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Diogenes Hörbuch Band 80410

Daniela Krien

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Beschreibung

Jeder Umbruch fordert Opfer. Auch eine friedliche Revolution. Daniela Krien erzählt von Menschen, deren Leben an einem Kontrapunkt der Geschichte ins Wanken gerieten. Sie erzählt von Orientierungslosigkeit und tiefer Verzweiflung. Doch diese Romanminiaturen gehen über das Schicksal des Einzelnen hinaus; sie zeichnen ein Bild des Menschen von heute. Ein Buch über das Trotzdem-den-Kopf-über-Wasser-Halten, über das Trotzdem-Weitermachen, über das Es-trotzdem-Schaffen.

Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, 2011 erschien ihr Roman ›Irgendwann werden wir uns alles erzählen‹, der in 14 Sprachen übersetzt wurde. Ihr letzter Roman ›Die Liebe im Ernstfall‹ erschien 2019 bei Diogenes. Daniela Krien lebt mit ihren zwei Töchtern in Leipzig.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Daniela Krien
Spieldauer 287 Minuten
Erscheinungsdatum 26.02.2020
Verlag Diogenes Verlag AG
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783257804102

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Buchhändler-Empfehlungen

Lesenswert!

Nina Riepe, Thalia-Buchhandlung Kamen

Eine Gruppe von Menschen aus einem Landstrich im Osten Deutschlands, deren Lebensweg durch die Wiedervereinigung beeinflusst wurde. Brüche in der Biografie, mit denen sie unterschiedlich fertig werden. Es sind intensive und dicht erzählte kurze Geschichten, Romanminiaturen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und die Frage: Schicksal oder Schuld? Einfühlsam geschrieben- lesenswert!

Freiheit

Verena Milde, Thalia-Buchhandlung Celle

Schon 2014 sind diese Kurzgeschichten erschienen. In dieser Neuauflage des Diogenes Verlags hat Daniela Krien ihre Erzählungen jedoch um eine Geschichte erweitert. Die Autorin schreibt über die Schicksale von Menschen, von Lebensentscheidungen, von Trauer, Trennungen, Wut, vom Scheitern und von Verzweiflung. Sehr intensiv, mit viel Einfühlungsvermögen und einer klaren Sprache lässt die Autorin uns Anteil am Leben der Bewohner des Muldentals nehmen. Obwohl manchmal komisch überwiegt das düstere und traurige in den Geschichten, die alle in Ostdeutschland der Wendezeit angesiedelt sind. Eine zarte Liebesgeschichte und ein Neuanfang zum Ende des Buches lässt die Dunkelheit wieder heller werden. Zum Glück!

Kundenbewertungen

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„Wir lesen gern vom Scheitern – wenn am Ende ein Sieg steht … Meine Helden sind keine Gewinner."
von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Wir lesen gern vom Scheitern – wenn am Ende ein Sieg steht … Meine Helden sind keine Gewinner. Dennoch finden einige von ihnen ihr Glück. Aber auch jene, deren Schicksal ihre Kräfte übersteigt, haben eine Stimme im großen Menschheitslied. Und auch sie verdienen eine Platz in der Literatur.“ Kurzgeschichten in klarer, schöner S... „Wir lesen gern vom Scheitern – wenn am Ende ein Sieg steht … Meine Helden sind keine Gewinner. Dennoch finden einige von ihnen ihr Glück. Aber auch jene, deren Schicksal ihre Kräfte übersteigt, haben eine Stimme im großen Menschheitslied. Und auch sie verdienen eine Platz in der Literatur.“ Kurzgeschichten in klarer, schöner Sprache über Menschen, die schwierige bis übermächtige Lebenskrisen zu meistern versuchen.

In der Kürze liegt die Würze! Eine wunderbare Kurzgeschichtensammlung!
von Susanne Probst aus Ulm am 27.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe bisher einen Bogen um Kurzgeschichten gemacht, da ich angenommen habe, nur in längere Romane wirklich eintauchen und zufrieden wieder auftauchen zu können. Bereits Joey Goebel hat mich mit „Irgendwann wird es gut“ eines Besseren belehrt, und Daniela Krien hat mich nun mit ihren Erzählungen, die in den Wendejahren un... Ich habe bisher einen Bogen um Kurzgeschichten gemacht, da ich angenommen habe, nur in längere Romane wirklich eintauchen und zufrieden wieder auftauchen zu können. Bereits Joey Goebel hat mich mit „Irgendwann wird es gut“ eines Besseren belehrt, und Daniela Krien hat mich nun mit ihren Erzählungen, die in den Wendejahren und überwiegend in den neuen Bundesländern spielen, komplett vom Gegenteil überzeugt. In Windeseile versank ich in jeder dieser 11 ernsten und interessanten Geschichten, die trotz oder gerade wegen ihrer Kürze eine unglaubliche Intensität und Tiefe entfalten. Es war so, als wäre ich immer wieder aufs Neue in eine andere Welt katapultiert worden, völlig darin aufgegangen und plötzlich wieder hinausgeschleudert worden. Wieder in der Realität gelandet, musste ich mich dann erst mal wie ein nasser Hund schütteln, um wirklich anzukommen. „In der Kürze liegt die Würze“ ist ein Sprichwort, das hier voll und ganz zutrifft. Der Leser trifft Protagonisten, die nach dem Mauerfall nicht auf der Sonnenseite des Lebens gelandet sind. Es sind traurige, tragische oder erschütternde Schicksale. Man sollte dieses 230-seitige Juwel in Häppchen zu sich nehmen. Nicht nur, um länger davon zu haben, sondern auch, um den Inhalt der Kurzgeschichten verdauen zu können. Daniela Krien präsentiert hier nämlich keine leichte Kost. Es sind berührende, aufwühlende und bewegende Geschichten, die das Leben schrieb, die nachwirken, die zum Nachdenken anregen und die den Wunsch nach Austausch auslösen. Ich war froh um die Leserunde, mit der ich über das Gelesene diskutieren konnte. Die Kurzgeschichten spielen zwar, wie oben schon erwähnt, in den Wendejahren und überwiegend in den neuen Bundesländern und die Protagonisten stammen aus der ehemaligen DDR, aber sie könnten sicherlich auch in anderen Zeiten und an anderen Orten angesiedelt sein. Man kann die meisten Geschichten auch „allgemeingültig“ lesen. Nur wenige lassen sich klar und eindeutig nur auf sog. „Wendeverlierer“ beziehen. Die Autorin bewertet nicht. Sie beobachtet scharfsinnig und beleuchtet äußere Umstände und Innenleben ihrer Figuren wie mit einem Scheinwerferlicht, um es anschließend detailliert und treffsicher zu beschreiben. Die Geschichten sind sprachlich beeindruckend und inhaltlich fesselnd. Kein Wort ist zu viel, keines zu wenig. Manche Metaphern muss man einfach mehrfach lesen, weil sie so treffend und deshalb faszinierend sind. Daniela Krien schafft es, im Verlauf des Buches die gesamte Palette an Gefühlen beim Leser auszulösen. Bei der einen Geschichte spürt man Empörung, bei der anderen Beklemmung, dann tiefes Mitgefühl und den Impuls zu trösten, dann Wut... oder eine Mischung aus allem... Das ist m. E. hohe Kunst! Raffiniert schließt sie am Ende den Kreis und gibt dem Band aus einzelnen Erzählungen einen Rahmen, eine Art Klammer, die alle Geschichten umfasst. Wie sie das macht, möchte ich hier nicht erwähnen. Das würde das Lesevergnügen mindern. Was mich ebenfalls beeindruckt hat, war, dass sie es geschafft hat, mir nach all den erschütternden, beklemmenden, empörenden oder lähmenden - kurz: aufwühlenden - Geschichten mein Herz zu erwärmen und ein zufriedenes und erfreutes Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Natürlich verrate ich auch hier nicht, wie ihr das gelungen ist. Nach dem Zuklappen des Buches hat man von Dramen und Tragödien gelesen, macht sich ein zufriedenes Gefühl breit und ploppt der Gedanke auf: „Es ist nicht alles nur schlimm. Es gibt Hoffnung, es gibt das Gute!“. Vielleicht wollte sie diese Botschaft vermitteln? Abschließend noch eine kurze Übersicht bzw. knappe Zusammenfassung der Inhalte und Themen, damit Ihr Euch besser vorstellen könnt, um was es geht: Eine Ehefrau, die von der Stasi genötigt wird, ihren Mann auszuspionieren. Ablehnung und Vorurteile rufen Wut und Gewalt hervor. Versuchungen, schnell und einfach an Geld zu kommen. Schwangerschaftsabbruch. Absturz vom wohl-situierten Meister zum schwer alkoholkranken Gelegenheitsjobber. Liebloses Aufwachsen und Mobbing und was sich daraus entwickeln kann. Trennungen, Trennungsschmerz und andere Folgen des Mauerbaus. Mögliche Folgen einer nicht tragfähigen Mutter-Tochter-Beziehung. Die Erfahrung, nicht mehr gebraucht zu werden. Die Erkenntnis, dass unterm Strich und am Ende nicht alles aussichtslos ist. Wie nach diesen Ausführungen unschwer zu vermuten ist, bin ich begeistert von diesem Werk. Ich empfehle es unbedingt! Aber, wie gesagt: Ich würde es in Portionen genießen, nicht gerade vor dem Schlafen lesen und parallel zum Ausgleich eine leichte und beschwingende Lektüre bereithalten.

Kurzgeschichten, die es in sich haben
von Kaffeeelse am 01.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Hier geht es um ein Buch einer Autorin, von der ich schon "Die Liebe im Ernstfall" bewundern durfte. Schon hier beweist Daniela Krien eine ungeheure Intensität in ihrer Schreibe, die sie aber in ihrem Werk "Muldental" noch deutlich überbietet. Es sind Kurzgeschichten. Aber es sind Kurzgeschichten, die es in sich haben, die den L... Hier geht es um ein Buch einer Autorin, von der ich schon "Die Liebe im Ernstfall" bewundern durfte. Schon hier beweist Daniela Krien eine ungeheure Intensität in ihrer Schreibe, die sie aber in ihrem Werk "Muldental" noch deutlich überbietet. Es sind Kurzgeschichten. Aber es sind Kurzgeschichten, die es in sich haben, die den Leser berühren, mit jeder Geschichte immer mehr berühren, manchmal in ihrer Intensität kaum noch ertragbar sind. Man hält inne beim Lesen, atmet durch und ist tief betroffen. Dass eine Autorin so etwas, in solch einer Intensität bei Kurzgeschichten schafft, ist mir neu und ich möchte mich in Ovationen ergehen. Es sind Geschichten aus dem Osten, einigen merkt dies jeder Leser an, den meisten merkt man das aber nur an, wenn man den Osten sehr genau kennt, ihm eventuell sogar entstammt. Den Lesern aus anderen Landstrichen wird vieles vielleicht befremdlich erscheinen und sie werden rufen, dass kann es doch überall geben. Ja, durchaus. Aber im Osten gibt es solche Geschichten vielleicht prozentual mehr. Und dieses Düstere/Beklemmende ist vielleicht auch in abgehängten Gegenden mehr spürbar, oder in Gegenden, die sich selbst als abgehängt erachten. Ich habe dieses Buch in einer Leserunde genießen dürfen und genau solche Reaktionen gesehen/gehört/gelesen. Und ich hoffe, dass dieses Buch vielleicht auch ein besseres Verständnis bewirkt und vielleicht hilft bestehende Risse zu kitten. Und dazu muss ich noch sagen, ich gehöre nicht zu denen, die den Osten verherrlichen. Es gibt kein Schwarz oder Weiß, alles ist Grau, bei allem gibt es Gutes und auch Schlechtes. Und für mich verkörpern Daniela Kriens Geschichten auch genau das. Ich mag ebenso dieses Düstere und Beklemmende, auch das schafft Daniela Krien meisterhaft, aber hier bei diesem Buch komme auch ich an den Rand des Ertragbaren. Aber gerade durch dieses kaum mehr Ertragbare/gerade durch diese Intensität ist dieses Buch für mich ein 5 Sterne Kandidat! Chapeau Frau Krien!!! Diese Autorin ist definitiv jemand, die man beobachten muss, der man folgen muss. Denn ich bin mir sicher, hier kommt noch einiges interessantes und berührendes.

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