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Wenn Engel brennen

Ariadne Band 1239

Tawni O'Dell

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Beschreibung

»Galaktisch gut gelingt es Tawni O'Dell, das Desparate eines zerstörten Landstrichs einzufangen. Ein mitreißendes, geniales Porträt menschlichen Gemüts sowie der hauchdünnen Grenze, die verletzt wird, wenn jemand einem anderen das Leben nimmt.« Publisher's Weekly

Als Polizeichefin von Buchanan, dem Ort ihrer Kindheit, hat Dove Carnahan schon viel gesehen.
Es ist keine kuschelige Gegend: Vom exzessiven Kohleabbau verwüstete Landstriche liegen brach, Geisterstädte rotten vor sich hin. Menschen rackern sich ab oder haben sich schon aufgegeben, Träume blühen und welken. Oder sie verbrennen, wie das tote Mädchen, das in einer glühenden Erdspalte steckt.

Der alternde State Trooper Nolan übernimmt die Ermittlung, doch Chief Carnahan bleibt mit dran. Auf der Suche nach dem Hintergrund der Toten bekommt sie es mit einer berüchtigten Familie zu tun. Kriminell oder arbeitslos, verschworen und zerstritten - die Trulys sind Redneck-Unterschicht der schlimmsten Spielart. Und dieses Milieu ruft in der Polizeichefin längst überwunden geglaubte Alpträume wach. Denn hier ist vieles nicht, wie es scheint.

Tawni O'Dell stammt aus der Bergbauregion des westlichen Pennsylvania, schrieb schon als Kind Geschichten und ging als Erste ihrer Familie auf die Universität, um Journalismus zu studieren. Ihr Durchbruch als Schriftstellerin kam mit der kometenhaft erfolgreichen Oprah's-Entdeckung ihres Romans Back Roads, der von Michael Ohoven (Oscar für Capote) verfilmt wird. Wenn Engel brennen ist ihr sechstes Buch und der erste explizite Kriminalroman. Tawni O'Dell erscheint weltweit in mehr als 40 Ländern. Sie schreibt am Folgeroman.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.07.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783959881425
Verlag CulturBooks Verlag
Dateigröße 662 KB
Übersetzer Daisy Dunkel
Verkaufsrang 21638

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Idyllische Einöde

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein eingehender Kriminalroman über eine vom Kohleabbau zerstörten Region in Pensylvania. Wendungsreich und mit scharfer Präzision erzählt O'Dell eine vielschichtige Geschichte, die zwischen Redneck Kultur und scheinbarer Idylle schwankt. Einziges Manko: Manchmal etwas zu langwierig für meinen Geschmack.

Kundenbewertungen

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Übersicht
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„Pures Gold.“
von Manfred Fürst aus Kirchbichl am 30.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich-Erzählerin Dove (Taube oder Seife?) Carnahan (50 Jahre), Polizeichefin von Buchanan, Pennsylvania lebt in einer verschwefelten, nach faulen Eiern stinkenden Gegend, vom exzessiven Kohleabbau verursacht. Wie das Land, so die Leute, oder jeder verdient das Land, in dem er lebt. Vor 35 Jahren: Dove (15), Schwester Neely (12)... Ich-Erzählerin Dove (Taube oder Seife?) Carnahan (50 Jahre), Polizeichefin von Buchanan, Pennsylvania lebt in einer verschwefelten, nach faulen Eiern stinkenden Gegend, vom exzessiven Kohleabbau verursacht. Wie das Land, so die Leute, oder jeder verdient das Land, in dem er lebt. Vor 35 Jahren: Dove (15), Schwester Neely (12) und Bruder Champ (9), alle drei die gleiche Mutter Cissy, aber drei verschiedene Väter, mit Großmutter – eine „glückliche“ Familie. Mutter Cissy wird ermordet und Lucky kommt in den Knast. Nach 35 Jahren kommt Lucky frei und will sich an der Familie rächen, weil er unschuldig ist. Am Ende, man glaubt es kaum wer der wahre Täter ist. Folgende Frage stellte man sich besser nach dem Lesen – sicher Tawni O’Dells Absicht: Ab wann ist der Mensch bereit zu töten? Neben dieser Familiengeschichte - eine Mordgeschichte: In einer dieser brennenden schwefelverseuchten Spalten wird die halbverkohlte Leiche von dem Mädchen Camio gefunden, dem Trulyclan zugehörig, einer Redneck-Unterschicht der schlimmsten Art. Der Mord an Camio ist der Katalysator für Erinnerungen an dem Mord an Cissy, Doves Mutter. Neben der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte läuft parallel eine minuziöse Milieustudie dieser amerikanischen Unterschicht. Mikrokosmos Familie Truly - Psychoterror nach innen und Hass gegen alle außerhalb des Clans. Camio hatte einen Freund Zane von der Oberschicht. Schnell ist für die Trulys der Schuldige gefunden. State Trooper Nolan übernimmt mit Chief Carnahan die Ermittlungen. Nolan hat nicht nur Dove ausgebildet, er ist der Mann für alle Fälle und jede Gelegenheit, Dove lebt allein in einem großen Haus. Neben der Aufklärung des Mordes an Camio bestimmen die privaten Verhältnisse von Dove, Neely und Champ mit Sohn Mason einen großen Teil des Krimis. Chief Carnahan, eine Meisterin der Selbstironie und des trockenen Humors. Seit 35 Jahren trägt sie einen schweren Rucksack mit Schuldgefühlen mit sich und muss sich von Nolan den Vorwurf gefallen lassen, ob sie ein Cop oder ein geliebtes Kidergartentantchen sein möchte. Sie muss sich in einer männerdominierten Welt behaupten, doch O’Dell lässt sie dennoch mit ihrer „weiblichen“ Arbeitseinstellung als „Siegerin“ triumphieren. Die Quintessenz des Krimis lässt sich rein metaphorisch deuten: „Wenn man im Hinterzimmer ein kleines Feuer bemerkt, sorgt man dafür, dass es sich nicht ausbreitet und das ganze Haus niederbrennt. Man macht es aus“ (s. S. 348). Erzähl- und Schreibstil sind von hoher Qualität, sie bestätigen die Bestsellerautorin. Die Übersetzung enthält keine Stolpersteine, die Spannung hält bis zur letzten Seite. Um diesen Krimi „Wenn Engel brennen“ von Tawni O’Dells meine Wertschätzung zu zeigen, bediene ich mich nur dieser zwei Worte des neunjährigen Mason: „Pures Gold.“

schade
von einer Kundin/einem Kunden aus Magden am 19.08.2019

ich habe mehr erwartet - endlich mal ein taffe Kriminalistin. die Figur selber wäre ja dazu angetan. Leider alles schmalspurig, vorhersehbar. Vielleicht bin ich aber schon zu abgebrüht - keine Kaufempfehlung meinerseits

Ein Roman, der unter die Haut geht
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 30.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Wenn Engel brennen“ ist bereits der sechste Roman von Tawni O’Dell (geboren und aufgewachsen in Pennsylvania), aber der erste, der dank des Argument/Ariadne Verlags in deutscher Übersetzung vorliegt. Bleibt zu hoffen, dass die anderen folgen werden, denn für mich ist er ein Highlight meines Lesejahres. O’Dell ist in Pennsylvani... „Wenn Engel brennen“ ist bereits der sechste Roman von Tawni O’Dell (geboren und aufgewachsen in Pennsylvania), aber der erste, der dank des Argument/Ariadne Verlags in deutscher Übersetzung vorliegt. Bleibt zu hoffen, dass die anderen folgen werden, denn für mich ist er ein Highlight meines Lesejahres. O’Dell ist in Pennsylvania geboren und aufgewachsen und verortet auch ihre Romane dort. Immer wieder brennen in der Bergbauregion Pennsylvanias die Kohleflöze. Das bekannteste Beispiel ist der Kohlebrand von Centralia, der seit 1962 nicht nur die Stadt sondern auch die Region unbewohnbar gemacht hat. Ähnliches ist auch Campell’s Run widerfahren, einem fiktiven Städtchen am Fuße der Appalachen. Die Feuer schwelen unterirdisch weiter, die Natur ist verwüstet, der Ort fast menschenleer. Doch dann wird in einer Minengrube eine Leiche gefunden, der Schädel eingeschlagen, mit Benzin übergossen und verbrannt. Ein Fall für Dove Carnahan, erste Polizeichefin von Buchanan und seit zehn Jahren im Amt, die gemeinsam mit State Trooper Nolan in diesem Fall ermittelt und im Zuge dessen sich auch mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen muss. Zwei Familien, zwei Geschichten. Menschen, die nicht nur Opfer sondern auch Täter sind. Das Brandopfer ist Camio Truly, die aus einer Familie kommt, die jedem Lehrbuch als gelungenes Beispiel für Dysfunktionalität dienen könnte und mit der man sich besser nicht anlegen sollte. An der Spitze die Matriarchin Miranda, die mich sehr an Mags Bennett aus „Justified“ (TV-Serie nach Motiven von Elmore Leonards „Raylan“) erinnert hat. Keinen Widerspruch duldend, regiert sie ihre Redneck-Familie mit harter Hand. Und wehe dem, der ausscheren will. Da fügt man sich doch lieber und bleibt auf Kurs, wenn man nicht wie Camio enden will. Das hört sich nach einem Kriminalroman an, ist aber weit mehr als das. O’Dell ist hier eine präzise Milieustudie gelungen. Über toxische Familienverhältnisse, über Menschen, von der Politik vergessen, nachdem ihre Lebensgrundlage zerstört wurde. Sie punktet mit sympathischen Charakteren, die sich nicht immer an die Vorschriften halten. Mit trockenem Humor. Mit einer Protagonistin, die sich des Alltagssexismus bewusst ist und diesen souverän händelt. Ein Roman, der unter die Haut geht. Lest ihn, ihr werdet es nicht bereuen.


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