Warenkorb

Long Bright River

Roman

Einst waren sie unzertrennlich, seit fünf Jahren sprechen sie nicht mehr miteinander, doch die eine wacht insgeheim über die andere. Jetzt aber ist die Lage bedrohlich geworden: Mickey, Streifenpolizistin in Philadelphia, findet ihre drogenabhängige Schwester Kacey nicht mehr auf den Straßen der Blocks, die sie kontrolliert und auf denen Kacey für ihren Konsum anschaffen geht.

Gleichzeitig erschüttert eine Reihe von Morden an jungen Prostituierten die von Perspektivlosigkeit und Drogenmissbrauch geplagte Stadt. In ihrem enorm spannenden Roman erzählt Liz Moore die Familiengeschichte von Mickey und Kacey und deren Entfremdung parallel zur Geschichte der Jagd nach einem Frauenmörder, die auch Mickey in große Gefahr bringt. Zugleich entwirft Liz Moore in diesem großen Roman das umwerfend authentische Porträt einer Stadt und einer Gesellschaft in der Krise.
Portrait
Liz Moore, geboren 1983, hat zunächst als Musikerin in New York gearbeitet und anschließend begonnen Romane zu schreiben. "Long Bright River" ist ihr vierter Roman, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Liz Moore hat für ihre Romane u. a. den Rome Prize erhalten. Sie lebt mit ihrer Familie in Philadelphia.

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann arbeiten seit Jahrzehnten als Übersetzer in Düsseldorf.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 413
Erscheinungsdatum 25.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-74884-4
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,3/14,6/3,5 cm
Gewicht 655 g
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Verkaufsrang 1579
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00
24,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Buchhändler-Empfehlungen

Kerstin Harding , Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieser Roman ist schwer einzuordnen: Familiengeschichte oder Krimi. Beides verbindet Liz Moore auf einzigartige Weise. Ein ungewöhnlich gut geschriebenes Buch, spannend und sehr bewegend. Unbedingt lesen!

S. Lütgert , Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die ergreifende Geschichte zweier Schwestern an unterschiedlichen Enden der Gesellschaft und ein düsteres Porträt der Schattenseiten der USA. Ein literarischer Thriller, der tief bewegt und einen ganz eigenen Sog entwickelt. Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
64 Bewertungen
Übersicht
43
17
4
0
0

Zwei Schwestern
von Kaffeeelse am 20.05.2020

Jetzt hatte ich wieder ein Knallerbuch in meinen Händen/vor meinen Augen. Eines von der Sorte, welches man nicht wieder weglegen kann, welches einen absolut fesselt. Ein Buch von der Sorte, wo man sich zwingen muss um 3:00 Uhr die Nachtischlampe auszumachen, obwohl man am nächsten Tag früh raus muss. Gerade jetzt ein Must Have, ... Jetzt hatte ich wieder ein Knallerbuch in meinen Händen/vor meinen Augen. Eines von der Sorte, welches man nicht wieder weglegen kann, welches einen absolut fesselt. Ein Buch von der Sorte, wo man sich zwingen muss um 3:00 Uhr die Nachtischlampe auszumachen, obwohl man am nächsten Tag früh raus muss. Gerade jetzt ein Must Have, wie ich finde! In "Long Bright River" geht es um die Schwestern Mickey und Kacey aus einem etwas herunter gekommenen Viertel von Philadelphia, höchst unterschiedliche Frauen, die aber eines vereint, eine mit vielen Traumata behaftete Familiengeschichte, nun haben aber beide verschieden darauf reagiert, die eine, Mickey, wurde Streifenpolizistin und die andere, Kacey, rutschte ab. Drogen und Prostitution bilden den Rahmen für Kaceys weiteres Leben. Mickey hingegen versucht ein auf festen Pfeilern ruhendes Leben zu führen, aber einige Pfeiler sind nicht ganz so solide und bröckeln und nach und nach entsteht ein Bild einer zerrütteten Familie. Hier gibt es keine guten und keine schlechten Menschen, jeder trägt verschiedenes in sich und gerade diese Betrachtungsweise macht dieses Buch sehr authentisch. Dieses Buch ist einerseits eine wendungsreiche Kriminalgeschichte um die Morde an jungen Frauen und gleichzeitig eine absolut berührende Familiengeschichte und genauso ist dieses Buch eine Gesellschaftskritik, ein Blick auf die Drogenprobleme vieler Menschen in den USA. Etwas, was sehr mitnimmt, gerade wenn man den Titel des Buches und seine Erklärung im Text findet. Das ist etwas, was große Problematiken für dieses Land und seine Bewohner mitbringt, etwas, wo man sich gerade jetzt fragt, was passiert mit diesen Menschen in der Corona-Zeit? Und wo man hofft, dass der Großteil der Menschen in den USA endlich wach wird und dementsprechend wählt. Aber wenn man sich hierzulande umschaut, bekommt man es auch mit der Angst zu tun und fragt sich, wo der gesunde Menschenverstand mancher Mitmenschen abgeblieben ist! Die Spannung und der Sog des Buches waren riesig! Liz Moore ist definitiv ein Ausnahmetalent und ich bin sehr neugierig, was noch alles von dieser genialen Autorin zu uns kommt! Also, bitte unbedingt lesen!!!

Familiendrama und gesellschaftskritisch ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 10.05.2020

Mickey Fitzpatrick bekommt auf ihrer Tour durchs Viertel in Philadelphia, den neuen Kollege aufs Auge gedrückt. Dieses Viertel ist kein einfaches Pflaster hier herrschen Drogen, Prostitution und allerlei anderes Elend vor, trotzdem will Mickey das Viertel nicht verlassen. Der Grund, ist ihre Schwester Kacey, die vom rechten Weg ... Mickey Fitzpatrick bekommt auf ihrer Tour durchs Viertel in Philadelphia, den neuen Kollege aufs Auge gedrückt. Dieses Viertel ist kein einfaches Pflaster hier herrschen Drogen, Prostitution und allerlei anderes Elend vor, trotzdem will Mickey das Viertel nicht verlassen. Der Grund, ist ihre Schwester Kacey, die vom rechten Weg abgekommen und der Sucht verfallen ist. Trotz, dass sie seit Jahren nicht mehr miteinander sprechen, passt sie als große Schwester immer noch auf. Auf ihrer Tour werden sie zu einem Todesopfer gerufen, man geht von der üblichen Überdosis aus, aber als Mickey die Tote sieht, fällt ihr was auf, und zwar Mord, und dieses Opfer, scheint nicht das Erste zu sein. Ein Serienkiller treibt sich im Viertel rum und Mickey fällt auf, dass sie ihre Schwester schon länger nicht gesehen hat. Wird Mickey sich auf die Suche machen? Wo ist Kacey? Und was hat diese beiden entzweit? Long Bright River ist mir ständig in meiner Timeline angezeigt worden und zwar mit wohllobenden Stimmen. Jeder der es gelesen hatte, war begeistert und da ich ein neugieriger Mensch bin, musste ich es haben. In meiner Buchhandlung besprochen und dieser ist es wohl auch aufgefallen und somit haben sie direkt drei geordert. Nun hieß es, wann lese ich es und eine Freundin hat sich direkt geopfert und wir sind zusammen durch die Straßen von Philadelphia gestreift. Die Geschichte wird immer abwechselnd erzählt, und zwar immer aus Mickeys Sicht, im jetzt und damals. Jetzt ist sie Streifenpolizistin, allein erziehende Mutter und eine ziemliche Einzelgängerin. Sie verlässt sich nur auf sich selbst, vertraut selten jemanden und ist allem gegenüber mehr als skeptisch. Der Einzige in ihrem Leben, den sie ansatzweise vertraute, war ihr Partner, der durch eine Verletzung momentan nicht im Dienst ist. Nun macht sie den Streifenjob lieber allein und findet den neuen Kollegen eher störend und anmaßend. Seine Meinung ist abfällig dem Viertel gegenüber und das lässt sie böse aufhorchen. Die Menschen haben nämlich alle eine Geschichte und nicht die Ablehnung verdient. Ein schwerer Job, und nun diese Mordserie und Kacey ist nicht zu finden. Mickey steckt in der Moralischen Zwickmühle, sucht sie nach ihr, oder nicht. Damals war sie die große Schwester, die immer auf die Kleine aufpassen musste. Während Kacey ein kontaktfreudiges Kind ist, hält sich Mickey lieber im Hintergrund. Zu Hause haben sie nichts zu lachen, beide Eltern sind nicht mehr da und diese Großmutter ist die Bösartigkeit in Person. Von Liebe, Geborgenheit und Vertrautheit ist keine Spur zu finden und das ganze Ausmaß wird seine Kreise ziehen. Aufwachsen ist hier keine leichte Aufgabe, von Förderung, Ermutigung und sinnvoller Betreuung keine Spur. Mickeys Weg ist steinig, grausam und erschreckend und es nimmt in ihrem Leben nicht wirklich ein Ende. In allen Lebensabschnitten wird ihr das Vorankommen schwer gemacht. Dieses Buch lässt mich nicht ganz so begeistert zurück, wie andere Leser, aber was mir gut gefallen hat, ist der Realismus. Hier erleben wir die Schattenseite unserer Gesellschaft, den Sumpf der Süchtigkeit und den Abwärtsverlauf. Wie man in einem solchen Viertel aufwächst, welche Schwierigkeiten man durchlebt und wie solche Familien mit einem umgehen. Außerdem wird das Straßenleben hier in Szene gesetzt und es ist absolut schockierend. Als gut behütetes aufgewachsenes Kind ist es erschreckend, wie elendig es dort zu geht. Wie Polizei und auch Freier mit Menschenleben umgeht und wie respektlos die Behandlung ist. Ein gesellschaftliches Bild was schockiert, grausam ist und doch die Realität widerspiegelt. Es gibt so viele Facetten an dem Buch, die immer wieder dieses Leben im anderen Licht zeigt und jeder Aspekt zeigt, wie nah es doch der Wirklichkeit kommt. Was mir weniger gut gefallen hat, ist leider doch der Mix, es wird zwar als Familiendrama angekündigt, aber auch mit den Mordfällen und der Spannung gespielt. Da haben wir dieses Familiendrama und es ist einfach ein Drama. Es ist ein Drama, wie diese Schwestern aufwachsen müssen, es ist ein Drama, das Mickey immer die Verantwortung aufgedrückt bekommen hat, und es ist ein Drama, das sie nie ihr eigenes Leben bestimmen durfte und sogar von ihrer Familie ausgeschlossen wird, weil sie doch anderes geworden ist, als sie. Es ist ein Drama, wie Kacey in diesem Sumpf abdriftet und ihr Leben wegwirft und es ist absolut ein Drama, das sie von der Familie aber mehr Zuspruch bekommt als die Schwester. Diese Familie lastet schwer auf einen, beim Lesen, es macht wütend, ist unbegreiflich und sehr frustrierend. Und ich kann es nicht ganz nachempfinden, warum Mickey immer noch dran festhält. Ich habe mit meiner Schwester gebrochen und manchmal sind Wunden nicht anders zu heilen. Das ist ein Knackpunkt, dann kommt auch der Fall dazu, diese Polizeiarbeit fängt eigentlich vielversprechend an, wird aber immer wieder ausgebremst und schlussendlich durch Mickeys Überreaktionen auf Eis gelegt. Schade fand ich das, sehr schade. Long Bright River ist ziemlich traurig, erschreckend und real. Für mich aber mehr Familiendrama und Gesellschaftsbild, als Krimi. Allerdings fand ich großartig, dass Liz Moore nicht analysiert oder anklagt, sondern die Tatsachen, so grausam sie sind, für sich sprechen lässt.

von einer Kundin/einem Kunden am 01.05.2020
Bewertet: anderes Format

Trotz einer nicht ganz unbekannten Hauptfigur -weiblicher Cop, der sich sehr unnahbar gibt- ein spannender Einblick in ein von Drogen regiertes Milieu. Die Geschichte hat Detektivelemente und baut gleichzeitig stark auf einer tragischen Familiengeschichte auf. Gut gemacht.