Die unglaubliche Reise der Pflanzen

Stefano Mancuso

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Beschreibung

Sie machen den Blauen Planeten zur grünen Insel im Weltall. Die faszinierende, verblüffende Geschichte der größten Gruppe von »Lebewesen«, die wir als solche gar nicht wahrnehmen und (noch) nicht hinreichend wertschätzen. Am weitesten verbreitet auf unserem Planeten sind nicht Menschen, sondern Pflanzen, deren Intelligenz uns das Leben und Überleben überhaupt ermöglicht.

Sie verwandeln Wüsten in blühende Kontinente, sie breiten sich auch in den entlegensten Gegenden der Welt aus, ihr Lebenswille ist unbezwinglich. Sie sind der Inbegriff natürlicher Schönheit und empfindungsfähiger als Tiere. Pflanzen tauschen sich untereinander aus, sie kommunizieren und sind soziale Wesen. Die eigentlichen Pioniere der Erde sind die Pflanzen. Sie sind Flüchtlinge, Heimkehrer, Kämpfer, Einsiedler und Zeitreisende, und das ohne sich erkennbar zu bewegen. Mühelos verbreiten sich Pflanzen über alle Kontinente hinweg und machen seit fast 500 Millionen Jahren unseren Planeten zu einer fruchtbaren Erde.

Zahlreiche Aquarelle veranschaulichen die Schilderungen von Stefano Mancuso. Welche unglaublichen Leistungen Pflanzen, ohne die wir nicht überleben könnten, täglich vollbringen, führt der italienische Bestsellerautor eindringlich vor Augen. Denn wir wissen kaum etwas über die Pflanzen, und was wir wissen, ist falsch. Ein wunderbar gestaltetes Buch, das uns inmitten des Klimawandels auf die unerreichte Schönheit der Natur wieder und wieder achten lässt und mit ihr – und ihren Pflanzen – versöhnt.

»Dem italienischen Professor für Pflanzenkunde gelingt es nämlich, die Verbreitung von Fichte, Kokosnuss und Co. auf der Welt als Drama oder Liebesgeschichte, als Krimi oder historische Anekdote zu erzählen.«
Katharina Stegelmann, Der Spiegel, 16. Dezember 2020

»Schmerzen, Empfindungen, Sinneswahrnehmungen – wenn man darüber bei Pflanzen spricht, ist das vor allem ein Verdienst des italienischen Botanikers Stefano Mancuso. […] In diesem schmalen Bändchen ist jede Seite eine Fundgrube für Fragen-Finder von Quizzsendungen. Und die eleganten Aquarelle von Grisha Fisher machen auch den Augen Freude.«
Jürgen Nakott, Bild der Wissenschaft, Oktober 2020

»Eine Entdeckungsreise der besonderen Art und ein wunderbarer Augenöffner.«
Hans Durrer, Bücher und Bilder, 11. August 2020

»Lehrreich und unterhaltsam, dazu wunderschön illustriert mit Aquarellen von Grisha Fisher – ein Buch, das auch von Nichtbotanikern beachtet werden sollte.«
Der Spiegel, 25. Juli 2020

»Ein Sachbuch, das Spaß macht!«
Sabine Ibing, Literaturblog Sabine Ibing, 28. Juli 2020

»Das Buch ist spannend, kurzweilig und lehrsam zugleich. Zumal Mancuso seine Pflanzengeschichten mit denen von Menschen oder Orten und seinen eigenen Erlebnissen verwebt. Beispielsweise wenn er berichtet, wie er in Japan in einem Cafe unerwartet von einem Einheimischen angesprochen wurde, der ihn später zu den Hibaku führte und ihm zeigte, wie die Japaner diese Pflanzen ehren. Davon abgesehen handelt es sich um ein rundum schön gestaltetes Werk mit attraktivem Cover und zahlreichen Aquarellen im Innenteil, das man gern in die Hand nimmt. Mancuso ist ein guter Erzähler und schreibt sehr spannend und schön. Selbst beim zweiten Lesen ist die Lektüre immer noch ein Genuss.«
Katja Maria Engel, Spektrum, 28.03.2020
»Im Grunde hat man Lust, jede einzelne von Mancusos Pflanzengeschichten gleich weiterzuerzählen […]. Schön, klug und eloquent – für diese Eigenschaften würde mancher sein letztes Hemd geben.«
Jürgen Reuß, Badische Zeitung, 18.03.2020

»Das Buch ist ein Loblied auf das grüne Leben, das nicht nur weit mehr wahrnehmen und kommunizieren kann, als ihm bislang zugetraut wurde, sondern es trotz seiner sesshaften Lebensweise auch geschafft hat, noch bis in den entferntesten Winkel der Erde vozudringen.«Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur, 03.03.2020
»Stefano Mancuso, Professor für Pflanzenkunde und international anerkannter Pflanzenforscher, führt in diesem wunderbar gestalteten Buch eindringlich vor Augen, welche unglaublichen Leistungen Pflanzen, ohne die wir nicht überlegen könnten, täglich vollbringen.«
natur & heilen, 05/2020

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 154
Erscheinungsdatum 22.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-98192-6
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 23,1/15,6/2 cm
Gewicht 386 g
Originaltitel L‘incredibile viaggio delle piante
Auflage 3. Druckaufl. 2020, Nachdruck
Illustrator Grisha Fisher
Übersetzer Andreas Thomsen
Verkaufsrang 31517

Buchhändler-Empfehlungen

Mancuso, der Pflanzenplauderer

Gerd Gewinner, Thalia-Buchhandlung Hof

Anhand einiger sehr anschaulicher Beispiele bringt uns Stefano Mancuso die Flora unseres Planeten näher. Ein toller Geschenkband mit schönen Aquarellen.

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Ein Buch, das der Bedeutung der Pflanzen für unsere Umwelt gerecht wird. Wunderbar aufgemacht mit zahlreichen Aquarellen, erfährt man viel über die verschiedensten Pflanzenarten. Der Mensch sieht Pflanzen als viel zu selbstverständlich an.

Kundenbewertungen

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Wundervoll poetisch und anschaulich. Die Pflanzen bekommen ein Gesicht und eine Geschichte.
von SternchenBlau am 29.08.2020

Pflanzen sind zwar verwurzelt, aber nicht unbeweglich, sondern sie reisen durch Raum und Zeit. Und diesen Gedanken schreibt Stefano Mancuso so wundervoll und poetisch in diesem Buch, dass mir das Herz aufgegangen ist. Mancuso zeigt Pflanzen als Pioniere, Kämpfer und Heimkehrer, Flüchtlinge und Eroberer, Mutige Kapitäne, Zeitreis... Pflanzen sind zwar verwurzelt, aber nicht unbeweglich, sondern sie reisen durch Raum und Zeit. Und diesen Gedanken schreibt Stefano Mancuso so wundervoll und poetisch in diesem Buch, dass mir das Herz aufgegangen ist. Mancuso zeigt Pflanzen als Pioniere, Kämpfer und Heimkehrer, Flüchtlinge und Eroberer, Mutige Kapitäne, Zeitreisende, Einsiedler und Anachronisten. Wenn es um Biodiversität geht, sind uns Säugetiere wohl immer am nächsten, langsam folgen auch die Insekten, dass wir uns um sie Gedanken machen. Hier bei Mancuso bekommen sie ein Gesicht und Geschichten, die uns nur staunen lassen können. Und auch Menschen und Forschende bekommen voller Respekt ihren Platz in diesem wundervollen Buch. Richtig ergriffen war ich, wie der Autor von der Begegnung mit den „Hibaku jomoku“, den Heimkehrern von Hiroshima erzählt, was in etwas bedeutet „der Bombe ausgesetzte“. Samen verlieren auch nach über 2.000 Jahren ihre Keimfähigkeit nicht und die White Mountains gibt es eine Kiefer, die über 5.000 Jahre alt ist. Noch nicht alt genug? „Hinzu kommen große zusammenhängende Organismen wie Pando, eine 43 Hektar umfassende Klonkolonie der Amerikanischen Zitterpappel (Populus tremuloides) in Utah, die aus einem einzigen, seit über 80 000 Jahren existierenden genetischen Individuum besteht.“ Während Mancuso von der enormen Lebenskraft von Pflanzen erzählt, wird auch quasi nebenbei deutlich, wie sehr der Mensch schon seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden in deren Leben eingreift. Viele Pflanzen konnten sich erst durch die Reisetätigkeiten der Menschen verbreiten, viele Pflanzen starben durch den Menschen aus. „In der Natur ist alles miteinander verbunden. Dessen ungeachtet, scheint der Mensch diesen simplen Grundsatz nicht zu verstehen, und das tiefgreifende Konsequenzen.“ Die Akazie von Ténéré war über drei Jahrhunderte lang war sie ein wichtiger Orientierungspunkt für die Salzkarawanen in der Sandwüste im Norden des Niger. Obwohl sie vollende isoliert steht, wurde sie gleich zwei Mal von Lastwägen angefahren. Der zweite Unfall kostete ihr das Leben. Die Aquarelle von Grisha Fischer ergänzen dieses Kleinod kogenial. Ich muss gestehen, dass ich die stilisierten Landkarten, die zum Teil Blätter als Landmassen zeigen, kann ich zwar nicht komplett dechiffrieren, dafür laden sie mich umso mehr zum Träumen ein. Der einzige Wehrmutstropfen bei diesem Buch ist für mich, dass ich den Umgang mit den Kolonialgeschichte. Das Brennglas auf diese Thema setzt der Autor selbst, wenn er in der Einleitung zum ersten Kapitel über Pioniere in einer fast kindliche Begeisterung über den wilden Westen schwelgt. Auch, wenn er später explizit dann darauf eingeht, wie schlimm die Kolonialisierung war, aber die Schilderung der Forschenden für die East Indian Company und andere ist halt auch immer mit einem schwelgendem Blick. Viele der vorgestellten Forschenden sind außerdem Männer. Fazit Ein wundervolles Buch über Pflanzen und ihre Reisen durch Raum und Zeit. 4 Sterne.

Die Vielfalt der Pflanzenwelt
von einer Kundin/einem Kunden aus Ottnang am Hausruck am 10.04.2020

Inhalt Der Autor Stefano Mancuso gilt als einer der führenden Pflanzenforscher. In seinem Buch schreibt er über Eigenschaften der Pflanzenwelt, die man selten wahrnimmt. Denn Pflanzen sind allgegenwärtig und sehr vielfältig. Manche von ihnen überleben selbst Atomunfälle, sie finden sich in den unwirtlichsten Gegenden, überleben... Inhalt Der Autor Stefano Mancuso gilt als einer der führenden Pflanzenforscher. In seinem Buch schreibt er über Eigenschaften der Pflanzenwelt, die man selten wahrnimmt. Denn Pflanzen sind allgegenwärtig und sehr vielfältig. Manche von ihnen überleben selbst Atomunfälle, sie finden sich in den unwirtlichsten Gegenden, überleben mit ihren Samen Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende, unternehmen weite Reisen um neue Lebensräume zu erkunden, sorgen für ihre Nachkommen und passen sich sogar meisterhaft an evolutionäre Veränderungen an - um nur einige Fakten zu nennen. Mit viel Begeisterung und geschichtlich gut recherchiert erzählt er ihre Geschichten. Meine Meinung Bereits beim ersten Aufschlagen habe ich mich in die Aufmachung des Buches verliebt. Der Text ist mit wunderschönen und fantasievollen Aquarellbildern untermalt. Ein spontanes Beispiel hierfür ist der Globus mit Kontinenten aus Blättern. Der Einstieg fiel mir aufgrund der interessanten Thematik leicht. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und informativ und wird einem Sachbuch gerecht, ohne langweilig oder anstrengend zu werden. Der Text scheint gut recherchiert und ist mit Literaturverweisen oder kurzen weiterführenden Erklärungen am Buchende hinterlegt. Man kann die Begeisterung für die Thematik und das enorme Wissen des Autors mit jedem Satz wahrnehmen. Der Inhalt ist auch für Laien verständlich und absolut faszinierend. Ich konnte viel neues lernen und mitnehmen. Das Buch wird mir sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich staune noch immer über die wissenschaftlichen Erkenntnisse und wie unterschätzt Pflanzen nach wie vor sind. Jede Geschichte beginnt mit einer Kurzbeschreibung und Klassifizierung der behandelten Pflanzenart. Anschließend erzählt der Autor an Beispielen ihre Geschichte. Dabei schweift er immer wieder ab und spannt gekonnt den Bogen zu geschichtlichen sowie aktuellen Ereignissen und bringt somit die Thematik in größeren Zusammenhang. Besonders im Gedächtnis bleiben mir nicht nur einzelne Geschichten, sondern auch der aufgezeigte Zusammenhang, dass das gesamte globale Ökosystem eine Einheit bildet. Mensch - Tier - Pflanzen bilden eine Koexistenz, ein großes Ganzes. Stirbt beispielsweise eine Tierart aus, hat das auch unvorhergesehene Auswirkungen auf die Pflanzenwelt. Das sollte zum Nachdenken anregen.. Fazit Ein unglaublich faszinierendes und informatives Buch, das ich nicht nur für Pflanzenexperten weiterempfehlen kann. Ein absolutes Highlight und definitiv eines meiner Lieblingsbücher im Sachbuch-Genre.

Eine Reise durch Raum und Zeit auf den Spuren der Pflanzen
von einer Kundin/einem Kunden aus Wuppertal am 01.04.2020

In dieses Buch habe ich mich aufgrund seiner liebevollen und hochwertigen Gestaltung sogar schon vor dem Lesen verliebt. So ist es mit einem grünen Lesebändchen und traumhaft schönen Aquarellbildern von Grisha Fisher ausgestattet, die Landkarten ähneln, nur dass auf ihnen Blätter als Kontinente fungieren … Manchmal hätte ich mir... In dieses Buch habe ich mich aufgrund seiner liebevollen und hochwertigen Gestaltung sogar schon vor dem Lesen verliebt. So ist es mit einem grünen Lesebändchen und traumhaft schönen Aquarellbildern von Grisha Fisher ausgestattet, die Landkarten ähneln, nur dass auf ihnen Blätter als Kontinente fungieren … Manchmal hätte ich mir, wenn im Text von fernen Ländern, ausgefallenen Pflanzen und ausgestorbenen Tierarten die Rede war, auch hierzu Bilder zur Veranschaulichung gewünscht, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Die Illustrationen dieses Buches sind etwas ganz Besonderes, sehr künstlerisch und doch zugänglich, farbenfroh und dabei sehr zart und zum Träumen einladend, einfach zauberhaft. Aber auch der Inhalt begeisterte mich: Was für unterschätzte Wesen Pflanzen doch sind! Ich staunte immer wieder über die wissenschaftlichen Erkenntnisse über sie – elterliche Fürsorge, jahrtausendealte Samen, die noch keimen können ... Dieses Buch ist eine wahre Schatztruhe für solche Wissensperlen, nie langweilig oder zu akademisch, immer allgemein verständlich und ganz offensichtlich mit einer leidenschaftlichen Liebe für die Pflanzen verfasst. Und wie bei allen richtig guten Sachbuchautoren hatte ich auch hier das Gefühl, einem Universalgelehrten zu lauschen, der auf unterhaltsame Art einen großen Bogen schlägt, sowohl auf die neuere als auch auf die weit zurückliegende Geschichte unseres Planeten eingeht und größere Zusammenhänge aufzeigt. So erfährt man nebenbei Wissenswertes aus aller Welt und verschiedenen Zeiten – beispielsweise über die ausgestorbene Megafauna Amerikas oder die grausige Geschichte der Festung Masada ... Der Autor räumt mit etablierten Vorstellungen von invasiven Pflanzen auf und zeigt, dass beispielsweise typische Pflanzen der italienischen Küche genau auf diese Weise in Italien eingewandert sind (die Tomate aus Mittelamerika, Basilikum aus Indien), erst invasiv, dann heiß geliebt ... Es handelt sich also eine Entwicklung, die nicht per se schlecht ist und in die der Mensch sich auch nicht unbedingt einmischen muss ... Besonders berührt aber haben mich die Geschichten der einsamen und unglaublichen alten Bäume und der respektvolle Umgang der Japaner mit jenen Bäumen, die den Atombombenangriff auf Hiroshima überlebt haben ("Hibaku jumoku" genannt). Zum Schluss möchte ich auch den Übersetzer Andreas Thomsen lobend erwähnen, denn auch sprachlich ist dieses Buch ein Genuss! Für mich ein Lieblingsbuch!


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