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Urteil: ungerecht

Ein Richter deckt auf, warum unsere Justiz versagt

Thorsten Schleif

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Beschreibung

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass deutsche Gerichte skandalös anmutende Urteile fällen: Brutale Gewalttäter erhalten lächerlich milde Strafen, Wiederholungstäter entgehen längst fälligen Haftbefehlen, weil die Verfahren viel zu lange dauern, Freiheitsstrafen werden wieder und wieder zur Bewährung ausgesetzt. Das Vertrauen in unsere Justiz schwindet.

Skandal- und Fehlurteile sind kein Zufall, sondern systembedingt, sagt Richter Thorsten Schleif. Unser Justizsystem versagt bereits lange vor den eigentlichen Verfahren, bei der Ausbildung und Auswahl seiner Richter.

Anhand zahlreicher zum Teil erschreckender Beispiele beschreibt Schleif, wie in Deutschland Richter herangezogen werden, die den Herausforderungen ihres Berufs und unserer Gesellschaft nicht mehr gewachsen sind. Der Zusammenbruch des Rechtsstaates hat bereits begonnen - kann er noch abgewendet werden?

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.10.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783745308143
Verlag Riva
Dateigröße 1178 KB

Buchhändler-Empfehlungen

Richter: (k)ein Traumjob!

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Richter werden in Deutschland oft unzureichend ausgebildet und selten entscheiden sie selber über ihr Werdegang. Parteibuch und Vitamin B sind maßgeblich für das Weiterkommen. Außer man ist gewillt gegen einige willkürliche Regeln zu verstoßen. Thorsten Schleif ist seit Jahren Richter und schreibt sich den Frust von der Seele. Interessante Einblicke, mit Galgenhumor und sehr viel Insiderwissen geschrieben. Spannend wie ein Roman!

Kundenbewertungen

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Einfach und verständlich geschrieben.
von einer Kundin/einem Kunden aus Kalletal am 05.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein tolles Buch für jeden Interessierten an diesem Thema. Das Buch ist in erfrischender und auch für nicht Fachleute in verständlicher Art und Weise geschrieben. Es ist gut vorstellbar, das es so manchem Juristen nicht gefällt, was er dort zu lesen bekommt. Die Beschreibungen sind durchaus nachvollziehbar, besonders wenn ma... Ein tolles Buch für jeden Interessierten an diesem Thema. Das Buch ist in erfrischender und auch für nicht Fachleute in verständlicher Art und Weise geschrieben. Es ist gut vorstellbar, das es so manchem Juristen nicht gefällt, was er dort zu lesen bekommt. Die Beschreibungen sind durchaus nachvollziehbar, besonders wenn man die Möglichkeit hat mit Personen aus den angesprochenen Berufsgruppen zu sprechen. Großen Respekt für die Offenheit des Autors.

Fehler machen nicht nur die anderen oder wer anderen eine Grube gräbt…
von einer Kundin/einem Kunden aus Duisburg am 24.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Fehler machen nicht nur die anderen oder wer anderen eine Grube gräbt… Es ist nicht alles Falsch, was der Autor schreibt. Einiges ist zutreffend geschildert und Kritik gerechtfertigt. Die Art und Weise der Darstellung, die Uneinsichtigkeit in eigenes Fehlverhalten und die Anmaßung die Qualität und Charaktere von Richterkolleg... Fehler machen nicht nur die anderen oder wer anderen eine Grube gräbt… Es ist nicht alles Falsch, was der Autor schreibt. Einiges ist zutreffend geschildert und Kritik gerechtfertigt. Die Art und Weise der Darstellung, die Uneinsichtigkeit in eigenes Fehlverhalten und die Anmaßung die Qualität und Charaktere von Richterkollegen und Richterkolleginnen zu bewerten sowie die gleichzeitige Widersprüchlichkeit der Argumente schockieren aber und machen wütend. Großer Aufreger zu Beginn des Buches soll die unzureichende Ausbildung der Richter vor oder unmittelbar nach Berufseintritt sein. Im Studium und Referendariat habe er nichts oder nur unzureichend für den Beruf gelernt. Dabei kennt sowohl das Studium die Vorlesung zur Straf- und Zivilprozessordnung und auch im Referendariat findet eine Ausbildung in der Praxis statt, die durch Aktenstudium und Aktenbearbeitung einen Einblick in die Dezernatsführung gewährt. Zudem erfolgt in NRW – dem Heimatbundesland des Autors – die Einteilung in eine Zivilkammer gerade um eine „Ausbildung in der Praxis“ zu gewähren. Dezernatsarbeit lässt sich eben nicht theoretisch erlernen, sondern muss in der Praxis erfolgen. Die Behauptung, dass die meisten Kammervorsitzenden an einer ausreichenden Betreuung des Proberichters nicht interessiert seien, ist – im Verhältnis zur Gesamtzahlt – allenfalls durch Einzelbeispiele belegt. Zudem stehen noch andere Kollegen der eigenen Kammer oder anderer Kammern, insbesondere fortgeschrittene Proberichter mit Rat zur Seite. Von einer „erbärmlichen“ Aus- und Weiterbildung junger Richter zu sprechen, zeigt den Hang des Autors zu maßlosen Übertreibungen und unzureichender Selbstreflektion. Fehler nur bei den anderen zu suchen, ist schlecht! Der Autor schildert so auch eine immense Arbeitsüberlastung die ihn und seine Kollegen/Kolleginnen plagen würde. 80 Stunden über Monate sei keine Seltenheit. Gleichzeit rühmt er sich einer besonderen Effektivität und Entscheidungsfreude. In der Regel passt dies nicht zusammen. Auch hier gilt, Fehler nur bei anderen zu suchen, ist schlecht! Weiteres großes Feld der Kritik ist für den Autor die Gerichtsverwaltung. Er lässt sich zu Einschätzungen hinreißen wie, den Richtern der Gerichtsverwaltung fehle es oft an einer natürlichen Begabung für Personalführung; Behördenleiter sein überflüssig, was ich zeige, wenn diese längere Zeit fehlen würden; Behördenleiter hätten meist nur ein sehr geringes Selbstwertgefühl. In Einzelfällen mögen diese Einschätzungen richtig sein. Mehr als einzelne Fälle können dem Autor nicht bekannt sein. Trotzdem schreckt er nicht davor zurück seine individuelle Wahrnehmung einzelner Fälle zu generalisieren und als den Regelfall darzustellen. Unseriös! Immer wieder reitet er auf einem vermeintlich zu geringen Selbstwertgefühl der Richter in der Gerichtsverwaltung herum. Dabei stellt sich die Frage, was es über das Selbstwertgefühl des Autors aussagt, wenn er derart pauschalierend urteilt um sich selbst besser darzustellen. Seiner Feldanalyse nach seien die meisten Richter bequem; es seien viele, zu viele; überschaubar blieben die Ausnahmen. Sie seien dahingehend bequem, dass sie ein sicheres Einkommen und eine sichere Pension einem ungewissen Einkommen in der freien Wirtschaft vorziehen würden. Wiederum fragt sich, warum der Autor diese Kritik nicht auch auf sich selbst bezieht. Er selbst erweckt doch auch den Eindruck, aus anderen Gründen sich für den Richterberuf entschieden zu haben. Der Wunsch unabhängig zu entscheiden, nicht parteiisch „für einen Sieg zu kämpfen“, sondern nach überzeugenden Argumenten und natürlich der Rechtslage zu urteilen, könnten solche triftigen Gründe für die Wahl des Richterberufs sein. Der Mehrheit seiner Kollegen spricht er diese anderen Gründe aber ab. Richtig anmaßend ist und wütend machte dann die Behauptung, diese Bequemlichkeit der deutschen Richterschaft habe auch zu der Systemerhaltung nach der Notverordnung von 1933 und selbst nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Obersten Gerichtsherrn 1942 geführt. Damals wie heute habe es sich um dieselbe Bequemlichkeit gehandelt. Neben der Bequemlichkeit wirft der Autor seinen Kollegen die mangelnde Fähigkeit zur Entscheidungsfindung vor. Von Angst und Unsicherheit getrieben unterließen seine Richterkollegen erforderliche und richtige Entscheidungen. Wiederum nimmt er sich selbst natürlich von dieser Kritik an der aus seiner Sicht typischen Richtercharakteristik aus. Er selbst meint, er könne, wisse und mache alles besser. Er ist – neben wenigen auserwählten Kollegen in einem Umfeld – die Ausnahme von der Regel. Nur so lässt sich erklären, dass er hemmungslos Strafurteile kritisiert ohne selbst am Hauptverhandlungstermin teilgenommen zu haben und den gesamten Prozessstoff zu kennen. Jeder gute Jurist weiß, dass dies eine schlechte Arbeitsweise ist. Und arrogant noch dazu, oder? Und nun kommt die Grube, die sich der Autor selbst gegraben hat. Zitat: „Arroganz und Selbstbewusstsein schließen sich (...) gegenseitig aus. Arroganz ist ein Selbstschutz, ein Überspielen der eigenen Unsicherheit.“ Damit ist alles gesagt.


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