Schäfchen im Trockenen

Roman

Anke Stelling

(17)
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Beschreibung

Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf. Und Resi hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und Abschottung und sie als Aufsteigerkind zusehen muss, wie sie da mithält. Aber Resi wusste’s nicht. Noch in den Achtzigern hieß es, alle Menschen wären gleich und würden durch Tüchtigkeit und Einsicht demnächst auch gerecht zusammenleben. Das Scheitern der Eltern in dieser Hinsicht musste verschleiert werden. Darüber ist Resi reichlich wütend. Und entschlossen, ihre Kinder aufzuklären, ob sie’s wollen oder nicht.

Ausstattung: Pepper: Preis der Leipziger Buchmesse

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 09.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71971-6
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/2,5 cm
Gewicht 251 g
Verkaufsrang 16264

Buchhändler-Empfehlungen

... eine großartige Bestandsaufnahme

Sabine Rudolph, Thalia-Buchhandlung Dresden (Schillerplatz)

Wie ein Bericht geschrieben, auch wie eine Ansprache Resis an ihre 14jährige Tochter Bea (die das ja alles verstehen soll) ... - SCHÄFCHEN IM TROCKENEN wirft Fragen des sozialen Werdegangs auf. Wie fühlt es sich an, wenn der Besitz mit steigender Familienmitgliederzahl wächst und auf einmal verpflichtet, und wie hält die in jungen Jahren ach so offene und alternative Clique zusammen, wenn für einige die finanziellen Mittel einfach fehlen, um da mitzuhalten? Die, die ihre Schäfchen vermeintlich im Trockenen haben, sehen da auf einmal mit anderen Augen auf ihr bekanntes Umfeld. Und wie das so läuft mit dem Sich-im-Leben-häuslich-einrichten unter verschiedenen Bedingungen, das hat Anke Stelling unverblümt und ungeschönt, aber auch mit Witz und Humor grandios beschrieben.

Claudius Kaboth, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Eine rabiate Abrechnung und literarischer Wutanfall über die längst überwunden geglaubten Klassenunterschiede unserer deutschen Gesellschaft: nicht umsonst wurde Anke Stelling der Preis der Leipziger Buchmesse 2019 zugesprochen. Jetzt als Taschenbuch.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Vom (Un)Glück etabliert zu sein
von einer Kundin/einem Kunden aus Bargteheide am 13.04.2021

ch gebe es ja nur ungern zu, aber ich hätte dieses Buch normalerweise weder gelesen noch gehört, weil ich Titel und Cover einfach nur doof fand. Auch der Klappentext hatte mich nicht wirklich überzeugt. Aber nun hatte ich mich vor kurzem mit einem Freund darüber unterhalten, warum er den Prenzlauer Berg nicht mag. Er hat mir emp... ch gebe es ja nur ungern zu, aber ich hätte dieses Buch normalerweise weder gelesen noch gehört, weil ich Titel und Cover einfach nur doof fand. Auch der Klappentext hatte mich nicht wirklich überzeugt. Aber nun hatte ich mich vor kurzem mit einem Freund darüber unterhalten, warum er den Prenzlauer Berg nicht mag. Er hat mir empfohlen die Bücher von Anke Stelling, speziell „Schäfchen im Trockenen“, zu lesen. Und das hat mich so neugierig gemacht, dass ich mir die Geschichte jetzt als Hörbuch-Download von der Autorin selbst ungekürzt hab vorlesen lassen. Zum Inhalt muss ich hier nichts weiter schreiben. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin den Klappentext selbst geschrieben hat, denn der Text entspricht genau der Art, wie die Autorin ihre Geschichte erzählt. Es ist eigentlich eine Abrechnung Resis mit ihren alten Freunden, die wie sie im Schwabenländle aufgewachsen sind. Und es ist ein Appell an ihre Tochter Bea, dass sie nicht das Leben leben soll, was ihre Mutter nicht geschafft, sich aber gewünscht hätte. So hat sie es nämlich selbst gegenüber ihrer Mutter empfunden. Und so hört sich da ganze Buch an, als ob die Ich-Erzählerin Resi ihrer Tochter einen Leitfaden für das Leben erzählt. Darin gibt sie ihr Ratschläge, was sie nicht tun soll. Erzählt ihr aber auch sehr genau über ihre eigene Kindheit und Jugend, über die Clique, mit der sie zusammen nach Berlin gezogen ist, erzählt von ihrem Leben und ihren Problemen. Ein ganz großes Problem ist, dass sie von ihrem früheren Freund Frank ein Schreiben bekommen hat, indem dieser ihr mitteilt, dass er die Wohnung, in der sie leben, gekündigt hat. Resi, ihr Mann und ihre vier Kinder haben also keinen eigenen Mitvertag. Und so werden sie gezwungen sein, sich eine neue Wohnung zu suchen. Aber wer kann sich schon eine bezahlbare Wohnung innerhalb Berlins innerem Kern leisten, wenn er vier Kinder hat, der Vater Künstler ist und sie selbst freiberufliche Journalistin und Autorin? Mich hat diese Geschichte fasziniert. Und anders als ein anderer Leser dieses Buches, empfand ich nicht, dass Resi sich zum Opfer macht, obwohl ihr dies auch ihre früheren Freunde vorhalten. Resi kommt aus einer einfachen Familie. Sie ist in den achtziger Jahre zur Schule gegangen. In dieser Zeit hat man versucht, dass die Kinder aus unterschiedlichen Schichten alle gleichberechtig sind. Dies ist auch die Zeit, in der Arbeiterkinder endlich auch Abitur machen und studieren können. Es hört sich theoretisch ja auch alles ganz fein und richtig an. Aber Probleme kommen schon dann auf, wenn der Rest der Clique aus Familien mit mehr Geld stammen. Die kommen dann schon mal auf die Idee, mal eben ein Wochenende in die Berge zum Ski fahren zu fahren. Nur wie soll Resi das machen? Und so geht es dann irgendwann auch in dem Erwachsenenleben weiter. Erst lebten sie alle glücklich und mietfrei in dem Mietshaus, welches dem Vater von einem aus der Clique gehörte. Sie leben als Gruppe zusammen. Und als sie endlich alle etabliert sind, verheiratet und Kinder haben, beginnt eine neue Planung. Ein eigenes Haus für die Gruppe muss her. Zum Glück haben inzwischen ja alle coole Jobs, die ordentlich Geld einbringen. Also kann das Haus nach ganz eigenen Wünschen gebaut werden. Doch das ist zu dem Zeitpunkt, in dem das Buch spielt, schon Geschichte. Inzwischen leben alle außer Resi und ihrer Familie in dem neuen gemeinschaftlichen Haus in tollen Wohnungen. Nur Resi und ihre Familie konnten es sich nicht leisten. Und dann hat Resi einen Fehler gemacht. Sie hat ein bitterböses Buch über ihre Freunde geschrieben, und das können diese nicht verzeihen. Ich finde, dass dieses Buch eine gute Abrechnung mit einer bestimmten Klientel unserer Zeit ist. In jungen Jahren sind wir alles ach so engagiert. Wir wollen garantiert nicht die Fehler unserer Alten (Eltern) machen und uns von dem System einkassieren lassen. Wir machen alles gemeinsam und sch... auf das kommerzielle System. Doch nach dem Studium bekommen einige dann doch die Sahne-Jobs und scheffeln richtig Kohle. Plötzlich werden sie fast so wie ihre Eltern. Und wenn sie dies gemeinsam werden, niemand ausschert, dann kann es mit der Kommune oder Wohngemeinschaft auch gerne weitergehen. Aber jetzt natürlich bitte mit Stil und notariell abgesichert. Schade, wenn ein Teil ausschert und sich wirklich treu bleibt. Dieser Teil ist dann plötzlich ein Stachel im Fleisch und zeigt, wie verdammt angepasst man inzwischen geworden ist. Und wehe, dass das Ganze dann auch noch öffentlich gemacht wird! In dem Roman sehen wir natürlich nur die eindimensionale Sicht von Resi. Wir wissen nicht, ob während der Planungsphase vielleicht auch durchaus akzeptable Vorschläge für sie und ihre Familie gemacht wurden, wie z.B. eine Mietwohnung, die einer der anderen ihnen anbieten könnte. Wäre steuerlich sicherlich absetzbar. Auch für mich wäre so eine Hausgemeinschaft eigentlich ein Traum, aber bei Geld hört wohl tatsächlich die Freundschaft auf! Und so wird es dann wohl doch ein Traum bleiben. Und jetzt weiß ich auch, was mein Freund für Probleme mit den Bewohnern des Prenzlauer Bergs hat. Es sind offensichtlich zumeist Menschen dieser Generation und dieser Gesellschaftsschicht, die vielfach egoistisch und scheinheilig sind. Sie geben sich ach so liberal und sind inzwischen doch selbst Teil des Establishments. Das Buch hat einen durchaus einen sehr trockenen Humor. Es hat mir viel Spaß gemacht, diese Geschichte zu hören. Die Autorin hat es hervorragend vorgetragen. Ich konnte das Ganze direkt nachfühlen. Nun bin ich auf ihr nächstes Buch gespannt und auch „Bodentiefe Fenster“ interessiert mich jetzt.

Eine gnadenlose Abrechnung mit seinem Umfeld
von sheena01 am 14.12.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch (MP3-CD)

Inhalt & Handlung: In „Schäfchen im Trockenen“ hadert die Protagonistin Resi mit ihrem Schicksal und arbeitet dieses in einem fiktiven Buch, das sie zum Teil an ihre Tochter Bea gerichtet hat, auf. Sie nimmt sich dabei kein Blatt vor den Mund und rechnet darin gnadenlos mit ihrer Umgebung ab. Dieses Buch, das letztlich zahlreic... Inhalt & Handlung: In „Schäfchen im Trockenen“ hadert die Protagonistin Resi mit ihrem Schicksal und arbeitet dieses in einem fiktiven Buch, das sie zum Teil an ihre Tochter Bea gerichtet hat, auf. Sie nimmt sich dabei kein Blatt vor den Mund und rechnet darin gnadenlos mit ihrer Umgebung ab. Dieses Buch, das letztlich zahlreiche Preise einheimst, führt zum Bruch Resis mit ihrem Freundeskreis von früher, da sich dieser verständlicherweise verraten fühlt. Schreibstil: Das Buch ist als Monolog an Resis Tochter Bea aufgebaut, manchmal verlieren sich die Gedanken in Fantasien, es hagelt Vorwürfen in alle Richtungen, die geprägt sind von der recht einseitigen Sichtweise Resis. Man findet aber auch wirklich komische Beschreibungen ganz alltäglicher Szenerien, wie sie jeder von uns selbst wohl bestens kennt. Die wirklich treffenden Formulierungen können einem so manches Schmunzeln entlocken! Charaktere: Mitvierzigerin Resi scheint ihr offensichtliches Scheitern im Leben den widrigen Umständen und dem Fakt zuzuschreiben, in der falschen Klassenschicht aufgewachsen zu sein, übersieht dabei aber offenbar, dass man im Leben auch mal aktiv werden muss, um seine missliche Lage zu ändern. Allein mit dem Argument zu kommen, man wäre eben nicht mit dem silbernen Löffel im Mund geboren worden, wie eben die anderen, ist einfach ein wenig billig. Die anderen in unglaublicher Anzahl vorkommenden Charaktere erscheinen leider meist ein wenig farblos, was ihre Unterscheidung bei einem Hörbuch wirklich nicht einfach macht! Cover: Das Cover ist recht karg gestaltet, zum größten Teil in Türkis gehalten, der Titel prangt in großen Lettern darüber. Die Logik, warum ausgerechnet die Grafik einer Heizung darunter gesetzt ist, erschließt sich mir allerdings nicht! Autorin: Anke Stelling stammt gebürtig aus Ulm und studierte in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut. Zeitgleich fing sie zu schreiben an, und verfasste zusammen mit Robby Dannenberg Romane, welche zum Teil auch verfilmt wurden. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie den Berliner Kindertheaterpreis und den Preis der Leipziger Buchmesse 2019. Anke Stelling lebt heute in Berlin. Sprecherin: Die vorliegende Hörbuchfassung wird von der Autorin Anke Stelling selbst gelesen. Ich empfand ihre Stimme als sehr angenehm! Meinung: Dieses Buch ist eine Wutrede an die Gesellschaft, in der jeder offiziell seinen Platz hat, in der aber nicht jeder auch seine eigene Meinung haben darf. Man macht vieles, weil es von einem erwartet wird, aber nicht weil man es tun will. Diese und ähnliche Gedanken schwingen während des ganzen Buches mit, manchmal kann man nur zustimmend nicken, manchmal fehlt einem auch jegliches Verständnis für die Sichtweise der Protagonistin, und man hat das Gefühl, dass sie allzu sehr im Selbstmitleid schwelgt. Einige Stellen regen jedoch mit Sicherheit zum Innehalten und Nachdenken an! Warum dieses Buch allerdings zu einem der wichtigsten Bücher 2018 gewählt worden ist, kann ich nicht nachvollziehen, für mich erscheint es überbewertet. Persönliche Kritikpunkte: Auch wenn mich das Buch phasenweise recht gut unterhalten hat, hatte ich zeitweise das Gefühl, dass sich die Geschichte unendlich dahinzieht, und man gedanklich auf der Stelle tritt! Darüber hinaus war es glaublich schwierig, die Vielzahl an Personen unterscheiden zu können, zumal diese sehr farblos erschienen, mag sein dass mir aus diesem Grund eine Printversion des Textes mehr zu gesagt hätte, da man hier die Möglichkeit des Zurückblätterns, um einige Passagen erneut zu lesen. Fazit: Alles in allem konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, zumal es vom Grundtenor her recht negativ gehalten war, auch wenn ich zugeben muss, dass mich so manche witzigen Passagen bestens unterhalten haben.

Schäfchen im Trockenen
von Timo Funken am 08.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Interessante Spiegelung unserer Gesellschaft in Roman-Form. Ich war sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken angeregt, daher 5 Sterne. Liebe Grüße Timo Funken


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