Upstate

James Wood

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Beschreibung

Alan Querry, ein erfolgreicher Bauentwickler aus Nordengland, hat zwei Töchter: Vanessa ist Philosophin und lehrt in Saratoga Springs, New York; Helen arbeitet für ein internationales Musiklabel mit Sitz in London. Die Schwestern haben sich nie richtig von der bitteren Trennung ihrer Eltern und dem frühen Tod ihrer Mutter erholt, vor allem Vanessa nicht, die immer wieder in Depressionen verfällt. Beim jüngsten Schub fliegen Alan und Helen nach Saratoga Springs. Im Verlauf von sechs Wintertagen upstate beginnen die Querrys mit den Fragen zu ringen, die diesen Roman so eindringlich machen: Warum fällt manchen Menschen das Leben so viel schwerer als anderen? Kann Glücklichsein gelernt werden, oder wird man einfach so geboren? Hilft nachdenken? Wenn, wie Vanessas Lieblingsphilosoph sich ausdrückt, "das Leben selbst das einzig ernsthafte Unternehmen" ist, wie sollten wir dann leben?
"Upstate" ist ein tiefgründiger Roman, reich an menschlicher Einsicht, fein gezeichneten Charakteren und voll mit jenen Dingen, die uns in unseren stillsten Momenten beschäftigen.

Dieser Roman fängt mit großer Zartheit die sorgenvollen Bemühungen eines liebenden Familienvaters ein. Sein Herz ist groß und seine Weisheit tief.

James Wood, 1965 in Durham, England, geboren, wurde bereits mit 27 Jahren Chefkritiker beim Londoner «Guardian». Heute schreibt er für den «New Yorker» und arbeitet als Professor für angewandte Literaturkritik an der Harvard University. International bekannt wurde er unter anderem mit seinem klugen Buch über das Schreiben, "Die Kunst des Erzählens".

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 50 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 19.11.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783644001909
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 1462 KB
Übersetzer Tanja Handels

Buchhändler-Empfehlungen

Behutsame Erforschungen des Zwischenmmenschlichen

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Was unterscheidet die Menschen beim Finden des Glücks? Die Figuren sind eher unspektakulär, wie auch die Geschichte belanglos scheint. Aber lässt man sich ein, so wirkt der Roman noch lange nach.Sprachlich interessant und beschreibungslustig gibt es verschiedene Erzählebenen. Am Ende dieses klugen und sympathischen Roman geht es um den Sinn des Leben. Ja, das Ganze wirkt auch manches Mal zu plakativ. Doch Wood schafft es dennoch zu überzeugen, indem er mich als Leser quasi aufgefordert hat weiterzudenken. Warum? Lesen Sie selbst.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
0
2
0
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2

Irgendwie nichtssagend
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 20.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

James Wood wird als Koryphäe seines Fachs gehandelt: Er ist ein hochangesehener Literaturkritiker und höchst belesener Harvard-Professor. Sein Buch "How Fiction Works" (dt.: Die Kunst des Erzählens") beschäftigt sich in kurzen Kapiteln auf populärwissenschaftliche Weise mit allen Tricks, die bei erzählender Prosa aus dem Hut gez... James Wood wird als Koryphäe seines Fachs gehandelt: Er ist ein hochangesehener Literaturkritiker und höchst belesener Harvard-Professor. Sein Buch "How Fiction Works" (dt.: Die Kunst des Erzählens") beschäftigt sich in kurzen Kapiteln auf populärwissenschaftliche Weise mit allen Tricks, die bei erzählender Prosa aus dem Hut gezogen werden können. Er verehrt die Klassiker: Jane Austen, Virginia Woolf, James Joyce, Henry James, Gustave Flaubert. Auf jeden Fall hat er ein Faible für Realismus. Deshalb muss ich annehmen, dass in diesem Roman unzählige clevere Referenzen auf die Klassiker der Weltliteratur stecken müssten. Wenn dem so ist, sind sie leider an mir vorbeigegangen. Ich fand den Roman einfach langweilig. Der Protagonist ist in seinen Sechzigern und wird aufgrund von Problemen seiner erwachsenen Töchter aus seinem beschaulichen Heim in England nach Upstate New York gerufen. Seine Sicht auf die Frauen in seinem Leben lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Herablassung. Ich hatte permanent Visionen von der einen oder anderen Figur aus "Grumpy Old Men" (dt. wie üblich blöde betitelt mit "Ein verrücktes Paar"), obwohl der alternde Jack Nicholson es wahrscheinlich noch getreuer trifft. Nur ist überhaupt nichts komisch daran. Ist James Wood der Woody Allen der Romankunst? Wo wir schon beim Film sind, fielen einige Anschlussfehler ins Gewicht. Geschlossene Schneedecke vs. grasbewachsener Seitenstreifen? Geschlossene Schneedecke vs. "heillose Wüste: Unkraut, Schutt, Sand in den Augen"? Dann wiederum ein paar tatsächlich ausgelutschte Referenzen: " 'Das Hotel wird dir gefallen, Dad. Zumindest dürfte es sich amüsieren. Es ist auf einzigartige Weise amerikanisch. Wie in 'Hotel California': You can check out any time you like, but you can never leave.'" Eine nette Kampagne der Buchhändler-Indies in den USA hat die Grundbedürfnisse des Menschen verschlagwortet: "Eat. Read. Sleep." Im Roman heißt es mit passender Parallele zur gerade gemachten Leseerfahrung: "Es war kein bisschen Genuss am Essen dabei, es ging nur um die Disziplin des Weitermachens. Des Fortdauerns. Die Reflexe eines langen Lebens. Er hat einfach nur einen Körper gefüttert, damit der weiter bestehen kann. Und wofür?" Ja, wofür das Ganze? Wenn man also noch eine Einschlafhilfe brauchen sollte...

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