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Der zweite Schlaf

Roman

Robert A. Harris

(26)
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Beschreibung


Der Untergang der Welt, wie wir sie kennen – der neue große Roman von Robert Harris

England ist nach einer lange zurückliegenden Katastrophe in einem erbärmlichen Zustand. Der junge Priester Fairfax wird vom Bischof in ein Dorf entsandt, um dort die Beisetzung des mysteriös verstorbenen Pfarrers zu regeln. In der Umgebung finden sich besonders häufig jene verbotenen Artefakte aus vergangener Zeit – Münzen, Scherben, Plastikspielzeug –, die der Pfarrer akribisch gesammelt hat. Hat diese ketzerische Leidenschaft zu seinem Tod geführt?

Robert Harris’ erster Roman »Vaterland« war ein Ereignis. Seine Berühmtheit wuchs mit historischen Politthrillern wie »Pompeji« und seiner groß angelegten Cicero-Trilogie (»Imperium«, »Titan«, »Dictator«). Ob nun Antike oder jüngere Neuzeit (»Intrige«, »Konklave«, »München«) – auch wenn in seinen Büchern faktenfeste und erfundene Historie sich mischen, so muss man den vordergründigen Mantel nicht weit lüpfen, und die hintergründige Aktualität scheint auf. Robert Harris schreibt letztlich immer über das Hier und Jetzt.

»Es ist unmöglich, das Buch länger aus der Hand zu legen. Zu drängend ist die Frage, wie die Menschen in diese Lage geraten sind.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 30.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27208-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 22,4/14,5/4,3 cm
Gewicht 667 g
Originaltitel The Second Sleep
Übersetzer Wolfgang Müller
Verkaufsrang 81144

Buchhändler-Empfehlungen

Hochwürden Fairfax hat aber auch wirklich Pech....

Simon Schulz, Thalia-Buchhandlung Augsburg

.... erst wird ihm von einem Einheimischen der falsche Weg gewiesen, sodass er erst mitten in der Nacht in dem Dörfchen ankommt, in dem er eigentlich nur den alten Pfarrer beerdigen soll, dann findet er verbotene Artefakte und Bücher in der Stube des Alten und womöglich war sein Tod auch noch Mord. Ehe er es sich versieht, findet sich Fairfax in einem Strudel aus Intrigen, Geheimnissen, verbotener Liebe und Ketzerei, dem er nicht mehr entkommen kann. Robert Harris wirft den Leser in eine Welt, die auf dem ersten Blick, das England des Mittelalters abbildet. Schnell wird jedoch klar, dass tatsächlich unserer moderne Welt nach einer Katastrophe vor hunderten von Jahren untergegangen ist und die Kirche alle "modernen" Relikte verteufelt und die Apokalypse für die Strafe Gottes hält. Harris hat damit eine Welt geschaffen, in der man sich zwar schnell zurecht findet, deren Szenario aber viele Geheimnisse birgt und einen interessanten Was-wäre-wenn Ansatz bietet. Während der Handlung schauen wir Fairfax quasi über die Schulter und begleiten ihn immer tiefer in den erwähnten Strudel hinein. Der Schreibstil ist wie von Harris gewohnt herausragend, die Stimmung wird super eingefangen, es ist einfach ein Genuss Seite für Seite zu in das Buch einzutauchen. Fast zu schnell ist es auch schon vorbei, auch wenn die Handlung eigentlich keine Wünsche offen lässt und sich schön entwickelt, hundert Seiten mehr hätte ich gerne noch gelesen. Das Buch kann ich nicht wirklich einordnen, was aber nicht schlimm sein muss. Ein Hauch Science-Fiction der anderen Art, ein Hauch Krimi, ein Hauch Abenteuer, formen es zu einem Meisterwerk. Um es kurz zu machen: Eine absolute Kaufempfehlung!

Konstanze Ehrhardt, Thalia-Buchhandlung Dresden

Wie wird die Zukunft unsere Zivilisation sehen, wenn sie uns eines Tages ausgräbt? Dieser spannenden Frage geht Robert Harris in seiner einmaligen fast mystisch anmutenden Dystopie nach. Absolut empfehlenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
13
9
0
2
2

Zum Einschlafen.
von einer Kundin/einem Kunden aus Frechen am 14.01.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Bisher war ich Fan von Robert Harris. Dieses Buch hat mich so enttäuscht, dass ich den Autor jetzt meiden werde. Langweiliges Geschwafel ohne Sinn und Verstand. Die Darstellung der Zeitachsen ist nicht nachvollziehbar für mich. Nach ca. 6o Seiten habe ich das E-Book gelöscht. Schade um die € 4,99.

irgendwie interessiert die Apokalypse da niemanden
von einer Kundin/einem Kunden am 28.08.2020

Gleich mal vorweg: Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Robert Harris, der es mit Werken wie „Enigma“ geschafft hat einen wahren Meilenstein der Spionageliteratur zu verfassen. Durch Werke wie dieses war ich in der Lage meine Liebe zu britischer Literatur zu entdecken. Dass allerdings irgendwann mal bei fast jedem Autor die... Gleich mal vorweg: Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Robert Harris, der es mit Werken wie „Enigma“ geschafft hat einen wahren Meilenstein der Spionageliteratur zu verfassen. Durch Werke wie dieses war ich in der Lage meine Liebe zu britischer Literatur zu entdecken. Dass allerdings irgendwann mal bei fast jedem Autor die Luft draußen ist und es Zeit wäre sich mal mit anderen Schriftstellern zu beschäftigen, zeigt sehr eindringlich das aktuelle Buch von Robert Harris. Zum Inhalt selber. Protagonist des Romans ist der junge etwa 30jährige Priester Fairfax, welcher sich auf einer Art Wissenschaftsexpedition befindet. Die Welt, wie wir sie kennen, ist vor ziemlich genau 800 Jahren untergegangen, moderne Medien wie Internet oder andere Errungenschaften unserer Gesellschaft, gibt es nicht mehr. Die Handlung selber spielt also in einer postapokalyptischen Welt, allerdings ist sich fast die gesamte Menschheit dessen nicht mehr bewusst. Was den einstigen Weltuntergang ausgelöst hat, bleibt leider bis zum Schluss ein Rätsel und ist mal ein ganz gewaltiger Minuspunkt für dieses Buch. Ich finde am Ende eines Romans sollten eigentlich alle Fragen beantwortet sein, aber das ist hier leider nicht der Fall. Fairfax wird von hohen Kirchenvertretern damit beauftragt, die Beisetzung eines ehemaligen Kollegen zu regeln, welcher unter mysteriösen Umständen verstorben ist. Die Kirche als solches hat somit die Apokalypse überstanden, im Gegensatz zu so ziemlich allem anderen. Auf seinem Weg zur Beerdigung entdeckt Fairfax immer wieder Relikte aus einer längst vergangenen Epoche. So sieht er immer wieder Häuserruinen von früher, allerdings ohne, dass sich ihm erschließt, wozu diese einst gedient haben sollten. Als er am Ort der Beerdigung angekommen ist, glaubt die Dorfgemeinschaft an eine Verschwörung von höchster Stelle und lässt dann doch wieder eine Anwendung eines Reliktes aus früherer Zeit zu, den Sprengstoff. Als dieser eine alte Bunkeranlage freilegt, offenbart sich ihm ein lange gehütetes Geheimnis des Ortes. Dystopien als solches gibt es ja eine ganze Menge. Gründe für den Untergang unserer modernen Zivilisation gibt es ja auch zuhauf. Sei es ein Meteoriteneinschlag, eine globale Seuche oder der Einsatz von Kernwaffen, welche die Gesellschaft zurück ins Mittelalter bombt. Was in diesem Fall die eigentliche Katastrophe ausgelöst hat, scheint überhaupt keinen zu interessieren. Eigentlich schade, weil diese Frage ja den meisten Romanen im Bereich den nötigen Schwung gibt. Wenn Fairfax darüber nachdenkt, was wohl der eigentliche Grund für den Tod seines älteren Priesterkollegen war, wundert er sich immer wieder über die Sammelleidenschaft seines verblichenen Kollegen. Es ist zwar interessant und kurzweilig zu lesen, wenn er sich über den Fund eines Plastikstrohhalmes wundert oder über eine Tafel, auf der das Wort „Cloudmanager“ steht, aber Spannung kommt da leider nicht wirklich auf. Dass am Schluss dann eigentlich alle Figuren des Romans bei einer Sprengung sterben, macht die Geschichte leider auch nicht wirklich besser. In Summe der bis dato schwächste Roman von Harris. Schade eigentlich.

sehr spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 29.04.2020

Falls Jemand den Autoren schon kennt z.B. „Vaterland“, weiß, dass er Geschichten aus der Geschichte einfach weiterdenkt. In diesem Buch ist dies auch so. Wir starten im „Mittelalter“ wie es scheint. Ein frischernannter Priester soll in einen kleinen Ort bei London reiten und den dortigen Pfarrer beerdigen. Er trifft erst in... Falls Jemand den Autoren schon kennt z.B. „Vaterland“, weiß, dass er Geschichten aus der Geschichte einfach weiterdenkt. In diesem Buch ist dies auch so. Wir starten im „Mittelalter“ wie es scheint. Ein frischernannter Priester soll in einen kleinen Ort bei London reiten und den dortigen Pfarrer beerdigen. Er trifft erst in der Dunkelheit ein, die Haushälterin des Pfarrers erwartet ihn bereits mit Kerzen in der Hand. Nachdem er den Pfarrer gesegnet hat, wird der Sarg verschlossen (höchste Eisenbahn, denn er riecht schon) Er wird für diese Nacht im Arbeitszimmer untergebracht, dort möchte er in der Nacht noch die Rede für die Beerdigung vorbereiten. Er wundert sich, dass der einfache Pfarrer so viele Bücher hat und sieht sich diese genauer an. Er entdeckt verbotene Bücher einer Gruppe von Ketzern, die über die Zeit vor Anbeginn der Zeitrechnung im Jahre 666 recherchieren. Er wagt sich nicht in die Bücher hineinzusehen. Zudem hat der Pfarrer eine Glasvitrine – sehr alt, da das Glas noch von VOR der Zeitrechnung zu stammen scheint. Darin enthalten sind Fundstücke von Ausgrabungen, u.a. eine schmale Hülle aus Plastik mit einem angebissenen Apfel darauf. Der junge Priester ist ganz verwirrt, geht dann aber zu Bett. In der Nacht wird er wach nach dem ersten Schlaf, wie alle anderen auch üblicherweise, aber er vernimmt Getrappel und Geräusche von der Dorfstraße draußen. Hier in diesem Dorf scheinen die Leute die Zeit zwischen erstem und zweiten Schlaf gemeinsam zu verbringen… Es wird jedenfalls sehr spannend, der junge Priester reitet NICHT wie geplant am nächsten Tag nach der Beerdigung zurück zum Bischof. Das ganze Buch beschreibt lediglich 1 Woche vom 09.04.1468 – 16.04.1468. Ein Lesevergnügen und es lässt Fragen offen, z.B. auch diese: Wie schnell vergessen Nationen, Dinge die zuvor gewesen sind? Wie schnell wird global vergessen?


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