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Der Fall Alice im Wunderland

Kriminalroman

Guillermo Martínez

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Beschreibung

Die ehrwürdige Oxforder Lewis-Carroll-Bruderschaft ist einer Sensation auf der Spur: Aus dem Tagebuch des weltberühmten Schöpfers von Alice im Wunderland ist eine bis dato verschollene Seite aufgetaucht, die Brisantes offenbart. Doch bevor die Bruderschaft den Fund veröffentlichen kann, geschehen mehrere Morde, die durch das literarische Universum von Lewis Carroll inspiriert zu sein scheinen. Auch in ihrem zweiten Fall müssen Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Mathematik-Doktorand scharf kombinieren, um den rätselhaften Fall zu lösen.

Guillermo Martínez, geboren 1962 in Bahía Blanca, ist promovierter Mathematiker und verbrachte zwei Jahre seiner Doktorandenzeit an der Universität Oxford. Für seinen weltweiten Erfolgsroman Die Oxford-Morde erhielt er den Premio Planeta; dessen Nachfolgeband Der Fall Alice im Wunderland wurde mit dem angesehenen Nadal-Literaturpreis ausgezeichnet. Guillermo Martínez lebt in Buenos Aires.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 315 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 29.05.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783732587919
Verlag Lübbe
Originaltitel Los Crímenes de Alicia
Dateigröße 1330 KB
Übersetzer Angelica Ammar
Verkaufsrang 1054

Buchhändler-Empfehlungen

ein 2.Fall

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Bereits 2003 hatte der Argentier Martinez für seinen ersten Oxford-Kriminalroman einen angesehenen Literaturpreis erhalten - etliche Jahre später bekommen nun seine beiden Protagonisten von einst einen neuen Fall. Ich-Erzähler ist wieder der junge, argentinische Mathematik-Doktorand, der von seinem Logik-Professor Arthur Seldom mit zu einer Versammlung der Oxforder "Lewis-Carroll-Bruderschaft" mitgenommen wird. Die Versammlung älterer Herrschaften ist völlig elektrisiert, weil eine junge Wissenschaftlerin eine verschwundene Notiz Carroll`s gefunden haben will - allerdings dann nicht auftaucht, da sie vorher überfahren wird und schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Als es noch zwei Tote gibt, sind Seldom und sein Adlatus schon mitten in ihren Ermittlungen. Auch für Nicht-Mathematik/Logik-Fans :-) liest sich diese Story rund um Lewis Carrolls Fotoleidenschaft und seine nie bewiesenen pädophilen Neigungen ausgezeichnet (bzw. ganz ehrlich: ich konnte sie besser nachvollziehen als manche Überlegungen des 1.Falles:-) und die Auflösung ist schlüssig und überzeugend. P.S."Oxford Murders" = Band 1 wurde übrigens etwas schräg, aber mit genialer Lösung verfimt - in den Hauptrollen Elijah Wood + John Hurt

Dr. Katrin Rudolphi, Thalia-Buchhandlung Stade

Raffiniert konstruierter Kriminalfall für Literaten, Mathematiker und solche, die es werden wollen - mit Oxforder Flair, Sprachwitz und einer gehörigen Portion Drama! So makellos formuliert, dass man sich jeden Satz unterstreichen möchte! Perfekt!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Was uns nicht umbringt, macht uns stark
von Gerhard S. aus Erlangen am 02.07.2020
Bewertet: Paperback

Kann ein einziger kleiner Satz von Lewis Carroll so etwas wie der Funke sein, der nicht nur die Steppe, sondern einen ganzen Wald von Büchern voller falscher Theorien entzündet? Schlicht unvorstellbar. Obwohl: Wenn Gott ins Spiel kommt, ist es mit der Vernunft vorbei. Während in der polizeilichen Logik - nicht zu verwechseln mit... Kann ein einziger kleiner Satz von Lewis Carroll so etwas wie der Funke sein, der nicht nur die Steppe, sondern einen ganzen Wald von Büchern voller falscher Theorien entzündet? Schlicht unvorstellbar. Obwohl: Wenn Gott ins Spiel kommt, ist es mit der Vernunft vorbei. Während in der polizeilichen Logik - nicht zu verwechseln mit der der Mathematiker - nur Geld und Eifersucht zählen, die beiden klassischen Formen der Inbesitznahme. Problematisch damals wie heute: kinderpornografische Fotos. Lapidare Erkenntnis: Die menschliche Psyche ist nicht schwarz oder weiß.

Zwei Mathematiker im Wunderland - Metatextualität und dunkle Geheimnisse
von Zauberberggast aus München am 24.06.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Während ich "Die Oxford-Morde" mit anerkennendem, aber auch etwas distanziertem Interesse gelesen habe, hat mich dieser zweite Oxford-Kriminalroman aus der Feder von Guillermo Martínez vollends überzeugen und begeistern können. “Der Fall Alice im Wunderland” ist erstmals im Jahr 2019 erschienen, im Gegensatz zum Vorgängerband, d... Während ich "Die Oxford-Morde" mit anerkennendem, aber auch etwas distanziertem Interesse gelesen habe, hat mich dieser zweite Oxford-Kriminalroman aus der Feder von Guillermo Martínez vollends überzeugen und begeistern können. “Der Fall Alice im Wunderland” ist erstmals im Jahr 2019 erschienen, im Gegensatz zum Vorgängerband, der bereits 2003 publiziert wurde. Man merkt, dass sich der Autor in dieser Zeit literarisch extrem weiterentwickelt hat. Die Handlung des Romans ist im Jahr 1994 angesiedelt. Für den Ich-Erzähler, der mit seinem Autor den Anfangsbuchstaben des Vornamens (G.) teilt, beginnt sein zweites Studienjahr in Oxford. Nachdem er und Logik-Professor Seldom im vorigen Jahr die "Oxford-Morde" lösten, sollte es für den Doktoranden nun etwas ruhiger zugehen. Seldom aber nimmt den Argentinier mit zu einer Sitzung der Lewis-Carroll-Bruderschaft, einem Verein von Wissenschaftlern, die sich der Erforschung von Leben und Werk des Erfinders von "Alice im Wunderland" verschrieben haben. Eine junge Doktorandin soll eine Entdeckung gemacht haben, die die Tagebücher Lewis Carrolls betrifft, die sie bei der Sitzung vorstellen möchte. Leider kommt es nicht dazu und der der Bruderschaft angehörende Seldom und sein Austauschstudent müssen mal wieder kriminalistisch denken, um einem tödlichen Rätsel auf die Spur zu kommen. Mir ging es wie dem namenlosen Ich-Erzähler: Ich wusste kaum etwas über die Biographie von Lewis Carroll, schon gar nicht, dass er Mathematiker in Oxford war und eigentlich Charles Lutwidge Dodgson hieß. Umso mehr überrascht haben mich die ganzen Fakten und Enthüllungen, die im Roman über ihn gemacht werden. Martínez hält sich wohl an die tatsächlichen Forschungsergebnisse, die über Carroll existieren bzw. an Debatten über gewisse Vorlieben des viktorianischen Schriftstellers, die umstritten sind. Fiktiv ist die Bruderschaft und ihre Mitglieder, auch Oxford ist keine 1:1-Abbildung der realen Universitätsstadt, wie der Autor im Nachwort schreibt. Wir haben es mit einem klassischen Krimi à la Arthur Conan Doyle zu tun. Seldom gelangt mithilfe seiner intellektuellen Betätigung (als Professor für Logik/Mathematik) zu Schlüssen, von denen ihn einer zur Aufklärung der rätselhaften Mordserie führt. Unterstützt von seinem Doktoranden G., der ihm assistiert und ihm gelegentlich die notwendigen Denkanstöße verleiht, bzw. ihm manchmal sogar einen gedanklichen Schritt voraus ist. Das Paar erinnert schon etwas an das berühmteste Ermittlerpaar der Krimiliteratur: Sherlock Holmes und Dr. Watson. Petersen, der eigentliche Kriminalpolizist, ist mal wieder der, der bei der Aufklärung des Verbrechens den Kürzeren zieht und staunend mit ansehen darf, wie die Mathematiker den komplexen Fall lösen - ganz wie Inspector Lestrade bei Conan Doyle. Im Gegensatz zum ersten Band ist, wie in einem Agatha-Christie-Krimi, ein geschlossener Personenkreis beteiligt, aus dem jeder der Täter sein könnte. Das macht diesmal besonders Spaß, zumal die “Verdächtigen” alle verschrobene Wissenschaftler (leider wird nicht bei allen klar, aus welcher Disziplin sie stammen) sind, die alle Bücher über Lewis-Carroll geschrieben haben und sich locker den “Fall Alice im Wunderland” ausgedacht haben könnten. Ich liebe Krimis, die sich mit verschollenen Dokumenten, dunklen Geheimnissen und literarischen Vorlagen befassen. “Der Fall Alice im Wunderland” hat mich in dieser Hinsicht komplett überzeugt, denn hier strotz alles vor Metafiktionalität und literarischen Referenzen. Das Buch ist wunderbar geplotted worden und viel gefälliger geschrieben als der erste Teil, der mathematisch und philosophisch "abgehobener" daherkommt. Fazit: Ein wunderbar konstruierter literarischer Metakrimi, der den Leser auf viele spannende Irrwege “ins Wunderland” führt und gleichzeitig wunderbar unterhält.

off with her head
von Tina Bauer aus Essingen am 21.06.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Mit großer Turbulenz endete das letzte Mathematik-Studienjahr für einige seiner Mitstudenten und Bekannte tödlich. Für den argentinischen Gaststudenten in Oxford fängt das neue Studienjahr somit ganz harmlos und normal an. Bis ihn Professor Arthur Seldom in ein Geheimnis einweiht. Die ehrwürdige Lewis-Carroll-Bruderschaft ste... Mit großer Turbulenz endete das letzte Mathematik-Studienjahr für einige seiner Mitstudenten und Bekannte tödlich. Für den argentinischen Gaststudenten in Oxford fängt das neue Studienjahr somit ganz harmlos und normal an. Bis ihn Professor Arthur Seldom in ein Geheimnis einweiht. Die ehrwürdige Lewis-Carroll-Bruderschaft steht vor einer wahnsinnigen Entdeckung. Die junge Doktorandin Kristin wurde von der Bruderschaft damit beauftragt, das Archiv und den Museumskatalog auf seine Vollständigkeit zu überprüfen. Die Nachkommen Carrolls waren mit dessen Neigungen nicht ganz einverstanden und seine Nichte zensierte eines seiner hinterlassenen Tagebücher, hinterließ jedoch scheinbar aus Reue eine Notiz. In der Bruderschaft geht es seit dem hoch her. Die Veröffentlichung steht kurz bevor, dann jedoch verunglückt Kristin auf mysteriöse Art und Weise. Arthur Seldom und sein argentinischer Doktorand sind gewarnt. Der Unfall entpuppt sich, dank mathematischer Unterstützung bei den polizeilichen Ermittlungen, als klassischer Mordversuch. Doch wer will die Veröffentlichung dieses Lewis-Carroll Geheimnisses verhindern? Die Bruderschaft ist in großem Aufruhr, stand doch auch noch die Herausgabe eines Sammelbandes bevor. Lewis Carroll, selbst ein Fan großer mathematischer Rätsel, zeigt sich im Laufe der Ermittlungen selbst als Freund großer Verwirrspiele und ebnet dem Mörder somit den Weg. Tags darauf wird der Verleger des neuen Sammelbandes vergiftet aufgefunden. Der Täter hinterließ eine Postkarte. Die Bruderschaft ist gewarnt. Ein Serienkiller geht um…. Guillermo Martínez versteht es spielend, den Leser mit versteckten Rätseln zu beschäftigen. Man taucht ein in das traditionelle Oxford und in dessen altehrwürdige Bibliotheken. Geschickt in die Geschichte um Lewis Carroll und Alice im Wunderland verpackt, begibt man sich auf die Mördersuche. Doch bei Martínez ist nichts so wie es scheint. An jeder Ecke gibt es neue Wendungen und man steckt mehr als einmal in einem klassischen Whodoneit-Krimi fest, bis es den nächsten Hinweis auf das weiße Kaninchen gibt. Festzustellen bleibt, nur weil es weiß ist und hoppelt, muss es noch lange kein Kaninchen sein.


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