Taghaus, Nachthaus

Olga Tokarczuk

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Beschreibung

Nowa Ruda im schlesischen Riesengebirge ist ein Ort mit wechselnden Identitäten. Heute polnisch, war das Städtchen früher deutsch, tschechisch, davor österreichisch-ungarisch. Hier, in der Mitte Europas, wo sich Grenzen verschieben und Sprachen kommen und gehen, sind Menschen in Häuser einzogen, in denen noch alte Fotoalben in den Schubladen liegen.
Es ist ein Ort, an dem sich Schicksale und Erinnerungen vermischen. Als die Erzählerin mit ihrem Mann in die Gegend kommt, beginnt sie, die Geschichten Nowa Rudas und seiner Bewohner zu sammeln. Dabei hilft ihr die Perückenmacherin Marta, ihre rätselhafte Nachbarin, die sie in die Kunst einführt, die Geschichten vom Tag und die Träume der Nacht zu entwirren.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.11.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783311701590
Verlag Kampa Verlag
Dateigröße 1735 KB
Übersetzer Esther Kinsky
Verkaufsrang 74085

Kundenbewertungen

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So schön kann anspruchsvolle Literatur sein
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 15.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Als der Nobelpreis im Oktober an Olga Tokarczuk vergeben wurde habe ich, obwohl ein Vielleser, zum ersten mal von der polnischen Schriftstellerin gehört. Die Informationen über ihr Werk haben mich neugierig gemacht, mir war ihr aktueller 1000 Seiten Wälzer als Einstieg jedoch zu lang und zu teuer und so habe ich mich für Taghaus... Als der Nobelpreis im Oktober an Olga Tokarczuk vergeben wurde habe ich, obwohl ein Vielleser, zum ersten mal von der polnischen Schriftstellerin gehört. Die Informationen über ihr Werk haben mich neugierig gemacht, mir war ihr aktueller 1000 Seiten Wälzer als Einstieg jedoch zu lang und zu teuer und so habe ich mich für Taghaus, Nachthaus entschieden, das wie alle ihre Bücher jetzt wieder zu bekommen ist. Der Roman ist schon 1999 im Original erschienen, also nicht ihr neuestes Werk. Es geht um eine Frau, die zusammen mit ihrem Mann ein Wochenendhaus in einem kleinen Dorf im Riesengebirge, nahe der Grenze zu Tschechien, erwirbt. Dort lernt sie die rätselhafte Nachbarin Marta kennen, die ihr Geld als Perückenmacherin verdient und ihr eine Vielzahl von Geschichten über die Menschen im Dorf erzählt, die jetzigen und die früheren Bewohner. Dabei vermischen sich reale Begebenheiten mit Träumen, Märchen und zahllosen seltsamen Anekdoten. Das alles ist in einer wunderschönen Sprache geschrieben, poetisch und magisch funkelt dieser Text, ein literarischer Genuss. Man darf allerdings keine stringente Handlung erwarten, die gibt es nicht. Vielmehr besteht der Roman aus vielen kleinen Geschichten, die alle einen Bezug zu der Gegend haben, dabei behandelt die Autorin auch religiöse Themen und immer wieder geht es um Pilze, die leitmotivisch den Roman durchziehen. Ein wunderbarer Roman, der etwas an eine Laterna Magica erinnert, eine literarische Wundertüte, in der man immer wieder überraschendes entdeckt. Man braucht natürlich Muße für die Lektüre, das Buch ist nichts für die Heimfahrt in der S Bahn und keine leichte Kost aber wer sich auf den Text einlässt wird mit einem tollen Leseerlebnis belohnt. Auf weitere Bücher von Olga Tokarczuk bin ich gespannt.

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