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Nie wieder zurück

Maria Braig

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Beschreibung

Als Fadia, die Tochter marokkanischer Einwanderer, erfährt, dass ihr Vater sie zwangsverheiraten will, läuft sie von zu Hause weg. Wenige Kilometer weiter strandet Damaris aus Saudi-Arabien auf der Flucht in Deutschland. Als ihr Mann, von dem sie unterwegs getrennt wurde, sie ausfindig macht, möchte sie nicht zu ihm zurück, denn in den vielen Monaten nach der Trennung hat sie ihre Selbstständigkeit entdeckt und sich mit Jane aus Uganda angefreundet. Als Jane ihr dann gesteht, dass sie sich in sie verliebt hat, stellt das Damaris vor Entscheidungen, die ihr bisheriges Weltbild ins Wanken bringen.

Fadia und Damaris treffen in einem Frauenhaus zusammen. Als sie dort eines Tages von den Männern der Familien entdeckt und mit Gewalt weggeholt werden sollen, kommt Hilfe aus einer völlig unerwarteten Ecke.

nie wieder zurück ist ein bewegender Roman, der das Konstrukt fester Kulturen infrage stellt und zeigt, wie
Frauen sich ihr Recht auf Entfaltung und ein selbstständiges Leben nehmen.

Maria Braig wurde 1957 in Isny im Allgäu geboren und verbrachte dort die ersten neunzehn Lebensjahre. Anschließend studierte sie Germanistik, Geschichte und empirische Kulturwissenschaft in München und Tübingen. Sie lebt und arbeitet heute als Autorin und LKW-Fahrerin in Osnabrück.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Erscheinungsdatum 05.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783896566614
Verlag Querverlag
Dateigröße 620 KB

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Ein gefühlvoller Roman
von Helgas Bücherparadies am 09.03.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Fadia ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und soll jetzt mit ihren 16 Jahren zwangsverheiratet und nach Marokko geschickt werden. Sie bekommt rechtzeitig eine Warnung und findet Unterschlupf bei einer Bekannten ihrer Freundin.  Damaris wächst in Saudi-Arabien auf und wird sehr jung verheiratet. Sie muss mit ihrem Man... Fadia ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und soll jetzt mit ihren 16 Jahren zwangsverheiratet und nach Marokko geschickt werden. Sie bekommt rechtzeitig eine Warnung und findet Unterschlupf bei einer Bekannten ihrer Freundin.  Damaris wächst in Saudi-Arabien auf und wird sehr jung verheiratet. Sie muss mit ihrem Mann, ihren Kindern und Eltern flüchten. Unterwegs verlieren sie sich in Griechenland und sie kommt vorerst mit ihren Kinder allein in einem Lager in Hannover unter. Schnell lebt sie sich ein und wächst über sich hinaus. Als Damaris Mann wieder auftaucht, möchte sie keineswegs zu ihm zurück. Beide Frauen treffen aufeinander. Was aus ihnen und ihren Schicksalen wird, müsst ihr selbst lesen. Maria Braig hat sich hier den benachteiligten Frauen angenommen. Es ist ein berührender Roman, der die Unterdrückung der Frauen einfühlsam beschreibt. Fadia ist in Deutschland groß geworden, hat viele Freiheiten und als sie einen Freund hat, wird ihr das versagt. Sie versteht die Welt nicht mehr und ihr bleibt nur die Flucht. Damaris ist in Saudi-Arabien aufgewachsen und kannte es nicht anders, als dass ein Mann das Sagen hat und über die Frau bestimmt. In Deutschland wird sie mit dem Gegenteil konfrontiert. Auch ihre Gefühlswelt ist durcheinander geraten. Das hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Ich hatte es fast in einem Rutsch durch, so hat mich dieses Thema gepackt.  Die Flucht von Damaris hätte vielleicht noch ein wenig mehr ausgeführt werden können. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter

Es ist nicht wichtig, wen man liebt…
von gaby2707 aus München am 26.10.2019
Bewertet: Einband: Paperback

ob Mann oder Frau. Hauptsache man liebt und man wird geliebt.“ (S. 177) Das ist etwas, dass die junge Damaris, die mit ihren beiden Kindern nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien in Deutschland gestrandet ist und hier in Jane, die aus Uganda geflüchtet ist, eine neue gute eine Freundin gefunden hat, lernen muss. Freundin, bis zu... ob Mann oder Frau. Hauptsache man liebt und man wird geliebt.“ (S. 177) Das ist etwas, dass die junge Damaris, die mit ihren beiden Kindern nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien in Deutschland gestrandet ist und hier in Jane, die aus Uganda geflüchtet ist, eine neue gute eine Freundin gefunden hat, lernen muss. Freundin, bis zu dem Zeitpunkt, als ihr Jane eröffnet, dass sie sich in Damaris verliebt hat und sich als lesbisch outet. „Was bedeutet es, deutsch zu sein?“. Diese Frage soll Fadia, die mit ihren aus Marokko stammenden Eltern in Bremen lebt, in einem Schulaufsatz beantworten. Ihre Eltern sind sehr liberal, denkt sie bis zu dem Moment, wo ihr Onkel Azis ihren Vater dazu bringt, sie nach Marokko zu schicken um dort verheiratet zu werden. Sie, die Marokko nur aus ihren Ferien kennt, wagt die Flucht. Über ihre Freundin Alisa landet sie bei deren Tante in Hannover, die ihr einen Platz in einem Frauenhaus vermittelt. Rabia, die ehemals aus Afghanistan stammt, hat sich mit ihren 80 Jahren entschlossen ihren Lebensabend in einem Seniorenheim zu verbringen. Dort sitzt sie jeden Abend auf ihrem kleinen Balkon und kommt so mit Fadia und Damaris, die sich im gegenüber liegenden Frauenhaus kennengelernt haben, in Verbindung. Ich mag die Bücher der Lastwagen fahrenden Autorin Maria Braig sehr gerne. Sie nimmt sich Themen an, die man in Romanen eher selten oder nicht so offen angesprochen findet. Hier geht es um Unterdrückung, die gleichgeschlechtliche Liebe, Zwangsheirat, Diskriminierung und die Mitnahme fremder Kulturen in ein neues Leben. Aber auch die Freundschaft findet einen großen Anteil an der Geschichte. Maria Braig hält sich nicht lange an den Protagonisten auf, von denen ich schnell ein Bild vor Augen habe. Ihr geht es um die Schicksale der Menschen. Sie lässt mich einen Blick hinter die Fassaden dieser Menschen tun. Mit ihrem einfachen schnörkellosen Schreibstil, der schnell auf den Punkt kommt, war ich auch diesmal schnell in der Geschichte um diese drei so unterschiedlichen Frauen drin und gefesselt. Sie beleuchtet die Hintergründe, zeigt auf, wie schwer es als Immigrant ist, mit seiner für uns fremden Kultur in unserem Land zu leben. Und ich bin erschrocken, wenn ich mir vorstelle, wie vielen jungen Frauen das Schicksal mit Fadia und Damaris teilen. Das Lesen dieses Buches lohnt sich absolut. Wer sich für die Schicksale von jungen Frauen aus anderen Kulturen in unserem Land interessiert, sollte es unbedingt lesen. Mir hat es ohne den erhobenen Zeigefinger die Augen wieder ein klein wenig weiter für die aktuelle Situation in unserem Land geöffnet.

Vom lieben und geliebt werden
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 23.09.2019
Bewertet: Einband: Paperback

„Die Welt verändert sich. Auch hier, in diesem Land, in dem ich jetzt mit euch allen lebe, seid ihr nicht sicher vor Entwicklungen, die euer Leben völlig umkrempeln. Es liegt an euch, darauf zu achten, dass sich eure Welt nicht in die falsche Richtung verändert. […] Macht ihr es anders, haltet die Augen auf und wartet nicht, bis... „Die Welt verändert sich. Auch hier, in diesem Land, in dem ich jetzt mit euch allen lebe, seid ihr nicht sicher vor Entwicklungen, die euer Leben völlig umkrempeln. Es liegt an euch, darauf zu achten, dass sich eure Welt nicht in die falsche Richtung verändert. […] Macht ihr es anders, haltet die Augen auf und wartet nicht, bis es zu spät ist, ehe ihr handelt.“ (S. 123) Seit ein paar Jahren lese ich regelmäßig die neuesten Bücher der LKW-fahrenden Autorin Maria Braig, die sich in ihren Romanen immer Themen annimmt, die nicht die (breite) Masse der Leser*innen ansprechen, aber nicht minder wichtig sind. Es geht zumeist um Ausgrenzung bzw. die Diskriminierung von Minderheiten (Flüchtlinge, Lesben usw.) So auch in ihrem neuen Roman „Nie wieder zurück“ (erschienen im September 2019 im Quer-Verlag). Mein Dank geht an dieser Stelle an Maria Braig für ihr Vertrauen in mich als Testleser und das signierte Exemplar ihres neuen Romans. In „Nie wieder zurück“ lernen wir verschiedene Mädchen und Frauen kennen, die alle etwas gemeinsam haben: sie sind auf der Flucht – vor Verfolgung in ihren Heimatländern Saudi-Arabien und Uganda, vor veralteten Denkweisen von Verwandten (die Geld und Ansehen vor das Wohl der Familie stellen), vor der (unmöglichen?) Liebe…Sie alle lernen sich kennen und schätzen und auch die Liebe zwischen zwei der Frauen darf wachsen und dafür sorgen, dass sich Damaris zu ihrem Lesbisch sein bekennt, denn „[…] Es ist nicht wichtig, wen man liebt. Ob Mann oder Frau. Hauptsache man liebt und man wird geliebt.“ (S. 177) Die Romane von Maria Braig kommen immer schnell auf den Punkt, verzichten auf allzu viele Details und die Ereignisse werden in gestraffter Form erzählt, so dass die geneigte Leserschaft sich vielleicht an der ein oder anderen Stelle wundert, dass zwischen einzelnen Abschnitten bzw. Kapiteln Wochen bzw. Monate vergehen. Das tut der generellen Story aber keinen Abbruch. Wer gegenüber den genannten Themen offen und daran interessiert ist, sollte das Buch unbedingt lesen – für eine bunte und offene Gesellschaft gegenüber Schwulen und Lesben und gegen Unterdrückung von Frauen! „Ihr dürft das nie vergessen: Nicht eure Kultur bestimmt euer Verhalten, auch wenn man euch das einreden will, höchstens beeinflusst sie es. Ihr selbst habt es in der Hand, was aus eurem Leben wird. Ihr selbst bestimmt mit eurem Verhalten die Kultur. Seid wachsam, denn es liegt an euch, was nun geschieht.“ (S. 220)

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