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Washington Black

Roman

Esi Edugyan

(45)
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Beschreibung

Buch des Jahres 2018: New York Times Book Review, The Boston Globe, The Washington Post, Time, Entertainment Weekly, San Francisco Chronicle, Financial Times, Minneapolis Star Tribune, NPR, The Economist, Bustle, The Dallas Morning News, Slate, Kirkus Review

Lieblingsbuch von Barack Obama 2018

"Ergreifend und atemberaubend. Die Figur des Washington Black ist eine Naturgewalt."
COLM TOIBIN, THE NEW YORK TIMES BOOK REVIEW

"Wunderbar aufregend. Eine fabelhafte Mischung aus Abenteuerroman und Tiefgang. Edugyan ist eine magische Autorin."
RON CHARLES, THE WASHINGTON POST

"Ein beglückender Reisebericht, der an Jules Verne erinnert. Edugyan malt unvergessliche Szenen."
LAURA MILLER, THE NEW YORKER

"Ein ebenso realistisches Porträt der Sklaverei wie Colson Whiteheads 'The Underground Railroad', aber auch eine weltumspannende, süchtig machende Abenteuergeschichte. Ein historisches Epos, das unserer heutigen Welt viel zu sagen hat."
JUSTINE JORDAN, THE GUARDIAN

"Eine unglaubliche Reise, die vom Leben erzählt, von der Liebe, aber auch von Angst und Freundschaft." Igor Levit, Die Welt, 16. November 2019

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8479-0665-0
Verlag Eichborn
Maße (L/B/H) 22,1/14,6/4,3 cm
Gewicht 676 g
Auflage 2. Auflage 2019
Übersetzer Anabelle Assaf
Verkaufsrang 121765

Buchhändler-Empfehlungen

Mit dem Luftschiff in die Freiheit....

Kerstin Harding , Thalia-Buchhandlung Hamburg

Viele Bücher befassen sich mit der Sklaverei in den USA und der Karibik. Doch dieses Buch erzählt eine Geschichte, wie wir sie noch nie vorher gehört haben. Der schwarze Sklavenjunge Washington Black wird von einem weißen Erfinder und Naturwissenschaftler auserwählt, ihm beim Bau eines Luftschiffes zu assistieren. Gemeinsam starten sie eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Ein realistisches Porträt der Sklaverei, sowie eine weltumspannende Geschichte über Freundschaft und Liebe. Spannend, doch leider gegen Ende etwas zerfasernd und unrund.

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Ein Abenteuerroman der ganz besonderen Art: Historisch, tiefgründig, tragisch, komisch, manchmal brutal. Esi Edugyan ist eine tolle Erzählerin und Washington Black ein Held, der den Leser auch nach dem Zuschlagen noch begleitet.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
45 Bewertungen
Übersicht
16
17
8
3
1

Toll!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 25.04.2020

Tolle Geschichte, durchgehend packend und lebendig erzählt, man kann mitfühlen und alles um sich herum vergessen. Ich empfehle es definitiv weiter. Auch das Cover ist sehr schön!

Nicht "nur" eine Sklavengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 04.04.2020

Mich hat dieses Buch absolut überzeugt. Die Mischung ist einfach toll. Es ist nicht bloß eine weitere Geschichte vor dem Hintergrund der Sklaverei, sondern vor allem ein Abenteuerroman, der einen langen und schweren Weg beschreibt. Washington Black, der zunächst als Sklave geboren und gehalten wird, gelingt mit Hilfe des Bruders... Mich hat dieses Buch absolut überzeugt. Die Mischung ist einfach toll. Es ist nicht bloß eine weitere Geschichte vor dem Hintergrund der Sklaverei, sondern vor allem ein Abenteuerroman, der einen langen und schweren Weg beschreibt. Washington Black, der zunächst als Sklave geboren und gehalten wird, gelingt mit Hilfe des Bruders des Plantagenbesitzers die Flucht. Dies jedoch ist nur der erste Schritt auf einem langen Weg in die sogenannte Freiheit. Esi Edugyan gelingt es in diesem Buch eindrucksvoll zu beschreiben wie hart der Weg in die Freiheit ist, wenn man nie gelernt hat frei zu handeln und frei denken zu dürfen. Sie zeigt, dass nicht die Flucht an sich ausreichend ist. Erst die Auseinandersetzung mit und die Aufarbeitung der Vergangenheit lassen Washington am Ende wirklich frei sein. Der oft kritisierte Bruch in der Handlung scheint mir doch sehr sinnvoll, denn nur so kann der Aufarbeitungsprozess beginnen. Gäbe es diesen Bruch nicht, wäre Washington zwar körperlich frei gewesen, seelisch jedoch immer ein Sklave geblieben. Das eher offene Ende, lässt den Leser ein wenig fragend zurück, beschreibt allerdings sehr gut, dass Washingtons weiterer Lebensweg auch noch voller fragen ist. Ich kann diese Buch einfach nur von ganzem Herzen weiter empfehlen! Unbedingt lesen!!!

Wahrer Rohdiamant
von Lesendes Federvieh aus München am 26.01.2020

Barbados, 1830: George Washington Black ist ein schwarzer Sklavenjunge, der unter unmenschlichen Bedingungen auf einer Zuckerrohrplantage schuftet. Durch einen glücklichen Zufall wird er zum Leibdiener Christopher Wildes, der seinem Bruder, dem brutalen Plantagenbesitzer, nicht unähnlicher sein könnte. Er ist in erster Linie Nat... Barbados, 1830: George Washington Black ist ein schwarzer Sklavenjunge, der unter unmenschlichen Bedingungen auf einer Zuckerrohrplantage schuftet. Durch einen glücklichen Zufall wird er zum Leibdiener Christopher Wildes, der seinem Bruder, dem brutalen Plantagenbesitzer, nicht unähnlicher sein könnte. Er ist in erster Linie Naturwissenschaftler, sieht sich selbst als Erfinder sowie Entdecker und ist ein Gegner der Sklaverei. Der kluge Washington geht Christopher bei seinen Studien zur Hand und entdeckt dabei seine Leidenschaft für die Malerei. Als das ungleiche Paar gemeinsam mit einem selbstgebauten Luftschiff von der Plantage flieht, beginnt eine abenteuerliche Reise, die die beiden um die halbe Welt führen wird. "Washington Black" habe ich tatsächlich schon vor einiger Zeit ausgelesen, doch dieser große Roman von Selbstfindung, Sklaverei, Freundschaft, Verrat und so vielem mehr ist etwas ganz Besonderes. So besonders, dass ich meine Gedanken erst einmal sortieren musste, um sie halbwegs verständlich darzustellen. Es gibt ein paar geschichtsträchtige Themen, die in meinen Augen Minenfeldern gleichen. Neben dem Nationalsozialismus gehört auch die Sklaverei dazu. Manchmal fällt es schwer die Balance zwischen klaren Fakten, gängigen Vorurteilen und schriftstellerischer Freiheit zu halten, ohne dabei vorschnell zu verallgemeinern oder dem Leser die eigene Meinung aufdrücken zu wollen. Esi Edugyan jedoch konnte meine anfängliche Skepsis in Windeseile zerstreuen. Denn es ist ihr gelungen das ernste Thema der Sklaverei in eindringlichen Szenen sprachlich wie inhaltlich klischeebefreit und lebensecht zu schildern. Selbst wenn man wollte, kann man den Blick nicht von den Gräueltaten wie dem Aufspießen eines abgetrennten Kopfes abwenden. Es ist eine kritische Abrechnung mit einem düsteren Kapitel in der amerikanischen Geschichte – ohne erhobenen Zeigefinger aber mit viel Emotion. Jene Abenteuerreise von Wash und Titch samt ihrer Forschungen und dem Ausbruch aus gängigen Konventionen erinnert an Jules Verne und ist in den Eigenheiten der Charaktere doch so einzigartig. Dreh- und Angelpunkt der Erzählung ist die faszinierende Beziehung von Christopher und Washington, die man wohl am ehesten als steten Wandel zwischen gegenseitiger Abhängigkeit, Zuneigung und Freundschaft beschreiben kann. Womöglich könnte man seitenweise Analysen ihres speziellen Verhältnisses anhand zahlreicher verschiedener Aspekte durchführen und doch würde man sich zwangsläufig in einem Punkt treffen: der Frage nach der Bedeutung von Freiheit. Dieses Motiv findet sich im Kleinen wie im Großen, in der Sklaverei wie in der Haltung von Meerestieren in Aquarien. Wenngleich die Geschichte nicht perfekt, nicht rund ist, macht sie gerade jene Unvollkommenheit zu der ausdrucksstarken Erzählung, die in Erinnerung bleibt. Die Protagonisten machen Fehler, handeln scheinbar irrational und lassen zum Ende hin einige Fragen offen, doch genau diese fehlende Perfektion verleiht der Geschichte den Charakter eines Rohdiamanten und sorgt dafür, dass man sich gedanklich noch über die letzten Worte hinaus damit beschäftigt. Unter dem hübschen Einband von "Washington Black" verbirgt sich ein wahrer Rohdiamant einer eindringlichen Erzählung, die vor dem Hintergrund der Sklaverei und einem höchstspannenden Abhängigkeitsverhältnis der Protagonisten Selbstfindung, Verrat, Freundschaft und die Bedeutung von Freiheit thematisiert.


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