Die Frau, die im Mondlicht aß

Ess-Störungen überwinden durch die Weisheit uralter Märchen und Mythen

Anita Johnston

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Beschreibung

Anita Johnston zeigt, wie von Magersucht, Bulimie und anderen Ess-Störungen Betroffene durch das Eintauchen in die Welt der Märchen und Mythen ihren eigenen Körper, ihre Lebensgeschichte und ihre Gefühle neu wahrnehmen können. Sie entdecken dabei die Wurzel ihrer Krankheit und finden einen Weg, sie dauerhaft zu überwinden. Für alle Frauen, die nach der richtigen Nahrung für Körper, Geist und Seele suchen – die Neuausgabe des stark nachgefragten Erfolgsbuchs.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 235
Erscheinungsdatum 01.07.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-87376-2
Verlag Knaur MensSana Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,5/12,7/1,8 cm
Gewicht 186 g
Originaltitel Eating in the Light of the Moon
Auflage 13. Auflage
Übersetzer Annette Charpentier
Verkaufsrang 9128

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Sehr lehrreich, super Erklärungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Senden am 08.08.2019

Das Buch zeigt auf sehr verständliche Weise mit viel Tiefgang die tief in der Seele liegenden Ursachen, die Probleme und den möglichen Weg zur Heilung von Esstörungen auf. Die jeweils eingefügten Erzählungen sind ergänzende Illustrationen, die lesenswert sind. Wem solche Erzählungen zu weitschweifend sind, der kann das Lesen der... Das Buch zeigt auf sehr verständliche Weise mit viel Tiefgang die tief in der Seele liegenden Ursachen, die Probleme und den möglichen Weg zur Heilung von Esstörungen auf. Die jeweils eingefügten Erzählungen sind ergänzende Illustrationen, die lesenswert sind. Wem solche Erzählungen zu weitschweifend sind, der kann das Lesen der Erzählungen auch einfach auslassen und sich auf den von der Autorin geschriebenen Text konzentrieren. Das Lesen des Buchs ist allerdings nichts für Menschen, die das Phänomen Essstörungen nur an der Oberfläche nachvollziehen wollen und schnelle Patentrezepte suchen. Diese gibt es nämlich nicht, das zeigt die Autorin sehr deutlich auf.

Anita Johnston - Die Frau, die im Mondlicht aß
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 28.04.2016

Eine frühere Bekannte hatte mir das Buch vor vielen Jahren empfohlen. Ich habe lange mit mir gerungen, da mir die Herangehensweise mit Märcheninterpretationen nicht wirklich behagte. Es mutete recht esoterisch an, doch in dieser Hinsicht möchte ich was Lebensnahes und Bodenständiges lesen. Nun ja, man muss ja sagen, dass das Gu... Eine frühere Bekannte hatte mir das Buch vor vielen Jahren empfohlen. Ich habe lange mit mir gerungen, da mir die Herangehensweise mit Märcheninterpretationen nicht wirklich behagte. Es mutete recht esoterisch an, doch in dieser Hinsicht möchte ich was Lebensnahes und Bodenständiges lesen. Nun ja, man muss ja sagen, dass das Gute (und gleichzeitig das Schlechte) an Interpretationen ist, dass man unwahrscheinlich viel Spielraum hat und jeder in alle möglichen Dinge hinein lesen kann, die er dort sehen möchte. So empfand ich es ehrlich gesagt bei diesem Buch auch und daher sind die Deutungen für mich der absolute Schwachpunkt des Buches, obwohl die daran anschließenden Erklärungen zum Thema doch sehr fundiert und ansprechend sind. Mir erschließt sich jedenfalls sehr oft nicht, worauf die Interpretationen der Autorin fußen, weil die wirkliche Moral der Geschichten viel offensichtlicher (und vor allem anders) ist, z. B. bei der Geschichte mit den Träumen von den Goldsäcken. Der Mann sucht das Glück in der Ferne, um dann zu erkennen, dass es zuhause ist. So simpel ist das. Stattdessen faselt die Autorin hier etwas von der Unterdrückung der Intuition und der Weisheit, die sich in Träumen widerspiegelt. Auch die altbacken-feministische Schiene von der vom Patriarchat ach so unterjochten Frau, die in Wahrheit ein gottgleiches Wesen ist, stößt bei mir eher auf Ablehnung. Ich fühle mich davon nicht angesprochen oder betroffen. Es mag einige Frauen geben – vielleicht früher noch mehr als heute – bei denen das wirklich die Ursache für die Essstörung ist, aber insgesamt mutet diese Erklärung für mich eher seltsam an. Die Originalausgabe des Buches stammt aus dem Jahr 1996. Vielleicht ist das der Grund, warum es nicht mehr zeitgemäß scheint. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, die Autorin sieht die Ursache für Essstörungen in der Unterdrückung der eigenen Persönlichkeit und in der übermäßigen Anpassung an das, was andere wollen. Man selbst steht immer hinten dran. Daraus folgend erleidet man bei jeder Art von Widerstand Hass und Ablehnung, denn natürlich ist es für andere angenehmer, Rücksicht zu erfahren statt Rücksicht zu nehmen. Das führt laut der Autorin soweit, dass man Angst vor seiner eigenen Stärke bekommt (da Stärke zeigen mit negativer Rückmeldung assoziiert wird) und man sich später selbst manipuliert, sogar dann, wenn man keine Befürchtungen mehr haben müsste. Daher wirken viele Essgestörte, als wollten sie lieber weiter leiden statt gesund zu werden. Um irgendwie mit dieser Art von Leben klarzukommen, unterdrückt man seine Gefühle, seine Meinung, seine Wahrnehmung. Doch der innere Druck wird immer größer und sucht sich ein Ventil: Das Essen. Das Essverhalten ist also nicht das Problem, sondern es ist ein überdeutliches Warnsignal: Hier läuft was ganz verkehrt. Es ist also auch kein Wunder, dass keine Diät oder Ernährungsumstellung der Welt hier hilft und Ratschläge wie „Es muss klick machen“ einfach nur lachhaft wären, wenn der Zusammenhang nicht so traurig wäre. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben. Beim Lesen fühlte ich mich, als würde eine erfahrene Freundin mich an die Hand nehmen und mir endlich klarmachen, dass das Problem nicht bei mir liegt. Ihre ausführlichen Erläuterungen und Herleitungen sind leicht verständlich und trotzdem eingänglich, so dass man von einem Aha-Erlebnis zum nächsten kommt mit jedem weiteren Absatz. Selbst, wenn man sich schon viel mit der Materie beschäftigt hat, bringt es einem ein gutes Gefühl, die daraus gewonnenen Erkenntnisse hier auch noch einmal in ähnlicher Form wieder zu finden. Doch trotz allen Verständnisses fragt man sich hinterher: Und nun? Erkenntnis allein funktioniert nicht. Und das Buch dürfte für viele zu wenig Konkretes beinhalten, das einem den Start hin zu einem veränderten (Ess)verhalten erleichtert. Man kann die Geschichten getrost ignorieren – was dazwischen gesagt wird, ist das Essentielle des Buches und allein deshalb (mehrfach) lesenswert. Daher gute vier Sterne.

großartig!
von Rumpelstilzchen aus Berlin am 22.04.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein großartiges Buch, das den geistigen Notstand einer Gesellschaft und insbesondere deren ›Elite‹ den Spiegel vorhält, einer Gesellschaft, die in Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur von Dilettanten beherrscht wird, denen es überhaupt nicht darauf ankommt, Probleme zu lösen, wofür sie eigentlich von uns allen viel zu hoch be... Ein großartiges Buch, das den geistigen Notstand einer Gesellschaft und insbesondere deren ›Elite‹ den Spiegel vorhält, einer Gesellschaft, die in Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur von Dilettanten beherrscht wird, denen es überhaupt nicht darauf ankommt, Probleme zu lösen, wofür sie eigentlich von uns allen viel zu hoch bezahlt werden, sondern die getrieben werden von Eitelkeit, Macht- und Habgier. Zu aktuellen Figuren wie Guttenberg und Wulff spannt Thomas Rietzschel einen kenntnisreichen Bogen von der Geschichte des Dilettantismus. Daß es dabei keineswegs um harmlose ›menschliche Schwächen‹ geht, sondern um Existenzfragen, zeigen uns Deutschen exemplarische Figuren des Dilettantismus wie Wilhelm II. und Hitler, die Europa in die größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts geführt haben. Brillant geschrieben, bildet das Buch eine sinnvolle Ergänzung zu Michael Schmidt-Salomons »Keine Macht den Doofen!« Empfehlenswert dazu auch die Diskussion im »Nachtstudio« des ZDF vom 19.2.2012 und die Besprechung im Büchermarkt des Deutschlandfunks.


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