimmt und die Treppe runtersegelt, dann tat mir das beim Lesen eigentlich mehr selbst weh, als das ich mich darüber amüsieren hätte können. Auch bei „Kindermund tut Wahrheit kund“, über was man ja immer schmunzeln kann, habe ich mehr mit der Oma gelitten, als gelacht. Am amüsantesten fand ich vielleicht die Story „Küchenhilfe“, in der deutlich wird, dass es Sinn macht, dass ihr Ehemann das Kochen übernommen hat, was nicht nur daran liegt, dass er wohl völlig Recht hat mit „Sei mir nicht böse. Aber wenn du als Vegetarierin Fleisch zubereitest, dann stirbt das Tier zum zweiten Mal.“ Aber sei´s drum, nachdem ich mich damit arrangiert hatte, dass es nicht so lustig werden wird, wie erwartet, hatte ich mit den Geschichten trotzdem gute Unterhaltung. Ich selbst bin im Westen aufgewachsen, die Autorin in der ehemaligen DDR. Ihre Erinnerungen an eine Klassenfahrt z.B. in „Arbeits-und Erholungslager“ fand ich enorm interessant, besonders die Aufgaben, die den Kindern zugemutet wurden. Ebenso fand ich „Sehr geehrter Herr Erich Honecker“ äußerst lesenswert, wird hier doch bei Wohnungs- und Arbeitssuche die Angst vor der Stasi so deutlich erlebbar. Einige Geschichten haben Erinnerungen aus meinem eigenen Leben wach werden lassen. So hat schlechtes Wetter mir auch schon einmal den Urlaub vermiest, auf meinem Kopf ebenfalls bereits ein Vogel eine Punktlandung geschafft, vor den Mitschülern Referate und große Reden schwingen, war auch nie mein Ding, und auch an „Honigkuchen-Grinsen“ und „Wackeldackel-Kopfbewegungen“ meine ich mich noch dunkel erinnern zu können, beim ersten Verliebtsein. Gut hat mir gefallen, dass die Autorin mich zum Nachdenken gebracht hat, „Denkst du manchmal, was wäre, wenn? Würdest du dann die Chance ergreifen und Ereignisse, die in deiner Jugend falsch gelaufen sind, ändern?“. „Meine extreme Schüchternheit.“, „Dieses Gefühl der Bewunderung war neu. Es produzierte Glückshormone und öffnete dadurch ein Stückchen von meinem Schneckenhaus.“, besonders beeindruckt hat mich die Offenheit der Autorin mit der sie hier aus ihrem Leben plaudert. Ich hätte sie in ganz vielen Situationen am liebsten tröstend in die Arme genommen, wie schlimm muss es z.B. für ein Kind sein, wenn von sechs eingeladenen Gästen zum Kindergeburtstag keiner erscheint? Toll kommt auch die Wärme zum Ausdruck, von der die Beziehung zu ihrem zweiten Ehemann geprägt ist, schön, dass ihr dieser Kraft gibt. Für mich reicht es persönlich nicht mehr ganz für fünf Sterne, aus dem einfachen Grund, weil ich mit völlig falschen Erwartungen an die Lektüre gegangen bin. Wenn man aber die Buchbeschreibung ganz genau liest, verspricht die Autorin genau das, was man auch zwischen den Buchdeckeln findet, gute Unterhaltung aus dem Alltag für kleine Auszeiten von diesem.


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