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Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit

Jean Liedloff

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Beschreibung


Die Autorin, die mehrere Jahre bei den Yequana-Indianern im Dschungel Venezuelas gelebt hat, schildert eindrucksvoll deren harmonisches, glückliches Zusammenleben und entdeckt seine Wurzeln im Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern: Sie zeigt, dass dort noch ein bei uns längst verschüttetes natürliches Wissen um die ursprünglichen Bedürfnisse von Kleinkindern existiert, das wir erst neu zu entdecken haben.

Die Frankfurter Rundschau schrieb: "Ein menschliches und lebendiges Buch über das Leben, wie es lebenswert sein könnte. Es liest sich spannend wie ein Roman".

"Dieses bemerkenswerte Buch ist vieles in einem: ethnologische Reportage, radikale Zivilisationskritik und Bericht einer persönlichen Transformation." Psychologie heute

Jean Liedloff (1926 - 2011) ist in New York geboren und aufgewachsen. Nach dem Universitätsbesuch unternahm sie mehrere Expeditionen in den venezolanischen Urwald, auf denen sie die Gedanken dieses Buches entwickelte. Sie lebte bis zu ihrem Tod als Publizistin und Psychotherapeutin in Sausalito, USA.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 220
Erscheinungsdatum 27.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-75111-0
Reihe Beck Reihe
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 19,5/13,1/2 cm
Gewicht 280 g
Originaltitel The Continuum Concept
Auflage 2
Übersetzer Eva Schlottmann, Rainer Taëni
Verkaufsrang 63051

Buchhändler-Empfehlungen

Spannender Bericht einer Forscherin über die Ursprünge der menschlichen Gemeinschaft

Johanna Siebert, Thalia-Buchhandlung Braunschweig, Schloss-Arkaden

Dieser packende Abenteuerbericht liest sich nicht nur spannend, sondern fasziniert hauptsächlich dadurch, dass es so einfach wie einleuchtend klingt! Das offensichtliche Glück dieser Menschen, die Ausgeglichenheit und Zufriedenheit, von der Jean Liedloff berichtet, wurzelt in deren Kindererziehung. Dieser Stamm, der nach unseren Maßstäben äußerst primitiv im Urwald lebt - eben eins der letzten Naturvölker - scheint im Gegensatz zu uns in der westlichen Zivilisation den Sinn des Lebens nicht vergessen zu haben, im Gegenteil. Diese Lektüre sollte bei den Elternratgebern an oberster Stelle stehen. Bis auf einige leider veraltete Ansichten zum Thema Homosexualität (die hier auf wenigen Seiten zur Sprache kommen) bin ich von der Botschaft der Autorin überzeugt und von diesem wichtigen Buch begeistert, und habe es selbst schon mehrfach verschenkt.

Kundenbewertungen

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Sehr empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich bin über das Thema Windelfrei auf dieses Buch gekommen. Dieses Buch beschreibt sehr gut, was die eigentliche Natur des Menschen ist, was das Bedürfnis des Babys ist, das noch nicht an die Gesellschaft angepasst ist, sondern noch dieselben Grundbedürfnisse hat wie Babys vor 100.000en von Jahren. Nämlich konsequent körperliche... Ich bin über das Thema Windelfrei auf dieses Buch gekommen. Dieses Buch beschreibt sehr gut, was die eigentliche Natur des Menschen ist, was das Bedürfnis des Babys ist, das noch nicht an die Gesellschaft angepasst ist, sondern noch dieselben Grundbedürfnisse hat wie Babys vor 100.000en von Jahren. Nämlich konsequent körperliche und emotionale Nähe in den ersten Lebensmonaten. Jean Liedloff zeigt auf, wie ein Naturvolk lebt - auch über die Kindheit hinaus und stellt ausserdem sehr anschaulich dar, wie wir in der westlichen Gesellschaft trotz besten Absichten gegen die nicht wegdiskutierbaren Grundbedürfnisse unserer Kinder verstossen und wie wir sie und uns nachhaltig damit schädigen. Dies gibt auch viele Erklärungen, wie es zu dieser gierigen, materiellen Gesellschaft kommt, in der Glück als Lebensziel gesehen, aber nie erreicht werden kann, wo es doch bei Naturvölkern der Grundzustand des Menschen ist. Ich würde das Buch als Mind Changer bezeichnen und kann es jedem uneingeschränkt empfehlen - ob werdende Eltern, Eltern oder kinderlose Menschen. Denn man erfährt hier eben auch erschreckend viel über sich selbst.


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  • Inhalt

    Vorwort

    1. Wie sich meine Ansichten so grundlegend wandelten

    Anfangs das Sehen, später das Verstehen, dann die Bestätigung meiner Beobachtungen – Herausbildung des Begriffs «Kontinuum»

    2. Der Begriff «Kontinuum»

    Was der Mensch auf Grund seiner Entwicklungsgeschichte vom Leben erwartet – Seine angeborenen Strebungen – Wie das Kontinuum wirkt, im Individuum und in der Kultur

    3. Der Beginn des Lebens

    Natürliche Geburt und traumatische Geburt – Die Erwartungen und Strebungen des Säuglings – Die Phase des Getragenwerdens und ihre Folgen für das weitere Leben – Die Erfahrungswelt von Säuglingen und Kleinkindern innerhalb und außerhalb des Kontinuums

    4. Das Heranwachsen

    Was es bedeutet, ein «soziales Tier» zu sein – Die angeborene Fähigkeit zur Selbsterhaltung, das Wachsen des Selbstvertrauens und von der Wichtigkeit, die Selbstverantwortung des Kindes zu respektieren – Die Annahme eines angeborenen Sozialtriebes und ihre Folgen – Wie ein Kind sich selbst erzieht – Die Art von Unterstützung, die es von den Älteren benötigt

    5. Die Versagung wesentlicher Erfahrungen

    Die blinde Suche nach den versagten Erfahrungen in allen Winkeln des Lebens – Das Geheimnis der Drogenabhängigen – Mythen des Sündenfalls – Die zwei Schritte fort vom Zustand der Unschuld: die entwicklungsbedingte Fähigkeit zur intellektuellen Wahl und der Abfall des zivilisierten Menschen vom Kontinuum – Befreiung vom Denken: Meditation, Ritual und andere Formen, das Denken auszulöschen

    6. Die Gesellschaft

    Kulturen in Übereinstimmung mit dem Kontinuum und im Widerspruch zum Kontinuum – Beständigkeit, Verlässlichkeit und das Recht, sich nicht zu langweilen – Was ist nur aus der Freude geworden?

    7. Die Rückkehr zum Kontinuum

    Geschlechtsverkehr und Zuneigung: die beiden Bedürfnisse nach Körperkontakt – Solange Bedürfnisse bestehen, ist ihre Erfüllung möglich – Unsere Bedürfnisse aus der Sicht des Kontinuums – Widerstände in unserer gegenwärtigen Lebensweise – Die Rechte von Kleinkindern – Mögliche Ansatzpunkte der Rückkehr zum Kontinuum – Anwendungen des Kontinuum-Konzepts in der Forschung

    Berichte und Überlegungen zur Neuauflage 1988

    Über Eltern – Weshalb man sich nicht schuldig fühlen sollte – Über unsere merkwürdige Blindheit – Wenn sich alles ums Kind dreht – Neue Überlegungen zur Psychotherapie

    Anmerkungen