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Hundesohn

Der Sohn, der nicht gewollt war, der Vater, der nie geliebt hat, die grosse Liebe, die verloren ging. Das atemberaubende Debüt mit einem ganz eigenen Sound.
Portrait
Sonja M. Schultz, geboren 1975, wuchs im Hamburger Umland auf und studierte Theaterwissenschaften und Kulturelle Kommunikation in ihrer Wahlheimat Berlin. Sie schreibt über Film und deutsche Geschichte (Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglourious Basterds) und tritt mit Spoken Word auf alternativen Bühnen auf. Mit ihrem Debütroman »Hundesohn« war sie 2017 Stipendiatin der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783311700784
Verlag Kampa Verlag
Dateigröße 1459 KB
Verkaufsrang 25003
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Buchhändler-Empfehlungen

Welch ein Debüt!

Thomas K., Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Es ist lange her, dass mir ein derart sprachgewaltiger, kraftvoller Roman begegnet ist, noch dazu als Ouvertüre für ein hoffentlich noch langes und erfolgreiches Romancier-Dasein. "Hundesohn" erzählt in der Haupthandlung sowie in Rückblenden vom Leben eines notorisch Scheiternden, der in der verlorenen Welt des verdreckten, verruchten Hamburger Kiezes von den Schatten seiner halbseidenen Vergangenheit eingeholt wird. Mag man angesichts dieser beinah unzulässig verknappten Inhaltsangabe eventuell an eine Art besseren Rachethriller denken, so würde dies dem Roman nicht annähernd gerecht, denn wie viele einzigartige Bücher passt auch "Hundesohn" in keine festgefügte Kategorie. Und sicherlich bedient es nicht unbedingt den Massengeschmack. Dies freilich mag mehr über den Massengeschmack aussagen als über dieses Werk, denn hier begegnen dem Leser auf einer Seite mehr frische, wuchtige, mitreissende und im Gedächtnis bleibende Metaphern und Bilder als andere Autoren auch nur zur Hälfte in ihrem gesamten Lebenswerk aufzubieten imstande sind. Auf Sonja Schultz` weiteres Schaffen darf man gespannt sein.

"Er würde sich nichts mehr gefallen lassen. Von jetzt an würde er zurückschlagen...!"

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

"Miss Stetson brannte lichterloh. Hawk stand viel zu nah am Feuer. Jemand mußte sie mit Benzin übergossen haben. Jemand hatte sie schön gleichmäßig vollgespritzt und aus ihr eine Fackel gemacht, deren flackern ihm die Netzhaut zersäbelte. Ihm stach der Geruch von versengten Haar in die Nase, doch sein Gehirn schaltete nicht, dass es sein eigenes war...! Was da brennt, ist Herbert, genannt Hawk, Friedheimers liebster und, fast, einziger Besitz. Ein Alfa Sud, natürlich rot, natürlich rostend, aber was für ein Sound, was für eine Maschine, erworben nach seinem letzten Gefängnis-Aufenthalt. Hawk beschließt, nicht wieder nach Hamburg zurückzukehren, nie wieder den Drogenkurier zu geben, der seit Jahrzehnten wohl bekannt ist auf dem Kiez, selbst aber immer clean blieb. Aussteigen ist in diesem Job zwar nicht vorgesehen, aber in einem Bankschließfach liegt ja seine Lebensversicherung - die ein oder andere Rechnung ist an seiner alten Wirkungsstätte noch offen. Als Hawks geliebtes Auto brennt, weiß er, dass ihn die Vergangenheit eingeholt hat. Aber wer steckt hinter dem Anschlag? Hawk wird sich bis zur endgültigen Lösung dieser Frage seinem ganzen, knapp fünfzig-jährigen, Leben stellen müssen: seiner Kindheit im Süden Deutschlands, seinen ersten Gehversuchen in der Hamburger Halbwelt, vor allem aber den zwei wichtigsten Frauen in seinem Leben, Nada und Lu.. Dieser Roman strotzt nur so vor Kraft, ein Buch wie aus einem Guss, atemlos, stark, voller Bilder, die man nicht so leicht vergessen kann (und will). So hätte Wolf Wondratschek (Früher begann der Tag mit einer Schusswunde) gerne geschrieben, aber leider stand er sich zu oft selbst im Weg... Dem Rezensenten bleibt nur zu sagen: Lassen Sie sich dieses kleine, riesengroße, Buch nicht entgehen, wirklich nicht, auf gar keinen Fall! Noch ein Textbeispiel? Gerne: "Das war Musik, die man mit der Raumsonde ins All schießen müsste, um dem Nichts zu zeigen, wozu der Mensch fähig war..."

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