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All das zu verlieren

Roman (ungekürzte Lesung)

Leïla Slimani

(78)
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Beschreibung

Sie hat alles – und dennoch setzt sie alles aufs Spiel.

Sie fühlt eine Leere, obwohl sie alles hat. Sie weiß, dass sie ihre Familie verlieren könnte, und setzt trotzdem alles aufs Spiel: Adèle, Mitte dreißig, lebt mit ihrem Ehemann und ihrem kleinen Sohn in Paris. Nach außen hin führt sie ein Leben, dem es an nichts fehlt. Trotzdem ist sie nicht glücklich. Gelangweilt zieht sie durch die Straßen von Paris, trifft sich mit Männern, hat Sex mit Fremden – immer wieder. Bis ihr Mann eines Tages dahinterkommt. Der ist überzeugt: Sie ist krank und muss geheilt werden. Doch kann er Adèle zu ihrem Glück zwingen?Gelesen von Nora Waldstätten.(Laufzeit: 5h 3)

Produktdetails

Verkaufsrang 2093
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Sprecher Nora Waldstätten
Spieldauer 303 Minuten
Erscheinungsdatum 13.05.2019
Verlag Der Hörverlag
Format & Qualität MP3, 303 Minuten, 225.33 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Übersetzer Amelie Thoma
Sprache Deutsch
EAN 9783844533125

Buchhändler-Empfehlungen

Verloren und süchtig

H. Irmscher, Thalia-Buchhandlung Halle

Adéle ist sexsüchtig. Um das unstillbare Verlangen zu befriedigen, welches sie regelrecht auffrisst, geht sie immer größere Risiken ein. Und die heile Welt aus Verpflichtungen, Familie und Job, die sie sich erschaffen hat, beginnt auseinanderzubrechen... Leila Slimani erschafft mit der fragilen Nymphomanin Adéle eine unglaublich faszinierende Protagonistin und ihr klarer Schreibstil überzeugt auf ganzer Linie. Ein Buch für alle Leser*innen, die sich mit kontroversen Themen auseinandersetzen wollen.

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

In einer sehr direkten und schnellen Sprache,wird dabei aber nicht pornographisch, beschreibt die Autorin Adeles Sexsucht in diesem spannenden Roman.Über den man, nach dem Lesen sprechen muss, weil man fassungslos zurück gelassen wird. Lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
78 Bewertungen
Übersicht
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Portrait der Selbstzerstörung
von Thala am 19.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch ist wahrlich keine einfache Kost. Während das erste Buch von Leila Slimani ein gesellschaftskritischer Thriller war, ist "All dies zu verlieren" das Porträt einer gelangweilten, bürgerlichen Frau, die mit aller Kraft die Fesseln ihrer Ehe und ihres bürgerlichen Lebens sprengen möchte. Sie versucht dies durch wechseln... Dieses Buch ist wahrlich keine einfache Kost. Während das erste Buch von Leila Slimani ein gesellschaftskritischer Thriller war, ist "All dies zu verlieren" das Porträt einer gelangweilten, bürgerlichen Frau, die mit aller Kraft die Fesseln ihrer Ehe und ihres bürgerlichen Lebens sprengen möchte. Sie versucht dies durch wechselnde Liebhaber, anonymen und vor allem gewalttätigen Sex zu erreichen, da sie hofft, sich durch Schmerz selbst wieder zu fühlen. Nach außen hin mimt Adele das scheue Reh, im Inneren fühlt sie sich jedoch besser als alle anderen um sie herum. Sie findet ihr Leben äußerst langweilig, ist von ihrem Mann total gelangweilt und der Sex mit ihm ist eine reine Pflichtübung. So denkt sie zB beim Essen mit seinen Freunden nur daran, den Freund ihres Mannes zu verführen. Adele ist krank, sie ist zu keiner Nähe und zu keiner Nähe fähig. Sie weiß selbst nicht, was ihr Freude bereitet und sie ist absolut sexsüchtig. Sie baut ein komplettes Doppelleben auf, bringt ihren dreijährigen Sohn lieber zur Betreuung, um ihren Affären nachzugehen. Dabei bereut sie ihr Verhalten keineswegs. Mit ihrem Mann bleibt sie lediglich zusammen, weil sie ein gemeinsames Kind haben und dieser ihren teilweise recht luxuriösen Lebensstil finanziert. Als Journalistin verdient sie selbst nicht viel und sowieso hat sie ihren Job nur angenommen, damit sie viel reisen kann. Teilweise war das Buch angesichts dieser extrem selbstzerstörerischen Tendenzen sehr schwer für mich zu lesen. An einer Stelle musste ich sogar eine kurze Pause einlegen, da die beschriebene Gewalt zu heftig war. Adele ist keine Protagonistin, die man als Leser*in ins Herz schließt. Sie ist vielmehr wie eine Kunstfigur, der man im echten Leben hofft niemals zu begegnen. Ihr Schmerz wird eindringlich beschrieben, genauso wie ihre Sexsucht. Das Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück.

Beziehungen und Verhältnisse ohne Horizont
von einer Kundin/einem Kunden am 25.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Auf die Schnelle kann man der Anmerkung zustimmen, dass Leila Slimanis Roman „All das zu verlieren“ wenig mit Flauberts „Madame Bovary“ zu tun hat. Dieser Anmerkung kann man hinzufügen, dass der Roman nicht die Motive und Verwicklungen entfaltet, die in "Effi Briest“ (Fontane) oder in „Lady Chatterley“ (Lawrence) zu finden sind.... Auf die Schnelle kann man der Anmerkung zustimmen, dass Leila Slimanis Roman „All das zu verlieren“ wenig mit Flauberts „Madame Bovary“ zu tun hat. Dieser Anmerkung kann man hinzufügen, dass der Roman nicht die Motive und Verwicklungen entfaltet, die in "Effi Briest“ (Fontane) oder in „Lady Chatterley“ (Lawrence) zu finden sind. Auch wenn sich in allen vier Romanen die bürgerliche Ehe wie eine atemraubende Fessel an den weiblichen Romanfiguren legt, so gibt es für „Madame Bovary“, „Effi Briest“ wie auch für „Lady Chatterley“ dennoch einen befreienden Horizont: mal ist es die romantische Liebe, mal ist es die sexuelle Spontanität. In Slimanis Roman fehlt der Frauenfigur Adèle jedoch dieser Horizont. Wenn man der Gegenüberstellung von bürgerlicher Ehe und spontaner Sinnlichkeit (Hegel) trauen kann und der außerehelichen Sexualität die Ekstasen und die Obszönität (Bataille) zuschreiben möchte, so bleibt in Slimanis Roman von dieser Perspektive nichts übrig. Obwohl die Erzählung aus der Sicht der Ehefrau Adèle geschildert wird, so ist auch der Ehemann wie das Kind der beiden der strukturellen Gewalt der bürgerlichen Ehe und Familie ausgesetzt und sind in ihr gefangen. Zwar gelingt es Adèle fortwährend ihrer familiären Situation und dem ehelichen Dasein mit vielen Lügen und Tricks zu entkommen, dendoch erweisen sich alle außerehelichen Eskapaden als zwanghaft wie erniedrigend. Weder findet sie im ehelichen Zusammenleben eine Vertrautheit, die zu einem dauerhaften Zusammensein gehört, noch ergeben sich in der Zufälligkeit des Fremdgehens Berührungen und Ekstasen, die genussvoll wie befreiend wirken. In Slimanis Roman stellen sich alle Verhältnisse in einer Ökonomie von Gewalt und Verachtung dar.

Eher langweilig!
von einer Kundin/einem Kunden am 13.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch hat mich nicht überzeugen können... Es dreht sich immer um dasselbe Thema und der Roman entwickelt sich nicht wirklich... Der Schluss fällt banal aus...

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