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Radetzkymarsch

Joseph Roth

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Beschreibung

"Wir haben noch eine Armee (...). Aber sie zerfällt bei lebendigem Leibe. Sie zerfällt, sie ist schon verfallen! Ein Greis, dem Tode geweiht, von jedem Schnupfen gefährdet, hält den alten Thron, einfach durch das Wunder, dass er auf ihm noch sitzen kann. Wie lange noch, wie lange noch?"

Joseph Roth.
Radetzkymarsch.
Erstdruck: Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin 1932.

Vollständige Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2019.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 260
Erscheinungsdatum 22.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96542-175-2
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 22,1/16,9/2 cm
Gewicht 459 g
Verkaufsrang 151014

Kundenbewertungen

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Hineinträumen in die k.u.k. Monarchie
von einer Kundin/einem Kunden am 12.11.2020
Bewertet: Hörbuch-Download

Sich länger als 17 Stunden in die Atmosphäre der versunkene k.u.k. Monarchie entführen lassen, diesen Genuss ermöglicht uns das von Michael Heltau gelesene Hörbuch Radetzkymarsch. Das bedeutendste Werk von Joseph Roth erschien 1932 in Berlin. Drei Generationen der Familie von Trotta verkörpern in ihren Lebensgeschichten die let... Sich länger als 17 Stunden in die Atmosphäre der versunkene k.u.k. Monarchie entführen lassen, diesen Genuss ermöglicht uns das von Michael Heltau gelesene Hörbuch Radetzkymarsch. Das bedeutendste Werk von Joseph Roth erschien 1932 in Berlin. Drei Generationen der Familie von Trotta verkörpern in ihren Lebensgeschichten die letzten Jahrzehnte der k.u.k. Monarchie. Als Helden von Solferino, der dem Kaiser in der Schlacht 1859 selbstlos das Leben rettet und verwundet wird, wird dem einfachen Soldat Joseph Trotta der Militär-Maria-Theresien-Orden verliehen. Er wird in den Adelsstand erhoben und führt fortan den Namen Joseph Trotta von Sipolje, eines fiktiven slowenischen Dorfes. In der folgenden Generation verkörpert Franz Freiherr von Trotta als Bezirkshauptmann in der Provinzstadt W. das Musterbild eines höheren Beamten in der k.u.k. Monarchie: Kaisertreu, korrekt, gemächlich. Dessen Sohn Carl Joseph Trotta von Sipolje schlägt als Offizier wiederum eine Laufbahn beim Militär ein, wo er an der östlichen Peripherie des Habsburgerreiches Dienst tut. In seinem Alltag, weitgehend frei von Höhepunkten oder unerwarteten Ereignissen, spiegelt sich die Ermüdung und Kraftlosigkeit der Monarchie wider. Sein Alltag wird mehr und mehr begleitet von Alkohol, Spiel und daraus folgenden Schulden. Auch der alte Kaiser Franz Joseph, dessen Leben dereinst der Großvater des Carl Joseph gerettet hat verkörpert in seiner ermatteten Gutmütigkeit das zu Ende gehende erschöpfte Habsburgerreich. Am Horizont dämmert bereits der große Krieg, in dem der Enkel des Helden von Solferino den Tod findet. In der Stimme von Michael Heltau hört man den Klang der Sprache der k.u.k Beamtenschaft und taucht ein in die Welt der Trottas, die Joseph Roth nach dem Ende der Monarchie in seinem sentimentalen Werk erschaffen hat. Ein wahrer Ohrenschmaus.

Götterdämmerung
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 01.03.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Lesen wir zwischen den Zeilen, ahnen wir etwas von einem drohenden Untergang! Der Roman von Josef Roth (1894- 1939) erzählt die Geschichte der Familie Trotta, über gut ein halbes Jahrhundert lang - parallel laufend zur dramatischen Entwicklung der Donaumonarchie bis hin zu ihrer Auflösung. Jetzt könnte man glauben, das Thema Ö... Lesen wir zwischen den Zeilen, ahnen wir etwas von einem drohenden Untergang! Der Roman von Josef Roth (1894- 1939) erzählt die Geschichte der Familie Trotta, über gut ein halbes Jahrhundert lang - parallel laufend zur dramatischen Entwicklung der Donaumonarchie bis hin zu ihrer Auflösung. Jetzt könnte man glauben, das Thema Österreich- Ungarn sei sicher etwas angestaubt, schon hundertemal erörtert worden. Weit gefehlt! Der Autor schildert die Welt des alten Österreich, in der Kaiser Franz Josef allgegenwärtig zu sein scheint, mit bissiger Ironie, aber auch mit einem liebenswerten Humor. - Der Held, Josef Trotta, Infanterieleutnant, rettet seinem Kaiser in der Schlacht von Solferino 1859 das Leben, wird geadelt, lebt fortan wohlhabend, aber bescheiden, als Landedelmann. Sein Enkel, als Soldat nicht unbegabt, aber im Leben linkisch und ungeschickt, kann und muss sich immer wieder auf die Heldentat berufen, denn immerwährend ist er in Schwierigkeiten, sei es als Offizier der österreichischen Armee, oder bei irgendwelchen "Frauengeschichten". Er fällt im Ersten Weltkrieg, das Haus Trotta erlischt - wie die Donaumonarchie. Josef Roth befindet sich bei seinen Schilderungen häufig im Zwiespalt, einerseits kritisiert er harsch die Zustände in Gesellschaft und Armee, z.B. das Duellieren oder überhaupt den Ehrenkodex, dann bemerken wir wieder seine Zuneigung und Liebe zu einer Welt, die bald so nicht mehr existieren wird.

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