Und wo warst du?

30 Jahre Mauerfall

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Beschreibung

Am 9. November 2019 jährt sich der Tag des Mauerfalls zum dreißigsten Mal. Zeit für ein Resümee der ganz eigenen Art. Die politischen Hintergründe des Mauerfalls wurden schon zur Genüge beschrieben. Aber wie haben die Menschen diesseits und jenseits der Mauer konkret diesen Tag erlebt? Welche Träume und welche Ängste haben sie damit verbunden? Und was ist aus den Träumen und Albträumen geworden? Die Bürgerrechtlerin und Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung und bekannte Autorin und Filmemacherin Freya Klier hat für dieses Buch die unterschiedlichsten Menschen angesprochen und ihnen die Frage gestellt: "Und wo warst du?" So ist ein schillerndes Panorama deutsch-deutscher Geschichte entstanden.

23 Zeitzeugen lassen den Leser einen Blick in ihre Seele werfen. Sie eröffnen einzigartige, persönliche und berührende Perspektiven. Neben bekannten öffentlichen Personen wie Bernhard Vogel oder Guy Stern kommen Menschen zu Wort, die außergewöhnliche Leben vor und zum Zeitpunkt der Wende in der DDR führten, u.a.

.Astrid Proll lernte als Einundzwanzigjährige Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof kennen und schloss sich in den frühen Siebzigerjahren der RAF an.
.Ingo Hasselbach ist der bekannteste Aussteiger aus der Neonaziszene. Seine Artikel, die in der New York Times und der ZEIT abgedruckt wurden, sorgten für großes Aufsehen.
.Burkhart Veigel agierte bis 1970 als Fluchthelfer vom Westen aus. Er erhielt im Jahr 2012 das Bundesverdienstkreuz.

Aber auch diejenigen, die im Osten wie im Westen ein "ganz normales" Leben führten - vom Schüler bis zum Politiker, von der Lehrerin bis zur Bankangestellten, erzählen, wie sie diesen Teil der deutsch-deutschen Geschichte erlebt haben. Die Berichte folgen drei zeitlichen Linien:

."Es muss was passieren!" Der lange Weg zum Fall der Mauer
."Die Mauer muss weg!" Aufbruch in die Freiheit
."Zwei Welten treffen aufeinander." Deutschland in Zeiten der Wiedervereinigung

"Alle Phasen - die dunkelsten Momente der DDR-Geschichte ..., jene Nacht an der Mauer, in der ein zermürbter Grenzoffizier die Weisung gab 'Wir fluten jetzt!' ... oder der Aufbruch in ein wiedervereintes Deutschland - sind in den Erinnerungen der Menschen präsent, die den Herbst 1989 erlebt haben. Nicht alle vermochten die Qualen der Diktatur bisher abzustreifen, doch es wird besser. Manche ziehen uns noch einmal in ihren Glücksrausch, als die Mauer fiel", so Freya Klier.
So eröffnet dieser Band nicht nur den Blick auf die jüngere deutsche Vergangenheit, sondern zieht eine Linie bis zum Verständnis der Gegenwart. Und nicht zuletzt fühlt sich auch der Leser direkt angesprochen, sich zu erinnern: "Und wo warst du am 9. November 1989?"

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Erscheinungsdatum 19.08.2019
Herausgeber Freya Klier
Verlag Herder
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Dateigröße 1132 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783451816703

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der Verfall der DDR, der Mauerfall und seine Konsequenzen - persönlich erzählt von Autoren aus Ost und West
von annlu am 10.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Mauerfall und die DDR sind auch dreißig Jahre nach den Geschehnissen ein Thema. Hier werden dreiundzwanzig persönliche Sichtweisen auf die eigene Vergangenheit und dem Mauerfall gegeben. Aus Ost und West stammen die Autorinnen und Autoren, die sich hier des Themas annehmen. Sehr persönlich ist der Blickwinkel auf die e... Der Mauerfall und die DDR sind auch dreißig Jahre nach den Geschehnissen ein Thema. Hier werden dreiundzwanzig persönliche Sichtweisen auf die eigene Vergangenheit und dem Mauerfall gegeben. Aus Ost und West stammen die Autorinnen und Autoren, die sich hier des Themas annehmen. Sehr persönlich ist der Blickwinkel auf die eigene Vergangenheit. Die Beziehungen zum geteilten Deutschland sind so unterschiedlich wie die Personen, die sie erlebt haben. Ob als Flüchtling oder Insasse einer DDR Haftanstalt, als linientreuer Bürger aber auch als Westdeutscher, der die Hintergründe erst später für sich erschließt, hier finden sich viele Geschichten, die zwar vordergründig den Mauerfall behandeln, in ihrer Ausführung aber weitreichender sind. Besonders in den Erzählungen der DDR Bürger steht der Mauerfall nicht als Ausgangspunkt, sondern am Ende einer persönlichen Geschichte mit dem System. Der Rückblick wirkt in vielen von ihnen erweiternd. Immer wieder werden Erkenntnisse aufgezeigt, die sich erst in der Aufarbeitung des Geschehens ergaben. Nicht wenige der Akteure nahmen Einblick in Akten und erfuhren erst im Nachhinein, dass das Gefühl des Überwachtwerdens nicht von ungefähr kam. Für mich waren besonders die Geschichten faszinierend, die mir das näher brachten, was in einer Diktatur als normal angesehen wird, aber in krassem Gegenteil zum meinem Leben steht. Die Erzählungen der Westdeutschen zeigten eine andere Sicht auf. Die Autoren selbst erzählen davon, dass die Wahrnehmung des Ostens eine andere war und die Auseinandersetzung damit mitunter erst nach dem Mauerfall geschah, was in den Betrachtungen einiger auch kritisch gesehen wird. Für mich standen die Geschichten der Ostbewohner im Vordergrund. Da sich die Erzählungen mit dem Mauerfall beschäftigen, beschränken sich viele von ihnen auf die unmittelbare Zeit davor, sodass immer wieder Andeutungen auftreten, wie nah die DDR einem Zusammenbruch bereits war. Nicht alle der hier zu Wort kommenden waren Gegner des Systems, ein Reformbedarf und Missstände fielen aber auch jenen ins Auge, die hinter der Idee standen. Ebenso gemeinsam ist vielen Erzählungen eine bedrückende Stimmung, ein Gefühl der Angst und des Misstrauens. Die Entwurzelung ist ebenso immer wiederkehrendes Thema wie der Gedanke an Flucht. Dabei unterscheiden sich die Auseinandersetzungen damit von den jeweiligen Persönlichkeiten und ihren Einstellungen. Die einen engagieren sich politisch, die anderen setzen sich mehr mit ihren persönlichen Situationen auseinander. Auch die Wiedervereinigung wird unterschiedlich gesehen. Personen, die sich politisch eingesetzt haben, lassen die große Hürde erahnen, die der plötzliche Zusammenschluss mit sich brachte. Andere Autoren berichten aus dem privaten Umfeld. Nicht nur von Freude und eine positive Sicht auf die Zukunft wird erzählt, sondern auch von Wendeverlierern und dem starken Kontrast zwischen den zwei Welten, die hier aufeinandertrafen. In diesem letzten Teil waren es besonders die Betrachtungen, die das Geschehen mit aktuellen Themen verbanden, die ich interessant fand. Fazit: Der Mauerfall hat – wie jedes besondere Ereignis – eine Vorgeschichte aber auch Konsequenzen, die sich bis in die Gegenwart ziehen. Hier werden sie in persönlichen Geschichten eingebaut, die auch einen Einblick abseits der reinen Fakten geben.


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