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Haarmann

Ein Kriminalroman

Dirk Kurbjuweit

(49)
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Beschreibung



Der spektakulärste Kriminalfall Deutschlands - psychologisch raffiniert und extrem fesselnd


Im Hannover der 1920er-Jahre verschwinden Jungs, einer nach dem anderen, spurlos. Steckt ein bestialischer Massenmörder dahinter? Für Robert Lahnstein, Ermittler im Fall Haarmann, wird aus den Gerüchten bald schreckliche Gewissheit: Das Deutschland der Zwischenkriegszeit, selbst von allen guten Geistern verlassen, hat es mit einem Psychopathen zu tun. Lahnstein, der alles dafür gäbe, dass der Albtraum aufhört, weiß bald nicht mehr, was ihm mehr zu schaffen macht: das Schicksal der Vermissten; das Katz-und-Maus-Spiel mit dem mutmaßlichen Täter; die dubiosen Machenschaften seiner Kollegen bei der Polizei; oder eine Gesellschaft, die nicht mehr daran glaubt, dass die junge Weimarer Republik sie vor dem Verbrechen schützen kann.

Dirk Kurbjuweit inszeniert den spektakulärsten Serienmord der deutschen Kriminalgeschichte psychologisch raffiniert und extrem fesselnd. Eindringlich ergründet er die dunkle Seite der wilden 1920er-Jahre, zeigt ein Zeitalter der traumatisierten Seelen, der politischen Verrohung, der massenhaften Prostitution. So wird aus dem pathologischen Einzelfall ein historisches Lehrstück über menschliche Abgründe.

Dirk Kurbjuweit, geboren 1962 in Wiesbaden, zählt zu den vielseitigsten und produktivsten Autoren unserer Gegenwart. Als Zeit- und Spiegel-Reporter einer breiten Leserschaft bekannt, überzeugte er schon früh als Erzähler. Nach dem Debüt »Die Einsamkeit der Krokodile« (1995) wurden besonders die Novelle »Zweier ohne« (2001) und der Roman »Angst« (2013) von der Kritik gefeiert. Etliche seiner literarischen Erfolge dienten als Vorlage für Verfilmungen, Theaterstücke und Hörspiele.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 17.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-60084-8
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 22,2/14,2/3,3 cm
Gewicht 550 g
Verkaufsrang 4613

Buchhändler-Empfehlungen

„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt der Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen.

Denise Körner , Thalia-Buchhandlung Kamen

Kurbjuweits romanhafte Verarbeitung des wohlbekannten Kriminalfalles bietet nicht nur spannende Unterhaltung und kurzweiliges Schaudern, sondern zeichnet sich vor allem durch eine gründliche Studie der damaligen Verhältnisse im „Zwischenkriegsdeutschland“ aus. Die teils deftige Darstellung des Milieus in dem sich Haarmann lange Zeit ungeschoren bewegen konnte, zeigt die bittere Realität abseits der Roaring Twenties. Über allem schwebt der verlorene Krieg, die anschließende Demütigung von Versailles und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben der einfachen Leute. Die Schilderung von Armut, Resignation und fehlender Perspektiven wirken bedrückend, desillusionierend, lassen ansatzweise erahnen, wie die „Bestie von Hannover“ entstehen und so lange unentdeckt wüten konnte. Sie bietet aber auch eine Erklärung für das folgende Unheil, welches Deutschland einige Jahre später erneut erfasste. „ Aus den Augen macht er Sülze, aus dem Hintern macht er Speck, aus den Därmen macht er Würste und den Rest, den schmeißt er weg.“

Die junge Republik in Bedrängnis - der Fall Fritz Haarmann

Clara Elisabeth Brückner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Robert Lahnstein ist nach Hannover versetzt worden. Dort brauchen sie dringend Durchbrüche - immer wieder verschwinden junge Männer spurlos. Keine Leiche, keine Indizien. Tag für Tag ist Lahnstein von Angst und Hoffnung getrieben, dass es wieder einen neuen Fall geben könnte. Ein weiterer Junge bedeutet eine weitere Zahl an ungeklärten Fällen, bietet aber auch die Möglichkeit von neuen Ansatzpunkten. Durch eine Bemerkung seiner Wirtin gelangt der Kommissar auf die Spur Haarmanns und lässt ihn fortan nicht mehr aus den Augen. Der historische Kriminalfall beschäftigt sich mit dem Serienmörder Fritz Haarmann, der wegen Mordes an 24 Jungen zum Tode verurteilt wurde. Dirk Kurbjuweit nimmt den Leser mit in die langwierige Ermittlungsarbeit. Durch die Augen von Kommissar Lahnstein erfährt man die Widerstände, die Irren und Wirren nach dem Krieg und die schwierige, politische Anfangszeit der Republik. Schnell wird bewusst, dass es hier nicht nur um ein Verbrechen geht, sondern um politische Machtverhältnisse, die drohen zu kippen, wenn der Fall nicht gelöst wird. Mich hat der Roman leider nicht gepackt. Da viele Nebenschauplätze im Leben des Protagonisten Lahnsteins eröffnet werden und immer nur Stückchen für Stückchen erklärt werden, sodass es doch teilweise sehr mühsam und zäh wurde. Trotzdem fand ich es spannend und lehrreich, in die Zeit mithinein genommen zu werden und die Zusammenhänge zwischen Politik und Polizei in dieser Zeit neu zu verstehen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
49 Bewertungen
Übersicht
17
18
12
1
1

Der Werwolf von Hannover, realistisch und nüchtern
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 16.06.2020

Von dem Serienmörder Fritz Haarmann, der als Werwolf von Hannover in den 1920er Jahren über 20 Jungen ermordete, hatte ich bisher noch nichts gehört. Umso neugieriger war ich da, einen Kriminalroman zu lesen, der auf einem echten Kriminalfall basiert. In diesem Roman ist Polizist Robert Lahnstein dafür verantwortlich, den Fall u... Von dem Serienmörder Fritz Haarmann, der als Werwolf von Hannover in den 1920er Jahren über 20 Jungen ermordete, hatte ich bisher noch nichts gehört. Umso neugieriger war ich da, einen Kriminalroman zu lesen, der auf einem echten Kriminalfall basiert. In diesem Roman ist Polizist Robert Lahnstein dafür verantwortlich, den Fall um die vielen verschwundenen Jungen aufzuklären. Eine Mischung aus nicht immer regelkonformem Verhalten der Kollegen, wirtschaftlicher sowie politischer Unruhen und Lahnsteins Erinnerungen an seine Zeit im ersten Weltkrieg führt zu einer düsteren Atmosphäre, welche sich durch den kompletten Roman zieht. Einige Szenen aus der Sicht des Täters sowie eines seiner Opfer runden das Ganze gekonnt ab. Die Schilderung der wirtschaftlichen sowie politischen Lage empfand ich als sehr gut greifbar, nichts wurde geschönt. Lahnsteins Erinnerungen an die Kriegszeit waren zwar ebenso erschütternd, dienten jedoch eher dazu, ihn als Charakter vielschichtiger darzustellen. Was mir weniger gefiel, war der starke Schwerpunkt auf den homophilen Handlungen sowie der gleichzeitig im Roman immens vertretenen Homophobie. Gut, es gehört zum Fall Haarmann mit dazu, jedoch wirkte es durch seine hohe Gewichtung stellenweise so, als würde dieses Thema zu den Hauptinteressen der damaligen Bevölkerung zählen, was ich bezweifle. Ebenfalls wurde ich mit dem Schreibstil nicht warm. Oftmals wirkt das Geschriebene aufzählend und regelrecht nüchtern, als hätte Polizist Lahnstein einen Bericht für die Akten geschrieben. Besonders die Personen wirkten dadurch stark distanziert, eher wie Darsteller. Wäre ich nicht am Fall selbst interessiert gewesen, hätte ich das Buch aufgrund dessen längst zur Seite gelegt. Entsprechend gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sternen.

Geschichte spannend erzählt
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 16.06.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

An dem Fall Haarmann aus den 20er Jahren wird die damalige Zeit praktisch nebenbei lebendig. Man erfährt nicht nur etwas über den Serienmörder und die Polizeiarbeit, sondern auch über die Stimmungslage in der Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg, über die politischen Unruhen und Probleme zur damaligen Zeit sowie die Ursachen für da... An dem Fall Haarmann aus den 20er Jahren wird die damalige Zeit praktisch nebenbei lebendig. Man erfährt nicht nur etwas über den Serienmörder und die Polizeiarbeit, sondern auch über die Stimmungslage in der Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg, über die politischen Unruhen und Probleme zur damaligen Zeit sowie die Ursachen für das Erstarken der Nazis.

Menschliches Versagen vom allerfeinsten
von Flying Bookworm am 12.05.2020

INHALT True Crime made in Germany: 1924 treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Hannover. Spurlos verschwinden immer mehr Jungs im Alter von 11 bis 20 Jahren. Kommissar Lanhstein ist mit dem Fall beauftragt worden, doch er kommt einfach nicht weiter. Keine Zeugen, keine Hinweise, keine Informationen Auch bei seinen Kollegen stö... INHALT True Crime made in Germany: 1924 treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Hannover. Spurlos verschwinden immer mehr Jungs im Alter von 11 bis 20 Jahren. Kommissar Lanhstein ist mit dem Fall beauftragt worden, doch er kommt einfach nicht weiter. Keine Zeugen, keine Hinweise, keine Informationen Auch bei seinen Kollegen stößt er auf Granit und befürchtet das hier etwas nicht stimmt. Wird der wahre Mörder gedeckt? Warum? MEINE MEINUNG Aus meiner Sicht ist dieses Buch kein reiner Kriminalroman, sondern eher ein Tatsachenroman der aus einem Gemisch von Fakten und Fiktion besteht. Denn hier ist der Täter schon längst bekannt, sowie auch seine Festnahme und sein Ableben. Vielen dürfte der Fall Haarmann bekannt sein, nicht zuletzt Aufgrund des Filmes 'Der Totmacher'. Mir zum Beispiel war das Lied ''Weile Weile noch ein Weilchen'' bekannt. Dennoch wollte ich dieses Buch lesen, war es doch eine Empfehlung des ''Stella'' Autors Takis Würger. Die Spannung dieses Romans kommt also nicht von der eigentlich Tat, nicht von dem Mörder selbst, sondern von den Umstände. Es geht um das Äußere und die Geschenisse drumherum. Eindrucksvoll vermittelt hier der Autor die Atmosphäre des Zwischenkrieg Deutschlands. Die Gesellschaftsschichten, die Politik, das Menschliche Verhalten. Es ist eine düstere Zeit und genau dies spührt der Leser sehr deutlich. Schnell wird klar was diese Mordserie so erschreckend machte, was dazu führte das sie so lange andauern konnte und warum so viele Jungs sterben mussten. Es ist eine Mischung aus Polizei und Menschenversagen. Die Korruption der Polizisten, deren Wunsch nach Erfolg und Anerkenneung für welches jedes Mittel recht war, sowie die Angst vor Problemen und Schande der Bürger der Stadt. Wären die Menschen sich nicht selbst am nächsten gewesen, hätte man diesen Fall eher aufklären können. Wäre die Angst vor der Schande mit Homosexualität konfrontiert zu werden nicht so hoch, hätte man schneller Hinweise gehabt. Die Ermittler tappten im Dunklen weil wichtige Information nicht geliefert wurden oder aber sogar vernichtet. Hinweise oder Tatverdächtigungen die von Bürgern der untersten Klasse kamen wurden nicht mal ernst genommen. Und dadurch verschwanden immer mehr Jungs. Homosexualität war in der Zeit eine Straftat, ein schlimmes Vergehen. Und genau dieser ''Verstoß'' trieb die Jungs schlussendlich in ihren Tod. Die Angst vor dem eigenem Wesen, die Angst vor der Wahrheit trieb diese Jungs direkt in die Arme des Mörders. Diese Erkenntnis war sehr erschreckend. Eine solche Mordserie wäre heutzutage gar nicht möglich oder zumindest nicht in diesem Ausmaß. Der Schreibstil des Autors ist sehr dunkel, aber auch sehr prägnant und auf den Punkt gebracht. Einzig der Verzicht auf direkter Konversation macht es ab und zu schwierig zu verfolgen was gesagt wurde und was nur gedacht, beziehungsweise wer was gesagt hat. Auch fand ich manche Passagen die sich nur um die Politik drehten oder auch sich auf die Philosophie bezogen, recht schwierig zu verstehen und diese zogen dann das Buch etwas in die Länge. Trotzdem hatte man das Gefühl immer weiter lesen zu wollen. Spannend machte auch immer wieder der kurze Blick zum Mörder, was er gerade Tat oder dachte. Sehr dankbar bin ich dem Autor das er von sehr grausigen Szenen absah, ich hatte Angst das es stellenweise sehr brutal, blutig und detailliert beschrieben werden könnte. Lediglich zwei Szenen waren etwas grausig. Im Buch geht es auch immer wieder um den Komissar und seine Vergangenheit, sein Kriegstrauma. Ob diese Szenen und dieser Handlungsstrang für das Buch wirklich nötig waren, sei dahingestellt, interessant waren sie trotzdem. Ich frage mich dennoch, warum die meisten Ermittler in Büchern eher dunklere Figuren mit großen Problemen und Traumata sind. Sind diese Reizvoller? FAZIT Ein sehr atmosphärisches Buch, das die Abgründe der Menschheit näher bringt und den Leser zum Nachdenken anregt. Ich fande dieses Buch sehr interssant und bin dankbar nicht in der Zeit gelebt zu haben. Das es Fritz Haarmann wirklich gegeben hat und das seine Taten eine wahre Begebenheiten sind ist mehr als nur erschreckend. Es ist unbegreiflich wie ein Mensch zu sowas fähig sein kann.


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