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Sommerfrauen, Winterfrauen

detebe Band 24526

Chris Kraus

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Beschreibung

Ein Film über Sex. Rauh und radikal. In New York. Das ist die Aufgabe, die Jonas gestellt bekommt. Aber wie soll der überforderte Regiestudent ausgerechnet in der düstersten Ecke der Lower East Side und umgeben von gestrandeten Künstlerexistenzen einen Film drehen? Als er auf Nele trifft, eine schillernde, eigensinnige Sommerfrau, öffnet sich sein Blick für das wahre Ziel seiner Reise: die Begegnung mit der eigenen ungeheuerlichen Familiengeschichte.

Chris Kraus, geboren 1963 in Göttingen, ist Filmregisseur und Romancier. Sein Kinodebüt ›Scherbentanz‹ (mit Jürgen Vogel, Margit Carstensen und Nadja Uhl) machte ihn zum Shootingstar einer neuen Generation von Filmemachern. Spätere Filme (darunter ›Die Blumen von gestern‹, ›Poll‹) wurden vielfach ausgezeichnet, ›Vier Minuten‹ gewann 2007 den Deutschen Filmpreis als bester Spielfilm. Chris Kraus hat bisher drei Romane geschrieben und ist damit auch international erfolgreich. Der Autor lebt in Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 24.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24526-4
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18/11,4/2,5 cm
Gewicht 307 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 138640

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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Rostock

Ein Tagebuch eines deutschen Filmstudenten auf Studienreise in New York. Für mich ganz anders als erwartet, aber durch überragenden beobachtenden Humor und vielschichtige Charaktere eine absolute Empfehlung.

Moritz Eis, Thalia-Buchhandlung Brandenburg

Ein großartig und nicht gekünstelt erzählter Roman über einen dt. Filmstudenten in NY, der sich nicht nur mit schrägen Hippies, dem deutschen Film, sondern auch mit der eigenen Familiengeschichte und der Liebe auseinandersetzt. Sehr filmisch, absurd, ernst, traurig und weise.

Kundenbewertungen

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Sommerfrauen, Winterfrauen
von Miss.mesmerized am 09.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Jonas Rosen ist Filmstudent und zusammen mit fünf Kommilitonen und dem Professor Lila von Dornbusch will er im New York der 1990er Jahre einen Film über Sex drehen. Jonas fährt schon früher los, um für den Rest der Gruppe Unterkunft und eine Veranstaltung im örtlichen Goethe-Institut zu organisieren. Er kommt bei von Dornbuschs ... Jonas Rosen ist Filmstudent und zusammen mit fünf Kommilitonen und dem Professor Lila von Dornbusch will er im New York der 1990er Jahre einen Film über Sex drehen. Jonas fährt schon früher los, um für den Rest der Gruppe Unterkunft und eine Veranstaltung im örtlichen Goethe-Institut zu organisieren. Er kommt bei von Dornbuschs amerikanischem Kollegen Jeremiah Fulton unter, der nicht nur ein begnadeter Regisseur, sondern auch ein Messie schlimmster Sorte ist. Jonas hat noch eine zweite Mission im Big Apple: seine Tante Paula aufsuchen, die zwar nicht seine echte Tante, aber eng mit seiner Familie verbunden ist. Was als Abenteuer beginnt, artet in Jonas‘ härteste Prüfung aus: er wird überfallen, seine Freundin in Berlin versteht nicht, weshalb sie nicht nachreisen darf, er trifft auf die unkonventionelle Nele, die so ganz anders als seine Freundin ist, seine Untermiete bei Jeremiah stellt ihn täglich vor neue Herausforderungen. Und dann soll er ja auch noch einen Film über Sex drehen. Chris Kraus‘ biografisch geprägter Roman basiert auf seinen realen Erlebnissen als Student von Rosa von Praunheim an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Auch sein vorhergehender Roman ist inspiriert von realen Begebenheiten, schildert es die SS-Vergangenheit seines Großvaters, die in „Sommerfrauen, Winterfrauen“ über Tante Paula ebenfalls wieder aufgegriffen wird. Der Roman ist als Tagebuch angelegt, was natürlich eine gewisse Perspektiveneinschränkung mit sich bringt, aber den Unterhaltungswert in keiner Weise schmälert, im Gegenteil: der subjektive Blick erlaubt Zynismus und Ironie, die beim Lesen unheimlichen Spaß machen. Auch wenn der Roman viel von der Situationskomik und vor allem dem etwas naiven und unsicheren Jonas lebt, bietet er doch auch einige durchaus ernsthafte Themen. Die Gewalt, die die 90er Jahre in New York geprägt haben und ganze Zonen zu No-Go Areas werden ließ; die Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit der eigenen Familie und der Umgang mit den überlebenden Opfern dieser Zeit; die Ausbeutung und der Missbrauch von Praktikanten, die sich nicht wehren können; und vor allem auch das Erwachsenwerden und über den eigenen Schatten springen, seine Grenzen überschreiten und Herausforderungen als junger Mensch annehmen. Jonas Rosen ist kein Holden Caulfield, der verloren durch New York stromert und am Ende geläutert und erwachsen ist. Aber auch er durchlebt einen Prozess, der ihn am Ende ein anderer Mensch sein lässt. Er stellt sich nicht nur der unangenehmen Geschichte seines Großvaters, sondern muss auch seine Frauenbeziehungen in Frage stellen. Das Konzept von „Sommerfrauen“ und „Winterfrauen“, das seine aktuelle Freundin erfunden hat, dient dabei als Orientierungslinie. Insgesamt ein lebendiger und vor allem sprachlich sehr gelungener Roman, der einem vielfach schmunzeln und das New York zum Ende des letzten Jahrhunderts wieder auferstehen lässt.

Vergangenheit trifft Zukunft im New York der 90er-Jahre
von FrauSchafski am 14.10.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eigentlich ist es Jonas’ Auftrag, in New York einen Sexfilm zu drehen. Klar, denn Sex sells. Und immerhin stammen die Produktionsgelder, mit denen er in den Big Apple geschickt wurde, von 3sat. Doch die Stadt scheint Jonas und sein Vorhaben erst einmal nicht mit offenen Armen empfangen zu wollen: In seinen ersten Stunden wird er... Eigentlich ist es Jonas’ Auftrag, in New York einen Sexfilm zu drehen. Klar, denn Sex sells. Und immerhin stammen die Produktionsgelder, mit denen er in den Big Apple geschickt wurde, von 3sat. Doch die Stadt scheint Jonas und sein Vorhaben erst einmal nicht mit offenen Armen empfangen zu wollen: In seinen ersten Stunden wird er fast ausgeraubt, seine Unterkunft befindet sich bei einem ehemaligen Mitglied der High Society, das mittlerweile jedoch in einer völlig vermüllten und verdreckten Messiwohnung lebt, und schließlich ist da noch seine Tante Paula, Überlebende der Holocausts, die Jonas mit der Nazi-Vergangenheit seines Großvaters konfrontiert. Klingt verrückt, denkt ihr jetzt? Genau das ist es auch ... Was Chris Kraus’ Roman so lesenswert macht, sind seine skurrilen, allesamt auf ihre Weise beschädigten Figuren. Ein Teil ist vom ersten Moment an absolut liebenswert, während die andere Seite den Zugang zu ihnen eher sperrig und schwierig macht. Allen gemeinsam ist jedoch eine innere Unruhe, die sie zu Suchenden macht, Suchenden nach der persönlichen Erfüllung. In diese Riege reiht sich unsere Hauptfigur Jonas Lückenlos ein. Auch er ist ein Suchender, der aber noch nicht so richtig weiß, was er denn eigentlich sucht. Bis er die Sommerfrau Nele trifft und sich, ohne es zu ahnen, gemeinsam mit ihr auf die Entdeckungsreise nach eigenen Wünschen, aber auch eigenen Dämonen macht. So treffen Vergangenheit und Zukunft hier mitten im New York der 90er-Jahre aufeinander. Verpackt ist das Ganze in einer Sprache voller ungewöhnlicher, teils urkomischer Bilder. Als Leser wird man mehr als einmal aufgrund der Situationskomik und Jonas’ entwaffnenden, teil sarkastischen Kommentaren schmunzeln müssen. Fazit: Das ist absolut lesenswerte, durchaus anspruchsvolle Literatur, deren vielschichtige Figuren nur bei genauem Hinsehen zu entschlüsseln sind. Chris Kraus schafft es, den Leser völlig in die Geschichte eintauchen zu lassen und ganz wunderbar zu unterhalten. Das macht großen Spaß und ist definitiv gute 4 Sterne wert.

Selbstfindung in New York
von Martin Schult aus Borken am 21.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Jonas Rosen ist ein hoffnungsvoller Filmstudent und er bekommt die Aufgabe einen Underground-Film über den Sex in der Weltstadt New York zu drehen. Er nimmt die Herausforderung an und begibt sich nach Amerika. Vor Ort läuft ihm das Projekt aber schnell aus dem Ruder und er muss sich mit der Vergangenheit seiner Familie und seine... Jonas Rosen ist ein hoffnungsvoller Filmstudent und er bekommt die Aufgabe einen Underground-Film über den Sex in der Weltstadt New York zu drehen. Er nimmt die Herausforderung an und begibt sich nach Amerika. Vor Ort läuft ihm das Projekt aber schnell aus dem Ruder und er muss sich mit der Vergangenheit seiner Familie und seiner persönlichen Zukunft auseinandersetzen. Ich kannte bisher noch kein Werk des Autors Chris Kraus, aber die guten Bewertungen seiner vorherigen Bücher aben mein Interesse geweckt. "Sommerfrauen Winterfrauen" ist ein spezielles Buch, bei dem ich zwischendurch immer wieder mal gefragt habe, was mir der Autor hiermit sagen möchte. Chris Kraus wird als brillanter Erzähler beschrieben, was ich nach dem Buch durchaus bestätigen kann. Er erzählt die Geschichte in einem gut zu lesenden Schreibstil mit viel Wortwitz und einer erfrischenden Offenheit. Der Hauptprotagonist Jonas Rosen war aus meiner Sicht mit seiner Aufgabe in New York einen Film über Sex zu drehen überfordert und musst zunächst viel Lehrgeld zahlen. Aber die Eindrücke, die er auf seinem Trip erlebt, werden sein Leben sicherlich zeichnen. Geschickt verbindet der Autor die nicht unbelastete Familiengeschichte mit den richtungs-weisenden Überlegungen für Jonas Zukunft. Er wird gedrängt, eine Entscheidung zu treffen und muss sich dieser stellen. Eine ungewohnte Situation für den Hauptprotagonisten der harmonie-bedürftig erscheint und sein Leben eher von anderen Menschen bestimmen lässt. Ein spannender Trip in eine bemerkenswerte Stadt, in der Jonas auf skurrile und verrückte Menschen trifft. Insgesamt ist "Sommerfrauen Winterfrauen" für mich ein außergewöhnlicher Roman, der mit dem Wortwitz und der begeisternden Schreibweise des Autors überzeugt. Ich empfehle das Buch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.


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