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Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung

Roman

Die 50er-Jahre-Reihe Band 3

Brigitte Riebe

(42)
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Beschreibung

Berlin 1958: Farben und Formen, Menschen und Augenblicke eingefangen in Bleistift und Papier. Seit sie denken kann, will Florentine Thalheim nur eines: sich ganz dem Zeichnen und der Malerei hingeben, erst recht, seit sie bei einem Aufenthalt in Paris die Werke der großen Künstler bestaunen konnte. Doch die jüngste von drei Töchtern hatte schon immer einen rebellischen Geist. Zwei Mal ist sie durch das Abitur gefallen, mehr als eine Ausbildung zur Dekorateurin hat sie nicht vorzuweisen. Während ihre Eltern und die älteren Schwestern Rike und Silvie hoffen, dass sie ihr Talent eines Tages für das Familienunternehmen, das Kaufhaus am Ku'damm, einsetzen wird, träumt Florentine weiterhin den wagemutigen Traum, an der Berliner Kunstakademie angenommen zu werden…

Brigitte Riebe schreibt gute klassische Unterhaltungsliteratur, es ist viel los in ihren Romanen, an jeder Ecke wartet eine schicksalhafte Wendung.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 21.04.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8052-0333-3
Verlag ROWOHLT Wunderlich
Maße (L/B/H) 21,1/13,2/4,5 cm
Gewicht 558 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 16799

Weitere Bände von Die 50er-Jahre-Reihe

Buchhändler-Empfehlungen

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Egal ob als Buch, e-book oder Hörbuch – die Reihe ist wirklich toll. Eine spannende Familiengeschichte und viel historisches Hintergrundwissen, was gut in die Handlung integriert wird. Dieses Mal geht es um die jüngste Tochter und die Kunst. Und um die Zeit von 1958 bis 1963.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Ein fesselnder und grandioser Abschluss der Kaufhaussaga. Hervorragend erzählt mit fesselnden Einblicken in das Zeitgeschehen und das neue Bewusstsein der Menschen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
42 Bewertungen
Übersicht
33
7
2
0
0

Die jüngste im Bunde wird flügge
von einer Kundin/einem Kunden aus Bargteheide am 23.02.2021
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Dies ist jetzt der Abschlussband der Trilogie um die Familie Thalheim und ihre drei sehr unterschiedlichen Schwestern. Da sich aber im Laufe der Geschichte herausgestellt hat, dass es ja auch noch eine vierte Schwester gibt, hoffe ich doch sehr, dass die Autorin und der Verlag uns noch einen weiteren Band schenken. Im dritte... Dies ist jetzt der Abschlussband der Trilogie um die Familie Thalheim und ihre drei sehr unterschiedlichen Schwestern. Da sich aber im Laufe der Geschichte herausgestellt hat, dass es ja auch noch eine vierte Schwester gibt, hoffe ich doch sehr, dass die Autorin und der Verlag uns noch einen weiteren Band schenken. Im dritten Band ist Florentine, genannt Flori, die Hauptperson. Sie ist ja die und rebellischste Schwester und hat eine andere Mutter als die beiden älteren Schwestern Rike und Silvie, da deren Mutter bereits früh ums Leben gekommen ist und Friedrich noch einmal geheiratet hat. Flori war immer schon anders als ihre beiden Halbschwestern. Schon von früh an hat sie gerne gezeichnet und gemalt. Das Kaufhaus der Familie interessiert sie nicht ein Stück. Doch nachdem bereits im 2. Band klar war, dass sie das Abitur nicht geschafft hat, ist für sie erstmal eine Welt zusammengebrochen. Adieu Kunsthochschule! Als einigermaßen künstlerischen Beruf lernt sie im KaDeWe Schaufensterdekorateurin. Aber diese Arbeit befriedigt sie gar nicht. Und so kommt es, dass sie irgendwann mit ihrem Freund abgehauen ist. Niemand in der Familie wusste, wo sie war. Doch der dritte Band beginnt damit, dass die verlorene Tochter 1958 nach Berlin zurüc Das Hörbuch wird von Anna Fischer gelesen. Ob das vom Verlag so eine gute Idee war, die drei einzelnen Hörbücher von unterschiedlichen Sprecherinnen lesen zu lassen, darüber kann man sich streiten. Ich habe zwar verstanden, warum sie es gemacht haben – 3 Schwestern = 3 Sprecherinnen. Aber da alle drei Sprecherinnen auch in unterschiedlichen Stimmen für die anderen Familienmitglieder sprechen, ist es schon sehr gewöhnungsbedürftig, wenn sie von Buch zu Buch untkkehrt. Sie zieht in die kleine Familienwohnung, wo ihr Cousin Gregor mit seinem Lebensgefährten Hotte wohnt. Ihr Plan ist, dass sie trotz fehlendem Abitur an der Kunsthochschule angenommen wird. Ihre Mappe mit ihren Arbeiten aus Paris soll für sich selbst sprechen. Durch ihren Mut und ihren Kampfesgeist gelingt dies, und sie kommt in die Meisterklasse von Rufus Lindberg. Doch das Leben an der Kunsthochschule gestaltet sich ganz anders, als Flori es sich erhofft hat. Die Hauptperson in diesem dritten Band ist zwar Flori, aber trotz alledem kommen natürlich auch die anderen Familienmitglieder nicht zu kurz. So gibt es zwei weitere Hochzeiten in der Familie, und es kommt zu einem großen Drama, was Onkel Carl, den Ostberliner Anwalt, betrifft. Auch beim Kaufhaus Thalheim läuft es nicht mehr so gut, wie in den Anfangszeiten nach dem Wiederaufbau. Wie wird die Familie diese Probleme bewältigen? Und wie wird sie mit der sich ändernden Situation in Berlin zurechtkommen? Der dritte Band umfasst die Zeit von 1958 bis zum Kennedy-Besuch am 26.Juni 1963. Damit hatte die Autorin wieder die Möglichkeit viele historische Hintergründe in ihre Geschichte mit einzubauen. Und das ist ja gerade eine Stärke der studierten Historikerin. Sie schafft es wieder einmal aufs Neue eine spannende Familiengeschichte in einen historischen Kontext zu stellen, so dass man gleichermaßen gut unterhalten und informiert wird. Ich liebe ja diese Art von Literatur, denn dadurch kann ich immer auch noch etwas lernen. Ich habe auch den dritten Band wieder als Hörbuch gehört. Wer sich wie ich die Hörbücher auf den PC lädt, der kann speziell in diesem Fall besonders vom Thalia Hörbuch-Abo profitieren. Egal ob als Buch, e-book oder Hörbuch – die Reihe ist wirklich toll. Eine spannende Familiengeschichte und viel historisches Hintergrundwissen, was gut in die Handlung integriert wird.

Die Schwestern vom Ku’damm. Tage der Hoffnung
von einer Kundin/einem Kunden am 16.11.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch (MP3-CD)

Direkt im Anschluss an Band 2 hörte ich nun auch "Die Schwestern vom Ku’damm 3. Tage der Hoffnung", gelesen von Anna Fischer. Der dritte Teil dreht sich vordergründig um das Nesthäkchen Florentine, die mir immer etwas sprunghaft, quengelig, überdreht vorkommt. Natürlich darf man den Altersunterschied zu Rike und Silvie nicht ver... Direkt im Anschluss an Band 2 hörte ich nun auch "Die Schwestern vom Ku’damm 3. Tage der Hoffnung", gelesen von Anna Fischer. Der dritte Teil dreht sich vordergründig um das Nesthäkchen Florentine, die mir immer etwas sprunghaft, quengelig, überdreht vorkommt. Natürlich darf man den Altersunterschied zu Rike und Silvie nicht vergessen, aber Flori machte auf mich immer den Eindruck eines aufmüpfigen Mädchens. Lange Zeit weiss Florentine nicht, was sie will, aber als sie es weiss, bleibt sie hartnäckig, bis sie sich durchgesetzt hat - sei es nun an der Kunstakademie oder bei Studienfreund Benka. Wunderbar fand ich weiterhin die "Stars" und Berühmtheiten, mit denen die Schwestern persönlichen Kontakt haben: Rut Brandt, Marlene Diedrich, ... "Tage der Hoffnung" spielt von Februar 1958 bis Juni 1963, der Hörer erlebt u.a. den Mauerbau mit und den Besuch Kennedys in Berlin, alles Ereignisse, die lange vor meiner Geburt stattfanden. In meiner Jugend ist die Mauer gefallen, die armen Leute damals wussten nicht, wie lange das dauern wird. Es ist also auch ein großer "Geschichts"-Anteil dabei, der in das Leben der Thalheims eingewebt ist. Die Familie hat wie immer Höhen und Tiefen zu meistern, Familien werden auseinandergerissen, andere bekommen Zuwachs und Nachwuchs, lang vermutete Geheimnisse werden gelüftet. Die Entwicklung geht weiter, man merkt es an Autos, Technik, Kleidung, wie eine Zeitreise, wenn man jetzt zuhört. Im Großen und Ganzen wieder eine umfangreiche und bewegende Geschichte, die Brigitte Riebe sich für die Thalheims ausgedacht hat. Diese hat mir allerdings nicht ganz so gut gefallen, wie die beiden Vorgängerbände. Für "Die Schwestern vom Ku’damm. Tage der Hoffnung", Teil 3 der Reihe, vergebe ich 4 gute Sterne.

Für die Hoffnung muss man oft alles wagen
von claudi-1963 aus Schwaben am 08.07.2020

„Wenn du einen Traum hast, dann greife danach und höre niemals auf, daran zu glauben.” (Carol Burnett) Berlin 1958: Florentine die jüngste der Thalheim Schwestern hat schon sehr jung mit zeichnen begonnen, ehe sie rebellisch wurde und mit ihrem Freund Patrick nach Paris verschwand. Reumütig kehrt sie nun zurück und ihre Schwest... „Wenn du einen Traum hast, dann greife danach und höre niemals auf, daran zu glauben.” (Carol Burnett) Berlin 1958: Florentine die jüngste der Thalheim Schwestern hat schon sehr jung mit zeichnen begonnen, ehe sie rebellisch wurde und mit ihrem Freund Patrick nach Paris verschwand. Reumütig kehrt sie nun zurück und ihre Schwestern hoffen nun das sie sich im Modekaufhaus mit einbringt. Jedoch Florentine möchte mit ihrer Begabung lieber an der Kunstakademie studieren. Doch leider hat Florentine ihr Abitur nicht zu enden gebracht und so wird die Aufnahme für sie schwierig werden. Mit viel Engagement darf sie schlussendlich dann doch dort studieren. Allerdings ist ihr Dozent Rufus Lindberg ein schwieriger, herrsüchtiger Mensch, der Florentine das Leben an der Akademie schwer macht. Zudem machen die Spannungen zwischen Ost und West in Berlin immer mehr Probleme, dass bekommt besonders das Mordkaufhaus Thalheim zu spüren. --- Meine Meinung: Das Cover spiegelt wieder ein wenig das Ende der 50 Jahre wieder ganz Deutschland ist weiter im Umbruch, was man vor allem in Berlin spürt. Der Schreibstil ist wieder recht informativ, bildhaft und unterhaltsam. Im letzten Band über die Thalheim Schwestern geht es diesmal in der Hauptsache um Florentine (Flori) die jüngste der drei Schwestern. Durch ihre rebellische Art hat sie sich selbst in Schwierigkeiten gebracht, die sie nun ausbaden muss. Ohne Ausbildung oder einem Abschluss wird es schwer für sie werden etwas in Berlin zu finden. Doch Flori wäre nicht sie wenn sie nicht längst wüsste was sie will. Sie setzt sich durch um ihre künstlerische Begabung für die Malerei zu studieren. Brigitte Riebe beschreibt hier weiter eine junge Frau die versucht weiter ihren Weg zu gehen auch wenn er steinig und schwer werden wird. Zudem nimmt sich mich als Leser mit in eine Zeit als Berlin die florierende Stadt für Künstler wird. Doch auch politisch kommen auf Berlin immer größere Probleme zu. Eingekesselt abgekoppelt vom Rest Deutschlands spüren sie sehr gut das sie eine Sonderstellung einnehmen. Jedoch die zunehmenden Auswanderer aus der DDR scheinen der kommunistischen Regierung immer stärkere Probleme zu bereiten. Kein Wunder also, das man im Jahr 1961 dann beginnt eine Mauer mitten duch Berlin zu errichten. Ich erlebe mit wie furchtbar dieser Mauerbau für die Berliner war, den es wurden Freunde von einander getrennt und sogar Familien auseinandergerissen. Selbst die Thalheims trifft dieser Mauerbau hart, nicht nur das Modekaufhaus ist betroffen, sondern selbst die Familie trifft es ganz hart. Wunderbar bindet die Autorin die damaligen Gegebenheiten Berlins mit in ihre Geschichte ein. Selbst der damalige Berliner Bürgermeister Willy Brandt und seine zweite, norwegische Frau Rut werden hier erwähnt. Das Highlight bildet dann der Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Ebenfalls erlebe ich wie schwierig sich das Liebesleben vom homosexuellen Paar Gregor und Hotte sich weiterentwickelt. Es ist eine undankbare Zeit für gleichgeschlechtliche Beziehungen, besonders wenn man sich wie Gregor als Architekt einen Namen machen möchte. Selbst in einer Großstadt wie Berlin scheinen sich solche Dinge zu schnell herumzusprechen. Natürlich wird auch wieder viel über das Thema Mode in dieser Zeit berichtet. Schön war es natürlich auch das ich weiter von den anderen Thalheims erfahren habe. Besonders das die Geheimnisse aus den beiden Bänden endlich aufgelöst und angesprochen wurden in der Familie war gut. Und natürlich kam auch der Bösewicht Brahm wieder mal der Familie viel zu nahe. Alles in allem wieder ein gelungenes Buch, bei dem ich erneut die Historikerin Brigitte Riebe zu spüren bekam und dem ich 5 von 5 Sterne gebe.


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