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Zurück im Zorn

Thriller

Christoph Heiden

(8)
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Beschreibung

Gollwitz. Brandenburg. Im Winter 1995 tötet ein Feuer beinahe eine ganze Familie. Die einzige Überlebende ist die zwölfjährige Anna Majakowski. 20 Jahre später erhält Anna mysteriöse Drohbriefe, denen sie in ihrem Heimatdorf nachspüren will. Doch Gollwitz heißt sie nicht willkommen, denn die Erinnerung an damals steht dem erhofften Aufschwung im Weg. Nur Willy Urban, Polizist im Ruhestand, kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen. Mit ihm begibt sich Anna auf eine Reise, die sie immer tiefer in eine Welt aus Obsessionen und Gewalt zieht …

Christoph Heiden ist in Berlin-Lichtenberg geboren. Er verpasste es, einen ordentlichen Abschluss zu machen, und arbeitete in verschiedenen Aushilfsjobs - Küchenkraft, Baumpfleger, in einer Videothek, im Tierpark, als Kanu-Verleiher, zuletzt in der Holzwerkstatt eines Jugendklubs. Neben Kriminalromanen schrieb er das Theaterstück „Vergraben“, das in Weimar aufgeführt wurde, und adaptierte Safran Foers „Tiere essen“ für die Bühne. Christoph Heiden lebt noch immer in Lichtenberg und schreibt unbeirrt weiter.
Webseite: christophheiden.com
Instagram: instagram.com/christoph_heiden

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 344
Erscheinungsdatum 12.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8392-2644-5
Reihe Thriller im GMEINER-Verlag
Verlag Gmeiner-Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/3,5 cm
Gewicht 422 g
Auflage 2020
Verkaufsrang 91301

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Dunkel, tiefgründig und ein echtes Drama!
von sommerlese am 15.06.2020

Gollwitz in Brandenburg 1995: Eine Familie verliert beim Brand des Wohnhauses ihr Leben, bis auf die 12-jährige Anna, die wie durch ein Wunder gerettet wird. Ein Feuerteufel zündelt schon länger, doch nun sind die ersten menschlichen Opfer zu beklagen. Man findet den Brandstifter, er wird in die Psychiatrie eingewiesen. 20 Jahre... Gollwitz in Brandenburg 1995: Eine Familie verliert beim Brand des Wohnhauses ihr Leben, bis auf die 12-jährige Anna, die wie durch ein Wunder gerettet wird. Ein Feuerteufel zündelt schon länger, doch nun sind die ersten menschlichen Opfer zu beklagen. Man findet den Brandstifter, er wird in die Psychiatrie eingewiesen. 20 Jahre später erhält Anna Drohbriefe, sie reist nach Gollwitz, um ihre Ersatzfamilie zu warnen und dem Verfasser der Briefe auf die Spur zu kommen. Dieser Thriller liest sich gut weg, die Atmosphäre wirkt überwiegend kühl und finster, man wird in ein Dorf geschickt, in dem man nicht gerne leben möchte. Denn die Figuren sind von der Mentalität her eher pessimistisch und nicht gerade herzliche Mitbewohner. Die Handlung baut auf eine 20 Jahre zurückliegende Brandstiftung auf, was damals passierte erfährt man anhand der Erinnerungen der Ortsbewohner. Willy Urban ist ehemaliger Polizist und setzt sich erneut verbissen mit diesem Fall auseinander. Die Freilassung des gefassten Brandstifters aus der Klinik, kann er nicht gutheißen. Auch die anderen Dorfbewohner wollen die Sache selbst regeln. Anna ist inzwischen Sozialarbeiterin und lebt in Berlin, ihre Traumata hat sie noch immer nicht überwunden und reagiert mit unerwarteten Wutausbrüchen. Wie sie gerade diesen Beruf wählen konnte, ist mir ein Rätsel. Die Drohbriefe führen sie in das Dorf zurück, denn die Wahrheit soll endlich ans Licht kommen. Autor Christoph Heiden sorgt mit seinem lebendigen Sprachstil und den realen Beschreibungen der Szenerie und der Landschaft für eine authentisch wirkende Geschichte, die Gewalt und Schönheit beinhaltet. Dieser Krimi zeigt Menschen im Osten und macht den Lesenden die Stimmung nach der Wende in diesem zurückgebliebenen Dorf deutlich. Nach der Wende haben einige Menschen im Osten den Anschluss an den Arbeitsmarkt verloren, statt sich zu engagieren, beklagen sie jede Art von Veränderung und ergeben sich ohne Eigeninitiative in die Selbstaufgabe. Passend zu dieser Grundsituation zeichnen sich Heidens Charaktere als wenig liebenswerte Menschen aus, fast alle haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, es gibt gewalttätige Figuren und manche starrköpfige und unverbesserliche Typen sorgen mit ihren Ansichten für Kopfschütteln meinerseits. Je weiter man im Buch vorankommt, desto mehr trifft man auf Menschen, die sich und anderen durch ihre Haltung das Leben schwer machen. Die düstere Grundstimmung des Thrillers spiegelt sich besonders durch diese Figuren wider. Sie sorgen für Einblicke in die dunkle menschliche Seele. Dennoch lässt sich dieser Thriller dank der intensiven Situationsbeschreibungen und der allmählich ansteigenden Spannung gut lesen. Bis zum Ende war ich gespannt, welcher Bewohner seinen Frieden finden kann. "Zurück im Zorn" ist ein tiefgründiges Sozialdrama, bei dem unerwartete Wendungen und der Blick auf die Charaktere für Spannung sorgen.

Abgründig, spannungsreich und voller Wendungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Heidenreichstein am 13.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Im Zuge einer Leserunde durfte ich dieses Buch lesen. Hier meine Rezension: Ein Nest in Brandenburg, ein klassischer Fall von Wende-Verlierern, die ihr Los beklagen und die Schuld am eigenen Scheitern oder zumindest Nicht-Vorwärtskommen bei anderen suchen. Dazwischen ein Mordfall in Form einer Brandstiftung, die 20 Jahre zur... Im Zuge einer Leserunde durfte ich dieses Buch lesen. Hier meine Rezension: Ein Nest in Brandenburg, ein klassischer Fall von Wende-Verlierern, die ihr Los beklagen und die Schuld am eigenen Scheitern oder zumindest Nicht-Vorwärtskommen bei anderen suchen. Dazwischen ein Mordfall in Form einer Brandstiftung, die 20 Jahre zurück liegt. Langsam schälen sich die Fakten aus dem Gewirr an Erinnerungen der Protagonisten. Man wundert sich über die Verbissenheit eines ehemaligen Polizisten, der den vermeintlichen Täter immer noch mit einem endgültigen Beweis überführen will. Psychiatrie ist zu wenig, Knast hätte es heißen müssen. Dafür ist Willy, der Ex-Polizist, bereit, den Bogen des Gesetzes deutlich zu überspannen. Die restlichen Dörfler sind ohnehin der Meinung, man solle die Sache besser untereinander regeln. Besonders, als bekannt wird, dass der Pyromane nun freigelassen werden soll. Die einzige Überlebende der Brandnacht lebt hingegen längst in Berlin, kämpft mit ihrem nicht aufgearbeiteten PTBS und kehrt nach Drohbriefen endlich ins Dorf der Kindheit zurück, um Klarheit über die "Brandnacht" zu erlangen. Autor Christoph Heiden bedient sich teils sehr poetischer Stimmungs- und Landschaftsschilderungen, die mit dem störrischen, verbohrten Handlungen und Haltungen seiner Protagonisten kontrastieren. Die Charaktere sind facettenreich gezeichnet. Es dauerte beinahe bis zum Schluss, bis ich endlich erkannte, woher der Wind weht. Schade, dass der tatsächliche Täter ungeschoren davon kommt. Ein spannendes, gut geschriebenes Buch, vereinzelte kleinere Logikfehler (meiner Meinung nach), dennoch klare Leseempfehlung!

Ruhig und düster zugleich
von Buchwurm05 am 12.04.2020

Gollwitz in Brandenburg 1995. Durch einen Brand des Wohnhauses, wird die Familie der 12-jährigen Anna getötet. Schon länger geht ein Feuerteufel um. Doch bisher sind dabei nur Tiere ums Leben gekommen. Wer Anna gerettet hat, bleibt unklar. Durch einen Tipp kann der Täter gefasst werden und landet in der Psychiatrie. Berlin 2... Gollwitz in Brandenburg 1995. Durch einen Brand des Wohnhauses, wird die Familie der 12-jährigen Anna getötet. Schon länger geht ein Feuerteufel um. Doch bisher sind dabei nur Tiere ums Leben gekommen. Wer Anna gerettet hat, bleibt unklar. Durch einen Tipp kann der Täter gefasst werden und landet in der Psychiatrie. Berlin 20 Jahre später. Anna erhält einen Drohbrief. Damals wäre nur der Anfang gewesen. Jetzt ist ihre Ersatzfamilie dran. Auch wenn Anna nichts mehr mit ihrem Onkel und ihrer Tante, die sie nach der Brandnacht aufgenommen haben, zu tun hat, möchte sie sie doch warnen und begibt sich zurück nach Gollwitz. Doch das Dorf heißt sie nicht Willkommen. Zudem steht die Entlassung des Täters kurz bevor..... "Zurück im Zorn" ist düster, aber eher ruhig. So baut sich die Spannung erst allmählich auf. Offenbart aber am Schluss was in Gollwitz im Argen liegt. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig gehalten. Lässt die Mentalität der Dorfbewohner gut erkennen. Die mir im übrigen manchmal unheimlich waren. Nach und nach erfährt man mehr über die Protagonisten. Jeder hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Und genau so handeln sie oft. Ein bisschen kam mir das Szenario wie in einem Stephen King Roman vor. Sehr gut fand ich das Personenregister am Anfang, welches mir einige Male geholfen hat. Fazit: Ein Roman, der gemächlich daher kommt, es jedoch ins sich hat. Der gut die Mentalität der Dorfbewohner einfängt und auch ein paar Überraschungen parat hat. Ein paar Information bezüglich der Protagonisten mehr hätte meiner Ansicht nach jedoch nicht geschadet. Empfehle ich gerne weiter.


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