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Die Machtelite

Das Standardwerk der kritischen Elitenforschung

Ein Klassiker frisch aufgelegt: Der amerikanische Soziologe und intellektuelle Querdenker C. Wright Mills geht in seiner epochalen Studie "Die Machtelite" der Frage nach, wer in der amerikanischen Demokratie über die eigentliche Entscheidungsmacht verfügt. Er kommt zu einem provokanten Ergebnis: In den USA hat sich ein Netzwerk aus wirtschaftlichen, politischen sowie militärischen Eliten gebildet,
das über eine historisch beispiellose Macht verfügt - eine Macht, der die Durchschnittsmenschen weithin hilflos gegenüberstehen.
Mills Standardwerk der Machtstruktur- und kritischen Elitenforschung erschien 1956 unter dem Namen "The Power Elite" zum ersten Mal. Das hochaktuelle Werk, das Generationen von Leserinnen und Lesern zum kritischen Denken über den Zustand demokratischer Gesellschaften angeregt hat, ist nun neu ins Deutsche übersetzt.
Portrait
Charles Wright Mills, 1916-1962, war bis zu seinem Tode Professor der Soziologie an der Columbia Universität in New York. Als origineller Denker und fruchtbarer Autor vieldiskutierter Bücher hat er sich in der ganzen angelsächsischen Welt einen Namen gemacht. "The Power Elite" (1956) ist heute ein Soziologieklassiker und Standardwerk zur Macht- und Elitenforschung
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Herausgeber Michael Walter, Björn Wendt, Marcus B. Klöckner
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.11.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783864897573
Verlag Westend Verlag
Dateigröße 3259 KB
Übersetzer Simon Lübeck
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Lesehighlight des Jahres! Unbedingt lesen!
von Wedma am 09.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein großartiges Werk, das man gelesen haben muss. Man sagt, ein gutes Buch ist gut auf jeder Seite. Dieses ist hervorragend. Auch weil man sieht, mit welcher Hingabe Mills an diesem Werk arbeitete. Hier findet man die grundsätzlichen Dinge, die einleuchtend erklären, wer eigentlich die Eliten sind, wie sie sich zusammensetzen,... Ein großartiges Werk, das man gelesen haben muss. Man sagt, ein gutes Buch ist gut auf jeder Seite. Dieses ist hervorragend. Auch weil man sieht, mit welcher Hingabe Mills an diesem Werk arbeitete. Hier findet man die grundsätzlichen Dinge, die einleuchtend erklären, wer eigentlich die Eliten sind, wie sie sich zusammensetzen, welche Interessen sie verfolgen, wie sie funktionieren, was auch erklärt, wie es dazu kommt, dass heute eine kleine Gruppe Superreicher die Mehrheit der Menschen dazu bringt, vorrangig die Interessen eben dieser kleinen Gruppe zu bedienen und dabei selbst immer ärmer zu werden, warum man heute immer mehr vom Tiefen Staat, vom postdemokratischen Zeitalter liest uvm. Das elitäre System ist in „Die Machtelite“ von Mills sehr treffend beschrieben worden. Er geht ausführlich auf die einzelnen Gruppen/ Elemente dieses Systems wie die Topmanager, die Militärs, die Superreichen, die Politiker usw. ein: Wer sie sind, woher sie kommen, welche Interessen sie verfolgen, welche Rolle sie in diesem System spielen uvm. Mills beleuchtet auch die Verbindungen zwischen diesen Gruppen, beschreibt die Gründe, warum sie sich verbinden, um welchen Ziele zu erreichen uvm. Die Sicht auf die Mechanismen der Macht, S. 350 ff., fand ich kaum von der Hand zu weisen. Was Mills im Kapitel „Die Massengesellschaft“ sagt, erklärt so einiges, sowohl die Apathie und Ängste des kleinen Mannes, wenn es um die politische Mitgestaltung geht, als auch anderes zu vielen angrenzenden Themen in diesem Zusammenhang. Was Mills zur Bildung der Massen schreibt, S. 432 ff., trifft voll zu und erklärt, warum das Schulsystem heute so ist, wie es ist, zu welchen Zweck es in die heutige Form gebracht wurde, als was die Kinder der einfachen Menschen gedacht sind uvm. Auch die Rolle der Massenmedien wurde eingehend beleuchtet: Die vielen Lügen entlarvt, Märchen entzaubert, die zur Täuschung der Öffentlichen Meinung durch diese verbreitet werden. Den Höhepunkt der Ausführungen findet man im letzten Kapitel „Die höhere Unmoral“, was vieles aus heutigem Leben erklärt. Die Gesellschaftsordnung, die vor gut 60 Jahren bereits da war, wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt, die Mechanismen der Macht perfektioniert. Ich möchte nichts vorwegnehmen. Lesen Sie lieber selbst. Es lohnt sich. Das Werk ist sehr zugänglich, einfach großartig geschrieben. Sehr angenehm zu lesen, was u.a. auch den Übersetzern zu verdanken ist. Auch als Hörbuch kann ich es mir sehr gut vorstellen. Spannend wie ein Thriller, oft genug kam es dazu, dass ich beinah verdurstete, weil ich das Buch aus der Hand nicht legen mochte. Die Fragen: „Wie geht es weiter, was sagt Mills noch zu diesem Thema?“ usw., ließen mich immer weiterlesen. Zudem sind die Kapitelübergänge so gestaltet, dass es auch da schier unmöglich war, eine Pause einzulegen. An vielen Stellen lauten die Kommentare: „Wie wahr! Echt treffend! Starkes Werk! Wie gnadenlos frei und klar gedacht! Wie tief Mills zu den Wurzeln der Tatsachen vorgedrungen ist! Aktuell wie eh und je!“ usw. Je weiter ich las, desto mehr kam die Überzeugung auf: Es ist ein geniales Werk. Das sollte man in den Schulen unterrichten, damit den jungen Leuten früh genug die Augen auf die herrschenden Machtverhältnisse geöffnet werden. Das Buch an sich ist hochwertig gestaltet, schön auch als Geschenk: Festeinband, Umschlagblatt, gutes Papier, angenehme Schriftgröße. Die Anmerkungen erstrecken sich über ca. 100 Seiten, da einige seitenlangen Ausführungen ausgelagert wurden. Literaturhinweise und der Sach- und Namensregister runden den sehr guten Eindruck ab. Fazit: Großartiges, geniales Werk. Unbedingte Lesepflicht! Es gibt dem Leser das nötige Rüstzeug, um die postdemokratische Gesellschaft von heute, wie auch ihre Wurzeln, begreifen zu können.