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Der Anhalter

Roman

Gerwin van der Werf

(12)
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Beschreibung

Gerwin van der Werfs Roman »Der Anhalter« nimmt die Leser mit auf eine spannende Reise in die archaische Natur Islands und in das Herz einer Familie, die an ihren Geheimnissen zu zerbrechen droht.

Für Tiddo, Isa und ihren Sohn Jonathan soll es die Reise ihres Lebens werden, mit dem Wohnmobil durch Island. Schon immer hat es sie auf die mystische Insel gezogen. Nun endlich wird es was, muss es was werden - Tiddo erhofft sich von der Reise nicht weniger als die Rettung seiner Ehe. Doch dann nehmen die drei auf ihrem Roadtrip einen merkwürdigen Anhalter mit, der immer neue Gründe findet, um weiter mitzureisen. Der Fremde durchbricht die Zurückhaltung Jonathans, fasziniert Isa und fordert Tiddo heraus. Als das fragile Gleichgewicht der Familie endgültig zu kippen droht, sieht Tiddo in einer halsbrecherischen Fahrt zum Kratersee Öskjuvatn den einzigen Ausweg.
Wie weit geht ein Mensch, der Gefahr läuft, alles zu verlieren?

»Das schwarze Land ist kahlgeschoren, von Wind und tausend Wintern. Kein Lebewesen hat dort etwas zu suchen, selbst die toten Steine liegen gegen ihren Willen da.«

»Was für ein Erzähler, der van der Werf!« Trouw

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.03.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783104911267
Verlag Fischer E-Books
Originaltitel Een onbarmhartig pad
Dateigröße 1015 KB
Übersetzer Marlene Müller-Haas
Verkaufsrang 11185

Buchhändler-Empfehlungen

Anhalter

Christina Koberling, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Hoch spannender und tief abgründiger Roman über einenTrip in die Bergwelt Islands. Das mulmige Gefühl, dass mit Tedd was "nicht stimmt", ist von Anfang an präsent und steigert sich von Seite zu Seite. Raffiniert und gekonnt konstruiert der Autor die Urlaubsreise einer kleinen Familie, die deren Rettung werden und die Eltern als Paar wieder zueinanderführen soll.Er liefert eine Art Psychogramm eines Mannes, Tedd , dessen Selbstzweifel irgendwann in manisches Handeln umschlagen , das die Familie beinahe in eisigen Flüssen umkommen lässt. Es gibt "ganz nebenbei" faszinierende Beschreibungen der Berglandschaft Islands, die atemberaubend schön aber auch unwirtlich, kalt und unnahbar sein kann. Ach ja, da taucht ja noch der Anhalter auf, fährt mit, dringt in die Familie ein und verschwindet irgendwann im Leuchtturm, so wie Tedd am Ende auch. Und, was ist eigentlich mit der Mutter von Tedd, die vermisst wird? Ein starker, vielschichtiger Roman, der Leser_innen Spielraum lässt. Ganz klare Empfehlung!

M. Prehn, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wie oft habe ich mich beim Lesen gefragt: "Wie kann er das nur machen?". Was als normaler Campingurlaub mit der Familie beginnt, wird von Tag zu Tag skurriler und gefährlicher. Eine packende und dramatische Familiengeschichte inmitten der malerischen Kulisse Islands.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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3
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Sinn?
von Hortensia13 am 17.05.2020

Tiddo reist mit seiner Frau Isa und seinem Sohn Jonathan endlich nach Island. Schon lange wollten sie dahin und mit dem Wohnmobil die Geheimnisse der Insel entdecken. Tiddo erhofft sich auch, dass er Isa wieder näher kommt. Doch ein Anhalter, den sie spontan mitnehmen, bringt alle durcheinander und Tiddo sieht nur eine Möglichke... Tiddo reist mit seiner Frau Isa und seinem Sohn Jonathan endlich nach Island. Schon lange wollten sie dahin und mit dem Wohnmobil die Geheimnisse der Insel entdecken. Tiddo erhofft sich auch, dass er Isa wieder näher kommt. Doch ein Anhalter, den sie spontan mitnehmen, bringt alle durcheinander und Tiddo sieht nur eine Möglichkeit: die Einsamkeit Islands soll sie retten. Ehrlich gesagt war mir die Geschichte zu bizarr. Tiddos Gedanken und Handlungen sind teilweise unlogisch und wirken psychotisch. Irgendwie wusste ich beim Lesen auch nicht zu was sich die Geschichte entwickeln will. Ist ein Roman, ein Thriller, eine biographische Geschichte? Keine Ahnung. Das Einzige, was ich toll fand, war die Beschreibung von Island. Man fühlt sich beim Lesen selbst wie ein Tourist, der alles erkundet. Daher gibt es von mir gnädige 3 Sterne und ein Stirnrunzeln über die Sinnhaftigkeit.

Eine Traumreise, die zum Albtraum wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 18.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der nordische Inselstaat, dessen spektakuläre Landschaft durch Vulkane, Geysire, Thermalquellen, Lavafelder und riesige Gletscher geprägt ist, gehört schon lange zu den Orten dieser Welt, die ich gerne irgendwann persönlich kennen lernen möchte. So ergeht es auch Tiddo, Isa und ihrem Sohn Jonathan, die sich endlich den lang gehe... Der nordische Inselstaat, dessen spektakuläre Landschaft durch Vulkane, Geysire, Thermalquellen, Lavafelder und riesige Gletscher geprägt ist, gehört schon lange zu den Orten dieser Welt, die ich gerne irgendwann persönlich kennen lernen möchte. So ergeht es auch Tiddo, Isa und ihrem Sohn Jonathan, die sich endlich den lang gehegten Traum erfüllen und mit dem Wohnmobil einen Roadtrip durch Island unternehmen. Doch während ich anfangs dank ansprechender Naturbeschreibungen noch dachte, dass ich die drei gerne bei ihrer Reise begleitet hätte, war ich mit Fortschreiten der Geschichte froh und dankbar, dass es nicht so war und ich mich stattdessen bequem im Lesesessel zurücklehnen und die Protagonisten aus der Ferne beobachten konnte. Denn es ist keine glückliche Familie, die man hier auf ihrer Reise begleitet. Der jugendliche Jonathan leidet unter seinem Status als Sonderling in der Schule, Isa ist auf dem besten Weg in eine schwere Depression und Tiddo fehlt es an Selbstbewusstsein. Außerdem klammert er sich verzweifelt an die Hoffnung mit dieser Traumreise seine Ehe retten zu können. Es ist eine bedrückende Stagnation in der Familiensituation. Jeder ist in seiner Welt gefangen, ohne dass trotz der einzigartigen Umgebung Urlaubsstimmung aufkommen könnte. Weil sich daraus besondere Begegnungen und interessante Gespräche ergeben können, beschließen sie unterwegs einen Anhalter mitzunehmen. Die Familie lässt den Isländer immer näher an sich heran – und wird ihn irgendwann nicht mehr los. Die Traumreise wird immer mehr zum Albtraum. Auch für mich als Leserin, denn ich erfahre diese Reise aus der Sicht des Ich-Erzählers Tiddo, der mir relativ schnell auf die Nerven geht und höchst unsympathisch daher kommt. Dass seine Frau einen angeseheneren Job hat und mehr Geld verdient als er, bereitet ihm Probleme und sorgt dafür, dass er sich minderwertig fühlt. Gleichzeitig versucht er sich aufzuwerten, indem er das Schlechte in allem in sucht und innerlich niedermacht. Er reagiert auf jede Anerkennung, sofern sie nicht ihm gilt neidisch und eifersüchtig. Es sind kleinliche Gedanken, denen es keinen Spaß macht zu folgen, die aber dafür sorgen, dass man als Leser ein Gespür für die Stimmung bekommt, die auf dieser Reise herrscht. Doch Tiddo kann auch ganz anders sein, die wundervolle Landschaft um sich herum aufsaugen und seine Umgebung kritisch und durchaus unverklärt wahrnehmen. „Wir gingen schweigend und konzentriert, und ich muss sagen – es war überwältigend. Wo auf der Welt kann man auf einem Gletscher wandern und gleichzeitig unter sich das Meer sehen? Vom Atlantischen Ozean trennte uns nur eine Ebene aus grauem Sand und Schlammlöchern.“ (S. 53) Außerdem erkennt man, dass er seinen Sohn und seine Frau abgöttisch liebt. Spürt die Verzweiflung und Angst seine Familie zu verlieren und kann ihm fast verzeihen, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten alles versucht, um diese zu behalten. Doch diese sympathische liebenswerte Seite schafft er nicht nach außen zu transportieren und zu zeigen, zu welch tiefen Gefühlen er wirklich im Stande ist. „Diese Liebe ist das Ende des Strebens nach Anerkennung und Macht, nicht dessen Anfang. Diese Liebe ist das Ende von Grausamkeit und Schmerz, nicht deren Beginn. Es war etwas, das es noch nie zuvor gegeben hatte, diese Liebe, wir hatten sie erfunden.“ (S. 141) Und während man sich beim Lesen mit diesem Charakter gerade aussöhnt, eifert er auch schon Verhaltensweisen nach, von denen er denkt, dass sie von ihm erwartet werden und ihn besser dastehen lassen, klammert sich an jeden Strohhalm, der sich ihm bietet und hofft sogar, dass ihm die Naturkräfte dieses außergewöhnlichen Landes beistehen. „Ich will ein Mann werden, der nie lange hin und her überlegen muss, der instinktiv im eigenen Interesse handelt und seine Meinung ändert, sobald es ihm nutzt, der oft einfach daherredet, aber durch seinen Tonfall trotzdem immer recht hat.“ (S. 165) So bleibt Tiddo ein unliebsamer Protagonist, den man gerne los sein möchte und dankbar dafür ist, dass dies mit dem Zuklappen des Buches erledigt sein kann. Übrig bleibt ein wenig Mitleid für die zahlreichen Beziehungen, die zu Bruch gehen, weil Menschen nicht miteinander reden und die Gewissheit, dass der Autor es verstanden hat, die Stagnation einer sterbenden Ehe in Worte zu fassen. Keine leichte Kost.

Fatalter Urlaub
von Karina Hofmann aus Fürth am 29.03.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung: Bei diesem Buch war ich mir sehr sicher, das sie tiefgründiger ist als sie zuerst erscheint, und ich hatte damit recht. Tiddo und seine Familie machen eine Wohnmobilreise durch Island. Für ihn ist es die Chance seine Ehe noch zu retten und auch seinem Sohn wieder näher zu kommen. Man begleitet die Protago... Meine Meinung: Bei diesem Buch war ich mir sehr sicher, das sie tiefgründiger ist als sie zuerst erscheint, und ich hatte damit recht. Tiddo und seine Familie machen eine Wohnmobilreise durch Island. Für ihn ist es die Chance seine Ehe noch zu retten und auch seinem Sohn wieder näher zu kommen. Man begleitet die Protagonisten und Anfangs scheint alles auch gut zu laufen. Doch sobald ein mysteriöser Anhalter von ihnen aufgenommen wird, geht alles den Bach runter. Die Stimmung kippt ziemlich schnell, man merkt den Protagonisten an, das sie schon nach kurzer Zeit unzufrieden sind und ihre Beziehung sogar Toxisch wird. Meiner Meinung nach hat er Autor es super geschafft, die Gefühle rüber zu bringen, sodass auch ich mich irgendwann sehr unwohl gefühlt habe. Gleichzeitig zeigt er uns aber auch das wunderschöne Island. Erklärt Dinge und lässt Bilder im Kopf entstehen. Das Ende des Buches, hat mich nach dem raschen Fall von Tiddo nicht mehr überrascht, aber es war einfach unfassbar passend für die Geschichte. In meinen Augen wurde hier vom Autor alles richtig gemacht. Fazit: Ein Roman der den Leser sprachlos und atemlos zurück lässt. Toller Schreibstil und gut durchdacht.


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