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Geschichte der Wegwerfgesellschaft

Die Kehrseite des Konsums

Früher oder später wird alles weggeworfen. In der Konsumgesellschaft wandern aber auch gebrauchsfähige und neuwertige Produkte auf den Müll. Solche Verhaltensweisen sind das Ergebnis eines langfristigen Prozesses, entstanden über einen Zeitraum von anderthalb Jahrhunderten. Vorläufer waren die USA, die Bundesrepublik Deutschland zog nach. Angefangen hat es um die Jahrhundertwende mit Hygieneartikeln wie Toilettenpapier, Monatsbinden, Windeln und Papiertaschentüchern; nach dem Zweiten Weltkrieg kamen bald eine Vielzahl weiterer Wegwerfartikel hinzu: Pappbecher und Plastikgeschirr, Nylonstrümpfe und Kugelschreiber, Rasierklingen, Getränkedosen und vieles andere mehr. Wolfgang König zeigt, wie die Wirtschaft und die Konsumenten gemeinsam das Wegwerfen zur Routine gemacht haben - und diskutiert Möglichkeiten, die Wegwerfgesellschaft zu überwinden.

Portrait
Wolfgang König ist Professor für Technikgeschichte (a.D.) an der Technischen Universität Berlin und Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Für seine Arbeiten zur Technik- und Konsumgeschichte wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Im Franz Steiner Verlag erschien von ihm unter anderem die "Kleine Geschichte der Konsumgesellschaft".
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 168
Erscheinungsdatum 09.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-515-12500-0
Verlag Franz Steiner Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,4/2 cm
Gewicht 318 g
Auflage 1
Verkaufsrang 114075
Buch (gebundene Ausgabe)
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Die Kehrseite des Konsums
von Tina Bauer aus Essingen am 09.12.2019

Was verstehen wir eigentlich unter einer Wegwerfgesellschaft und was werfen wir eigentlich so alles weg? Bei Wolfgang König steht am Ende der Müll und wo befindet sich der Anfang? Wir lesen über Qualität und Quantität sowie über den Übeltäter Plastik wie auch über die diversen Formen des Recyclings. Es ist schon ein wenig be... Was verstehen wir eigentlich unter einer Wegwerfgesellschaft und was werfen wir eigentlich so alles weg? Bei Wolfgang König steht am Ende der Müll und wo befindet sich der Anfang? Wir lesen über Qualität und Quantität sowie über den Übeltäter Plastik wie auch über die diversen Formen des Recyclings. Es ist schon ein wenig befremdlich, was wir alles wegwerfen und wie viele Artikel als Wegwerfartikel überhaupt entwickelt und tagtäglich trotz des anhaltenden Müllproblems noch produziert werden. Fest steht für uns Leser, dass wir im heutigen Zeitalter an unseren Hygieneprodukten nichts mehr ändern möchten. Dennoch könnte man das auch oft etwas umweltschonender herstellen beziehungsweise mehr Recyclingmöglichkeiten ausloten. Von den von uns verschwendeten Lebensmitteln mal ganz abgesehen, sind wir in der Müllkrise steckengeblieben. Warum muss die Gurke eine gewisse Krümmung haben und die Möhre besondere Handelsklassen und ein bestimmtes Aussehen erfüllen? Beim Thema Kleidung und deren Verschleiß bin ich selbst schon ganz gut vorangekommen und finde mich dennoch selbst in diesem Kapitel. Während wir früher die Lumpen verbrannten, verschiffen wir sie heute großzügig nach Afrika und in weitere Dritte Welt-Länder, während wir genau dort unsere Luxusmarken-Artikel produzieren lassen. Wir freuen uns bei Ikea nicht nur über die leckeren Fleisch- bzw. Gemüsebällchen, sondern auch über billige und preisgünstige Möbel, die höchstwahrscheinlich nur einen Umzug überleben. Beeindruckend fand ich die Historie besonderer Produkte wie Rasierklingen, Tintenpatronen, Kugelschreibern und Feuerzeugen. Gezielt produziert und dem Konsumenten als besonders hilfreich verkauft, findet man im eigenen Haushalt jede Menge dieser Produkte. Wolfgang König wagt auch einen Blick in die Zukunft. Werden wir es schaffen, unseren Müll zu bewältigen? Bringen Carsharing- und Kleiderkreisel uns auf den richtigen Weg? Diese Frage muss sich jeder Leser selbst stellen und wird sich auch seiner Zukunft ein wenig gewisser. König macht uns klar, dass hier ein Jeder gefordert ist und regt zum Nachdenken über die eigenen „Hinterlassenschaften“ an. Muss es denn jetzt noch die neue Jeans sein oder können die Schuhe einfach mal zum Schuster?