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Happy End

detebe Band 24533

Amélie Nothomb

(3)
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Beschreibung

Der kluge Sonderling Déodat liebt das einsame Studium der Vögel, die Beobachtung ihres Flugs am Himmel über Paris. Auch Trémière wächst isoliert auf, im verwunschenen Haus ihrer Großmutter. Und wie Déodat lernt sie früh, die Dinge genau zu betrachten. Eines Tages trifft der altkluge Junge auf das bildhübsche Mädchen, und eine wundersame Geschichte nimmt ihren Lauf.

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in 39 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel. 

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 24.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24533-2
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,4/1,2 cm
Gewicht 167 g
Originaltitel Riquet à la houppe
Auflage 1
Übersetzer Brigitte Grosse
Verkaufsrang 27266

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Susann Kramny, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Ein wundervolles Märchen für Erwachsene mit viel Charme und einer Prise bitterbösen Humors – genauso wie ich es an den Büchern von Amelie Nothomb liebe.

Ein klein wenig böse...

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Als die Eltern das Baby zum ersten Mal sahen, fielen sie aus allen Wolken... So steht es in Amélie Nothombs ein klein wenig böser Geschichte zu lesen. Ein wunderbares Gleichnis über unser Schubladen-Denken! Amélie Nothomb steht für wunderbare Sprache mit viel Witz und Ironie und macht immer wieder Spaß zu lesen!

Kundenbewertungen

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Happy End
von Miss.mesmerized am 31.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Déodat ist das Wunschkind seiner Eltern, nur leider furchtbar hässlich, weshalb sie ihn kaum anzusehen wagen. Doch seine Intelligenz lässt ihn sein Äußeres richtig einordnen und schnell einen Modus Vivendi finden, der ihn auch die Schulzeit überleben lässt. Mit Menschen kann er wenig anfangen, Vögel hingegen faszinieren ihn unhe... Déodat ist das Wunschkind seiner Eltern, nur leider furchtbar hässlich, weshalb sie ihn kaum anzusehen wagen. Doch seine Intelligenz lässt ihn sein Äußeres richtig einordnen und schnell einen Modus Vivendi finden, der ihn auch die Schulzeit überleben lässt. Mit Menschen kann er wenig anfangen, Vögel hingegen faszinieren ihn unheimlich. Auch Trémière wächst zurückgezogen und ohne Freunde auf, bei ihr ist es jedoch die Schönheit, die man ihr neidet und aufgrund derer sie abgelehnt wird. Als Jugendliche haben sie beide erste amouröse Begegnungen, die jedoch letztlich eine Enttäuschung bleiben. Und da ein Buch mit dem Titel „Happy End“ kaum ohne ein solches auskommt, erzwingt das Schicksal eine Begegnung der beiden einsamen Seelen und schafft eine dieser seltenen zauberhaften Verbindungen, die die Welt außerhalb nur bewundern und bestaunen kann. Einmal mehr sich hat sich Amélie Nothomb eines Märchens angenommen und daraus eine für sie ganz typische Geschichte geschrieben. „Töte mich“ und „Blaubart“ waren schon Exkurse in diese fantastische Welt, die sich jedoch, wie sie selbst in „Happy End“ schreibt, eigentlich weniger an Kinder denn an Erwachsene richtet. Den größten Unterschied zwischen Märchen und Erwachsenenliteratur sieht sie in der Akzeptanz eines glücklichen Endes, bei Geschichten für Kinder ein Muss, in der hohen Literatur eher verachtet. Auch ohne die Handlung von Charles Perraults „Riquet mit der Locke“ zu kennen – das Märchen findet sich jedoch im Anhang abgedruckt - weiß man doch von Beginn an, welchen Verlauf die Geschichte nehmen wird. Aber darum geht es gar nicht, man schließt die beiden Sonderlinge sofort ins Herzen, auch wenn man erkennen muss, dass man vermutlich in der Realität eher bei den bösartigen Kindern gewesen wäre, die in der Schule die Außenseiter hänseln und wegen ihrer Andersartigkeit ausgrenzen. Nothomb versetzt die Handlung vorsichtig in die Gegenwart, ohne jedoch die märchenhafte Struktur anzugreifen und so verwundert es einem doch, wie die Geschichte einen packen kann, trotz oder gerade wegen der typischen Elemente des Märchens. Die Autorin trifft auch den perfekten Ton für ihre Geschichte: eine gewisse naive Einfalt, die sich jedoch immer wieder als feine Ironie outet, kennzeichnet den Erzählton. Déodats und Trémières Liebe beschreibt sie: Zur hypnotischen Ekstase des Anfangs gesellte sich die ruhige Gewissheit ihrer ewigen Liebe, die ohne Treuegelübde auskam, diesem verbalen Vorhängeschloss der Kleingläubigen. Bisweilen klingt der Text etwas zu gekünstelt und manieriert, aber das ist nun einmal Amélie Nothomb und was könnte mehr zu einem Märchen passen als eine charmante Überzeichnung? Ein kurzer Text, der die märchenhafte Welt im Alltag erscheinen lässt und schlichtweg bezaubert.


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