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Die Nacht, als das Feuer kam

Dresden 1945

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gebundene Ausgabe
In der Endphase des Zweiten Weltkrieges, im Februar 1945, bombardierten die Alliierten Dresden: Circa 25.000 Menschen fanden den Tod, die Überlebenden waren zutiefst traumatisiert, das einst prächtige Elbflorenz lag in Schutt und Asche. In »Die Nacht, als das Feuer kam« begibt sich der britische Journalist und Autor Sinclair McKay auf eine ganz besondere Spurensuche. In den Archiven der Stadt entdeckte er tief verborgene persönliche Aufzeichnungen, die es ihm ermöglichen, die Geschehnisse dieser drei verhängnisvollen Tage und Nächte aus der Perspektive der Bewohner der Stadt zu erzählen: Schülern, Mitgliedern der Hitlerjugend und des Kreuzchors, Künstlern, Musikern, aber auch des Kriegsgefangenen Kurt Vonnegut und nicht zuletzt Victor Klemperer sowie Piloten und Besatzungsmitgliedern der britischen und amerikanischen Verbände. Noch nie zuvor wurde das Ausmaß dieses Luftangriffs für die Zivilbevölkerung der Stadt so vielstimmig, emotional und zutiefst menschlich geschildert wie in diesem Meisterwerk der narrativen Geschichtsschreibung – und das noch lange, nachdem die letzte Seite umgeblättert ist, im Gedächtnis bleiben wird.

Ausstattung: 24-seitiger Bildteil s/w

Portrait
Sinclair McKay ist Literaturkritiker für den Telegraph und den Spectator und Bestsellerautor der historischen Bücher The Secret Life of Bletchley Park, Bletchley Park Brainteasers sowie The Secret Listeners. Er lebt in East London.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 13.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-31549-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 22,1/14,2/4,8 cm
Gewicht 796 g
Originaltitel Dresden: The Fire and the Darkness
Abbildungen 24-seitiger Bildteil schwarzweisse, schwarz-weiss Illustrationen
Übersetzer René Stein
Verkaufsrang 40
Buch (gebundene Ausgabe)
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Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Immer wieder begleitet man als Leser Dresdner Persönlichkeiten und ganz normale Bürger über die Tage des dramatischen Angriffs auf meine Heimatstadt. Aus Tagebüchern recherchiert, gelingt es McKay diese Katastrophe nacherlebbar zu machen. Zutiefst emotional und sehr bewegend

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Umfassendes und zutiefst erschütterndes Zeugnis der dunkelsten Tage Dresdens
von Marlen aus Dresden am 14.02.2020

„Dresden selbst ist so gastfreundlich und so schön so reich an Kultur und Musik und auch an faszinierenden Spaziergängen durch einladende Straßen, dass ich mir wünschte, wir könnten jetzt alle dort sein.“ Auch wenn dieses Zitat nicht aus dem eigentlichen Text, sondern aus der Danksagung stammt, so finde ich sie hier erwähnen... „Dresden selbst ist so gastfreundlich und so schön so reich an Kultur und Musik und auch an faszinierenden Spaziergängen durch einladende Straßen, dass ich mir wünschte, wir könnten jetzt alle dort sein.“ Auch wenn dieses Zitat nicht aus dem eigentlichen Text, sondern aus der Danksagung stammt, so finde ich sie hier erwähnenswert. Als Dresdnerin bin ich erfreut darüber, wie hoch meine Stadt geschätzt wird und wie sehr Besucher und Touristen sie bewundern. Denn dieses Buch verdeutlicht: dass Dresden so aussieht wie es aussieht, ist nicht selbstverständlich – es ist nichts weniger als ein Wunder. Der renommierte britische Literaturkritiker und Autor historischer Sachbücher Sinclair McKay gibt mit diesem Sachbuch ein umfassendes und zutiefst erschütterndes Zeugnis der dunkelsten Tage Dresdens. Er beschreibt die politische, kulturelle und wirtschaftliche Situation der Stadt Anfang 1945 sehr detailliert, bevor er sich im Mittelteil des Buches den Geschehnissen des 13. bis 15. Februar 1945 zuwendet. Den Abschluss bildet ein Teil, der sich mit den Aufräumarbeiten und der weiteren Entwicklung der Stadt durch die DDR-Geschichte bis zum Wiederaufbau der Frauenkirche beschäftigt. Zunächst mein kleiner Kritikpunkt: Die Beschreibung der historischen Situation vor der Bombardierung geriet für meine Begriffe etwas zu ausführlich und ausschweifend. Unzweifelhaft hat McKay ein immenses Wissen über diese Zeit angehäuft – aus meiner Sicht verdient aber nicht jedes Detail (z. B. aus anderen bombardierten Städten) eine Erwähnung in diesem Buch über Dresden. Positiv aufgefallen ist mir aber, dass McKay auch die Perspektiven der Angreifer einbezieht und ebenfalls mit Hilfe von Augenzeugenberichten die Situation der britischen und amerikanischen Streitkräfte zum Zeitpunkt des Angriffs darstellt. Die Beschreibung der Bombennacht sowie der Folgetage ist jedoch ein Bericht, für den das Wort „Sachbuch“ viel zu wenig aussagekräftig ist. Ehrlich gesagt, mir fehlen die Worte, um das dort Geschriebene auch nur ansatzweise zusammenzufassen. McKay begleitet Zeitzeugen durch diese schrecklichen Tage, kommt immer wieder auf ihre Erlebnisse zurück – von bekannten Namen wie Victor Klemperer bis zu unbekannten Bürgern, die dem Bombardement als Kinder oder Jugendliche ausgesetzt waren. Diese Originalberichte machen das Buch so eindringlich und erschütternd, dass man nach dem Lesen in-nerlich nicht mehr zur Ruhe kommt. Bei mir kam noch dazu, dass ich das Buch rund um den 13.02.2020 las, als der 75. Jahrestag der Bombardierung an-stand. Die mediale Aufmerksamkeit war groß und in der Stadt waren aufwändige Gedenkfeiern geplant. Der Moment, als ich am Abend des 13. Februar um 21.45 Uhr am Küchenfenster saß, in den von Straßenlampen rötlich erhellten Nachthimmel über dem Stadtzentrum blickte und alle Kirchenglocken der Stadt läuten hörte, die an den Fliegeralarm vor genau 75 Jahren erinnerten – das war bewegend und dieses Bild werde ich wohl noch lange in mir tragen. Nach der Bombardierung lag Dresden in Schutt und Asche. Ich kann nicht sagen, wie stolz ich darauf bin, dass die Stadt mittlerweile – abgesehen von zu DDR-Zeiten gebauten Wohnblock-Siedlungen, wo ehemals Villen standen – wieder in ihrer alten Pracht erstrahlt. Und das ist auch eine Kernaussage des Buches: man hat Dresden alles genommen. Aber es ist wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden. Dieses Buch hilft, die Geschichte der Stadt und seiner Bewohner zu verstehen und verdeutlicht vielleicht auch, weshalb Dresden in Diskussionen um das politische Spektrum immer noch besonders reizbar und sensibel ist. Ein Muss für alle, die sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen möchten.