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Gesang der Fledermäuse

Roman

Olga Tokarczuk

(9)
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Beschreibung

Im Sommer tummeln sich wohlhabende Städter auf dem Hochplateau an der polnisch-tschechischen Grenze. Im Winter fliehen die allermeisten Einwohner den windumtosten Ort. An den langen dunklen Tagen widmet sich Janina Duszejko der Astrologie und der Lyrik des von ihr verehrten William Blake. Man hält die ältere Dame für verschroben, wenn nicht gar für verrückt, auch weil sie die Gesellschaft von Tieren der von Menschen vorzieht. Dann gibt es einen Toten. Janinas Nachbar Bigfoot ist grausam erstickt: In seiner Kehle steckt der Knochen eines Rehs. Und es bleibt nicht bei einer Leiche. Janina ermittelt auf eigene Faust. Kriminalfall, philosophischer Essay, Fabel, literarisches Spiel – auf ebenso komische wie ergreifende Weise zeigen Olga Tokarczuk und ihre hinreißende Heldin, wie sehr es unserer Gesellschaft an Respekt mangelt, ob der Natur und den Tieren oder jenen Menschen gegenüber, die am Rande stehen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 28.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-311-10022-5
Verlag Kampa Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,5/3 cm
Gewicht 444 g
Originaltitel Prowadz swoj plug przez kosci umarlych
Auflage 1
Übersetzer Doreen Daume
Verkaufsrang 98939

Buchhändler-Empfehlungen

Im Fokus steht die Macht der Astrologie, Gesellschaftskritik und die Beseeltheit der Tiere

Melanie Burgner, Thalia-Buchhandlung Hilden

Ein gelungener Mix aus Krimi, Gesellschaftskritik, Tierschutz und philosophischen Ansätzen. Mit gehobener Sprache, die nebenbei sehr schön übersetzt wurde, wird die Hauptperson Janina vorgestellt. Sie lebt allein, wirkt für andere verrückt und kann als Tierschützerin angesehen werden, denn sie versteht sich nicht sonderlich gut mit den Jägern in der Nachbarschaft . Zudem ist sie Esoterikerin und hat sich auch der Astrologie verschrieben. Bei jeden, den sie trifft versucht sie ein Horoskop zusammen zu stellen. Sie spricht mit Tieren, aber auch mit ihrer verstorbenen Mutter. Ihr Nachbar stirbt plötzlich. Ein Rehknochen steckt in seinem Hals. Für sie ganz klar, die Tiere wollten sich rächen...Doch die Polizei glaubt ihr einfach nicht und dann passiert ein weiterer Mord. Ein wenig langatmig kamen mir manche Passagen schon vor, aber die Handlung hat mich sehr fasziniert und hat mir zu Denken gegeben. Absolute Leseempfehlung!

War da nicht was mit Fledermäusen?

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Die Nobelpreisträgerin des letztes Jahres hat einen eindrücklichen, ungewöhnlichen und ganz und gar hellsichtigen Roman geschrieben, der in dieser Zeit der Corona-Pandemie das Thema Umwelt und unser Verhältnis zu Tieren thematisiert. Die schon in die Jahre gekommene Janina Duszejko gilt als verschroben und merkwürdig, denn sie mag eher die Tiere als ihre Mitmenschen. Als ihr Nachbar ermordet wird, deutet sie die Spuren im Schnee als Angriff der geschundenen Natur auf den Menschen...weitere Tote folgen und Janina ermittelt. Ein bisschen Fräulein Smilla in Polen, eine ungewöhnliche und eigensinnige Heldin, ein bisschen Alltagsphilosophie und astrologisches Rätselraten, ein bisschen Gesellschaftskritik und literarisches Spiel mit dem Möglichen, und die unumstößliche Überzeugung einer Vegetarierin, dass Tiere sich für all das rächen, was wir ihnen antun.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
4
3
1
0
1

Der erste Roman der polnischen Nobelpreisträgerin im Taschenbuch
von Ursula Z. aus Zürich am 25.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieser Roman (Krimi? Gesellschaftsroman? Literarische Fabel?) der Nobelpreisträgerin von 2018 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Eingebettet in Zitate und Gedichte des von der Protagonistin (und mir selber) verehrten Dichters William Blake erzählt Tokarczuk eine Geschichte von Freundschaft, von Einsamkeit,... Dieser Roman (Krimi? Gesellschaftsroman? Literarische Fabel?) der Nobelpreisträgerin von 2018 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Eingebettet in Zitate und Gedichte des von der Protagonistin (und mir selber) verehrten Dichters William Blake erzählt Tokarczuk eine Geschichte von Freundschaft, von Einsamkeit, von seltsamen Begebenheiten und von mehreren Toten. Mord? Im fast unbevölkerten Grenzland Polens zu Tschechien spielt sich eine perfekt inszenierte Geschichte ab. Nicht einfach so zu verschlingen, die Figuren wie auch die Geschichte haben Ecken und Kanten – aber die Autorin schenkt uns ein unvergessliches Leseerlebnis.

No Go's in der Übersetzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Gütersloh am 05.02.2020

Das Buch hätte sicherlich 4 Sterne verdient, da es eindeutig gut geschrieben ist. Aber absolute No Go's in der Übersetzung führen zur Abwertung. Die Handlung führt uns ins Riesengebirge in die Gegend um die Stadt Glatz, die auch so bezeichnet wird, der polnische Name ist in einem Abschnitt erklärend hinzugefügt, ansonsten wird... Das Buch hätte sicherlich 4 Sterne verdient, da es eindeutig gut geschrieben ist. Aber absolute No Go's in der Übersetzung führen zur Abwertung. Die Handlung führt uns ins Riesengebirge in die Gegend um die Stadt Glatz, die auch so bezeichnet wird, der polnische Name ist in einem Abschnitt erklärend hinzugefügt, ansonsten wird korrekterweise immer der offizielle deutsche Name angegeben. Wie schön, dachte ich. Nach wenigen Seiten prasselten aber rein polnische Namen, ohne Angabe der deutschen Namen auf den Leser ein: Wroclaw, Szczecin, Opole, Elblag - das geht überhaupt nicht!! Es gelten bei uns natürlich nach wie vor die offiziellen deutschen Namen Breslau, Stettin, Oppeln und Elbing. Aber es kommt noch schlimmer, Warschau, Krakau und Auschwitz werden nur mit ihren deutschen Namen aufgeführt, ein Schelm, wer Böses dabei denkt..... Welche Leser würde schon bei dem polnischen Städtenamen Oświęcim ein schlechtes Gewissen bekommen..... Ich werde von der Autorin und dem Verlag auf jeden Fall nichts mehr lesen!

Spannend. Klug. Irrwitzig. Gesellschaftskritisch.
von einer Kundin/einem Kunden am 23.01.2020

Protagonistin ist die eigensinnige Janina Duszejke, die auf einem Hochplateau an der polnisch-tschechischen Grenze lebt. Die ältere Frau lebt allein, hat nur wenige Nachbarn, und kümmert sich im Winter um die leerstehenden Ferienhäuser. Den Alltag versüßt sie sich mit der Berechnung der Horoskope aller Menschen denen sie begegn... Protagonistin ist die eigensinnige Janina Duszejke, die auf einem Hochplateau an der polnisch-tschechischen Grenze lebt. Die ältere Frau lebt allein, hat nur wenige Nachbarn, und kümmert sich im Winter um die leerstehenden Ferienhäuser. Den Alltag versüßt sie sich mit der Berechnung der Horoskope aller Menschen denen sie begegnet. Die Geschichte beginnt mit dem Tod ihres Nachbarn Bigfoot, ein Jäger der an einem Rehknochen erstickt ist. Janina dagegen respektiert die Tiere, isst kein Fleisch und verachtet die Ignoranz und Brutalität ihrer Mitmenschen gegenüber der Natur. Als ein zweiter Jäger auf mysteriöse Weise stirbt ist Janina klar: die Tiere rächen sich. Ein sprachgewaltiger Roman welcher Elemente eines Kriminalromans mit philosophischen Passagen und dem faszinierendem Psychogramm einer Frau, welche nicht versteht warum sich der Mensch über die Natur stellt


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