Der Horror der frühen Medizin

Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 4886

Lindsey Fitzharris

(102)
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Beschreibung


Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Kokain als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren, ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert … Lindsey Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete – schaurig, unterhaltsam, erhellend.

Als Joseph Lister 1844 sein Studium in London beginnt, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs: Die Krankenhäuser sind überfüllt und verseucht. Um aufgenommen zu werden, müssen Patienten genug Geld für die eigene Beerdigung mitbringen. In den Operationssälen arbeiten Chirurgen in Straßenklamotten vor schaulustigem Publikum. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht im Geringsten Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Joseph Lister wird Chirurg, er will ganz praktisch helfen. Und von Neugier und hellem Verstand geleitet, entwickelt er eine Methode, die das Sterben vielleicht beenden kann …

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 276
Erscheinungsdatum 21.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-47058-9
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 19/12,2/2,5 cm
Gewicht 264 g
Originaltitel The Butchering Art. Jospeh Lister's Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Volker Oldenburg
Verkaufsrang 6692

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Buchhändler-Empfehlungen

Tomke Hollander, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Ein treffender Titel für die alptraumhaften Methoden, die im 19. Jahrhundert noch vorherrschen & deren Überholung sich Lister in seinem Lebenswerk annimmt. Ich wünsche gute Unterhaltung bei dieser fesselnden & faszinierenden Reise durch die Medizingeschichte. Auch für Krimileser!

Julia Mareth, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Faszinierend, informativ und ein bisschen ekelerregend. Tolle Mischung aus Biographie und Roman zum Thema "Medizingeschichte" - auch für Nichtmediziner.

Kundenbewertungen

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Das Hörbuch hat mir nicht gefallen
von Daniela Heinen aus Sankt Augustin am 01.08.2021
Bewertet: Hörbuch-Download

Dieses Hörbuch hat mir leider nicht gefallen. Grundsätzlich finde ich das Thema frühe Medizin sehr interessant und mir hat die Story im Großen und ganzen auch sehr gut gefallen, aber als Hörbuch fand ich sehr anstrengend. Der Sprecher hat mir nicht gefallen, weil er das Buch für mich zu emotionslos gelesen hat. So hatte ich i... Dieses Hörbuch hat mir leider nicht gefallen. Grundsätzlich finde ich das Thema frühe Medizin sehr interessant und mir hat die Story im Großen und ganzen auch sehr gut gefallen, aber als Hörbuch fand ich sehr anstrengend. Der Sprecher hat mir nicht gefallen, weil er das Buch für mich zu emotionslos gelesen hat. So hatte ich immer wieder Probleme, dem Inhalt zu folgen und vor allem, die einzelnen Personen, um die es ging, auseinander zu halten. Ich denke, ich werde das Buch später mal wirklich lesen, um mir ein noch besseres Urteil bilden zu können.

Es lebe der Fortschritt
von einer Kundin/einem Kunden am 29.07.2021
Bewertet: Hörbuch-Download

Das Hörbuch, fesselnd vorgelesen von Friedhelm Ptok, hat mich von Anfang an, trotz schauriger Ausführungen, eingenommen und ich habe es nur mit notwendigen Pausen inerhalb von zwei Tagen durchgehört. Lindsay Fitzharris, Autorin, Medizinhistorikerin und Fernsehmoderatorin, schreibt so, dass auch Laien verständlich gemacht wird, w... Das Hörbuch, fesselnd vorgelesen von Friedhelm Ptok, hat mich von Anfang an, trotz schauriger Ausführungen, eingenommen und ich habe es nur mit notwendigen Pausen inerhalb von zwei Tagen durchgehört. Lindsay Fitzharris, Autorin, Medizinhistorikerin und Fernsehmoderatorin, schreibt so, dass auch Laien verständlich gemacht wird, wie sich die Chirurgie entwickelte und welche Anstrengungen notwendig waren um das heutige Verständnis von antiseptischen Behandlungen entwickeln zu können. Dabei ist eine Hommage an Joseph Lister, 1. Baron Lister entstanden. Bisher hatte ich seinen Namen noch nicht gehört und habe seine Entdeckung und die damit nicht unkomplizierte Einführung in die Chirurgie, in diesem Hörbuch wie einen Krimi vefolgt. Lister war ein englischer Chirurg. Er wurde weltberühmt als „Vater der antiseptischen Chirurgie“. Man vergegenwärtigt sich nach dieser Lektüre, wie dankbar der in der Moderne lebende Mensch sein kann, dass wir medizinisch gesehen nicht zwischen dem Mittelalter und vor dem Viktorianischen Zeitalter stehen geblieben sind. Die ersten Kapitel waren für mich etwas hart und trotzdem interessant. Wo früher viel "gemetzgert" wurde, haben sich nach und nach Größen der Medizin mit neuen Methoden durchgesetzt. Oft brauchte es Durchhaltevermögen und den festen Willen, die hochmütigen und verbissenen Kollegen zu überzeugen oder sich nicht beirren zu lassen. Semmelweis ist ein trauriges, hier aufgeführtes Beispiel, dass dies nicht immer gelang. Ein hochinteressantes Werk, verständlich geschrieben und für mich ein Must-have für das heimische Buchregal/die Praxis.

Authentisch, morbide und atmosphärisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Brandis am 27.07.2021
Bewertet: Hörbuch-Download

Das Handwerk des Chirurgen war vor der Entdeckung von Betäubungsmitteln vor allem eins - blutig, brutal und oft mit tödlichem Ausgang. Aufgrund der unglaublichen Schmerzen des Patienten musste die Operation innerhalb kürzester Zeit ausgeführt werden - was oft zu schlimmen Fehlern führte. Und auch die Gefahr anschließender Infekt... Das Handwerk des Chirurgen war vor der Entdeckung von Betäubungsmitteln vor allem eins - blutig, brutal und oft mit tödlichem Ausgang. Aufgrund der unglaublichen Schmerzen des Patienten musste die Operation innerhalb kürzester Zeit ausgeführt werden - was oft zu schlimmen Fehlern führte. Und auch die Gefahr anschließender Infektionen war nicht zu unterschätzen. Seiner neuen Ideen oft angefeindet setzt sich der Chirurg Joseph Lister das Ziel die Todesrate bei den Eingriffen zu senken. Mit (spätem) Erfolg - der Entdeckung des antiseptischen Systems. Nüchtern und erschreckend detailgetreu, mit stimmiger historische Atmosphäre gelesen von Friedhelm Ptok, wird der Leser in die Anfänge der Medizin entführt. Dabei ist die Geschichte gespickt mit zum Teil heut fast amüsant anmutenden Aspekten - überwiegend jedoch mit äußerst brutalen und ekelerregenden Schilderungen. Eigentlich bin ich ziemlich hart im Nehmen, aber hier schauderte es mir mehr als einmal. Aber genau diese Elemente machen das Buch so authentisch und unterstreichen die dringend notwendigen Änderungen in der Chirurgie - Maßnahmen die heut selbstverständlich sind und die wir dem unbeirrtem Forschen Joseph Listers zu verdanken haben. Ein sehr interessantes Sachbuch über die schwierigen Anfänge der modernen Medizin, welches ich sehr gern weiterempfehle!


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