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Protokoll eines Fehlstarts

Michael Hertig

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Beschreibung

Michis unbekümmerte Westberliner Kindheit wird durch den plötzlichen Tod des Vaters schlagartig beendet. Da seine Mutter für mehrere Jahre in die Psychiatrie kommt, wächst er während der Pubertät bei Onkel und Tante auf, von denen er sich nicht verstanden fühlt. Mit sechzehn reist er mit seinem besten Freund Tommy per Interrail durch halb Europa und sammelt erste Erfahrungen mit weiblichen Geschöpfen. Seine große Liebe Claudi erhört ihn nur vorübergehend.

Statt wie seine Freunde nach dem Abi zu studieren, eröffnet er ein Fotolabor und ist damit der erste, der Urlaubsbilder an einem Tag entwickelt. Nach mehreren erfolgreichen Jahren geht er pleite, hat eine halbe Million Schulden, und gegen ihn liegen Titel vor, die 30 Jahre vollstreckt werden können. Er bekommt einen Herzinfarkt und erhält fortan staatliche Unterstützung, während seine Freunde Karriere machen.

Autofiktion eines schwer erziehbaren Unternehmers, der trotz Firmenpleite und Herzinfarkt hedonistisch Selbstboykott betreibt.

Michael Hertig ist Systemtechnologe und Gründer des Cala Sana Netzwerks für psychosoziale Gesundheit. Unter dem Motto "Anruf statt Couch" betreibt er das Coachingangebot 0900deincoach.de und tritt gelegentlich als Arztdarsteller in TV- Produktionen auf.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 332
Erscheinungsdatum 13.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7494-6676-4
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 22,4/14,2/3 cm
Gewicht 579 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Mehr Leben geht nicht
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 07.01.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eine Lebensgeschichte, die zu Herzen geht, den Leser manchmal auch verwundert, mindestens aber nachdenklich zurücklässt, jedoch niemals langweilt. Dabei muss der Leser gar nicht so genau wissen, was der Autor tatsächlich erlebt hat, was Fiktion ist, denn was Michael Hertig über seine Kindheit und sein weiteres Leben im West-Be... Eine Lebensgeschichte, die zu Herzen geht, den Leser manchmal auch verwundert, mindestens aber nachdenklich zurücklässt, jedoch niemals langweilt. Dabei muss der Leser gar nicht so genau wissen, was der Autor tatsächlich erlebt hat, was Fiktion ist, denn was Michael Hertig über seine Kindheit und sein weiteres Leben im West-Berlin der 60er und 70er Jahre berichtet, unterhält in jedem Falle. In der ersten Hälfte des Romans muss der kleine Michael nicht nur den frühen Tod seines Vaters verkraften, sondern findet auch seine Mutter nach einem Selbstmordversuch leblos zu Hause vor. Da sie danach für mehrere Jahre in der Psychiatrie bleibt, wächst er in der Familie seines Onkels auf, wo er zwar versorgt wird, aber nicht wirklich echte Verbundenheit und Liebe erfährt. Durch seine offene, und trotz dieser Schicksalsschläge positive und lebensbejahende Art gelingt es ihm, viele Freunde zu finden, und mit ihnen auch die schönen Seiten des Lebens im Berlin der Spät-Hippiezeit zu erleben. Auch bei den Frauen kommt Michael gut an und erlebt mehrere unterschiedlich intensive Liebesbeziehungen, die aber ebenso wie einige seiner langjährigen anderen Freundschaften auch wieder zerbrechen. Im weiteren Verlauf des Romans schafft es der Autor, der ohne echten familiären Rückhalt groß wird nicht, eine wirklich nachhaltige Lebens- und Berufsperspektive zu finden, und sein Leben selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen. Dennoch: Wie Michael sich durch sein Leben treiben lässt, dabei mit schweren Krankheiten fertig werden muss, mehrere gute, aber letztlich zum Scheitern verurteilte Geschäftsideen entwickelt, und später enorme Schulden anhäuft, beschreibt er auf eine lakonische, eher distanzierte Art und Weise, gleichzeitig aber durchaus humorvoll und lebendig, so dass der Leser immer ahnt, dass sich das Blatt auch wieder wenden könnte. Seine detaillierten Reisebeschreibungen, die auch Rückblicke in die politischen und kulturellen Ereignisse jener Zeit sind, die Ausflüge in Film, Musik und Lebensgefühl der 70er haben mich besonders gut unterhalten. Auch haben mir als in etwa gleichaltrige, in derselben West- Berliner Umgebung aufgewachsenen Leserin die Rückblicke auf das ziemlich wilde Schul- und Studentenleben der frühen 70er Jahre, sowie die Taxi- Episoden gut gefallen. Alles in allem wird man von diesem Roman gut unterhalten, gleichzeitig aber auch zum Nachdenken angeregt, vor allem über die Bedeutung von Glück, Schicksal und selbstbestimmten Handeln. Eine Lektüre, die ich nur weiterempfehlen kann!

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