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Kostbare Tage

Roman

Kent Haruf

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Beschreibung

Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis am Rand der Kleinstadt Holt – die er nie verließ, im Gegensatz zu seinem Sohn Frank, zu dem es keinerlei Kontakt mehr gibt, oder Tochter Lorraine, die nun zur Unterstützung zurückkehrt. Aber es kommen auch neue Gesichter und mit ihnen Geschichten: Die kleine Alice zieht im Nachbarhaus bei ihrer Großmutter ein, und der neue Reverend Lyle hat nicht nur mit den eigenwilligen Anwohnern, sondern auch mit der eigenen Familie zu kämpfen.

Kent Haruf, geboren 1943 in Colorado, war ein amerikanischer Schriftsteller. Alle seine sechs Romane spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US-Bundesstaat Colorado. Er wurde unter anderem mit dem Whiting Foundation Writers’ Award, dem Wallace Stegner Award und dem Mountains & Plains Booksellers Award ausgezeichnet. Sein letzter Roman, ›Unsere Seelen bei Nacht‹, wurde zum Bestseller und mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt. Haruf starb 2014.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 27.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07125-2
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/2,7 cm
Gewicht 333 g
Originaltitel Benediction
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Pociao, Roberto de Hollanda
Verkaufsrang 18025

Buchhändler-Empfehlungen

Vom Abschiednehmen und Erinnern...

Ruth Strotmann, Thalia-Buchhandlung Münster

Wieder dürfen wir die Bewohner von Holt/Colorado begleiten und teilhaben an ihrem Leben, ihren Ängsten, Sorgen und Erinnerungen... Diesmal steht die Familie Lewis im Mittelpunkt. Dad Lewis ist schwer krank und er weiß, ihm bleiben nur noch Wochen. Wenig Zeit für ihn, über sein Leben, seine Prioritäten, seine Fehler und seine Entscheidungen nachzudenken. Aber Dad's Krankheit ist auch Anlass für die Familie, Nachbarn und Freunde, Entscheidungen ihres Lebens zu reflektieren, Begegnungen und Ereignissen nachzuspüren; sich in Erinnerungen zu verlieren: Schöne und Schmerzvolle, unwiederbringlich und kostbar. Kent Haruf erzählt von Menschen wie Du und ich. Gewohnt ruhig und unprätentiös beschreibt und beobachtet er die Handlungsweisen seiner Charaktere, ohne sie zu werten. Und dennoch oder gerade deshalb gelingt ihm eine emotionale Tiefe in seinen Romanen, die dem Leser viel Raum für eigene Gedanken und Emotionen lässt. So fällt es schwer, sich am Ende des Buches von „Holt“ und seinen Bewohner zu verabschieden und das Buch zu schließen. Man lässt die Geschichten nochmal Revue passieren und ist dankbar, diesen Schatz gefunden zu haben, der im wahrsten Sinne "kostbare Stunden und Tage" des Lesens beschert hat. Wunderschön und unnachahmlich!

Carpe diem!

Ursula Kallipke, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Ich kehre immer wieder gerne in den Ort der Haruf- Romane zurück, neugierig, was mich erwartet. In diesem Band ist das zentrale Thema das Abschiednehmen. "Dad" bekommt mitgeteilt, dass sich sein Leben in Kürze dem Ende neigt. Die Menschen in seinem Umfeld und ihr gemeinsamer Alltag, seine Vergangenheit - alles fügt sich zu einer sensiblen, sprachlich sehr schön geschriebenen Geschichte zusammen. Wie aus dem Leben gegriffen. Wer Kent Haruf noch nicht kennt, hat etwas verpasst! Mein Tipp: Starten Sie die Reihe am besten mit dem Titel "Lied der Weite".

Kundenbewertungen

Durchschnitt
98 Bewertungen
Übersicht
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Sein letzter Sommer...
von nicigirl85 aus Ilsenburg am 27.08.2020

Nachdem der Autor den interessierten Leser bereits mit "Unsere Seelen bei Nacht", "Lied der Weite" und "Abendrot" nach Holt entführt hat, geht es auch in diesem Roman an den gleichen zauberhaften Ort mit seinen besonderen Bewohnern. Dieser Teil kann von jedem gelesen werden, egal ob die Vorgänger bekannt sind oder nicht, aber ei... Nachdem der Autor den interessierten Leser bereits mit "Unsere Seelen bei Nacht", "Lied der Weite" und "Abendrot" nach Holt entführt hat, geht es auch in diesem Roman an den gleichen zauberhaften Ort mit seinen besonderen Bewohnern. Dieser Teil kann von jedem gelesen werden, egal ob die Vorgänger bekannt sind oder nicht, aber einen Haruf kann man sich eigentlich immer gönnen. In der Geschichte geht es um Dad Lewis, dessen Leben langsam aber sicher ein Ende nimmt. Der Sommer wird sein letzter sein. Wie fühlen sich die letzten Lebenstage mit Krankheit an? Hat man alles richtig gemacht im Leben? Tut der Tod weh? Das Besondere bei Haruf ist gewiss die sehr gefühlvolle Erzählweise, die mich als Leser völlig in seinen Bann gezogen hat. Schon allein aufgrund des Schreibstils war ich emotional ergriffen und mitgenommen. Die Kleinstadt, in der sich jeder kennt, erinnerte mich stark an mein eigenes Umfeld und so kamen bei mir direkt Heimatgefühle auf. Man fühlt sich wohl beim Lesen und mag die dargestellten Figuren sehr. Dad Lewis hat einiges hinter sich im Leben. Die Päckchen, die er zu tragen hat, haben mich doch sehr erstaunt. Besonders berührt hat mich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Egal wie viele Steine das Leben einem in den Weg legt, eine Familie sollte immer zusammenhalten. Mir hat gefallen, dass er vor seinem Ableben noch einiges klären will, sich aber wie im echten Leben nicht immer alles klären lässt und auch Wunden zurückbleiben. Die Sprünge zu anderen Figuren oder in andere Zeiten waren stets nachvollziehbar und schlüssig. Nie bin ich in der Handlung ins Schwimmen gekommen oder habe etwas nicht verstanden, eher fühlte es sich so an als wäre ich ein Teil der Geschichte. Der Roman hat sich für mich kurzweilig lesen lassen, aber mich emotional ganz schön aufgewühlt. Die Grundstimmung hatte für mich stets einen Hauch von Düsternis, was bei einem bevorstehenden Tod aber wahrscheinlich normal ist. Fazit: Der Ausflug nach Holt hat sich auf jeden Fall gelohnt, da mache ich gern wieder einen Abstecher hin. Klare Leseempfehlung von meiner Seite.

Eine Geschichte vom Abschiednehmen
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 25.08.2020

Dad Lewis steht am Ende seines Lebens, er hat die endgültige Diagnose Krebs erhalten. So beginnt nun sein letzter Sommer in der Kleinstadt Holt, die er nie verließ. Seine Tochter Lorraine kehrt nach Hause zurück, um die Eltern zu unterstützen; zum Sohn Frank gibt es keinerlei Kontakt mehr. Während Dad Lewis sich krankheitshalber... Dad Lewis steht am Ende seines Lebens, er hat die endgültige Diagnose Krebs erhalten. So beginnt nun sein letzter Sommer in der Kleinstadt Holt, die er nie verließ. Seine Tochter Lorraine kehrt nach Hause zurück, um die Eltern zu unterstützen; zum Sohn Frank gibt es keinerlei Kontakt mehr. Während Dad Lewis sich krankheitshalber immer mehr aus den Geschehnissen der Kleinstadt zurückzieht, geht das Leben für die Anwohner weiter… Es ist eine traurige Geschichte vom Abschiednehmen, wenn Dad Lewis sich nach einem erfüllten Leben zunehmend auf seine Kleinfamilie zurückzieht und auf die Nachbarschaft, er, der immer ein offenes Ohr und ein weites Herz für die Anliegen seiner Mitmenschen hatte. Szenen seines Lebens tauchen vor ihm auf, Erlebnisse, die ihn geprägt haben. Manchmal allein, manchmal zusammen schließt er mit seinem Leben ab. Dem Autor Kent Haruf gelingt es, sowohl die Atmosphäre dieser fiktiven Kleinstadt aufleben zu lassen wie auch dem Schmerz um den Abschied genau den richtigen Raum zu geben. Dies ist bereits die dritte Geschichte, die ich von Kent Haruf gelesen habe, und wie alle davor hat auch diese mich berührt und nachdenklich hinterlassen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Einfach normal und doch besonders
von LadyIceTea aus Essen am 15.08.2020

Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis am Rand der Kleinstadt Holt – die er nie verließ, im Gegensatz zu seinem Sohn Frank, zu dem es keinerlei Kontakt mehr gibt, oder Tochter Lorraine, die nun zur Unterstützung zurückkehrt. Aber es kommen auch neue Gesichter und mit ihnen Geschichten: Die kleine Alice zieht im Nachbarhaus bei i... Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis am Rand der Kleinstadt Holt – die er nie verließ, im Gegensatz zu seinem Sohn Frank, zu dem es keinerlei Kontakt mehr gibt, oder Tochter Lorraine, die nun zur Unterstützung zurückkehrt. Aber es kommen auch neue Gesichter und mit ihnen Geschichten: Die kleine Alice zieht im Nachbarhaus bei ihrer Großmutter ein, und der neue Reverend Lyle hat nicht nur mit den eigenwilligen Anwohnern, sondern auch mit der eigenen Familie zu kämpfen. Wer Bücher von Kent Haruf kennt, der weiß um sein Talent, ganz normale Dinge ganz besonders erscheinen zu lassen. „Kostbare Tage“ ist das vierte und letzte Buch des Autors und somit auch die letzte Begegnung mit der Kleinstadt Hold. Wie schon in den anderen drei Büchern, passiert auch in diesem nichts Gewaltiges, es geht einfach um einige der Bewohner und um das, was das Leben ausmacht. Kent Haruf erzählt in seiner entschleunigten, bodenständigen Art von den letzten Tagen die Dad Lewis noch bleiben. Er war kein berühmter Mann, kein Wohltäter oder Dergleichen. Er war ein Familienvater mit Fehlern, wie viele andere Menschen auch. Während seiner letzten Tage versucht er, mit den Menschen die ihm etwas bedeuten, ins Reine zu kommen. Wer hier ein perfektes Ende erwartet, der kennt das Leben nicht und Haruf richtet sich genau danach. Werder die Ereignisse, noch die Gespräche sind beschönigt oder besonders schön gestaltet. Sie sind oft rau, praktisch und einfach normal. Typisches Stilmittel ist dabei das vollkommene Fehlen von Anführungszeichen. Gespräche gehen einfach in Handlungen über. Ganz so, wie im echten Leben. Und all dies macht das Besondere an Kent Harufs Büchern aus. Sie sind herrlich normal. Sie spiegeln das normale Leben wieder. Ohne Filter oder Fantasie. Sie erzählen Geschichten, die das Leben schreibt und zwingen den Leser förmlich, den stoischen Takt mitzuverfolgen. Und ich wage zu behaupten, dass der Leser dazu mehr als bereit ist. Denn trotz fehlender Filter und Fantasie liegt dem Ganzen ein völlig eigener Zauber inne, der neugierig macht und durch den die Figuren schnell ans Herz wachsen. Jeder von uns könnte in irgendeiner Form ein Bewohner Holts sein und das ist ebenso besonders. Meine Rezension ist sehr allgemein auf all seine Bücher gehalten. Aber egal ob „Kostbare Tage“ oder eins seiner anderen Bücher, es trifft auf alle zu. Lest dieses Buch! Lebt euch in Holt ein. Trefft das normale Leben und normale Menschen und dann lest auch noch die anderen Bücher. Es lohnt sich!


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