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Nerds retten die Welt

Gespräche mit denen, die es wissen

Sibylle Berg

(11)
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Beschreibung

Verloren in der Gegenwart kurz vorm Untergang? Dieses Buch hilft!

Permanent sind wir mit Meldungen aus aller Welt konfrontiert, die wir weder einordnen noch anständig bewerten können. Und zum Handeln befähigen sie uns auch nicht. Was soll man gegen den aufkommenden Faschismus tun? Gegen schmelzende Gletscher? Gegen Überwachung und Verknappung des Wohnraums? Sibylle Berg versucht es in Gesprächen mit Wissenschaftler*innen herauszufinden. Während der Arbeit an ihrem Roman »GRM« sprach Sibylle Berg über zwei Jahre hinweg mit Expert*innen aus den verschiedensten Disziplinen – mit Systembiolog*innen, Neuropsycholog*innen, Kognitionswissenschaftler*innen, Meeresökolog*innen, Konflikt- und Gewaltforscher*innen. Über den Zustand in ihren Fachgebieten. Und über Ideen für eine Zukunft, die sich nicht wie ein Albtraum ausnimmt. Wie sich wehren gegen Parolen, die den Verstand beleidigen? Wie verhalten wir uns zu der Politik des Spaltens und Herrschens, die gerade weltweit ein Erfolgsmodell zu sein scheint? Was bedeutet die digitale Revolution, und gibt es eigentlich noch Hoffnung? Dieses Buch ist das Richtige für alle, die sich auch solche Fragen stellen und besser gewappnet sein wollen für das, was auf uns zukommt.

Gespräche mit:Jürgen Schmidhuber – Lorenz Adlung – Jens Foell – Odile Fillod – Hedwig Richter – Matthias Schuler – Lynn Hersham Leeson – Dirk Helbing – Jutta Weber –Iddo Magen –Valerie M. Hudson – Avi Loeb – Carl Safina – Robert Riener – Wilhelm Heitmeyer – Anja Thierfelder

»Sie alle [die Wissenschaftler*innen] bieten im Wechselspiel mit Sibylle Berg einen wunderbaren Einblick in spezifische Forschungsaufgaben, mit deren Ergebnissen wir auf irgendeine Weise tagtäglich zu tun haben

Sibylle Berg lebt in Zürich. Ihr Werk umfasst 25 Theaterstücke, 14 Romane und wurde in 34 Sprachen übersetzt. Berg ist Herausgeberin von drei Büchern und verfasst Hörspiele und Essays. Sie erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, u.a. den Wolfgang-Koeppen-Preis (2008), den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis (2016), den Schweizer Buchpreis (2019), den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2019), den Thüringer Literaturpreis (2019) sowie den Schweizer Grand Prix Literatur und den Bertolt-Brecht-Preis (2020). Zuletzt erschien ihr Interviewband »Nerds retten die Welt. Gespräche mit denen, die es wissen« (2020).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 05.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05460-6
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/3,2 cm
Gewicht 478 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 10358

Buchhändler-Empfehlungen

Jasmin Spieler, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Diese Interviewsammlung ist eine stimmige Ergänzung zu "GRM Brainfuck", weil sie die (realen) Probleme, die in GRM zur Dystopie werden, zu lösen versucht. Besonders fesselt der Kontrast zwischen Fr. Bergs ironisch unbedarften Fragen und den komplexen Antworten, die sie bekommt.

Tally Thiel, Thalia-Buchhandlung Berlin

Hat Sibylle Berg einen komplett eigenen Schreibtstil? Oh ja, aber er ist so so gut! Trocken und voller Roman schreibt Berg das die Welt ohne uns Nerds umso einiges grauer wäre!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Diese Nerds sind klasse! Mir hat besonders die breite Auswahl an Fachgebieten gefallen. Und ich habe viel gelernt.
von SternchenBlau am 29.08.2020

„Danke an alle, die für die Wissenschaft kämpfen. Und die wissen, dass es auf komplexe Fragen keine einfachen Antworten gibt.“ Dieser Gedanke aus der Danksagung am Schluss des Buches, hat mir total gut gefallen und trifft auch das Grundgefühl von „Nerds, die die Welt retten“ sehr gut. Und für all jene, die sich immer mal wied... „Danke an alle, die für die Wissenschaft kämpfen. Und die wissen, dass es auf komplexe Fragen keine einfachen Antworten gibt.“ Dieser Gedanke aus der Danksagung am Schluss des Buches, hat mir total gut gefallen und trifft auch das Grundgefühl von „Nerds, die die Welt retten“ sehr gut. Und für all jene, die sich immer mal wieder als Nerd fühlen und die gerne die Welt retten würden, ist dieses Buch hervorragend geeignet. Sibylle Bergs Auswahl an 16 „Nerds“ ist sehr gelungen: „Systembiologie, Neuropsychologie, Kognitionswissenschaft, Meeresökologie, Konflikt- und Gewaltforscherung. Mir gefiel das ganz besonders, dass die Fachgebiete der Gesprächspartner:innen ist sehr breit gestaltet wurde. Für mich ist das ein Gemischtwarenladen im komplett positiven Sinne, weil schon allein das zeigt, dass die unterschiedlichsten Fachgebiete die Welt jeweils ein klein bisschen retten können. Die Lesenden sollten aber sich auch für so ein breit gefächertes Menü interessieren.  „‚Männer haben etliche Gründe, Angst vor der Klitoris zu haben.’“ (Odilie Fillod) Jedes Interview mit wird mit einem sehr stimmigen Zitat des „Nerds“ eingeleitet. Danach folgt eine kurze Vorstellung und dann das eigentliche Interview. Jedes Interview beginnt mit folgender Frage: „Haben Sie sich heute schon um den Zustand der Welt gesorgt?“ Diese Struktur hat mich immer sehr neugierig gemacht, auf die interviewten Person, ihre Sicht auf die Welt und das jeweilige Sachgebiet. Einen echten Mehrwert bieten auch die Links (bzw. QR-Codes, die für die Printfassung funktionieren), die neben Lexikonartikeln zu Produktvideos oder TED-Talks verlinken. Warum vergebe ich trotzdem nicht die Höchstanzahl von Sternen, sondern „nur“ 4 Sterne? Es ist wohl der gleiche Grund, warum ich das Buch nach knapp zwei Interviews erstmal zur Seite gelegt habe. Manchmal ging mir Bergs sarkastischer, pessimistischer Fragenstil ziemlich auf die Nerven, genauso wie die Seitenhiebe, dass Recht-Links-Schemata überholt wären. Dazu finde ich die Frage, warum sich Frauen weniger für IT interessieren würden, recht unglücklich formuliert, weil diese Frage das als Fakt festlegt, obwohl dies in anderen Ländern tatsächlich anders ist. Und bei der Phrase „Apropos“ taten mir spätestens beim dritten Mal die Zähne weh, vor allem, weil da oftmals einfach nur aus der kalten ein Übergang geschaffen werden sollte. Obwohl ich Sibylle Berg als Journalistin und Kommentatorin schätze, weiß ich jetzt wieder, warum ich nach meinem ersten Versuch mit „Sex II“ keinen Roman mehr von ihr gelesen habe. Und ich fand es irritierend, dass Berg bei ihren Fragen keine genderneutralen Formen benutzt und oftmals nicht einmal die femininen Formen. „Das ist wohl die größte Gefahr für die Wissenschaft. Wissenschaft scheitert nicht daran, dass Forschungsergebnisse unerwartet sind, sondern daran, dass Forschungsergebnisse ignoriert werden.“ (Lorenz Adlung) Gerade in Zeiten, in denen dieses Problem trotz immer größerer technischen Möglichkeiten um sich greift, ist ein Buch wie dieses umso wichtiger. Fazit Sehr spannende Gesprächspartner:innen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Ich habe viel gelernt. Nur der Fragenstil nervte mich machmal. 4 von 5 Sternen.

Wissenschaftliches Speed-Dating?
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 25.07.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ja, mit denen zu sprechen, die sich in ihrem Gebiet bestens auskennen ist nicht nur gut sondern dringend nötig. Wenn diese Experten als "Nerds" herangezogen werden, klingt das für mich sehr gewollt cool. Allerdings habe ich das Buch nach 7 Kapiteln enttäuscht zugeklappt. Offenbar hatte ich falsche Erwartungen an das Buch, abe... Ja, mit denen zu sprechen, die sich in ihrem Gebiet bestens auskennen ist nicht nur gut sondern dringend nötig. Wenn diese Experten als "Nerds" herangezogen werden, klingt das für mich sehr gewollt cool. Allerdings habe ich das Buch nach 7 Kapiteln enttäuscht zugeklappt. Offenbar hatte ich falsche Erwartungen an das Buch, aber ich hätte mir mindestens eins der folgenden gewünscht: (1) Innenansicht in ein sonst unsichtbares Fachgebiet, dass aber für unsere Zukunft essentiell ist oder werden könnte. (2) Einblicke in die Komplexität einer Materie, die dazu anregen, selber weiter zu knobeln. (3) Neuartige, scharfsinnige Analysen darüber, worin aktuelle Probleme ihren Kern haben. (4) Vorstellung einer brandneuen Idee, die "die Welt retten" könnte. (5) Ungewohnte Zusammenschau verschiedener Fachgebiete und ihrer Wechselwirkungen. (6) Irgend etwas worüber ich nach Lektüre eines Kapitels noch vertiefend nachdenken wollte. Nichts davon hab ich mehr als in Ansätzen finden können. Insgesamt fand ich die Texte eher am unteren Ende der Skala zwischen Stammtisch und Fachtext. Im Vergleich: die breite Wahrnehmung des prämierten podcasts "Corona Update" hat gezeigt, dass eine breite Öffentlichkeit bereit ist, deutlich tiefer in ein wichtiges Fachgebiet einzusteigen, als ich es in diesem Buch gefunden habe. M.E. hätten Frau Berg und ihre Experten uns viel mehr zumuten können. Der Stil der Moderation ist sicherlich Geschmackssache, mir kam es aber eher kokett als witzig oder hilfreich vor.

Ein Überblick im Chaos unserer heutigen Welt
von einer Kundin/einem Kunden am 17.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

»Nerds retten die Welt – Gespräche mit denen, die es wissen« - wie könnte dieser Titel keine Neugier wecken? Sibylle Berg ist sicherlich vielen ein Begriff, spätestens seit ihrem letzten Roman »GRM«. Im Zuge der Recherche zu diesem Buch führte sie eine Menge Interviews und sammelte 16 Gespräche mit Experten aus den Bereichen ... »Nerds retten die Welt – Gespräche mit denen, die es wissen« - wie könnte dieser Titel keine Neugier wecken? Sibylle Berg ist sicherlich vielen ein Begriff, spätestens seit ihrem letzten Roman »GRM«. Im Zuge der Recherche zu diesem Buch führte sie eine Menge Interviews und sammelte 16 Gespräche mit Experten aus den Bereichen der Naturwissenschaften, Psychologie, Soziologie und Politik. Dieses Werk soll uns die drängendsten Fragen unserer Zeit beantworten und uns möglichst mit einem guten Gefühl entlassen. Ob das funktioniert? Da die Themen breit gefächert sind, konnte mich natürlich nicht jedes Interview gleich begeistern und mal hat man mehr Ahnung, wovon die Rede ist, mal weniger. Zu meinen Favoriten zählen die Gespräche mit Robert Riener, ein Experte für Biomechanik und Robotik, der uns den Fortschritt in der Entwicklung von Prothesen darlegt und seine Meinung dazu kundtut, wie realitätsnah die Übernahme der Weltherrschaft durch Cyborgs ist. Oder Elizabeth Anne Montgomery, die uns auf den aktuellen Stand ihrer medizinischen Forschung bringt (Fachgebiet: Knochentumore, Weichteil-Pathologie) und Unterschiede aufzeigt zwischen der eleganten Krimi-Pathologie und der Realität. Auch Abraham Loeb zog mich in seinen Bann, der unter anderem seine Ansicht zur Existenz außerirdischen Lebens und die Funktionsweise von Sonnensegeln darstellt. Ich könnte noch mehr Beispiele nennen, aber ihr sollt die Fülle an Fachinformationen in ihrer Gänze gerne selbst entdecken. Problematischer sind für mich die soziologischen und politischen Themen, da sich hier die Tatsachen mehr mit Meinungen vermischen und ich herausfinden musste, das Sibylle Berg und ich wohl keine Freundinnen werden. Sie agiert im Buch als Moderatorin und beschränkt sich nicht nur auf das Stellen von Fragen, sondern bringt auch immer wieder selbst Informationen zum Thema ein. Das ist an sich ja nicht falsch, teils sogar hilfreich, oft beschlich mich aber auch der Eindruck, dass Sie beweisen möchte, intellektuell mit ihren Gesprächspartnern mithalten zu können. Das wirklich Ärgerliche für mich sind aber ihre persönlichen Ansichten, die sie immer wieder anbringt und die ich leider nicht teile. Das ist natürlich subjektives Empfinden. Wenn man die Dinge ebenso sieht wie sie, fühlt man sich sicherlich angesprochen und bestätigt. Mir würde das Buch ohne ihre persönliche Note allerdings deutlich besser gefallen. Die Ausführungen der Fachleute sind meist mit nachprüfbaren Quellen belegt, allerdings ist das nicht immer der Fall, was ich mal der Kürze des Mediums zuschreibe. Will man auf nur 336 Seiten ein so breites Spektrum abdecken, muss man Abstriche machen. Dem wurde schon gut entgegengewirkt, in dem man eingefügte QR-Codes scannen oder im e-book sogar direkten Links folgen kann, die einen zu weiterführenden Artikeln, Videos etc. leiten, wo man tiefgreifendere Zusatzinformationen zu angesprochenen Schlagwörtern selbst recherchieren kann. Trotzdem stieß ich manchmal auf Sätze, wie „Man weiß ja, dass...“ und ich dachte: Ach ja? Woher weiß man das? Alle Gespräche enden mit der Frage nach einem positiven Schlussstatement. Ob man sich nach der Lektüre wirklich pauschal besser fühlt sei mal dahingestellt, allerdings ist dieses Buch eine gute Hilfestellung dabei, Überblick im Chaos unserer heutigen Welt zu erlangen. Man sollte Menschen wie diesen wirklich mehr Sendezeit in unseren Informationsmedien einräumen. Für Leute, die sich noch nie mit den gegenwärtig besonders zur Diskussion stehenden Problematiken auseinandergesetzt haben, könnte das Buch eine Herausforderung werden. Doch es wurde sich Mühe gegeben, alles für Laien verständlich und gut nachvollziehbar zu gestalten. Es fühlt sich an, als würdet ihr durch 16 verschiedene Fachzeitschriften blättern, wer sich also einen Gesamteindruck verschaffen möchte und bereit ist, dann selbst in die eigenen Interessensgebiete tiefer einzutauchen, dem rate ich zu »Nerds retten die Welt«.

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