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Muldental

Jeder Umbruch fordert Opfer. Auch eine friedliche Revolution. Daniela Krien erzählt von Menschen, deren Leben an einem Kontrapunkt der Geschichte ins Wanken gerieten. Sie erzählt von Orientierungslosigkeit und tiefer Verzweiflung. Doch diese Romanminiaturen gehen über das Schicksal des Einzelnen hinaus; sie zeichnen ein Bild des Menschen von heute. Ein Buch über das Trotzdem-den-Kopf-über-Wasser-Halten, über das Trotzdem-Weitermachen, über das Es-trotzdem-Schaffen.

Portrait
Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, 2011 erschien ihr Roman ›Irgendwann werden wir uns alles erzählen‹, der in 14 Sprachen übersetzt wurde. Ihr letzter Roman ›Die Liebe im Ernstfall‹ erschien 2019 bei Diogenes. Daniela Krien lebt mit ihren zwei Töchtern in Leipzig.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 26.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07094-1
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/2,2 cm
Gewicht 271 g
Auflage 1
Verkaufsrang 12959
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Anna Harms, Thalia-Buchhandlung Wilhelmshaven

Geschildert werden hier sehr eindrucksvolle Kurzgeschichten. Dabei betont die klare Sprache den täglichen Kapft der Protagonisten zwischen Demütigungen, Verzweiflung und der Hoffnung auf ein besseres Leben, in einem neuen Vereinten Deutschland.

Nachwendeerzählungen

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Wiederauflage eines bereits 2014 erschienen Erzählbandes mit einer neuen Geschichte und immer noch unglaublich gut. Krien erzählt vordergründig von Schicksalen Ostdeutscher nach der Wende, von Demütigungen und vom Scheitern, von Heimat und von den gesellschaftlichen Entwicklungen nach 1989 insgesamt. Aber auf den zweiten Blick geht es um viel mehr, nämlich um Beziehungen ganz allgemein, um Allzumenschliches. Erschütternd, manchmal komisch, oft traurig und immer mit sehr viel Empathie.

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Schicksale verpackt in berührende Prosa
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 04.03.2020

Wer mich kennt, weiß von meinem Faible für Kurzgeschichten, Erzählungen, Prosa und Lyrik. Und so war es an der Zeit, mit Hilfe einer Leserunde eine Autorin zu entdecken, deren Bücher mir zwar schon begegnet waren, ich aber noch nichts davon gelesen hatte. Das hat sich mit der vergangenen Lektüre (grundlegend) geändert. Denn nach... Wer mich kennt, weiß von meinem Faible für Kurzgeschichten, Erzählungen, Prosa und Lyrik. Und so war es an der Zeit, mit Hilfe einer Leserunde eine Autorin zu entdecken, deren Bücher mir zwar schon begegnet waren, ich aber noch nichts davon gelesen hatte. Das hat sich mit der vergangenen Lektüre (grundlegend) geändert. Denn nach „Muldental“ steht fest, dass ich das (weitere) literarische Schaffen von Daniela Krien weiterverfolgen werde. Daniela Krien kredenzt ihren Leser*innen in „Muldental“ 11 Erzählungen, die auf „Skizzen von Lebensdramen“ (S. 9) aus ihrem Notizbuch basieren. Dabei bedient sie sich einer Sprache, die mich von der ersten Geschichte „Muldental“ bis zur letzten Geschichte „Muldental II“ (einer extra für die Neuauflage geschriebenen Geschichte) nicht mehr losgelassen hat. Sie erzählt von verzweifelten (Kunst-)Handwerkern, von Frauen, die eine (harte) Lebensentscheidung treffen müssen, von Ex-Häftlingen, mit denen man unweigerlich Mitleid empfindet – die Erzählungen können die geneigte Leserschaft mächtig „runterziehen“. Ich habe auch noch nie (zumindest ist es mir nicht bewusst) eine emotionalere Erzählung als „Freiheit“ gelesen. Unweigerlich braucht man danach eine kurze (Lese-)Pause. Ich habe bei der Lektüre öfter gedacht „Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann auch eine Katastrophe auslösen.“ Viele Geschichten spielen mit dem Deutsch-Deutschen „Trauma“ der Wiedervereinigung und führen die Absurdität von Rollen und diesbezüglicher Klischees vor die Augen der Leser*innen. Denn Arbeitslosigkeit zum Beispiel gibt es überall in strukturschwachen Gegenden. Dies wiederum führt zu Perspektivlosigkeit, welche dann in Gewalt und Hass sich selbst und anderen Menschen gegenüber umschlägt. Ein Teufelskreislauf, dem es zu entkommen gilt… Und trotzdem gibt es (so, wie nach jedem Regen die Sonne wieder scheint) am Ende von „Muldental“ ein Licht am Ende des Tunnels. Zeit heilt garantiert nicht alle Wunden, aber wenn es trotz Verzweiflung und Wut im Bauch „irgendwie“ weitergeht, wenn aus Trauer ein Neuanfang wird (eindrucksvoll beschrieben am Ende von „Muldental“) und uns die Liebe begegnet – ja, liebe Leser*innen: dann kann man auch ein Buch wie „Muldental“ zufrieden und „erleichtert“ zuklappen. 5* für ein sprachlich beeindruckendes Buch und eine absolute Leseempfehlung! ©kingofmusic

von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2020
Bewertet: anderes Format

Ein tolles Buch. Ein detailgetreuer Erzählstil. Kleine Geschichten Reihen sich an einander und werden zu einen Ganzen. Die Figuren und die Geschichten so tragisch zum Teil, wachsen einen ans Herz. Bitte Lesen!!!