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Bis die Zeit verschwimmt

Svenja K. Buchner

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Beschreibung

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: hochkarätiger Coming-of-Age-Roman für Mädchen ab 13.Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten ...

Svenja K. Buchner wurde 1995 in Franken geboren. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie gern Geschichten, und auch während des Psychologiestudiums ließ das Schreiben sie nicht los. Inzwischen hat sie ihr Studium abgeschlossen und arbeitet mit Krebspatienten und deren Angehörigen in einer Akutklinik. "Bis die Zeit verschwimmt" ist ihr erster Jugendroman.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Altersempfehlung 13 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 18.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-522-20269-5
Verlag Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/3,2 cm
Gewicht 501 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 116489

Buchhändler-Empfehlungen

Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Mich hat dieses Buch sehr berührt. Helene verliert ihre Seelenverwandte, den Menschen, der immer da war. Und weil sie die Schuld verspürt, weggelaufen zu sein, statt zu ihrer angeschossenen Freundin, um sie zu retten, verzweifelt sie fast. Ein wunderbarer Roman, zart, tief, gut.

Kundenbewertungen

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Ohne Cassie
von Buecherseele79 am 04.08.2020

Helene ist alleine. Ohne ihre beste Freundin Cassie. Das Leben von Cassie wurde durch einen Amoklauf an der Schule beendet. Während Helene älter wird, wird Cassie immer 15 bleiben. Ist das fair? Helene hat ihre ganz eigene Art zu trauern und kann ihre Freundin nicht ziehen lassen, sie muss wissen, warum Cassie. Und sie muss lern... Helene ist alleine. Ohne ihre beste Freundin Cassie. Das Leben von Cassie wurde durch einen Amoklauf an der Schule beendet. Während Helene älter wird, wird Cassie immer 15 bleiben. Ist das fair? Helene hat ihre ganz eigene Art zu trauern und kann ihre Freundin nicht ziehen lassen, sie muss wissen, warum Cassie. Und sie muss lernen, mit ihrer Trauer, der Wut und der Rache umgehen zu können. „Aber das macht mir nichts aus, da ich der Überzeugung bin, dass die meisten Menschen nach meiner Definition überhaupt keine Freunde haben, sondern nur flüchtige Begegnungen für bestimme Lebensabschnitte, die ihnen dabei helfen, eine Zeit lang das Bild des eigenen Lebens weiterzuzeichnen, um dann zu verschwinden, ohne auch nur den Ansatz einer Signatur zu hinterlassen. Sie kommen und gehen, und was bleibt, sind mehr oder minder liebevoll gemalte Striche auf dem Gemälde eines anderen, doch diese gehen unter mit den Jahren, und ihre Urheber werden alle gleichermaßen vergessen, was auf der einen Seite traurig ist, auf der anderen Seite aber zu selbstverständlich, als das sie die Traurigkeit dieses Aspekts je bemerken würden.“ (Seite 11) Bei diesem Buch sollte man die Taschentücher immer in Reichweite haben, ich war das ein oder andere Mal schwer am schniefen und hatte Tränen in den Augen. Helene und Cassie könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Cassie eher strenger erzogen aufwächst ist bei Helene alles etwas lockerer. Auch ist Cassie in dieser Freundschaft mehr das Mädchen mit schönen Kleiden, dem Wunsch nach dem ersten Kuss und Freund, Interesse an Kosmetik und schönen Dingen. Helene ist wohl eher die Feministin, sie kann mit Jungs, schönen Kleidern, Kosmetik und dergleichen gar nichts anfangen. Sie ist ehrlich, sehr direkt, manchmal laut, aber doch sind Cassie und sie unzertrennlich. Indem dem die Autorin diese unterschiedlichen Mädchen beschreibt, die gemeinsam mit ihrem Freund Erik eine Clique sind, passiert das Unfassbare. Es gibt einen Amoklauf an der Schule und Cassie gehört zu den Opfern. Ich kann der Autorin nur meine Begeisterung zu ihrem Schreibstil aussprechen denn sie trifft den Ton dieser Geschichte optimal. Sie zieht einen mit in diese Geschichte, in diese schöne Freundschaft, die man in seiner Jugendzeit wohl auch hatte und wirft einen doch so durcheinander mit den ganzen Ereignissen. Und ja, es schmerzt, denn die Beschreibungen von Cassie und Helene sind herrlich, ehrlich, authentisch und mit den Höhen und Tiefen einer Freundschaft, mit den Hoffnungen und Ängsten. Wie geht man nach so einem Amoklauf mit sich um, mit dem Verlust, mit der Suche nach dem „Warum“? Die Autorin gibt immer wieder Rückblicke in die Freundschaft von Cassie und Helene, beschreibt ihr Band und ihre Zeit, dann switcht man wieder in die Gegenwart und bekommt mit wie Helene mit diesem „Warum“ so stark zu kämpfen hat. Hier wird nicht der erhobene Zeigefinger gehalten oder auf dem Opfer „herumgehackt“, sondern das Augenmerk liegt alleine auf Helene und auf einer beliebigen Person die durch diesen Amoklauf so viel verloren hat. Mit welchen Gefühlen haben Überlebende zu kämpfen, wie können sie an ein „altes“ Leben anknüpfen, geht das überhaupt? Und darf Helene weiterleben, sich neue Freunde suchen, einen Freund haben den auch Cassie toll fand? Wird die Wut, die Trauer, die Gewissensbisse irgendwann weniger? Ich persönlich bin von diesem Buch unheimlich stark angetan denn die Autorin verbindet eine so schwer Thematik so gekonnt mit einer Freudschaft die für immer ausgelegt war. Und was junge Menschen, die gerade auf dem Weg zum Erwachsensein sind, nochmals für Gefühlsfacetten erleben müssen nach so einer Tat. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen.

Bis die Zeit verschwimmt
von leseratte1310 am 31.05.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

An Helenes Schule findet ein Amoklauf statt und Schüler und Lehrer sterben. Die fünfzehnjährige Helene verliert dabei ihre beste Freundin Cassie. Die Zeit bleibt für Helene stehen und alles gerät aus den Fugen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Helene erzählt, so dass wir ihr ganzes Gefühlschaos hautnah miterleben können. ... An Helenes Schule findet ein Amoklauf statt und Schüler und Lehrer sterben. Die fünfzehnjährige Helene verliert dabei ihre beste Freundin Cassie. Die Zeit bleibt für Helene stehen und alles gerät aus den Fugen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Helene erzählt, so dass wir ihr ganzes Gefühlschaos hautnah miterleben können. Es gibt viele Gefühle in ihr: Wut, und Trauer, aber auch Schuldgefühle. Wieso konnte sie Cassie nicht beschützen? Helene geht ihren eigenen Weg, um zu verarbeiten, was geschehen ist. Mal ist sie furchtbar deprimiert, dann wieder versucht sie alle zu befragen, die irgendwie mit Cassie zu tun hatten. Doch wird sie jemals begreifen können, wie so etwas geschehen konnte? Ich konnte Helene verstehen, aber sie erschien mir auch als ein schwieriges Mädchen. Es gibt durchaus Menschen, die Helene helfen wollen, auch wenn sie manchmal nicht so recht wissen wie. Vor allem Erik hat mir gut gefallen, der reifer ist als Helene und der sie sehr mag. Aber auch Cassie ist ungeheuer präsent in dieser Geschichte. Wie geht man mit Trauer um? Auf diese Frage gibt es wohl keine eindeutige Antwort, weil es sehr schwer ist und jeder seinen eigenen Weg finden muss. Ich habe mit Helene gefühlt, auch wenn sie oft etwas sperrig herüberkam. Es ist eine sehr emotionale Geschichte, die berührt und nachdenklich macht. Lesenswert!

Einfühlsame Beschreibung einer Verlusterfahrung
von einer Kundin/einem Kunden aus Wathlingen am 03.04.2020

Bei einem Amoklauf in ihrer Schule muss die fünfzehnjährige Helene mit ansehen, wie ihre beste Freundin Cassie erschossen wird. Von jetzt auf gleich gerät ihre Welt aus den Fugen. Svenja K. Buchner ist offenbar dicht dran an Menschen mit Trauererfahrung. In ihrem ersten Jugendroman lässt sie mit Helene eine starke, trotzige Hel... Bei einem Amoklauf in ihrer Schule muss die fünfzehnjährige Helene mit ansehen, wie ihre beste Freundin Cassie erschossen wird. Von jetzt auf gleich gerät ihre Welt aus den Fugen. Svenja K. Buchner ist offenbar dicht dran an Menschen mit Trauererfahrung. In ihrem ersten Jugendroman lässt sie mit Helene eine starke, trotzige Heldin zu Wort kommen, die mit dem brutalen Ende einer innigen und liebevollen Freundschaft konfrontiert ist. Wie die damit umgeht, ist deutlich jenseits des Klischees. Maßlose Wut auf andere, Schuldgefühle, Aktionismus und Depression - viele Facetten der Trauer lebt sie, allerdings auf eine ureigene, individuelle Art. Nicht immer kann man einverstanden sein mit ihr, manchmal verstört ihr Verhalten. Doch genau das macht sie glaubhaft und bringt sie sehr nah. Auch die anderen Personen, Cassie, der gemeinsame Freund Erik, ihr Bruder Jens, etliche Erwachsene, sind präzise skizziert, folgerichtig laufen Interaktionen und Dialoge lebendig und spannend ab. In die aktuelle Handlung sind immer wieder Rückblenden eingebaut, in denen es um die Freundschaft der beiden Mädchen geht. Obgleich zur besseren Orientierung mit zwei Zeiten gearbeitet wird, verwischen sich die Ebenen manchmal und schaffen somit stilistisch eine Entsprechung zur inneren Befindlichkeit Helenes. Denn gerade durch den Tod erhält Cassie eine intensive Präsenz. Lange hat nichts anderes Platz in ihrem Leben. Auf der verzweifelten Suche nach einem Grund für das Geschehen sucht sie die Begegnung mit anderen Betroffenen. Nach und nach findet Helene zurück, lässt wieder Alltag zu. Sogar romantische Gefühle gegenüber Erik, der ihr mit Geduld und Verständnis auf ihrem schweren Weg zur Seite steht. So ist sogar ein Ende möglich, das die Leser im Guten entlässt. Das geht nicht ohne Tribut: Das Seichte, Erwartete übernimmt die Regie. Doch in Anbetracht eines Zielleserschaft ab dreizehn Jahre mag das angebracht sein.

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