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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Roman

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen-Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten Lettke, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...

Portrait

Andreas Eschbach wurde vor allem durch den Thriller "Das Jesus-Video" bekannt, dem er 2014 die spektakuläre Fortsetzung "Der Jesus-Deal" folgen ließ. Mit "Eine Billion Dollar" und "Ausgebrannt" stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Autoren auf. Sein aktueller Roman "NSA - Nationales-Sicherheits-Amt" stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 800
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 28.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-17900-8
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 18,9/12,6/4,8 cm
Gewicht 498 g
Auflage 1. Auflage 2020
Verkaufsrang 1106
Buch (Taschenbuch)
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12,90
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Buchhändler-Empfehlungen

Miriam Seegert, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Was wäre passiert, wenn es zu Zeiten des NS-Regime schon das Internet gegeben hätte? Eine erschreckende Geschichte, bei der mich schon die Leseprobe umgehauen hat. Einige Namen werden Ihnen bekannt vorkommen. Trotz des zeitlichen Settings ist dieser Thriller aktueller denn je...

Mit Tiefgang!

Christopher Schnell, Thalia-Buchhandlung Rudolstadt

Es ist und bleibt Missbrauch. Jene Daten, die gesammelt werden, werden wir Menschen irgendwann einmal missbrauchen. Es geht um den eigenen Nutzen, auch wenn dieser noch so nachvollziehbar erscheint, weil man sich mit dem Zugang zu Daten seiner Mitmenschen besser gegen ein totalitäres Datenregime wehren könnte? Ein derart fesselndes und verstörendes Buch, was nicht nur Grenzen zwischen Fiktion und Realität immer und immer wieder verwischt und dadurch so nahe geht, sondern eben auch viel Wahres spricht.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
116 Bewertungen
Übersicht
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Nichts für Menschen mit Verfolgunswahn ;-)
von Bücherwelten am 05.03.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Cover Obwohl das Cover eher schlicht gehalten ist finde ich, drückt es durch die rote Farbe perfekt das Bedrohliche aus, das hinter der digitalen Überwachung durch das Nationale Sicherheitsamt ausgeht. Inhalt Helene Bodenkamp ist eine graue Maus. Die junge Frau ist eine der besten Programmierinnen bei der NSA, viellei... Cover Obwohl das Cover eher schlicht gehalten ist finde ich, drückt es durch die rote Farbe perfekt das Bedrohliche aus, das hinter der digitalen Überwachung durch das Nationale Sicherheitsamt ausgeht. Inhalt Helene Bodenkamp ist eine graue Maus. Die junge Frau ist eine der besten Programmierinnen bei der NSA, vielleicht sogar im ganzen Reich. Durch ihre eher prüde Erscheinung Männern gegenüber eckt sie oft mit ihren Eltern und vor allem mit ihrer Mutter an. Denn die ist der Meinung, dass eine junge Frau dazu da ist, Kinder in die Welt zu setzen und eine gute Hausfrau und Mutter zu sein und somit dem Reich zu dienen. Helene dagegen widmet ihr Leben ihrer Arbeit und auch ihrer großen Liebe, von der ihre Eltern nichts ahnen und die sie deshalb verzweifelt versuchen mit vorzeigbaren Männern zu verkuppeln. Denn der Mann ihres Herzens konnte durch reinen Zufall von der Front in Russland fliehen und taucht plötzlich bei Helene auf. Sie setzt alles daran ihn irgendwo zu verstecken. Schnell steckt sie aber in einem grauenhaften Konflikt fest, denn ihr Vorsitzender beim NSA tut alles dafür um Juden, Fahnenflüchtige usw. durch die moderne Komputertechnik aufspüren zu lassen. Und da Helene die beste Programmiererin ist muss sie entsprechende um Verstecke aufzudecken. Ebenfalls im NSA arbeitet Eugen Lettke, der streng genommen auch ein Fahnenflüchtiger ist. Denn als einzig verbliebener Sohn eines Kriegsgefallenen hat er das Recht, nicht in den Krieg zu müssen und bei seiner Mutter zu bleiben. Lettke ist ein gerissener und skrupelloser Spion, der alles daran setzt, seinem Vorgesetzten die entsprechenden Ergebnisse zu liefern. Er macht alles dafür, nicht doch noch an die Front geschickt zu werden. Und nebenbei hat er noch eine Rechnung mit alten Jugendfreunden offen, die ihn als Kind gedemütigt hatten. Da der NSA auf alle Daten Zugriff hat nutzt Lettke diese auch für seine privaten Zwecke. Meine Meinung Tja, was wäre wenn es zurzeit von Adolf Hitler schon "Komputer" gegeben hätte? Und noch dazu das Bargeld abgeschafft worden wäre und man nur noch über seine Telefone oder mit einer Karte hätte bezahlen können und alle Daten, egal welche, in riesigen Datensilos gespeichert sind. Ein interessanter und auch beängstigender Gedanke. Andreas Eschbach geht dieses Thema auf sehr interessante Weise an. Was Hitler und die gezwungen folgsame Bevölkerung daraus gemacht hätten, ist kaum vorstellbar und wird hier sehr gut dargestellt. Der Schreibstil und auch viele Wörter wie Komputer oder Elektrobrief (anstatt E-Mail) sind an die damalige Zeit angepasst, als es noch keine (oder nur wenige) englischen Wörter im deutschen Wortschatz gab. Auch wenn es immer mal wieder zu Längen kommt, ist das Buch wahnsinnig fesselnd. Diese Längen sind auch unbedingt notwendig, denn hier wird der ganze Wahnsinn und das Ausmaß in all seinen Einzelheiten sehr gut erklärt. Noch dazu sind die beiden Hauptprotagonisten Helene Bodenkamp und Eugen Lettke perfekt gewählt. Beide sind auf ihre Art Genies, die dem Führer gehorsam dienen ohne viel vom Krieg zu halten. Sie ziehen aber beide geschickte ihre Vorteile aus der Situation und vor allem Helene überrascht den Leser gelegentlich mit ihrem Verhalten. Sie ist definitiv die Vernünftigere der beiden Protagonisten und verfügt über den entsprechenden Weitblick. Was man in ihrem Privatleben jedoch nicht immer von ihr sagen kann, da empfand ich ihre Entscheidungen nicht immer als ganz so logisch. Es ist wahnsinnig spannend zu verfolgen, was aus beiden im Verlauf des Krieges wird und wie ihre Geschichte endet. Der Schluss war dann ebenfalls spannend und erschreckend, aber auch nicht unerwartet. Fazit Um es mal so zu sagen: Wer denkt, eine Alexa im Wohnzimmer stehen zu haben, sei eine Gefahr, der sollte das Buch nicht lesen, denn der wird danach nicht mehr schlafen können ;) Mich hat das Thema von Anfang bis Ende fasziniert, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichte wegen der doch sehr ausführlich erklärten Handlungen nicht jedem gefällt. Und wenn man sich nicht gerne mit dem Thema 2. Weltkrieg beschäftigt, wird man das Buch wahrscheinlich auch schrecklich trocken finden. Aber an all diejenigen, die gerne historische Romane lesen und nicht hinter allem eine Verschwörung wittern, denen empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

Eine erschreckende alternative Geschichte der Datenverarbeitung
von einer Kundin/einem Kunden aus Breitenfurt am 02.11.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eine alternative IT-Geschichte: Während England bis zum Ende des ersten Weltkriegs noch auf programmierbare Rechenmaschinen auf der Basis von Dampf und Lochkarten setzt, wurden bereits im deutschen Kaiserreich elektrische Komputer entwickelt und ein umfassendes Datennetz eingerichtet. In diesem Datennetz werden auch bereits trag... Eine alternative IT-Geschichte: Während England bis zum Ende des ersten Weltkriegs noch auf programmierbare Rechenmaschinen auf der Basis von Dampf und Lochkarten setzt, wurden bereits im deutschen Kaiserreich elektrische Komputer entwickelt und ein umfassendes Datennetz eingerichtet. In diesem Datennetz werden auch bereits tragbare Telefone eingesetzt. Aber dieser technologische Vorsprung reichte nicht für einen anderen Ausgang des ersten Weltkriegs. Im Friedensvertrag verliert Deutschland alle Patente für Komputer und Datennetze. Es entsteht ein umfassendes Weltnetz. Aber auf Grund des technologischen Vorsprungs der deutschen Forschung liegen viele der weltweiten Daten in zentralen Silos in Deutschland. Die tragbaren Telefone werden sehr erschwinglich und verbreiten sich sehr schnell. Sie werden auch für den Zugang zu den Gemeinschaftsmedien genutzt, deren Daten ebenfalls zentral in Deutschland liegen. Die Gemeinschaftsmedien, speziell das Deutsche Forum, spielen beim Aufstieg Adolf Hitlers eine wichtige Rolle. Das bereits im Kaiserreich gegründete Nationale Sicherheits-Amt (NSA) hat Zugriff auf alle diese Daten, inkl. Elektrobriefe, die Daten der zentralen Tagebuch-Anwendung auf den Telefonen und alle Geldbewegungen, denn bereits 1933 wurde Bargeld abgeschafft und durch Zahlungen mittels Karte oder Telefon ersetzt. Der Autor beschreibt eindrücklich, wie allwissend und mächtig eine Diktatur wäre die über unsere heutigen technologischen Möglichkeiten der Datensammlung, der umfassenden Datenanalyse und Überwachung der Bürger verfügt. Bzw. welche Macht die heutigen Diktatoren aktiv einsetzen können. Es ist eine eindrückliche Warnung, denn wir garantiert uns, dass zukünftige Regierungen nicht auf die jetzigen Daten zugreifen werden.

Erschreckendes Szenario
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 14.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Andreas Eschenbach greift mit seinem Roman in die Geschichte ein, in dem er die modernen, technischen Errungenschaften ins Dritte Reich überträgt. Eine schreckliche Vorstellung, welche Möglichkeiten Hitler damit gehabt hätte. Genau diese Möglichkeiten greift der Roman auf. Dem Volk ist nicht bewusst, in welchem Umfang ihre Daten... Andreas Eschenbach greift mit seinem Roman in die Geschichte ein, in dem er die modernen, technischen Errungenschaften ins Dritte Reich überträgt. Eine schreckliche Vorstellung, welche Möglichkeiten Hitler damit gehabt hätte. Genau diese Möglichkeiten greift der Roman auf. Dem Volk ist nicht bewusst, in welchem Umfang ihre Daten gespeichert und verarbeitet werden. Jeder Kauf, jede Bewegung und vieles mehr ist nachvollziehbar. Dennoch kann sich niemand dem entziehen. Was will man machen, wenn es kein Bargeld gibt? Die Geschichte rund um das NSA macht nachdenklich. Ich hatte oft China vor Augen. Das chinesische Punktesystem für Bürger oder die Gesichtserkennung. Der Autor wirft etliche ethische und philosophische Fragen auf. Im letzten Drittel schneidet er sogar das Thema manipuliertes Denken an. Wird es möglich sein, das Gehirn eines Menschen zu steuern? Die Geschichte führt dem Leser vor Augen, wie Daten genutzt werden können. Das ist Realität. Glücklicherweise leben wir noch in einem Land, in dem wir einigermaßen geschützt sind. Hin und wieder hatte die Erzählung so ihre Schwachstellen, über die ich aufgrund des großen Ganzen hinweg gelesen habe. Die Geschichte der Hauptfiguren wird abwechselnd im Rückblick erzählt. So habe ich als Leser einen guten Zugang zu den beiden bekommen.Eugen Lettke ist als Charakter sehr ambivalent. Trotz seines oftmals widerlichen Verhaltens, ist er mir nie gänzlich unsympathisch geworden. Das Ende kommt völlig anders daher, als ich es erwartet habe. Meine erste Reaktion war leichte Enttäuschung, bis mir klar wurde, dass ein anderes Ende den Roman völlig verfälscht hätte. Gut durchdachte Charaktere machen deutlich, wie gefährlich es wird, wenn die falschen Menschen Zugriff auf unsere Daten bekommen.