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Alle Tage, die wir leben

Ausgerechnet vor ihrem 60. Geburtstag verliert Tilda ihren Job, und auch ihre Beziehung scheitert. Das hatte sie sich anders vorgestellt. Mit Sechzig nochmal ganz auf Anfang? Als sie eine Anzeige liest, in der eine «Frau im besten Alter (84)» eine Privatsekretärin sucht, bewirbt sie sich kurzerhand. Obwohl Arbeitgeberin Ruth fit und lebenslustig ist, will sie nach dem Vorbild des schwedischen «death cleaning» ihre Angelegenheiten ordnen. Dabei soll Tilda helfen. Anfangs findet die das ziemlich morbide, doch durch Ruth lernt sie, dass das Leben - egal in welchem Alter - immer für eine Überraschung gut ist.
Portrait
Dagmar Hansen

Dagmar Hansen veröffentlichte bereits erfolgreich zahlreiche Romane, von denen mehrere für ARD und ZDF verfilmt wurden. Mit «Herzenswege» widmet sie sich einem sehr emotionalen Thema und schreibt für Frauen, die das Leben mit allen Höhen und Tiefen kennen und den Mut haben, sich mit ihren Gefühlen und den großen Fragen des Lebens zu beschäftigen.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.11.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783644406544
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 973 KB
Verkaufsrang 33903
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Buchhändler-Empfehlungen

Carpe Diem!

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Das Leben ist zu kurz um das Glück zu verschieben. Tilda's 60. Geburtstag hält keine schönen Geschenke für sie bereit - zumindest nicht auf den ersten Blick. Doch gemeinsam mit der lebensklugen und aktiven 84-jährigen Ruth lernt sie die Dinge, die das Leben für sie bereithält mit offenen Armen zu begegnen. Bis dahin trifft sie auf neue liebenswerte Freunde und mit dem richtigen Maß an 'Döstädning' bringt sie neue Balance in ihr Leben. Dies ist aber kein esoterischer Roman, sondern ein flott erzählter Roman zum Wohlfühlen - humorvoll - lebensbejahend - unterhaltsam. Mit Tilda und Ruth und ihren Freunden würden wir Frauen gern ein paar Tage verbringen. Langweilig wird es da sicher nicht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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6
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3
0

Döstädning“ heisst aussortieren
von Buecherseele79 am 17.02.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die 60 steht vor der Türe, ihr Freund hat gerade mit ihr Schluss gemacht und auch Jobmässig läuft es mehr schlecht als recht – Tilda ist verzweifelt und weiss nicht mehr was machen. Ihre 2 Freundinnen haben die Idee bei Ebay Kleinanzeige auf Jobsuche zu gehen und siehe da – eine rüstige 84jährige sucht jemanden der Schreibarbe... Die 60 steht vor der Türe, ihr Freund hat gerade mit ihr Schluss gemacht und auch Jobmässig läuft es mehr schlecht als recht – Tilda ist verzweifelt und weiss nicht mehr was machen. Ihre 2 Freundinnen haben die Idee bei Ebay Kleinanzeige auf Jobsuche zu gehen und siehe da – eine rüstige 84jährige sucht jemanden der Schreibarbeiten übernimmt und sie im Haushalt und beim „Döstädning“ unterstützt.. aber es wird nicht nur der Haushalt ausgemistet... Ein Buch was durch seine lockere und einfache Art besticht und da meine ich gewiss nicht negativ. Tiefgang gibt es bei diesem Buch aber er zeigt sich auf andere Weise als man es sich vielleicht auf den ersten Blick vorstellen mag. Der Einstieg ist leicht gelungen, der Schreibstil locker, leicht, einfach und sehr gut zu verfolgen. 2 Frauen sind an unserer Seite – Tilda und Ruth und sie könnten nicht unterschiedlicher sein, hier liegt die Stärke des Romans, denn jeder wird sich in der ein oder anderen Person womöglich entdecken bzw. sich auf eine fixieren und die andere in die dunkle Ecke stellen. Dadurch besticht das Buch, dadurch wird man auch als Leser gefordert und zum nachdenken angeregt. Tilda ist fast 60, er steht kurz bevor, sie schiebt Panik denn – ihr Freund Günther macht gerade mit ihr Schluss, jobmässig ist es mies und was bleibt ihr auch? Sie hat ihren Mann Kai, die Liebe ihres Lebens sehr früh verloren, keine Kinder, keine Familie, niemanden mit dem sie noch etwas verbindet. Ihre 2 Freundinnen Anke und Dani sind ihr Mittelpunkt, aber sie selbst verkriecht sie lieber in den eigenen 4 Wänden, in den eigenen Gedanken. Mit Tilda hatte ich zu Beginn Probleme bzw. sie hinterlässt so einen Zwiespalt denn auf der einen Seite sollte sie mehr aus sich rauskommen, auf der anderen Seite hat sie früh schon viel verloren und dann keinen gehabt der sie auffängt, die Übervorsichtig ist also auch berechtigt. Und wenn wir mal alle vor dem 60igsten stehen, wer weiß ob wir alles noch so locker flockig und leicht hinnehmen ohne das Gefühl zu haben – jetzt kann der Tod täglich anklopfen... Ruth hingegen ist mit ihren 84 Jahren ein Wirbelwind an Freude, Heiterkeit, sie setzt sich durch, sie weiß was sie will und ja, klar, sie ist alt aber eigentlich kann jeder Tag der Letzte sein, nicht nur mit 84 sondern schon von Geburt an, eine Einstellung die sich auch beim Leser im Kopf festsetzt und man erstmal lächelt, aufatmet und die Einstellungen und die Lebensfreude von Ruth annimmt. Es geht um „ Döstädning“ was aus dem Schwedischen kommt und soviel wie ausmisten und reinigen bedeutet. Aber für Ruth geht es nicht nur um den Haushalt den sie ordnen und reinigen will sondern es geht auch um einen selbst, um das Seelenheil was ab einem gewissen Alter auch hier zwickt und zwackt. Mag man in jungen Jahren noch denken dass die gewisse Geschehnisse in Ordnung sind und man im Recht ist, noch Zeit hat, so nimmt die Zeit mit dem ältere werden ab und auch Erfahrungen und die Altersweisheit setzen sich durch und man beginnt, womöglich, nochmals über gewisse Dinge nachzudenken. Und so geht es auch Ruth. Beim lesen mag sich die bekannte Oberflächlichkeit herausstellen, ich persönlich kann aber sagen dass man das Buch sehr intensiv und genau lesen und genießen sollte. Denn vieles zeigt sich durch versteckte Andeutungen, nicht immer ist alles gleich offensichtlich, auch als Leser beginnt man zu überlegen wie man sich selbst sieht, wie möchte man sich im Alter sehen, was ist einem wichtig, man denkt über das häusliche aber auch seelische Ausmisten nach, muss und sollte man an allem festhalten, nachgeben, zustimmen, den einfachen Weg gehen obwohl man nicht mag? Natürlich ist das Buch hier und da etwas kitschig und vorhersehbar, ja, auch ging mir Tilda manchmal zu sehr gegen den Strich, aber durch gewisse Übertreibungen denkt man andererseits wieder mehr nach. Ich persönlich bin von diesem Buch sehr angetan und begeistert und kann es jedem ans Herz legen.

4,5 Sterne für eine ruhige und schöne Geschichte bei der das Alter eine große Rolle spielt
von einer Kundin/einem Kunden aus Lahr am 16.02.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Alle Tage die wir leben von Dagmar Hansen Tildas Leben steht Kopf. Ihr 60. Geburtstag steht vor der Tür und kurz davor verliert ihr Schreibbüro den wichtigsten Kunden und ihr Freund Günther macht Schluss. Nun muss sie ihr Leben neu überdenken, schauen wie sie über die Runden kommt. Als sie eine Anzeige entdeckt, bei der ein... Alle Tage die wir leben von Dagmar Hansen Tildas Leben steht Kopf. Ihr 60. Geburtstag steht vor der Tür und kurz davor verliert ihr Schreibbüro den wichtigsten Kunden und ihr Freund Günther macht Schluss. Nun muss sie ihr Leben neu überdenken, schauen wie sie über die Runden kommt. Als sie eine Anzeige entdeckt, bei der eine Frau im besten Alter eine Privatsekretärin sucht, bewirbt sie sich und erhält den Job dann auch. Ruth, ihre neue Chefin, ist 84 und möchte ihr Leben nach dem schwedischen „Dealth-Cleaning“ ordnen d.h. alles überflüssige entsorgen und alles andere für die Nachkommen sortieren. Tilda darf ihr dabei helfen und entdeckt durch Ruth dann das man auch mit 60 noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Für mich war es das erste Buch das ich von Dagmar Hansen gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir sofort gefallen und auch die Geschichte konnte mich in den Bann ziehen. Tilda und Ruth sind zwei total unterschiedliche Charaktere, die eine ruhig und eher einsam, die andere eine gesellige Frau und immer gut drauf. Eines jedoch haben beide gemeinsam, sie fühlen sich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, alleine. Diese beiden Frauen lernen sich nun kennen und man spürt von Anfang an das es mehr wie eine Geschäftsbeziehung werden wird. Tilda und Ruth haben mir beide richtig gut gefallen, wobei ich Ruth anfangs lieber mochte wie Tilda. Sie muss man einfach mögen, bei Tilda war es anfangs so das sie, durch ihr zurückgezogenes Leben, viel ruhiger war und zu oft grübelte. Im Laufe der Geschichte ändert sich das aber, sie hat in ihrem Leben viel erlebt und das hat sie geprägt. Irgendwann ist ihr die Zeit davon gelaufen und erst kurz vor ihrem 60. Geburtstag erinnert sie sich an ihre Träume und Ziele im Leben, denkt aber, es wäre nun alles zu spät. Ruth belehrt sie eines besseren, durch sie erkennt sie das man das Leben in die Hand nehmen muss und das man sich auch im Alter noch einiges erfüllen kann. Es ist aber nicht so das Tilda nur von Ruth lernt, umgekehrt ist es auch der Fall und genau das macht das Buch zu etwas besonderen. Die beiden Frauen verbringen viel Zeit miteinander und beide erzählen aus bzw. von ihrem Leben, den Entscheidungen die sie getroffen haben, den Fehlern die sie gemacht haben. Beide sind eigentlich rundum zufrieden, nur z.B. sind bei Tilda noch viele offene Träume und bei Ruth ist es so das sie gerne die ein oder andere Entscheidung rückgängig machen würde, Fehler die sie gemacht hat aus der Welt schaffen möchte, bislang aber nie den Mut dazu hatte. Sie helfen sich gegenseitig und gerade Tilda nimmt viel von Ruth für sich mit. Auch die Nebencharaktere haben mir gefallen, allen voran Tildas Freundinnen mit denen sie sich zu Kochabenden trifft. Wenn sie mit ihnen zusammen ist, ist sie einerseits glücklich, andererseits führen diese ihr vor Augen was sie in ihrem Leben verpasst hat. Tja und dann gibt es noch Ruths Sohn, der die Geschichte auch bereichert und der einen bleibenden Eindruck bei Tilda hinterlässt. Eine eher ruhige Geschichte, aber eine die es sich zu lesen lohnt. Mir hat sie sehr gut gefallen und auch die Mischung war gut. Es gab immer wieder Szenen die mich schmunzeln haben lassen und die ich mir bildlich vorstellen konnte. Dagmar Hansen hat es auf den Punkt gebracht, egal wie alt man ist, das Leben bietet in jedem Alter etwas, man muss es nur zulassen und manchmal auch den Mut haben neue Wege zu gehen. Was mir richtig gut gefallen hat ist das Ende des Buches. Man erkennt das Tilda in Zukunft neue Wege einschlagen wird, das sie ihr Leben in die Hand nimmt, aber so wie es zu ihr passt, langsam und Schritt für Schritt. Von mir bekommt das Buch eine absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Aufräumen im Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Glauchau am 09.02.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„...Bücher im Regal sind wie Freunde, die darauf warten, dass man immer wieder offen ist für das, was sie zu sagen haben. Ich finde, meine Bücher haben ein neues Publikum verdient. Das ist spannender für sie, als bei mir weiter vor sich hin zu stauben...“ Tilda steht kurz vor ihrem 60. Geburtstag, als Günther lapidar das Ende... „...Bücher im Regal sind wie Freunde, die darauf warten, dass man immer wieder offen ist für das, was sie zu sagen haben. Ich finde, meine Bücher haben ein neues Publikum verdient. Das ist spannender für sie, als bei mir weiter vor sich hin zu stauben...“ Tilda steht kurz vor ihrem 60. Geburtstag, als Günther lapidar das Ende ihrer Freundschaft verkündet. Dann bekommt sie einen Anruf, der ihr einen weiteren Schock versetzt. Tilda führt ein privates Schreibbüro. Ihr Hauptauftraggeber fällt aus gesundheitlichen Gründen aus. Was ihr bleibt, sind ihre Freundinnen Dani und Anke. Auf gemeinsamen Kochabenden tauscht man sich über das Leben aus. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Gegenwartsroman geschrieben. Ihre Protagonistin Tilda hat wenige Jahre nach der Hochzeit ihren Mann Kai durch einen Unfall verloren. Der Schock kostete auch ihrem ungeborenen Kind das Leben. Bisher allerdings schien Tilda mit ihrem Dasein im Reinen zu sein. Nur der Blick auf ihren 60. Geburtstag gefiel ihr nicht. Nun bricht auch die berufliche und finanzielle Sicherheit weg. Ab und an erinnert sie sich an Kais Lieblingswort: „...Et hätt noch immer jot jejange...“ Im Internet sucht sie nach Arbeitsangeboten. Eine 84jährige Frau sucht eine Privatsekretärin. Sie will nach einer schwedischen Methode ihr Leben ordnen lassen. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Auch Ruth ist in ihrem Leben durch manche Tiefen gegangen. Sie hat Fehler gemacht, die noch Spuren hinterlassen haben. Trotzdem wirkt sie lebensfroh. Sie stellt Tilda sofort ein. Aufräumen bedeutet für sie nicht nur, sich von Überflüssigen zu trennen. Es geht auch darum, wie sie seelische Wunden und Verletzungen bereinigen kann. Das Eingangszitat stammt von Ruth. Aufgefallen ist mir, dass Tilda eine gute Beobachterin der Natur ist. In ruhigen Momenten malt sie gedankliche Bilder. „...Ein Schwarm Kohlmeisen flatterte von Zweig zu Zweig, in der mittleren Etage des Baumes entdeckte ich ein Ringeltaubenpaar, das immer so liebevoll miteinander schnäbelte. Am Baumstamm übte sich ein junger Buchspecht in der Kunst, eine Bruthöhle ins Holz zu hämmern...“ Tilda lässt sich von Ruths Optimismus anstecken. Sie gewinnt einen neuen Blick auf das Leben. Auch für Ruth bringt die Zusammenarbeit neue Gedanken. Als Außenstehende hat Tilda eine andere Sicht auf manche Verletzungen. Hinzu kommt, dass ich mich als Leser an manchen Stellen gefragt habe, was in meinem Leben in diesem Sinne aufzuräumen wäre. Aufgelockert wird das Geschehen immer wieder durch kurze WhatsApp-Gespräche von Tilda mit ihren Freundinnen, wo sie das Erlebte reflektiert. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ein Zitat von Ruth soll meine Rezension abschließen. „...Was ich beim Weggeben besonders schön finde, ist die Tatsache, dass etwas von mir bleibt und ein anderes Leben bereichert. Etwas, was ich gern gehabt habe, was mich lange begleitet hat...“