Die Oxford-Morde

Kriminalroman

Guillermo Martínez

(20)
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Beschreibung


An einem lauen Sommerabend in Oxford findet ein argentinischer Mathematik-Doktorand die Leiche seiner Vermieterin. Kurz darauf geschehen weitere Morde, und kein Geringerer als Arthur Seldom, der berühmte Professor für Logik, erhält jedes Mal eine Nachricht mit einem rätselhaften Symbol. Schnell ist klar: Wenn sie den nächsten Mord verhindern wollen, müssen Seldom und der junge Doktorand die logische Reihung der Symbole entschlüsseln ...


Guillermo Martínez, geboren 1962 in Bahía Blanca, ist promovierter Mathematiker und verbrachte zwei Jahre seiner Doktorandenzeit an der Universität Oxford. Für Die Oxford-Morde erhielt er 2003 als erster argentinischer Autor den wichtigsten Preis für spanischsprachige Literatur, den Planeta. Guillermo Martínez lebt in Buenos Aires.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 29.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8479-0047-4
Verlag Eichborn
Maße (L/B/H) 21,6/13,7/2,7 cm
Gewicht 283 g
Originaltitel Crímenes Imperceptibles
Auflage 4. Auflage 2020
Übersetzer Angelica Ammar

Buchhändler-Empfehlungen

Atmosphärischer Kriminalroman mit mathematischen Elementen

Victoria Schick, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein gutgeschriebener Krimi für zwischen durch der es geschafft hat, spannend zu bleiben, ohne dabei blutrünstig zu werden. Der Autor setzt in diesem Buch mehr auf die Lösung des Falles und die Ermittlungsarbeiten als auf die Morde selbst. Der namenlose Protagonist hat recht schnell meine Sympathie gewonnen, ebenso wie Arthur Seldom. Ich freue mich auf die nächste Geschichte mit den zwei Ermittlern.

Eric Rupprecht, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Idee des Buches ist durchaus sehr reizvoll, wurde aber an manchen Stellen eher mittelmäßig umgesetzt. Den Figuren fehlt es ein bisschen an Tiefe und manche Stellen wirken arg konsturiert.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Spannend und lehrreich
von Astrid Wergen am 01.08.2020

Ein namenloser argentinischer Mathematik-Doktorand kann eine kleine Wohnung in Oxford bezogen, um seine Doktorarbeit voranzutreiben. Eines Nachmittags findet der Doktorand seine Vermieterin, eine ältere Dame, tot in deren Wohnung vor. Der Argentinier wird stutzig, ob dies wirklich ein natürlicher Tod war oder ob die ältere Dame ... Ein namenloser argentinischer Mathematik-Doktorand kann eine kleine Wohnung in Oxford bezogen, um seine Doktorarbeit voranzutreiben. Eines Nachmittags findet der Doktorand seine Vermieterin, eine ältere Dame, tot in deren Wohnung vor. Der Argentinier wird stutzig, ob dies wirklich ein natürlicher Tod war oder ob die ältere Dame ermordet wurde. Auch den Universitätsprofessor Arthur Seldom, der ebenfalls an den Tatort berufen wurde, plagen Zweifel. Besonders fallen den zweien verschiedene Symbole, die am Tatort hinterlassen wurden, ins Auge. Bei Recherchearbeiten stellen sich diese als wichtige Symbole der Pythagoräer dar. Um einen vierten Mord zu verhindern, wendet sich Seldom mit der Polizei an die Öffentlichkeit. Ob dies gelingt, dürft ihr sehr gerne selber erfahren. Martinez‘ Oxford Morde wurde ursprünglich als Pythagoras-Morde veröffentlicht und vom Eichborn in einer frischen Aufmachung wiederveröffentlicht. Eventuell hat manch Leser auch bereits den Film dazu gesehen. Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, dass es einerseits keine blutrünstigen Morde waren. Stattdessen geschahen die Morde still, wenn nicht sogar fast unsichtbar. Die Tatmotive der Morde sind erschreckend menschlich, und haben ein sehr bedrückendes Gefühl hinterlassen. Wie weit kann ein Mensch gehen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten? Wie geht man damit um, wenn ein Mensch das eigene Leben zu sehr beherrscht, und man keinen Ausweg mehr sieht? Der menschliche Aspekt steht hier sehr im Fokus. Und doch hat der Autor es sich nicht nehmen lassen, dem Leser die Tür zur mathematischen Geschichte zu öffnen. Ich selbst bin noch nie ein großer Freund der Mathematik gewesen, und doch hat mich die Geschichte der Pythagoräer sehr fasziniert, weil sie in Kombination mit einem Hauch von Geheimloge und Mystik eine wundervolle Gesamtkomposition ergeben hat. Die Geschichte um die Oxford Morde hat mir sehr gut gefallen. Spannend, ohne blutrünstig zu sein, geht es in diesem Buch mehr um die Lösung des Falles und die Ermittlungsarbeiten als um die Morde selber. Die Auflösung hat mich stückweit überrascht, obwohl man eventuell auch selber hätte darauf kommen können. Zudem hat der namenlose Protagonist meine Sympathie gewonnen, ebenso Arthur Seldom. Ich freue mich auf die nächste Geschichte mit den zwei Ermittlern. Vielen Dank an den Eichborn Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Mathematik ist unschädlich - meist zumindest
von Gerhard S. aus Erlangen am 28.06.2020

Es gibt Aussagen, die weder bewiesen noch widerlegt werden können, Aussagen, die kein Richter für wahr oder falsch befinden kann. Eine Art Größenwahnsinniger scheint sich mit Mathematikern messen zu wollen. Bedeutsam: logische Reihen und unsichtbare Morde. Und Magie?

Enigmatisch, empirisch, elitär
von Zauberberggast aus München am 24.06.2020

Da ich Universitätsromane sehr mag und auch klassische Krimis, hat "Die Oxford-Morde" mein Interesse geweckt. Der Kriminalroman erschien im Original bereits im Jahr 2003 und 2006 auch als Übersetzung im Eichborn-Verlag unter dem Titel "Die Pythagoras-Morde". 2008 wurde er als "Die Oxford-Morde" für Hollywood verfilmt. Er stammt ... Da ich Universitätsromane sehr mag und auch klassische Krimis, hat "Die Oxford-Morde" mein Interesse geweckt. Der Kriminalroman erschien im Original bereits im Jahr 2003 und 2006 auch als Übersetzung im Eichborn-Verlag unter dem Titel "Die Pythagoras-Morde". 2008 wurde er als "Die Oxford-Morde" für Hollywood verfilmt. Er stammt von Guillermo Martínez, einem argentinischen Mathematiker, der in Oxford studierte und ist damit zum Teil autobiographischen Einflüssen geschuldet. Im Roman geht es eben auch um einen jungen argentinischen Mathematikstudenten (der namenlose Ich-Erzähler), der für einige Zeit nach Oxford geht. Die Handlung und die Morde, die passieren, sind rein fiktiv. Der Roman ist ein typischer Vertreter des Genres Universitätsroman, engl. "campus novel", denn er spielt in der bekanntesten Universitätsstadt der Welt: Oxford. Es geht um Wissenschaft - hier ist es hauptsächlich die Mathematik - und die beiden Hauptfiguren sind dementsprechend ein Professor und ein Doktorand, wir bekommen aber auch Einblicke ins nicht-akademische Milieu der Stadt. Der echte ermittelnde Polizist Petersen ist eher eine Nebenfigur, der die Denkweise von Oxfords geistiger Elite eher kurios anmutet. Seldom und der Doktorand sind sozusagen wissenschaftliche Berater der Polizei. Die renommierte englische "Times" schrieb zum Erscheinen des Originals, dass der Krimi selbst für Leser "mit wenig Sinn für Mathematik ein Hochgenuss" sei. Ich persönlich kann jedenfalls nicht behaupten, dass ich alle wissenschaftlichen Gedankengänge der Protagonisten nachvollziehen konnte bzw. mit brennendem Interesse verfolgt habe. Theoreme und Axiome sowie abstrakte Probleme der Logik sind gedanklich einfach nicht meine Welt. Es gibt einige Stellen, an denen über solche mathematischen Gedankenspiele philosophiert wird. Oftmals liest sich der Krimi deshalb wie Auszüge aus einer eklektizistischen Überblicksvorlesung über mathematische Hypothesen. Auf ca. 200 Seiten werden viele Themen angeschnitten, aber nur eine geistige Bewegung wird etwas näher beleuchtet und die führt dann auch zum Schlüssel des Verbrechens. Die Handlung - es passieren im Umfeld Arthur Seldoms Morde, die mit kryptischen Symbolen versehen sind - erinnert an die Robert-Langdon-Romane von Dan Brown. Wer hier allerdings einen actiongeladenen Symbolismus-Thriller erwartet, ist fehl am Platz. Eine rasante Schnitzeljagd findet nicht wirklich statt - nach jedem Mord erfolgt erstmal ein ausgiebiges "Brainstorming" des unfreiwilligen Ermittler-Duos. Sie gehen an den Fall wie an ein mathematisches Problem heran und versuchen den Mörder mit ihrer empirischen Denkweise zu überführen. Zum Ende hin schlägt die Handlung Kapriolen. Es gibt eine überraschende Wendung nach der nächsten und man fragt sich: wer ist jetzt hier der Mörder? Ich fand diesen Roman interessant und relativ kurzweilig und kann ihn für Leser von Büchern, die im Universitätsmilieu spielen, empfehlen und auch solchen, die sich gerne mit abstrakten Denkmustern beschäftigen und klassische Krimis bevorzugen. Fazit: Ein intellektueller Whodunit, gelegentlich etwas verkopft, aber durchaus gut konstruiert und mit einer überraschenden Auflösung.


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