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Dead Zone – Das Attentat

Roman


Erster Roman des Castle-Rock-Zyklus

Johnny erwacht nach fünf Jahren aus dem Koma und besitzt auf einmal hellseherische Fähigkeiten. Als er einem Politiker die Hand schüttelt, hat er die Vision, dass dieser als zukünftiger US-Präsident den Dritten Weltkrieg auslösen wird. Johnny ringt mit seinem Gewissen und beschließt ein Attentat ...

Portrait
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.
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  • Als John Smith das College abschloss, hatte er den bösen Sturz längst vergessen, den er an jenem eiskalten Januartag des Jahres 1953 auf dem Eis getan hatte. Es wäre ihm schon schwergefallen, sich noch daran zu erinnern, als er die Grundschule verließ. Und seine Mutter und sein Vater hatten nie davon erfahren.
    Sie waren auf einer geräumten Fläche des Runaround Pond in Durham Schlittschuh gelaufen. Die größeren Jungen hatten mit alten, geklebten Stöcken Eishockey gespielt und dabei Kartoffelkisten als Tore benutzt. Die Jüngeren kurvten einfach herum, wie Kinder es schon seit undenklichen Zeiten getan haben - ihre Knöchel knickten komisch nach innen und außen um, ihr Atem stand wie Raureif in der frostkalten Luft von minus fünf Grad. In einer Ecke der abgeräumten Fläche brannten rußend zwei Gummireifen, ein paar Eltern saßen in der Nähe und beobachteten ihre Kinder. Das Zeitalter des Schneemobils lag noch in weiter Ferne, und der Winterspaß bestand immer noch darin, den Körper zu belasten statt einen Benzinmotor.
    Johnny war von seinem Haus direkt hinter der Pownal-Grenze heruntergekommen, die Schlittschuhe hatte er über die Schulter geworfen. Er war mit seinen sechs Jahren schon ein recht geschickter Schlittschuhläufer. Noch nicht gut genug, um sich am Hockeyspiel der älteren Jungen zu beteiligen, aber er konnte doch schon Kreise um die anderen Erstklässler ziehen, die ständig mit den Armen ruderten oder auf dem Hosenboden landeten.
    Jetzt glitt er am äußeren Rand der geräumten Fläche herum und wünschte sich, auch schon rückwärts laufen zu können, so wie Timmy Benedix, lauschte, wie das Eis weiter draußen unter der Schneedecke geheimnisvoll knisterte und knackte, lauschte den fernen Rufen der Hockeyspieler, dem Dröhnen eines Lastwagens, der auf dem Weg nach U.S. Gypsum in Lisbon Falls die Brücke überquerte, den murmelnden Unterhaltungen der Erwachsenen. Er war sehr froh, an diesem schönen kalten Wintertag am Leben zu sein. Er hatte keine Sorgen, nichts bedrückte ihn, er wollte nichts ... nur eins, wie Timmy Benedix rückwärts Schlittschuh laufen zu können.
    Er glitt am Feuer vorbei und sah, dass zwei oder drei der Erwachsenen eine Flasche Fusel kreisen ließen.
    "Geben Sie mir auch was davon!", rief er Chuck Spier zu, der in eine dicke Strickjacke und grüne Flanellhose eingemummt war.
    Chuck grinste ihn an. "Verschwinde von hier, Junge! Ich höre, wie deine Mutter nach dir ruft."
    Der sechsjährige Johnny Smith grinste ebenfalls und lief weiter. Dann sah er, wie Timmy Benedix persönlich den Hang herunterkam, seinen Vater im Schlepptau.
    "Timmy!", schrie Johnny. "Pass mal auf!"
    Er drehte sich um und begann unbeholfen, rückwärts zu laufen. Dabei geriet er, ohne es zu merken, in den Bereich des Eishockeyspiels.
    "He, Junge!", rief jemand. "Geh aus dem Weg!"
    Johnny hörte es nicht. Er konnte es! Er lief rückwärts! Er hatte den richtigen Rhythmus erfasst ... ganz plötzlich. Es kam auf ein ganz bestimmtes Schwenken der Beine an ...
    Er blickte fasziniert nach unten, um zu sehen, was seine Beine jetzt machten. Der alte, zerschrammte und schon arg ramponierte Puck der größeren Jungen zischte vorbei. Johnny sah es nicht.
    Einer der großen Jungen, kein allzu guter Schlittschuhläufer, jagte Hals über Kopf hinterher.
    Chuck Spier sah es kommen. Er sprang auf die Beine und schrie: "Johnny! Pass auf!"
    Johnny hob den Kopf ... und im nächsten Moment prallte der unbeholfene Schlittschuhläufer in vollem Tempo und mit seinen ganzen einhundertsechzig Pfund gegen den kleinen Johnny Smith.
    Johnny flog durch die Luft und fuchtelte wild mit den ausgestreckten Armen. Einen knappen Moment später knallte sein Kopf aufs Eis, und es wurde schwarz um ihn.
    Schwarz ... schwarzes Eis ... schwarz ... schwarzes Eis ... schwarz. Schwarz.
    Sie sagten ihm, dass er ohnmächtig geworden war. Doch in seinem Kopf wiederholte sich merkwürdigerweise immer nur ein Gedanke, während e
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 604
Erscheinungsdatum 03.09.2007
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-453-43272-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,7/11,8/4,7 cm
Gewicht 484 g
Übersetzer Joachim Körber, Alfred Dunkel
Verkaufsrang 102745
Buch (Taschenbuch)
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Jan Kleinschmidt, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Stephen Kings Meisterwerk - fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite! Vielschichtige Handlung voller mysteriöser Visionen, dramatischen Ereignissen und intensiver Spannung !

Vanessa Simon, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Johnny hat Visionen vom Ende der Welt und es scheint, das nur der Mord an einem angesehenen Politiker das verhindern kann. Hochspannend und mit überraschenden Wendungen. Sehr gut.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Stephen King - Dead Zone
von einer Kundin/einem Kunden aus Niederhelfenschwil am 20.09.2019

Stephen King schrieb dieses Buch in den 80er Jahren und es spielt während des Kalten Krieges. Die Hauptfigur hat in jungen Jahren einen schweren Autounfall und liegt 5 Jahre im Koma. Als er später aus dem Koma erwacht, hat er die Fähigkeit, wenn er Menschen berührt, ihre Zukunft zu sehen. Dies führt dazu, dass er das Leben einig... Stephen King schrieb dieses Buch in den 80er Jahren und es spielt während des Kalten Krieges. Die Hauptfigur hat in jungen Jahren einen schweren Autounfall und liegt 5 Jahre im Koma. Als er später aus dem Koma erwacht, hat er die Fähigkeit, wenn er Menschen berührt, ihre Zukunft zu sehen. Dies führt dazu, dass er das Leben einiger Menschen rettet, indem er sie vor verschiedenen Dingen warnt, die er voraussieht. Eines Tages ist er zufällig bei einem Wahlkampf des zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Wie es der Zufall will, schüttelt er dem zukünftigen Präsidenten die Hand und sieht, dass er den 3. Weltkrieg auslöst. Später beschließt er, einen Attentatsversuch auf ihn durchzuführen .... Alles in allem dreht sich die Geschichte im Kern um die Frage, wenn man z.B. damals gewusst hätte, dass Adolf Hitler Deutschland in den Zweiten Weltkrieg führen würde und man die Chance hätte, ihn vorher zu töten, würde man das tun? Das Buch ist eines der älteren S.K. Werke und wurde auch verfilmt (mit Christopher Walken in der Hauptrolle). Es ist sehr aufregend und trotzdem relativ ruhig geschrieben. Eines der interessantesten S.K. Bücher für mich.

Dead Zone (Bewertung)
von einer Kundin/einem Kunden aus Emmen am 14.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Für mich war die Geschichte ein wenig durcheinander und konfus. Beim Lesen habe ich manchmal den Kontakt zum bisherigen Stoff verloren. Eigentlich bin ich andere Triller von Stephen King gewohnt.

Ziellos!
von Blaxy87 aus Hannover am 11.10.2018

Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich eine Rezension zu Stephen King's "Dead Zone" verfassen sollte oder eben nicht. Ich habe mich mit mir abgesprochen und geeinigt, dass es keine Rezi im herkömmlichen Sinne sein soll und kann, ich aber das Bedürfnis loswerden muss, mich zu diesem frühen Werk des Meisters zu äußern. Die Ge... Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich eine Rezension zu Stephen King's "Dead Zone" verfassen sollte oder eben nicht. Ich habe mich mit mir abgesprochen und geeinigt, dass es keine Rezi im herkömmlichen Sinne sein soll und kann, ich aber das Bedürfnis loswerden muss, mich zu diesem frühen Werk des Meisters zu äußern. Die Geschichte beginnt in den 1950, der kleine John Smith stößt sich beim Schlittschuh laufen hart den Kopf an. Dies ist der Auftakt zur Übersinnlichkeit im winzigem Maße. Es folgt ein Zeitsprung: Nun schreiben wir das Jahr 1970 - mittlerweile ist Johnny Smith als Lehrer tätig. Wir begleiten ihn zu seinem Date mit Sarah, die ebenfalls Lehrerin ist, und verbringen einen Abend auf dem Rummel. Der Abend verläuft heiter und zugleich etwas unheimlich, doch möchte ich hier nicht zu viel verraten. Ende vom Lied ist ein tragischer Autounfall, der Johnny für fast fünf Jahre ins Koma fallen lässt. Als Johnny erwacht, erwacht mit ihm die Fähigkeit ins Leben und die Zukunft der Menschen blicken zu können, die er berührt. Soweit so gut. Aber ihr merkt, ich ufere ein wenig aus, nicht? Ätsch - Dies hat Herr King getan! An dieser Stelle im Buch befinden wir uns locker schon bei ca 250-300 Seiten (von ca 590, mal angemerkt!). Und wir befinden uns noch nicht mal in der Nähe, des geplanten Anschlags auf einen Politiker, der auf der Rückseite des Buches als Inhalt angegeben wird! Viel mehr möchte ich zur Story eigentlich auch nicht sagen. Oder: Viel mehr KANN man auch gar nicht sagen, ohne alles zu erzählen. Der grobe Plot ist zügig erzählt. King's Liebe zur Feinheit und Detaillierung in allen Ehren, aber hier wird man meiner Meinung nach auf eine harte Probe gestellt. Ich selbst habe nun doch schon einige Romane (insgesamt liege ich jetzt bei 33) von Stephen King gelesen und geliebt, und habe kein Problem damit, "wenn es mal wieder länger dauert" - mein Snickers liegt bereit - , aber hier hat der Meister in meinen Augen den Bock geschossen. Es wirkt auf mich so, als hätte Herr King x verschiedene Ansätze gehabt, sich für keinen entscheiden können und alle ins blaue geschrieben, um zu sehen, wohin sie einen führen. Auch muss ich darauf aufmerksam machen, dass man die Hände von "Der Toten Zone" lassen sollte, wenn man mit Politik nichts am Hute hat. Für mich selbst war es nicht direkt ein Problem; Politik ist zur Zeit so bindend und präsent wie noch nie für mich, aber zog sich hier der Stoff wie Kaugummi. Selbst die Tatsache, dass es sich um amerikanisches politisches Geschehen in den 70ern handelt, kann ich nicht ankreiden, da ich zum Beispiel King's "Der Anschlag" verschlungen habe und definitiv weiter empfehle! Leider bekommt "Dead Zone" von mir nur zwei von fünf Sternen. Mich persönlich konnte es weder überzeugen, noch unterhalten.