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Die Geschichte eines Lügners

Roman

John Boyne

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Beschreibung



»Ein brillant geschriebener Roman, der einem in seiner Gnadenlosigkeit den Atem stocken lässt.« WDR2


Maurice Swift ist Schriftsteller. Er hat Stil, kann brillant erzählen, doch ihm fehlen die Geschichten. In Westberlin trifft er auf sein Idol, Erich Ackermann, der gerade mit einem großen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Ackermann verfällt dem charmanten jungen Mann, der sich für alles, was er sagt, interessiert. Er nimmt ihn mit auf Lesereise durch Europa und erzählt ihm sein Geheimnis. Es ist diese Geschichte, für die Maurice endlich als Autor gefeiert wird. Und die Ackermanns Karriere beendet. Maurice dagegen ist schon auf der Suche nach dem nächsten Stoff…

Psychologisch raffiniert, hochspannend und mit funkelndem Humor erzählt John Boyne von der verführerischen Macht des Vertrauens und von einem, der für Ruhm alles tut.

»Ein Roman wie Der talentierte Mr. Ripley, voll von gieriger Täuschungslust« – New York Post

»›Die Geschichte eines Lügners‹ ist ein brillant geschriebener Roman, der einem in seiner Gnadenlosigkeit den Atem stocken lässt.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 11.01.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05963-3
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 22,1/14,6/4,2 cm
Gewicht 611 g
Originaltitel A ladder to the sky
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Maria Hummitzsch, Michael Schickenberg
Verkaufsrang 5262

Buchhändler-Empfehlungen

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

John Boyne schafft es meisterhaft, den Leser vom Anfang bis zum Ende zu packen! Ein sensationeller Roman in einer tollen Sprache. Selten habe ich mich so aufgeregt, wie über Maurice Swift!

Dorothea Bereswill, Thalia-Buchhandlung Sindelfingen

Patricia Highsmith wäre begeistert. Maurice Swift ist ein kalt berechnender "Mr. Ripley", der die Menschen auf seinem Lebensweg gnadenlos zu seinem eigenen Vorteil ausbeutet und dabei bis zum Äussersten geht. John Boyne überrascht wieder mit einem völlig neuen Sujet. Ein Könner!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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John Boyne, Maurice Swift die Geschichte eines Lügners
von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 22.02.2021

Das Buch schenkte mir meine Frau zum Geburtstag, da es in der "Donna" empfholen wurde. Sie hatte vorher auch viele Bewertungen gelesen, aber keine sprach davon, dass es sich um den in Ich-Form geschriebenen Roman eines schwulen Schriftstellers handelt. Nicht nur der Autor, sondern auch sein Protagonist haben diese persönliche... Das Buch schenkte mir meine Frau zum Geburtstag, da es in der "Donna" empfholen wurde. Sie hatte vorher auch viele Bewertungen gelesen, aber keine sprach davon, dass es sich um den in Ich-Form geschriebenen Roman eines schwulen Schriftstellers handelt. Nicht nur der Autor, sondern auch sein Protagonist haben diese persönliche Preferenz. Ich habe nichts dagegen und gönne jedem das Seine. Aber nach 60 Seiten wurde mir dieses Getue einfach zuviel und ich habe das Buch zugeklappt. Ich finde, so etwas gehört in eine Besprechung hinein, damit sich jeder danach richten kann.

Wenn einer lügt wie gedruckt
von einer Kundin/einem Kunden am 15.02.2021

Literatur und Lüge sind zwei Konzepte, die sich durchaus ähnlich sind: In beiden geht es darum, etwas zu erschaffen, dass nur in der Vorstellung existiert und es so zu vermitteln, dass es die Anderen als wahr erachten. Aber was, wenn Karriere und Leben eines Schriftstellers ausschließlich auf Lügen basiert? Maurice Swift hat ei... Literatur und Lüge sind zwei Konzepte, die sich durchaus ähnlich sind: In beiden geht es darum, etwas zu erschaffen, dass nur in der Vorstellung existiert und es so zu vermitteln, dass es die Anderen als wahr erachten. Aber was, wenn Karriere und Leben eines Schriftstellers ausschließlich auf Lügen basiert? Maurice Swift hat ein Ziel, erfolgreicher Schriftsteller zu werden. Dabei geht es ihm weniger darum, Kunst zu erschaffen, sondern für sein Schreiben ausgezeichnet und berühmt zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, bricht er bereits früh in seinem Leben mit etwaigen moralischen Bedenken und spielt seine starke körperliche Anziehungskraft auf Frauen wie auch Männer als auch psychologische Manipulation und Fadenspinnerei aus. Für die Leser*innen entsteht dadurch eine herrlich verachtenswerte Hauptfigur, die jedoch über Jahrzehnte hinweg mit ihren Lügen davon zu kommen scheint und man es kaum erwarten kann, bis ihn – doch hoffentlich – eines Tages Gerechtigkeit ereilen wird. In einer an John Irving erinnernden Erzählform schildert Boyne die Biografie seines Protagonisten aus den wechselnden Perspektiven verschiedener Menschen, die für Swift in den unterschiedlichen Jahrzehnten seines Lebens bestimmend waren: Als junger Mann trifft er auf den gealterten und jüngst mit einem hochrangigen Preis ausgezeichneten Autor Erich Ackermann, der sich sogleich zu dem attraktiven Swift hingezogen fühlt und ihn für ein halbes Jahr als seinen Assistenten anstellt. Auf den verschiedenen Reisen erzählt er ihm Stück für Stück eine prägende und dabei wenig ehrenvolle Episode seiner Jugend, worin Swift den Stoff für sein erstes Buch findet. Was sich von da an entwickelt, ist eine immer mehr an Tempo und Dramatik annehmende Spirale aus Lügen, Betrug und den nachhaltigen Bemühungen, diese unter allen Umständen und ungeachtet jeglicher moralischen Bedenken zu beschützen. Und wo es zu Beginn der Ereignisse vielleicht noch eher als moralischer Graubereich erscheint, entwickeln sich die Taten des aufstrebenden Literaten mit deutlicher Konsequenz zu unargumentierbaren (Gewalt-) Verbrachen. Faszinierend liest sich dabei, wie die Hauptfigur ihre Handlungen vor den Mitmenschen wie sich selbst begründet und ein moralisches Weltbild aufbaut, in dem es eine Rechtfertigung für die Art gibt, wie er denkt und agiert. Eine weitere Stärke des Buchs sind die verschiedenen Zweierkonstellationen bestehend aus Swift und dem jeweils für ihn bestimmenden „Lebensmenschen“ oder Mentor: John Boyne baut dabei vielschichtige Netze aus emotionalen oder wirtschaftlichem Abhängigkeiten, spielt Liebe, Ehrgeiz, Neid und persönliche Traumata gegeneinander aus. Auch wenn in manchen Teilen einzelne Figuren überzeichnet wirken (wie die Schwester seiner Frau) und gegen Ende des Romans die Ereignisse wenig subtil mit dem großen Vorschlaghammer daherkommen, bleibt „Die Geschichte einer Lügners“ ist ein kurzweilig und spannungsreich geschriebener Roman über Lug und Trug und irgendwo dazwischen Literatur.

Drama in drei Akten
von Lilli33 am 16.02.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Drama in drei Akten Inhalt: Maurice Swift, Anfang zwanzig, möchte nichts mehr als einen Roman schreiben. Doch er besitzt keine Fantasie, hat keine Ideen. In Westberlin begegnet er dem preisgekrönten alternden Schriftsteller Erich Ackermann, der Maurice mit Haut und Haar verfällt. Die Aussicht, die Gunst des jungen Mannes zu ... Drama in drei Akten Inhalt: Maurice Swift, Anfang zwanzig, möchte nichts mehr als einen Roman schreiben. Doch er besitzt keine Fantasie, hat keine Ideen. In Westberlin begegnet er dem preisgekrönten alternden Schriftsteller Erich Ackermann, der Maurice mit Haut und Haar verfällt. Die Aussicht, die Gunst des jungen Mannes zu gewinnen, verleitet Erich dazu, ein unrühmliches Kapitel seines Lebens zu erzählen, was Maurice als Grundlage für einen Roman nutzt und Erich in den Abgrund stürzt. Doch damit nicht genug: Erich wird nicht der Einzige bleiben, den Maurice für seinen eigenen Ruhm manipuliert. Meine Meinung: Dieses Buch mag vielleicht psychologisch raffiniert sein, wie andere Leserstimmen meinen, aber das genügt für ein gutes Buch nicht. Es muss vor allem in der Lage sein, zumindest die geneigten Leser*innen zu fesseln und mitzureißen. Das hat John Boyne hier nicht geschafft. Ich persönlich - obwohl ich Boyne-Fan bin - habe mich mit diesem Roman zum Teil schwergetan. Das Buch ist in drei Teile und zwei Zwischenspiele gegliedert. Dabei fand ich die Geschichte des ersten Teils recht langweilig erzählt, wenngleich sie nicht bedeutungslos ist. Wer Bücher abbricht, die nicht sofort zu fesseln vermögen, hat hier keine Chance. Zum Glück gilt dies für mich nicht, denn der Roman wird von Seite zu Seite besser. Durch den ersten Teil habe ich mich wirklich gequält, der Mittelteil ist ganz ordentlich, der letzte Teil wirklich großartig. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Im ersten Teil, der aus Erich Ackermanns Perspektive geschrieben ist, geht es kaum um das Schreiben, sondern vielmehr um Sex, speziell Sex unter Homosexuellen. Dabei geht es allerdings weniger um die erotische Seite. Mir war das viel zu einseitig und es hat mich gelangweilt. Da ging es mir wie einer Figur, die John Boyne über ein Buch sagen lässt: »Na ja, als ich es ausgeliehen habe, war mir nicht bewusst, dass es darin von vorne bis hinten nur um Sex geht« Glücklicherweise war der Plot in den folgenden Abschnitten mehr nach meinem Geschmack. Im zweiten Teil des Romans, der einige Jahre später spielt, erzählt Maurices Frau über die Jahre der Ehe. Auch sie ist Autorin und hat weit mehr Talent als Maurice. Gewöhnungsbedürftig und etwas schwerfällig zu lesen, wendet sie sich in ihrem Part nicht an die Leserschaft, sondern an ihren Mann Maurice, den sie mit „du“ anspricht. Als Leser*in muss man tatenlos mit ansehen, wie sie von Maurice schamlos ausgenutzt wird, ohne dass sie dies rechtzeitig erkennt. Den dritten Teil schließlich erleben wir aus Maurices Sicht, wieder etliche Jahre später. Dieser Abschnitt ist definitiv der interessanteste des ganzen Buches, da Maurice nun endlich einen ernst zu nehmenden Gegner bekommt. Davor ließ man ihm aufgrund seines guten Aussehens und seiner damit verbundenen Anziehungskraft all seine Missetaten durchgehen. Der dritte Teil ist wirklich psychologisch raffiniert und spannend wie ein Thriller. Schade, dass ich das nicht von dem ganzen Buch sagen kann.


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