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GOTT

Ein Theaterstück

Ferdinand von Schirach

(46)
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Beschreibung

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Und wie schon in seinem ersten Drama »Terror« müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?

Ergänzt wird der Band um Essays von drei namhaften Wissenschaftlern, die das Thema der ärztlichen Suizidbegleitung aus medizinethischer, juristischer und theologisch-philosophischer Perspektive beleuchten.

»Von Schirach holt in seinen Büchern die Gesellschaft auf die Bühne, um sie mit Fragen zu konfrontieren, die sich ihr sonst nicht stellen.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87629-0
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 21,8/13,9/2 cm
Gewicht 320 g
Verkaufsrang 67

Buchhändler-Empfehlungen

Darf der Mensch über seinen Tod entscheiden?

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

Darf ein Mensch sterben, wenn es sein freier Wille ist? Muss er dazu den Freitod wählen? Oder ist er dazu verdammt auf natürlichem Wege zu sterben, obwohl das Leben für ihn eine Qual ist? Das sensible Thema medizinisch-professionelle Sterbehilfe polarisiert. Und spaltet. Die Einen sehen in ihr einen Akt der Selbstbestimmung, die Anderen den Tod auf Verlangen. Ein richtig oder falsch gibt es in der Debatte nicht, wie Ferdinand von Schirachs GOTT beweist. Deutschlands bekanntester Jurist und Autor ist auch mit diesem Theaterstück wieder ein großer Wurf gelungen, denn GOTT ist vor allem eins: unglaublich beeindruckend. Die Geschichte ist schnell erzählt: ein Mann, der weder körperlich, noch psychisch krank ist, möchte mit medizinischer Hilfe sterben. Selbstbestimmt. Juristisch ist es möglich, jedoch auch moralisch? Diese Frage stellt sich der Deutsche Ethikrat, dessen Sitzung die Rahmenhandlung des Stücks bildet. Mit GOTT ist es Ferdinand von Schirach gelungen, dieses unglaublich sensible Thema für alle zugänglich zu machen. Ohne Vorgaben, ohne eine aufgezwungene Meinung. Denn die vom Ethikrat gehörten Sachverständigen, stehen dabei stellvertretend für unterschiedliche gesellschaftliche Meinungen. Am Ende lässt Schirach ein Urteil offen - jedoch nicht ohne vorher mit der katholischen Kirche, ihrer Einstellungen und Dogmen abzurechnen und ihre Widersprüche aufzuzeigen. Gedruckt funktioniert GOTT ziemlich gut, als Hörspiel und Bühnenstück entfaltet es seine Absichten jedoch am allerbesten.

Wer entscheidet über das eigene (Ab)Leben?

Diana Mihaljevic, Thalia-Buchhandlung Rosenheim

Die Religion, der Staat, die Medizin oder das eigene Umfeld? Erschreckend real, ehrlich und aktuell kreiert von Schirach ein Theatherstück vor dem Ethikausschuss, welches alle Debatten und Argumente des Themas auffängt und gegeneinander ausspielt. Wie jedes Buch vom Autor: lesenswert und bedeutsam!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
46 Bewertungen
Übersicht
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"Wem gehört unser Leben?
von Duchess of marvellous books am 18.10.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ihr wisst ja schon, wie sehr ich die Werke Schirachs liebe und daher war ich auch ganz gespannt auf sein neustes Werk „Gott“, ein Theaterstück, aus dem Luchterhandverlag. Klappentext: Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, der aber seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben will. Er verlangt na... Ihr wisst ja schon, wie sehr ich die Werke Schirachs liebe und daher war ich auch ganz gespannt auf sein neustes Werk „Gott“, ein Theaterstück, aus dem Luchterhandverlag. Klappentext: Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, der aber seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben will. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall. Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Meinung: Es geht um das Leben, den Tod, um Suizid, Sterbehilfe und philosophische Weltfragen. An dem Fall von Richard Gärtner wird, fast wie vor einem Gericht, die Frage, ob Sterbehilfe erlaubt sein soll, aus medizinethischer, juristischer und theologisch-philosophischer Perspektive, beleuchtet. "Wem gehört unser Leben? [...] Gehört es einem Gott? Gehört es dem Staat, der Gesellschaft, der Familie, den Freunden? Oder gehört es nur uns selbst?" S. 117. Der Text ist hochaktuell, intelligent sowie sprachgewaltig, aber auch bedrückend und regt enorm zum Nachdenken an. Schirach spielt mal wieder mit unseren Überzeugungen, Ansichtigen, mit unserer Moral und bringt sie ins Wanken. Was dieses Stück auch so besonders macht und mir sehr gefällt, ist dass, wie schon »Terror«, die Lesenden am Ende selbst ihr Urteil fällen müssen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein? Dabei gibt es natürlich kein richtig und kein Falsch, wie bei vielen moralisches Frage. Eine gewisse Spannung wird auch erzeugt, da man nicht weiß, wie es ausgeht. Die Charaktere sind sehr gut gelungen und man empfindet eine enorme Empathie mit Gärtner. Zur Vertiefung des Themas gibt es im Anhang außerdem noch drei interessante, wissenschaftliche Essays aus verschiedenen Perspektiven. Fazit: Ein wichtiges, kluges, differenziertes und enorm aktuelles Stück, das ich jedem an Herz legen möchte sowie alle Bücher von Schirach.

Die richtigen Fragen, aber keine Antwort
von Dilara am 17.10.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ferdinand von Schirach stellt die richtigen Fragen, gibt uns jedoch keine Antwort. Etwas, dass ich an seinen Werken liebe. Auch in diesem überlässt er es den Lesenden eine eigene Meinung zu bilden. Vor allem mit diesen höchst aktuellen und viel diskutierten Fragen, ist es zunächst einmal wichtig selber seine Gedanken dazu zu h... Ferdinand von Schirach stellt die richtigen Fragen, gibt uns jedoch keine Antwort. Etwas, dass ich an seinen Werken liebe. Auch in diesem überlässt er es den Lesenden eine eigene Meinung zu bilden. Vor allem mit diesen höchst aktuellen und viel diskutierten Fragen, ist es zunächst einmal wichtig selber seine Gedanken dazu zu haben. Viele Menschen kommen nie mit dieser Thematik in Berührung, umso wichtiger diese Diskussion zu verbreiten. Denn die, die es betrifft, brauchen Antworten! "Gott" als Theaterstück geschrieben, meiner Meinung nach eine exzellente Wahl. Man fühlt sich präsent, anwesend und angesprochen. Denn der Tod und das Sterben betreffen nun mal jeden Menschen persönlich. Anstatt auf wissenschaftliche Essays, philosophische Texte oder unzählige Gesetztestexte zu verweisen, bricht der Autor diese Unmengen an Information zu verdaulichen Stücken, die es einem Laien erlauben, der Diskussion zu folgen und sie überhaupt zu verstehen! Bravo!

Solide, alte Argumente
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 14.10.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Direkt vorweg: ich hatte mir sehr viel mehr erwartet! Die Diskussion, ob ein gesunder Mensch lediglich aus Lebensüberdruss durch ärztliche Hilfe Suizid leisten darf, wurde nicht geführt meiner Meinung nach, obwohl dies das Thema des Theaterstücks sein sollte. Es wird so gut wie nicht auf den Aspekt "gesunder Mensch" und wenig a... Direkt vorweg: ich hatte mir sehr viel mehr erwartet! Die Diskussion, ob ein gesunder Mensch lediglich aus Lebensüberdruss durch ärztliche Hilfe Suizid leisten darf, wurde nicht geführt meiner Meinung nach, obwohl dies das Thema des Theaterstücks sein sollte. Es wird so gut wie nicht auf den Aspekt "gesunder Mensch" und wenig auf die Rolle des Arztes eingegangen. Dafür zu genüge wieder einmal die alten Argumente, die ich inzwischen zig mal in jedem Ethikseminar im Medizinstudium durchkauen musste. Kein Erkenntnisgewinn somit. Einzelne Ausführungen einiger Argumente regten dennoch zum Nachdenken an und haben meine Meinung zum Thema Sterbehilfe doch beeinflusst, weshalb ich dem Buch noch 3 Sterne geben kann. Die Essays im Anhang des Buchs sind mit Abstand der beste Teil und würden alleine stehend 4,5 Sterne verdienen, nur das Theaterstück selbst ist wie gesagt gespickt mit alten Argumenten und diese nicht einmal neu aufgearbeitet, sondern lediglich abgearbeitet. Schade!


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