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Balzac

Eine Biographie

Johannes Willms

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Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

Ein Leben wie ein Roman, voller Hoffnungen und Träume. Ruhm, Geld und Liebe, all das schien für Balzac immer in Reichweite zu sein, blieb ihm aber doch zeitlebens verwehrt. Der ausgewiesene Biograph Johannes Willms schildert mit Verve, was Balzac umtrieb, im Leben wie in der Kunst.

Johannes Willms, Jahrgang 1948, ist Historiker und Journalist. Er leitete die Redaktion ›aspekte‹ beim ZDF und war Feuilletonchef der ›Süddeutschen Zeitung‹, für die er heute als Kulturkorrespondent aus Paris berichtet. Er hat zahlreiche Werke zur deutschen und französischen Geschichte vorgelegt, zuletzt ›Napoleon. Eine Biographie‹. Johannes Willms gilt als »fraglos einer der anregendsten historischen Publizisten dieser Republik« (Volker Ullrich/Die Zeit, Hamburg).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 366
Erscheinungsdatum 23.10.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06624-1
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 19,1/12,4/2,4 cm
Gewicht 352 g
Auflage 2

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Le roi
von Polar aus Aachen am 02.05.2008

Nach seiner Napoleon-Biographie widmet sich Johannes Willms zum zweiten Mal einem Franzosen. Auch diesmal gelingt es ihm, die Zeit und ihre Umstände treffend einzufangen. Wir lernen Balzac vor allem in seinen Nöten kennen, die ihn in einer schweren Kindheit, wie als armen Poeten in einer kalten Dachgeschosswohnung zeigt. Sein ma... Nach seiner Napoleon-Biographie widmet sich Johannes Willms zum zweiten Mal einem Franzosen. Auch diesmal gelingt es ihm, die Zeit und ihre Umstände treffend einzufangen. Wir lernen Balzac vor allem in seinen Nöten kennen, die ihn in einer schweren Kindheit, wie als armen Poeten in einer kalten Dachgeschosswohnung zeigt. Sein manischer Arbeitseifer ist seinem Überlebens-, wie Geltungswillen zuzuschreiben. Akribisch weist Willms die einzelnen Schritt aus, begründet die Verschwendungssucht des Erfolgreichen, reiht seinen Schulden auf, seine Phantasien, die ihn stets aller Sorgen entledigen sollten, nennt Affären wie Niederlagen und zeigt ihn im Kampf um eine späte Ehe mit einer ukrainischen Adligen. Was fehlt, ist das literarische Werk, der Zyklus La Comédie humaine. Er taucht eher am Rand auf, findet Beleg als biographischen Spiegel. Willms lenkt sein Augenmerk vor allem auf den Privatmenschen Balzac. Natürlich ist ein so vielbändiges Werk wie Die menschliche Komödie nicht in seiner Gänze vertretbar, aber den Menschen Balzac machte vor allem sein schriftstellerisches Leben aus. Willms widmet sich lieber den Goldverzierungen, den überbordenden Ausstattungen der Häuser als Balzacs schrifstellerischen Kunst, seiner Zeit ein Denkmal zu setzen. Die Verschwendung, die Schulden wiederholen sich mit der Zeit, ohne einen weiteren Aufschluss über Balzac zu bieten. Schillernder wäre es gewesen, Balzac auf beiden Seiten seines Lebens zu zeigen: in der Realität und der Phantasie.


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