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Mitbringsel

Gedichte

Der Punkt, der Ton, der Augenblick, die Wendung, der Gedankensprung, die Erinnerungssplitter, das Detail, der Dingschimmer, dies scheinbar Zusammenhanglose, mit dem die Poesie beginnt: Walle Sayer schreibt Gedichte, die innehalten, das Gesehene meditieren, aus sich heraus leuchten, durchsichtig sein wollen. Wie wenige, heißt es über ihn, beherrscht er, was Paul Klee von der Kunst generell forderte: nicht das Sichtbare wiederzugeben, sondern sichtbar zu machen. Literatur, insbesondere das Gedicht, markiert für mich den Schnittpunkt zwischen einem Ich und der Welt, zwischen dem Vergänglichen und dem Bleibenden, dem Flüchtigschönen und der Zeit. Eigentlich suche ich beim Schreiben immer nach dem poetischen Augenblick, in dem alles aufgehoben scheint, oder nach dem poetischen Kern, um den sich ein Erzählkreis ziehen lässt. Als Autor möchte ich das Besondere am Alltäglichen, das eminent Unwichtige entdecken, Gewesenes so wahrnehmen, als sähe ich es immer wieder zum ersten Mal. Das Alltägliche, das Unscheinbare, das Unauffällige hat für mich etwas Eindrücklicheres, Prägnanteres, Existenzielleres vielleicht weil es die Vorstufe des Verschwindens ist. Walle Sayer Ein handgeschriebenes Gedicht Stattdessen, vielleicht oder einfach mit dem Staubwedel die Möbel dirigieren, in die Wirkungspause der Redner hineinhusten, auf gerader Strecke einen Leichenwagen überholen, das Hermetische mit dem Sakristeischlüssel öffnen, zur Luftschloßruine hinterm Wolkengetüm hindeuten, dem Schneefall zuhören, dem Laudator des Weiß.
Portrait
Walle Sayer lebt mit seiner Familie in Horb und schreibt Gedichte und Prosa. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, u. a. den Thaddäus-Troll-Preis, den Förderpreis zum Hölderlinpreis, das Hermann-Lenz-Stipendium, den Berthold-Auerbach-Preis, die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg, den Ludwig-Uhland-Förderpreis, das Spreewald Literaturstipendium. Und zuletzt den renommierten Basler Lyrikpreis fürs bisherige Gesamtwerk sowie den Gerlinger Lyrikpreis für unveröffentlichte Gedichte, die nun in diesem neuen Band Mitbringsel stehen. Er ist Mitglied im deutschen PEN.
Seit seinem gerühmten Band Kohlrabenweißes (1995) erschienen alle seine Bücher bei Klöpfer & Meyer. Zuletzt, 2016 Was in die Streichholzschachtel paßte. Feinarbeiten.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 121
Erscheinungsdatum 09.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7496-1011-2
Verlag Klöpfer, Narr GmbH
Maße (L/B/H) 20,6/13,4/1,7 cm
Gewicht 243 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 28398
Buch (gebundene Ausgabe)
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