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Der Dünensommer

Roman - Eine Liebe auf Norderney

Eine Liebe, so schwerelos und vergänglich wie ein heißer Sommertag ...

Norderney 1959. Ulla führt ein scheinbar sorgloses Leben. Sie ist jung und gutaussehend, mit einem wohlhabenden Hamburger Verleger verheiratet und verbringt die Sommermonate im schicken Nordseeheilbad. Doch ihr Aufenthalt dort hat einen ernsten Hintergrund: nach drei Jahren Ehe sind Ulla und ihr Mann noch immer kinderlos, das maritime Klima soll Ullas Gesundheit stärken. Fernab vom stickigen Hamburg flaniert sie auf der Strandpromenade, badet, feiert und genießt das ungewöhnlich heiße Wetter. Man spricht von einem Jahrhundertsommer, und alle spielen ein bisschen verrückt. Ulla lernt den mittellosen jungen Fotografen Hans kennen, der so anders ist als ihr Gatte. Bald entstehen zarte Gefühle zwischen den beiden und als das Ende des Sommers näher rückt, muss Ulla eine schwierige Entscheidung treffen ...
Portrait
Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und lebt in Hamburg. Viele Jahre schrieb sie für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine, inzwischen konzentriert sie sich ganz auf ihre Romane. Mit »Die Inselfrauen«, »Die Fliederinsel« und »Die Rosengärtnerin« stand sie wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.05.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783641241384
Verlag Random House ebook
Dateigröße 4348 KB
Verkaufsrang 407
eBook
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Gehört ins "Summer of 2020"-Gepäck
von Bücher in meiner Hand am 26.05.2020

Wer kennt nicht Brian Adams "Summer of '69"? So ähnlich wie im Song, nur im "Summer of '59", verbringt Ulla ihren vielleicht schönsten, sicher aber erlebnisreichsten Sommer - auf Norderney. Ulla und Inge erleben ihren ganz persönlichen Jahrhundertsommer, der 1959 extrem heiss war und nur schon deshalb diesen Namen bekam. ... Wer kennt nicht Brian Adams "Summer of '69"? So ähnlich wie im Song, nur im "Summer of '59", verbringt Ulla ihren vielleicht schönsten, sicher aber erlebnisreichsten Sommer - auf Norderney. Ulla und Inge erleben ihren ganz persönlichen Jahrhundertsommer, der 1959 extrem heiss war und nur schon deshalb diesen Namen bekam. Als junge Verlegergattin steht Ulla unter dem Druck einen Erben zu gebären. Ihre Schwiegermutter Agathe, die mit ihnen in der Familien-Villa wohnt, erinnert Ulla jeden Tag daran. Ihr Mann Will lässt sie nicht mehr im Verlag arbeiten und so kommt Ulla sich nutzlos und unzulänglich vor. Bis ihr eine Kur in empfohlen wird. So reist sie mit ihrer Freundin Inge auf Norderney. Ulla logiert im Hotel, kurt morgens und arbeitet nachmittags an einer Broschüre über das Seebad mit, bei dem sie mit dem Fotograf Hans zusammen arbeitet. Bei ihrer gemeinsamen Arbeiten lernen die Leser viel über Norderneys Geschichte kennen. Inge hingegen lebt bei ihren beiden Tanten und arbeitet den Sommer über in deren Handarbeitsladen. Inge erweitert das Angebot und verkauft immer erfolgreicher Badekleider und Bikinis. Tammo und Felix, zwei ganz unterschiedliche Männer verlieben sich in Ullas Freundin. Nur weiss Inge nicht, wem von beidem sie ihr Herz schenken soll. Viele Jahre später verbringt Ullas Enkelin Kim einige Tage auf Norderney. Bei einer Veranstaltung entdeckt sie Fotos, die sie an ein Foto, das ihrer Oma gehörte, erinnert. Sie spricht Julian, den Enkel des Fotografen darauf an. Julian wird sofort neugierig, als Kim ihm die Aufnahme schildert. Die nächsten Nachmittage sind ab sofort reserviert, denn Inge lebt noch immer auf Norderney und erzählt den beiden von den Geschehnissen damals. Durch Inges Erinnerungen erfahren auch die Leser von diesen legendären Sommermonaten. Lust auf Urlaub macht das Setting auf der ostfriesischen Insel. Sylvia Lotts Beschreibungen vom Meer, dem Watt, dem grünen Leuchten und den Dünen lassen die Leser zum Träumen verleiten - und zum Planen eines Norderney-Urlaubs. Was die von Hans und Ulla gestaltete Broschüre im September 1959 für die Insulaner und ihre Besucher war, ist dieser Roman für die deutschsprachigen Leser. "Der Dünensommer" liest sich wie eine Ode an die Insel Norderney und müsste zur Pflichtlektüre für alle Norderney-Besucher werden. Gut gewählt fand ich die Platzierung der Charaktere. Durch Inge ist man den Insulanern und Hotelangestellten nahe, durch Ulla den illustren, sich oft mehrbesser-fühlenden Hotelgästen. Die Rolle der Frau zu jener Zeit ist durch die beiden Freundinnen ebenfalls gut charakterisiert. Einerseits die selbstständig Erwerbende, andererseits "die Frau von", die zu präsentieren und nicht zu arbeiten hat. Auch spürt man die baldige, kurz bevorstehende, in den 60ern aufkommende sexuelle Revolution, die hier ganz fein bei Einzelnen in Erscheinung tritt. Dieser neue Roman von Sylvia Lott lässt alte Zeiten aufleben, weckt Erinnerungen, gibt den Insulaner wie auch den Besuchern ein Gesicht, deckt Heuchlereien mit einem Augenzwinkern auf und erzählt dabei eine schöne Liebesgeschichte. Die mich, zugegeben nicht nur ein bisschen, an "Die Brücken am Fluss" erinnert. Wer jenes Buch oder den Film mag, ist mit diesem Roman, quasi der deutschen Version davon, sehr gut beraten. "Der Dünensommer" gehört einfach in jedes "Summer of 2020"-Gepäck. Fazit: Eine in einen Roman verpackte Liebeserklärung an Norderney - sehr schön zu lesen! 5 Punkte.

Unterhaltsame Zeitreise nach Norderney
von einer Kundin/einem Kunden aus Herzogenrath am 18.05.2020
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

In Sylvia Lotts neusten Roman verbringen wir auf zwei Zeitebenen einige Zeit auf Norderney. Dort begleiten wir einerseits im Jahr 2018 die Drehbuchautorin Kim, welche gerade ein Filmfest besucht und dort Julian, Sohn des einstigen Inselfotografen Hans, kennenlernt. Parallel dazu dürfen wir die junge Ulla auf ihrem Kuraufenthalt ... In Sylvia Lotts neusten Roman verbringen wir auf zwei Zeitebenen einige Zeit auf Norderney. Dort begleiten wir einerseits im Jahr 2018 die Drehbuchautorin Kim, welche gerade ein Filmfest besucht und dort Julian, Sohn des einstigen Inselfotografen Hans, kennenlernt. Parallel dazu dürfen wir die junge Ulla auf ihrem Kuraufenthalt 1959 in dem schicken Nordseeheilbad begleiten, die sich dort nicht nur erholt, sondern auch an einer Tourismusbroschüre mitarbeitet – zusammen mit dem o.g. Inselfotografen Hans. Im Mittelpunkt des Romans steht eindeutig Ulla, welche als junge Verlegergattin eine gesellschaftliche Stellung inne hat, mit der sie sich manchmal schwer tut. Als Gegenpol zu den Benimmzwängen verbringt sie viel Zeit mit ihrer besten Freundin Inge, die in den Sommermonaten auf Norderney ihren beiden Tanten unter die Arme greift. Der Roman dreht sich nun um die langsam entflammten Gefühle von Ulla zu Hans und es spannend zu lesen, wie Ulla sich nach und nach von ihren Zwängen befreit und ihr Leben genießt. Aber wird sie ihren Mann Will verlassen? Als ich den Klappentext las, erwartete ich beinahe eine dahin plätschernde Liebesgeschichte; aber insbesondere der Schreibstil der Hamburger Autorin hat mich überrascht und in den Bann gezogen. Wo findet man in einem Liebesroman Worte wie „seit einer Weile dräute es“ oder „Montag kaffeesieren wir am Jungfernstieg“? Dieser Sprachstil ist für mich quasi das Salz in der Suppe und lässt „Der Dünensommer“ aus den aktuellen Liebesromanen herausstechen. Dabei ist weder die erzählte Geschichte, noch die Buchsprache an sich altbacken... es sind einfach geschickt eingesetzte altdeutsche Redewendungen und zudem noch Insel-Redewendungen, die mir richtig Spaß beim Lesen machen. Auch Bilder wie „Männer mit an vier Ecken verknotete Taschentücher“ lassen mich schmunzeln, denn ich hatte sofort diverse Familien-Urlaubsfotos mit genau dieser „Sonnenhaube“ im Sinn. Alles in allem ist das Buch ein sehr unterhaltsamer Sommer-Roman, der gut in das nächste Urlaubsgepäck passt. Für mich war „Der Dünensommer“ ein wahres Lesevergnügen, welches mich nicht nur mit dem schön gezeichneten Buchcover in die passende Stimmung versetzt hat, sondern auch mit der bildhaften Beschreibung in die Milchbar von damals und heute mitgenommen und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten wunderbar hervorgehoben hat. Ein Lesetipp – nicht nur für Inselfans :-)